Reise zu den Sternen

26.09.2017 um 18:14 Uhr

Seltsame Experimente ...

von: mijoni   Stichwörter: Tabletten, ParadoxeWirkung, RuheImKopf

Stimmung: Ach ja ...

Nachdem gestern alle und jeder Frust und Ärger geschoben haben, war ich heute gut ausgerüstet. Gestern hat mich die Stimmung um mich herum voll erwischt. Nicht toll, gar nicht schön und nachdem ich auch noch zu hören bekam "Och, der Versand ist nur nebensächlich, das schafft eine allein. Und die ist dann noch nicht mal ausgelastet!", dachte ich mir, es wäre gut, sich zu wappnen.

Das meine Kids alle ADHS haben ist ja bekannt. Das ich auch nicht so ganz grade in die Welt passe, ist auch bekannt. Wäre ich "normal", würden mir die Medis der Kids gar nichts machen, keine Wirkung zeigen. Aber ... 🤔 ... Genau das tun sie, sie wirken und das verdammt gut.

Blöd ist nur, das ich absolut null Hunger oder Durst habe. In meinem Fall ist beides blöd. Aber gut, die Vorteile sind enorm. Ich genieße es, wenn mir alles um mich herum so völlig egal wird, außer das, was ich gerade mache. Die Leere und die Stille ist bombastisch.

Am meisten aber genieß ich die Abschaltung der Emotionen. Mich quakt einer von der Seite an? Ich lächeln nett, antworte freundlich und es ist mir vollkommen egal, ob der mich nun blöd anguckt oder nervt. Sehr vorteilhaft dieser Zustand.

So herrlich unpersönlich ... 😂😂😂 ... Man hört mich nicht, man sieht mich lediglich, auch wenn das, was ich mache, mal wieder viel zu langsam ist oder nicht ausreicht oder was auch immer es zu meckern gibt. Mir egal. So herrlich egal. Völlig losgelöst.

Wenn es mir gelingt, diesen Zustand auch ohne Medis zu erreichen, dann ist alles gut ... 😄 ...

Aber bis dahin ... 😎 ... Ist ja nicht so, das ich völlig emotionslos wäre, nö, überhaupt nicht. Aber Dinge, Situationen oder Personen, die sonst langsam aber sicher den Siedepunkt in erreichbare Nähe brachten, lösen das zwar noch immer aus, aber ich hol dann Luft und lass es. Ist mir zu anstrengend, dagegen anzugehen oder mich zu ärgern und aufzuregen. So bleibt ich gelassen und denk ... gar nichts ... 😊

Und ... Arbeiten, die mir so gar nicht liegen, werden zu einem belanglosen Ereignis. Ziemlich cool.

Und sonst? Keine besonderen Vorkommnisse ...  

15.09.2017 um 22:06 Uhr

Krank

von: mijoni   Stichwörter: Sofa, TeeInMengen, AllesMist

Stimmung: ... Bähhh ...

Eigentlich hätte mir Montag schon klar sein müssen, das was im Busch ist ... Frau H., Sie sind so blass ... mhh, blass bin ich immer, aber Augenwinkel, wie ein Waschbär habe ich nur, wenn was im Anmarsch ist.

Aber ... Es war so viel zu tun, das ich auch drüber weg war und die Rückenschmerzen? Hallo? Wer hätte die nicht gehabt?

Mittwoch dachte ich, nicht gut. Mir blieb schon die Luft weg, aber ich dachte, ich Krieg die Kurve noch ... nöö, hab ich nicht.

Heute war ich beim Arzt, bevor sich der Mist wieder auswächst. Na ja, ohne chemische Keule geht es auch nicht und so hüte ich jetzt mein Sofa, mache gar nichts und trinke brav viel warme Flüssigkeit.

Und ich habe jetzt schon keine Lust mehr ... 😝 ... okay, es ist ganz nett, wenn man den ganzen Tag "Games of Thrones" gucken kann ...😁 ... Aber der Rest? Verzichtbar ...

Bis Dienstag hat mich der Arzt beurlaubt und das wird eine lange Zeit ... 😲

11.09.2017 um 19:59 Uhr

Schon wieder ... ?!

von: mijoni   Stichwörter: Montag, Murmeltier, MorgensIstEsDunkel

Stimmung: Erledigt ...

Erst einmal ... Es ist morgens dunkel, wenn ich aufstehe! ... 😲 ... Und kalt! ... Bähhh ... Muss das sein? Muss denn jetzt echt der Herbst kommen? ... 😔 ... Ich war noch gar nicht fertig mit Sommer ...

Gut, genug gejammert. Samstag an der Tankstelle hab ich was ganz tolles beobachten können ... 😊 ... In nur 10 Meter Entfernung zog ein Falke runter und schnappte sich eine vorwitzige Maus. Zum Greifen nah, völlig unbeeindruckt von mir, die auf der Bank saß und rauchte.

Sofort stand mir ein Grinsen im Gesicht und ich dachte ans letzte Jahr, als mich ein Falke in der Halle besuchte. Er scheint mich zu begleiten, nicht der Vogel vom letzten Jahr, aber Falken begegnen mir oft in den unmöglichsten Situationen.

Gestern war frei ... soooo schön ... 😊 ... ausschlafen, Kaffee trinken und weiter schlafen, bis es hell war. Ganz entspannt, chillig den Tag verbracht. Ein wenig sauber gemacht, bei einer Person wirklich nur wenig. Und mittags habe ich mir tatsächlich noch ein Nickerchen gegönnt. Für mich ein rundum gelungener Tag ... 😊

Abends hatte ich Besuch und es war wie so oft ganz angenehm, zeitweise merkwürdig und eben seltsam wie so oft. Schert mich aber inzwischen auch nur noch am Rande.

Und heute? Ach, Gott ... Montag eben ... 😣 ... Ich ahnte Freitag schon, das heute viel zu tun sein wird. Wochenende und Aktion? 🤔 ... Mein Gefühl hat mich nicht getragen, aber die Menge hat mich dennoch überrascht. Aber ich habs geschafft ... 😄 ... Alle Aufträge, plus Sonderauftrag ... Chakka ...

Dafür musste allerdings die Lieblingszicke den Rest ausdrucken und der 2. Geschäftsführer musste Pappe entgegen nehmen, sonst hätte es nicht geklappt.

Allerdings bin ich jetzt auch erledigt ... platt ... Und der Rücken meckert leise vor sich hin. Ich werde noch heiß duschen und mich dann ins Bett kuscheln. Zum einen, um meinem Rücken was Gutes zu tun und zum anderen, bin ich etwas müde. Die Masse heute hat mich geschafft, aber ich bin auch ziemlich stolz.

Die Messlatte habe ich heute ziemlich hoch gelegt ... Sehr hoch ... 😎 ... Und das soll jetzt erstmal einer nachmachen ... 😁 ...

Heute hat sich die Vorarbeit ausgezahlt. Die vielen Kartons, die wir zu zweit vorbereitet hatten. Das alle Artikel aufgefüllt und in jeder Menge vorhanden waren ... Und das ist es, was mich wirklich zufrieden macht. Das System ist nicht falsch und macht sich genau an solchen Tagen bezahlt ... 😊

Mini hat sich gestern auch gemeldet. Und war überaus glücklich, das ich ihre Sachen geholt hatte. 2 Kartons stehen noch dort und die hol ich Ende des Monats. Dies Kind ist ein Horter und Sammler ... 😂😂😂 ... Ich werde einiges aussortieren, sie braucht nicht noch mehr Kram, wenn sie den, den sie hat noch nicht mal in Ordnung halten kann ... 🤔

Noch was zum schmunzeIn ... "Immer einmal mehr wie du!" ... Vor kurzem sagte mir jemand, er fände diesen Satz ziemlich cool ... Ich habe vor mich hin geschmunzelt ... och, das der Satz cool ist, kommt drauf an, wo man ihn verwendet. In meinem Fall verwende ich ihn bei den Kindern und er ist zum Runaway - Gag und Insider geworden.

Folgende Bedeutung hat dieser Satz bei uns ... "Mama, ich hab dich lieb!" "Ich dich auch, mein Kind." "Aber ich hab dich mehr lieb!" "Ich dich immer einmal mehr wie du. Und weißt du warum?" "Nein, warum?" "Weil ich dich schon lieb hatte, als du noch gar nicht wußte, daß du du bist." ... ❤❤❤ ...

Damit hat die Mama das unschlagbare Argument überhaupt ... 😊 

08.09.2017 um 22:30 Uhr

Wellen ...

von: mijoni   Stichwörter: Sturm, Welle, Tsunami

Stimmung: Aufgewühlt und in Bewegung ...

Schon die ganze Woche brandete, fluteten diese Gefühle mich. Von außen an mich heran getragen, erst langsam rollend. So wie ein leises flüstern, das mir ein unbehagliches Gefühl verursachte.

Irgendwas kommt, irgendwas liegt in der Luft und wie eine Seuche sprang es von einem zum anderen um mich herum. Jeder nahm es auf, potenzierte das Gefühl und legte seinen Anteil dazu.

Unsicherheit und Streß griffen um sich. Für mich ein Umfeld, das Spannung greifbar werden ließ. Und nein, sagte ich mir, ich lass mich davon nicht anstecken ... Nein!

Wenn ich es in Bilder verpacken, bleibt nur das Bild einer Welle. Sie baut sich langsam auf, kompakte Energie, die dazu führt, das sie sich riesig auftürmt und mit zunehmender Geschwindigkeit auf das Ufer zuläuft.  In diesem Fall ein Tsunami, unausweichlich.

Wie dumm zu glauben, man könnte entkommen. Das Zünglein an der Waage, der berühmt, berüchtigte Tropfen ...

Das was man selber die ganze Zeit aufnahm, aufhielt und versuchte zu ... Zu was? Aufzuhalten? Neutralisieren? Zumindest irgendwas in dieser Art, unbeschadet dieser Spannung zu entkommen.

Aber wie so oft führte die gesamte Konstellation dazu, das der Punkt erreicht war, wo man sich nicht mehr entziehen kann und die Spannung einen selbst erreichte.

Wie Perlen auf einer Kette führte eins zum anderen.

Was folgte, war eine Entladung. Persönlich, verletzend und ...

Was ausblieb war die eigene Entladung. Statt dessen nahm man all das, was andere an einen heran trugen und nahm die Entladung mit.

In meinem Fall ist die Welle vorbei, sie hat mich überrollt und umgeworfen. Jetzt sitze ich auf einen Stein, nass, durchgerüttelt und noch etwas benommen.

Ich frage mich zum wiederholten Mal, warum ich für diese Schwingungen, egal ob positiv oder negativ, so empfänglich bin und warum ich es noch immer nicht gelernt habe, die letzte Ausfahrt vor der Eskalation zu nehmen.

 

 

 

06.09.2017 um 05:40 Uhr

Teiler

von: mijoni   Stichwörter: Abgeben, Teilung, Ver

Stimmung: Minimi ....

Ich teile gern. Vor allem die weniger haben. Am liebsten Teil ich meine Energie oder Emotionen mit ihnen. Was nicht immer gut für einen ist. Es gibt Menschen, die einen regelrechten aussaugen, weil sie selbst nicht in der Lage sind, bestimmte Sachen zu fühlen und zu spüren.

Oh, sie sind so manches Mal gut getarnt und doch fällt früher oder später die Maske und man selbst merkt es eh am besten. Früher ... Oder eben später.

Ein Wochenteiler ist auch ganz nett. Der Anfang liegt hinter einem, das Ende vor einem. Sonntag ist frei und damit ein Tag, an dem ich nichts teilen muss. Weder Bett, noch Couch und auch nicht die Energie.

Was mir dabei auch einfällt. Heißt die Fähigkeit und Freude des Teilen zwangsweise, das man alles teilt? Mhh ... Manchmal kommt es mir so vor, als würde das vorausgesetzt. Frei nach dem Motto, wenn man eh schon ALLES teilt.

Och nöö ... Alles will und mag ich nicht teilen. Aber dann bin ich ja wieder egoistisch, oder? Oder gar kleinkariert?

Teilen ist schon toll. Aber verteilen ist noch besser. Lästige Sachen, zum Beispiel. Oder Verantwortung. Ist doch nicht mein Problem, was du denkst, verstehst, fühlst oder aus der Situation machst. Kein verkehrte Ansatz.

Minimi ... Das Teil ich am liebsten.  

03.09.2017 um 20:47 Uhr

Musik ...

von: mijoni   Stichwörter: Laut, Bewegung, LassDichVomBassBxxxx

Stimmung: Ich kann dich nicht hören ... 😂😂😂😂

Ahhh ... Musik an, Kopfhörer ins Ohr und WELT AUS! Gibt's was schöneres? Ähm ... 🤔 ... Nööö ... 😂😂😂 ...

Ich habe wieder meine Freude daran entdeckt und ... Ich kann mir sogar wieder Lieder anhören, die mir lange Zeit traurige oder schlechte Gefühle gemacht haben. U2 mit seinen ersten Scheiben gehört auch dazu und jetzt läuft es in Dauerschleife ... Na ja, das ist zwar übertrieben, aber sehr oft.

Und ich habe angefangen für mich herauszufinden, welche Lieder mich wann und wie und warum ansprechen. Welche Lieder mir quasi in den Körper kriechen und mich zum tanzen bringen.

Tanzen ... Da lässt mich zwar die Kondition im Stich, aber ich bin hartnäckig und arbeite dran. Himmel, ich hatte echt vergessen, wie gut mir das tut. Es entspannt mich und setzt so viele Glücksgefühl frei. Ich versteh nicht, warum ich damit aufgehört habe? 🤔

Egal, ich hab es wieder gefunden. Und wenn die Welt im Feuer untergeht, tanz ich ... Und manchmal ertapp ich mich dabei, das ich dabei ein paar Übungen aus der Zeit des Ausgleichssportes einfließen lasse. Mhh ... fühlt sich seltsam an, aber ist vertraut und es macht mir Spaß, mir das imaginäre Ziel meiner Faust vorzustellen. Nicht das ich vorhabe, jemand real zu schlagen ... 😂😂😂 ... Obwohl ... 🤔 ... nee ... Das gehört hier jetzt nicht her ... 😎

 

03.09.2017 um 05:51 Uhr

Bedürfnis

von: mijoni   Stichwörter: Wunsch, Aussprache, ZuständeBeenden

Stimmung: Minimi ....

Das Herz auf der Zunge spricht schneller, als man denkt. Nicht immer ein Geschenk ...

Ja, sein Inneres nach Außen zu lassen, ist nicht immer ratsam. Es gibt immer jemand im Umfeld, der dies irgendwann gegen einen selbst verwendet. Und sei es nur, um seinen eigenen Vorteil aus dem Wissen zu ziehen.

Sei es drum, es ist mir nicht das erste Mal passiert, das ich dafür die bitteren Konsequenzen zu tragen habe und es wird auch nicht das letzte Mal sein. Denn es ist Teil meines Lebens, mein Herz auf der Zunge zu tragen.

Seit geraumer Zeit habe ich das Bedürfnis, mich von vielen alten Begebenheiten zu trennen. Zum Teil sehr schmerzhafte Erinnerungen. Ich habe angefangen "Reinen Tisch" zu machen.

Sich dem zu stellen, Erinnerungen nachzufühlen und für sich klar zu formulieren, was man gefühlt hat, auch in dem Moment fühlt, ist beileibe nicht einfach und kein Kindergeburtstag.

Ich habe es für mich durchgezogen und es hat seine Zeit gebraucht, aber ich habe es geschafft. Die "Ablage" hat sich sehr verkleinert und ich fühle mich befreit. Wackelig, ohne Frage. Es war eine Menge, was darauf wartete, bearbeitet zu werden. 

Einiges hat mir Angst hat, und sie war unnötig. Ich bin nicht daran gestorben, im Gegenteil. Es war sehr schade, so viel Zeit mit dieser Angst verbracht zu haben. Das war mein Fazit. Viel zu lange habe ich Zeit und Energie verschwendet, die man anders hätte nutzen können.

Jetzt ist nur noch eines da, was für mich einer Klärung bedarf. Und das erscheint mir mit Abstand der schwierigste Teil zu werden.

Ging es bisher um Dinge aus der Vergangenheit, Begebenheiten und Menschen, die nicht mehr Teil meines Lebens sind, geht es jetzt um etwas, was Teil meiner jüngsten Vergangenheit und Gegenwart ist.

Sicher, ich könnte es auf sich beruhen lassen und weiter machen wie bisher. Nur wäre das nicht ICH. Und das ist der springende Punkt dabei ... ICH.

Was letztlich dabei rauskommen, weiß ich nicht. Aber so oder so wird es etwas sein, von wo aus, es für mich weiter geht. 

02.09.2017 um 19:40 Uhr

Weiblichkeit

von: mijoni   Stichwörter: Entdeckungen, EigeneGedanken, Rollenbild

Stimmung: Was gerade im Angebot ist ...

Weiblichkeit ... Einer von vielen Begriffen, der mich immer mal wieder beschäftigt. Zugegeben, in letzter Zeit mehr als sonst. Warum, wird sich zeigen.

Was wird allgemein mit Weiblichkeit verbunden? Und was ist damit gemeint, wenn man "weiblich" ist?

Klar, äußere Merkmale machen einen weiblich und kennzeichnen eine Frau. Herkömmlich langes Haar, Brüsten und Hintern. Dazu der schmalere und weniger muskulöse Körperbau und breitere Hüften. Fertig ist das "Frauenbild". Aber ... Es gibt viele Frauen, die keine langen Haare haben und/oder durch ihren Kleidungsstil ihre äußere Form verhüllen. Sind die dann weniger weiblich?

Ist es weiblich im engen Rock, HighHeels und wallender Mähne durchs Leben zu gehen, bzw. zu stöckeln? Oder ist das nur das Bild der Gesellschaft und damit das Bild das Mann gern sieht und gerne sehen möchte?

Darf man in der heutigen Zeit und in unserer Gesellschaft überhaupt weiblich sein ohne sich den Zorn von Feministinnen und Gleichstellungsbeauftragten zu zuziehen?

Ich finde, das Frauen und junge Mädchen heute erheblich Probleme damit haben, ihre Weiblichkeit zu zeigen und dazu zu stehen.

Die Gesellschaft und allen voran die eignen Mütter verlangen von ihren Töchtern, das sie ihren "Mann" stehen und dich nicht anstellen wie ein "Mädchen". Was für ein Bild hinterlässt das, wenn Frauen von ihren eigenen Geschlechtsgenossinen so abgewertet werden?

Frauen in sexy Kleidung sind die weiblich? Nein, es ist verpönt seinen Körper zur "Schau" zu stellen, das ist billig und diejenige ist dann bestimmt auch leicht zu haben. Und bei einer Beförderung liegt das nur daran, das diejenige sich "hochgeschlafen" hat, was bei der Kleidungsstil zwangsweise der Fall sein muss.

Frau soll ihren "Mann" stehen, wie ein Fels in der Brandung, stumm und klaglos den Anforderungen gerecht werden, die eben Gesellschaft, Arbeit, Familie und wer weiß noch an sie stellt.

Frau soll bloß nicht emotional werden, weinen und schreien, um sich Luft zu machen, denn das ist hysterisch.

Frau darf auch nicht weich, zart und hilfsbedürftige sein, dann ist sie ja das Opfer eines alten Rollenbildes, das ausgemerzt werden muss.

Es ist schon verdammt bitter, welche Ambivalenz in all dem steckt und wie schwer es heute ist, Frau zu sein.

Traurig, das so viele Frauen den Bezug zu ihrer eigenen Weiblichkeit verloren haben und täglich aufs Neue allen Bildern einer Frau entsprechen, nur nicht ihrem eigenen.

"Du kannst das nicht, du bist ein Mädchen!" ... Ein Satz, der mir in Kinder- und Jugendjahren zuweilen um die Ohren flog. Als Kind habe ich mich sehr rabiat dagegen gewehrt. Zum Beispiel beim Fußball spielen mit den Jungs. Nachdem ich mich mit dem Gruppenführer gekauft hatte, durfte ich dann immer mitspielen.

In Jugendjahren kam "Warum?" ... Und ich drängte und arbeitete solange daran, bis ich es ebenfalls konnte oder es mir gezeigt wurde. DAS war allerdings eigener Antrieb.

Konträr dazu meine Mutter ... "Heul nicht, nur Mädchen heulen!" und "Du musst mehr leisten, als die anderen, weil du ein Mädchen bist!" ... Sie fand es furchtbar, sich helfen zu lassen, aus dem Grund heraus, eine Frau zu sein. Sie bestand immer drauf, das man als Frau allein zurecht kommen muss, egal wie. Abhängigkeit war für sie unerträglich. 

Sie gab sich redlich Mühe mich zu einem selbstständigen Menschen zu erziehen. Und ich sage bewusst Mensch und nicht Frau, weil all diese weiblichen Dinge fehlten. Sie verbot mir nie, mich "sexy" anzuziehen oder mich zu schminken, nein. Sie half mir aber auch nie dabei herauszufinden, was zu viel oder zu wenig war, oder was man hätte anders machen können. Sexualität? Um Gottes Willen ... Ich war durch die Schule aufgeklärt und bekam mit 14 die Pille, das erschien ihr völlig ausreichend. Davon weg hätte ich mit ihr auch nicht unbedingt darüber reden wollen, aber von ihrer Seite wurde das Thema totgeschwiegen, ignoriert.

Ich selbst bin also eine Frau die Probleme mit ihrer Weiblichkeit hat. Hatte, das muss ich korrigieren, denn ich hole gerade auf.

Wenn ich jetzt Frauen in HighHeels sehe, lasse ich sie auf mich wirken und versuche herauszufinden, ob die Frau diese Schuhe trägt aus dem Genuß und ihrer Stärke heraus oder es eben nur das "Bild" ist, das dort projektiert wird.

Es tut mir gut, weich und zart zu sein, denn ich weiß, das ich auch hart sein kann, wenn ich muss.

Ich pfeif inzwischen darauf, bestimmten Bildern von außen gerecht zu werden. Es sind nur Bilder, Erwartungshaltungen von anderen.

Schwerer ist es, der eigenen inneren Stimme entgegen zu treten und ihr das Wort abzuwürgen. Aber es wird einfacher und ich kann viel aus den neuen Bekanntschaften ziehen, die mich schon beeindrucken und mir als Inspiration dienen.

In diesem Sinne, seit Frau aus ganzen Herzen ❤