Reise zu den Sternen

30.04.2018 um 17:42 Uhr

Entmachtung und Zähne ziehen

Stimmung: Minimi .... 🦄

Ich entscheide, wer oder was Macht über mich, mein Leben und meine Gedanken hat. 

Macht ... So ein pompöses Wort, gewaltig, auch in der Vorstellung vieler um mich herum. Was ist Macht? Wer hat Macht? Und wer verleiht ihm, ihr, etwas Macht?

Spannend, oder? Jeder einzelne von uns verschenkt tagtäglich Macht, meist völlig unbewusst oder sich diesem Vorgang überhaupt gewahr zu werden. Macht ist nicht wie in der Vorstellung pompös, übergreifend und laut. Kann sie natürlich auch, aber zu 90% ist sie sehr leise, still und graziel am Werk.

Das ist mir gestern schon klar und bewußt geworden, aber ich brauch halt immer ein wenig Zeit, um alles zu ordnen und richtig zusammen zu setzen.

Und ich habe heute schon damit begonnen, jemanden diese Macht zu nehmen. Ich habe mich dazu einer Vorstellung bedient, einem Bild, was zugegeben für diese Person nicht schmeichelhaft war, aber egal. Es ist mein Bild, meine Vorstellung und die kenn nur ich.

Ich stellte mir vor, wie ich ganz leicht, nur durch abtippen, diesen jemand von einem imaginären Sockel schnippse. ... 😂😂😂 ... Das Bild alleine sorgte schon für ein Lächeln und für gelöste Stimmung in mir.

Die Reaktion auf das "Guten Morgen, wie war Ihr Wochenende?", war nicht zu beschreiben. Nö ... Ich räume dieser Situation, den Gefühlen und der auslösenden Person keine Macht mehr ein.

So sortiere ich nun, was und wer hat Macht von mir eingeräumt bekommen und wie viel. Muss das so sein? Kann man da was verschieben?

Ein Punkt der dabei auftaucht, wird ein schwieriges Thema. Da passt der Vergleich mit dem Zähne ziehen. Menschen, die mich gut kennen, richtig gut kennen und nicht nur Anteil an meinem Leben nehmen, wissen sehr genau, das Zähne ziehen noch vor Kinder bekommen auf der Schmerzskala steht.

Und hey, ich habe drei Kinder bekommen und vier Weisheitszähne gezogen bekommen ... Ich weiß also wie sich beides anfühlt ... 😎 ... Und für mich war und ist das Zähne ziehen Platz 1.

Erstmal aber werde ich sehen, wie sich die Schrauben drehen lassen und wie es mir dabei geht. 

29.04.2018 um 05:36 Uhr

Explosionen

von: mijoni   Stichwörter: Abwehr, Frustration, AllesEgal

Stimmung: Minimi .... 🦄

Freitag habe ich die Beherrschung verloren. Ich habe nichts konstruktives zur Lage, der Besprechung beigetragen und letzten Endes wäre es eh egal gewesen.

Habe ich über reagiert? Jawoll ... 😱 ... So sehr, das das Pferd in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit davon gelaufen ist.

Ich wurde etwas gefragt, gab eine Antwort. Erfuhr dann, das der Kunde eine Änderung plant, die Zeit sparen soll. Aber anstatt meine Frage zu beantworten, wie bestimmte Dinge kontrolliert werden soll und wie das Ganze an sich überhaupt funktionieren soll, wird dann entschieden, das es die Kollegin machen soll.

Die es mir dann beibringen soll ... Und genau an diesem Punkt, öffnete sich das Tor und das Pferd machte sich auf und davon ...

Man lässt mich also wissen, das ich nicht genug Wissen über das System habe, um die Änderungen selbst in Griff zu bekommen. Nein, man schafft also wieder "Hierarchien", indem man genau die "ermächtigt", die es genau so sehen wird, auch wenn es nicht so gemeint ist.

Aus der Position heraus soll sie es mir dann zeigen und beibringen? Jemand, der so besessen davon ist, alles perfekt zu machen? Jemand, der simpelste Arbeitsschritte so sehr verkompliziert, weil jeder Handgriff, jede Aktion anhand einer Liste kontrolliert werden muss?

Von mir aus ... Obwohl ich mich frage, warum sie es mir überhaupt zeigen soll? Wenn die Änderung tatsächlich so viel Zeit spart, wird meine Stelle in ziemlich überschaubarer Zeit nämlich überflüssig.

Nun gut, sollen sich andere damit beschäftigen und sich den Kopf zerbrechen. Vorzugsweise die, die Ahnung davon haben und eben halt auch kompetenter sind.

Das Pferd steht jetzt wieder im Stall. Es war ziemlich lange unterwegs und zugegeben, der erste Ausbruch seit langer Zeit. Natürlich lässt es Rückschlüsse für mich zu.

Was ich daraus mache? Solche Situationen einfach aussitzen, sachlich und emotionslos. So zumindest der Plan ... 😂😂😂

Und was ich direkt draus mache? Nun ... 🤔 ...  

 

 

25.04.2018 um 05:04 Uhr

Das, was einem gut tut ...

von: mijoni   Stichwörter: Herausfinden, Erholung, KraftTanken

Stimmung: Minimi ... ☕

Das, was einem gut tut, ist meist ein Hobby, eine Tätigkeit, die einen zur Ruhe kommen lässt, Kraft gibt.

Jeder hat seine eigene Art, sich etwas gutes zu tun. Es sollte selbstverständlich sein und keiner großen Anstrengung bedürfen, gut zu sich selbst zu sein. Oder achtsam, wie es auch gern genannt wird.

Man kann das auch vergessen oder verlernen, wenn das Leben um einen herum mit Beschlag belegt und es ist gar nicht so einfach, es wieder für sich zu "lernen".

Das klappt inzwischen schon wieder ganz gut. Ich denke nicht großartig darüber nach und achte mehr auf das, was mir gut tut. Erobere ich mein Leben zurück? ... 🤔 ... Mhh, ich sehe es eher wie ein ruhiger See, in dem man einen Stein geworfen hat und der nun immer größere Kreise auf der Oberfläche hinterlässt.

Es breitet sich aus. Ich fange damit an, auch im außen und in der Beziehung mit anderen Grenzen zu ziehen. Ich stehe nicht mehr permanent zur Verfügung und werde Dinge, die mir nicht zusagen oder nicht gut tun ablehnen.

Dabei verlasse ich mich einzig auf mein Gefühl und ich werde es nicht mehr zulassen, das ich etwas mache, einzig aus dem Grund, das alte Muster angesprochen werden. Ich muss nichts beweisen, ich muss niemanden gefallen oder beeindrucken und ich muss mich schon gar nicht unentbehrlich machen.

Manchmal macht mir das schon Angst. Die ausgemalten, gedachten Konsequenzen scheinen so furchtbar zu sein und sagen im Kern, das ich dann allein bin. Aber ganz ehrlich? Ich bin inzwischen lieber allein. 

Das ist es, was ich aus dem gelernt habe.

 

23.04.2018 um 05:06 Uhr

Gewachsen sein ...

von: mijoni   Stichwörter: Situationen, Menschen, Erfahrungen

Stimmung: Minimi ... ☕

Es gibt Situationen, denen ist man nicht gewachsen. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein, die den einzelnen zum straucheln bringen. Und dabei muss es noch nicht mal eine Extremsituation sein.

Manchmal ist man aber auch Menschen nicht gewachsen. Auch hier gibt es verschiedene Gründe, Ursachen, warum das so ist.

Mich erinnert das immer an Supermann. Der hatte nur eine einzige Schwachstelle - Kryptonit. Und so wie Supermann schwächelt, wenn er sich in Nähe von Kryptonit aufhält, fühle ich mich, wenn ich entweder in Situationen gerate, die mich überfordern oder seltener, auf Menschen treffe, denen ich nicht gewachsen bin.

Für mich festzustellen, das ich etwas oder jemand nicht gewachsen bin, erstaunt mich und es dauert, bis ich das für mich erkenne, weil es, gerade was Menschen angeht, so selten vorkommt.

Bisher ist es mir 2 mal passiert, das ich jemand traf, dem ich nicht gewachsen war. Fatalerweise hatten diese Menschen eine ganz besondere Anziehung auf mich. So wie Motten das Licht anzieht, zogen diese mich an. Sie wühlten mich auf und ich befand mich auf einer emotionalen Achterbahn. Sehr schnell entfernte ich mich von diesen Menschen, mied sie, ignorierte sie und je mehr Distanz herrschte, um so besser ging es mir.

Ich war damals noch recht jung und ich hätte nicht genau sagen können, was oder warum ich mich in Anwesenheit dieser Personen so "geladen" gefühlt habe.

Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, daß ich, aus welchen Gründen auch immer, mein eigenes Kryptonit in meiner Nähe nicht nur geduldet, sondern auch gesucht habe.

Die Feststellung diesem Menschen nicht gewachsen zu sein, war eher befreiend, als eine Kapitulation. Emotional hilft mir das nicht wirklich, denn ich fühle mich diesem jemand sehr verbunden. Und für gewöhnlich gibt es keinen "Notaus-Knopf" für Gefühle.

18.04.2018 um 04:48 Uhr

Und immer wieder ...

von: mijoni   Stichwörter: AlteThemen, Loslassen, ImmerWieder

Stimmung: Minimi ... ☕

Nein, ich bin nicht wach, weil mich irgendwas nicht schlafen lässt. Im Gegenteil, ich habe ziemlich gut geschlafen. Ich bin gestern Abend früh ins Bett und wollte noch lesen, was ich auch getan habe ... 😊 ... Allerdings ist lesen, abends im Bett, sehr viel besser als ein Schlafmittel. Und wer früh schläft, ist früh wach ... 😊

Immer wieder ... Ein altes, bekanntes Thema. Etwas loslassen, sein lassen. Es erstaunt mich, das es mich wieder erwischt und ich geneigt bin, davon abzukommen ... 🤔

Ich hatte gestern den Moment, Angst vor der eigenen Courage zu haben. Bedenken, Zweifel und Angst vor dem, was ich mir vorgenommen habe. Das war furchtbar ... 😱

Dies "Was machst du da? Das kann nicht gut gehen. Du wirst scheitern und vollkommen allein sein! Wie kannst du es auch nur in Betracht ziehen, etwas zu verändern? Soooo schlimm ist es doch nicht! Weißt du was kommt?" ... So und ähnliches schoß mir durch den Kopf. Zwar nur kurz, ein Bruchteil der Zeit, die ich jetzt brauchte, um es zu schreiben, aber so intensiv in Gedanken und Gefühle, das mir wirklich übel und schwach wurde.

Ich setzte mich, habe tief durchgeatmet und ... Natürlich ist es Wahnsinn und natürlich kann es furchtbar schief gehen. Aber der Umzug vor ein paar Jahren, um 400 km fern der Heimat neu anzufangen, war genauso Wahnsinn. Und? Im großen und ganzen war es ein guter Schritt. Manches hat sich erfüllt, anderes nicht.

Dennoch, ich bereue es nicht. Ich fühle mich hier zu Hause und das ist es, was zählt. Natürlich überkommt mich Wehmut, wenn ich in der alten Heimat unterwegs bin und gute Freunde besuche. Manchmal vermisse ich die so typische Landschaft, ein paar typische Gerichte ... Aber zurück? Nein, das war nie ein Thema.

Bindungen, Beziehungen jeglicher Art, spielen dabei keine Rolle. Sie haben nichts damit zu tun. Wäre ich der Überzeugung, es wäre besser zurück zu gehen, würde ich das tun. Mit wehem Herz vielleicht, dennoch würde ich tun, was gut für mich wäre.

Mir ins Bewusstsein zu rufen, das ich diesen Schritt damals auch gemeistert habe, beruhigt mich. Sorgt für das eigenartige Grinsen, das die Menschen in meinem Umfeld verunsichert. Und zu seltsamen Reaktionen führt. Der Art, das man mich fragt, ob ich gerade den perfekten Mord geplant hätte ... 😂😂😂

Die Angst, die Unsicherheit wird immer wieder mal auftauchen, es ist auch okay. Sie wird mich allerdings nicht weiter beeinflussen oder gar Handlungsunfähig machen.

Beziehungen? ... 😂😂😂 ... Ein anderen Mal. Sich heute, jetzt über Beziehungen jeglicher Art zu äußern würde den Rahmen sprengen ...  

 

16.04.2018 um 05:20 Uhr

Spieglein, Spieglein an der Wand

von: mijoni   Stichwörter: Spiegelbilder, Verzerrung, Spiegelung

Stimmung: Minimi ... ☕

Spiegel sind schon was feines. Auch wenn ich eitel bin, verbringe ich nicht viel Zeit vor diesen. Schon gar nicht am Morgen ... 🤔 ... 

Aber Spiegel halten ja oft auch als Sinnbild her. Wie die Aussage, das man das Verhalten der anderen spiegelt. Spannend ... Das Verhalten von dem Gegenüber zu spiegeln kann sinnvoll sein. Ist ein gängiges Verhalten in einem therapeutischen Kontext. Setzt aber voraus, daß der Spiegler für sich sehr klar und kontrolliert ist in dieser Situation. 

Im normalen Alltag das Verhalten der Umwelt zu spiegeln, kann auch den negativen Effekt erzielen. Dann, wenn man abwertendes oder gar aggressives Verhalten zurück wirft.

Man kann auch zum Wunsch-Spiegler werden. Dann, wenn man weiß, was der Gegenüber erwartet, wünscht oder sich erträumt. Man erzeugt dann ein Bild, das den anderen glauben lässt, man selbst wäre derjenige, auf den man immer gewartet hat. 

Eine Spielerei, die ich ... Nun, es gab Zeiten, da war das für mich vollkommen normal. Inzwischen mache ich das nur noch, wenn es um was für mich wichtiges geht und ich sicher gehen will, den anderen tatsächlich von mir und dem Vorhaben zu überzeugen.

Die Augen sind der Spiegel zur Seele. Dem stimme ich zu. Ein Spiegel der beidseitig funktioniert. In den Augen der anderen lässt sich viel lesen, ob das Lächeln echt oder gespielt ist. Lügt der andere oder sagt er die Wahrheit. Ist aber nur ein Punkt, der das Bild zusammen setzt.

Ich nehme das Verhalten der Menschen um mich herum nicht mehr als Spiegelung meiner Person oder Verhaltens wahr, sondern sehe es als ihre Reaktion, die auf ihren Erfahrungen beruhen. Das ist nicht immer einfach. Aber es wird immer besser.

Es bringt mich nicht mehr aus der Ruhe, wenn jemand versucht, mich zu spiegeln. Inzwischen habe ich meinen Frieden gemacht und kann ganz gut damit leben, das es auch "dunkle" Anteile in mir gibt. 

 

13.04.2018 um 05:48 Uhr

Was andere denken

von: mijoni   Stichwörter: Meinungen, Einstellungen, Vorstellungen

Stimmung: Minimi ... ☕

Ich sagte ja mal, ich brauch etwas länger, im gewisse Dinge für mich zu klären, Zusammenhänge zu verstehen. Wenn es dann aber "Klick" gemacht hat, bin ich unschlagbar und nicht mehr zu halten ... 😁

Gestern Morgen war so ein Moment. Es ist nicht wichtig, ob man mir die Antwort auf meine Frage gibt, weil die Antwort mein Leben weder beeinflusst, noch sonst auf irgendeine Art und Weise verändert.

In diesem Fall ging es um Stärken und der Aussage, das ich dem anderen etwas "voraus" hätte. Weder das eine, noch das andere wurde konkretisiert. Sehr zum Ärger von mir.

Wenn mir schon jemand so etwas sagt, jemand, der mir wichtig ist und mit dem ich so ein inneres Thema bespreche, erwarte ich einfach Antworten. Dabei geht es mir um den Austausch, gerade was andere als Stärke ansehen, muss von einem selbst so wahrgenommen werden. So kann man sich das anhören, hinterfragen und es aus eigener Sicht schildern.

Wenn es darum geht, jemanden etwas "voraus" zu haben, irritiert mich das furchtbar. Ich bin da sehr einfach in meiner Sicht. Jeder von uns hat etwas, in dem er ziemlich gut ist. Das ist für mich nichts, was den anderen besser macht, als mich selbst, denn ich kann dafür was anderes gut. Ist doch kein Wettbewerb ... 🤔

Nein, ich fürchte nicht, das du das gegen mich verwendest. So die Antwort. Eine, die ich nicht glaube, aus verschiedenen Gründen. 

Aber ... Es ist unwichtig geworden. Für mich ist das Thema geschlossen. Auch gedanklich. Ich brauch keine Gespräche, die keinen Austausch zulassen, so einfach ist das.

Es hat mich gefreut für mich festzustellen, das ich damit durch bin und es mich auch nicht weiter beeinflusst, in der Art, das ich versuche herauszufinden, "Was" dies ominöse "voraus" sein soll. 

Ich denke, manchen ist gar nicht bewusst, das keine Antwort zu geben, dazu führt, das sie einem egal wird. In meinem Fall sorgt zu viel "egal" dafür, keine Fragen mehr zu stellen.

Letzten Endes führte das "Lämpchen" gestern dazu, das ich mich darauf besonnen habe, das keiner wichtiger ist als ich. Es meine Entscheidung ist, wem ich wie viel Zeit und Gedanken schenke. Und manchmal ist es nötig, all den Kram, all die unbeantworteten Fragen zu nehmen, den Mülleimer aufzumachen, den Kram reinzuwerfen, schließen und ... Aufzuatmen und weiter zu machen.

Dieser Prozess läuft gerade immer schneller ab. Ist wie beim Aussortieren des Kleiderschrankes. Zuerst zögert man, überlegt, ob man das Kleid, Hose oder Pullover nicht doch noch anzieht. Und wenn man erst dabei ist, denkt man weniger darüber nach. Ich zumindest ... 😂😂😂 ... Ich verlasse mich auf mein Gefühl.

Und noch etwas ist mir gestern klar geworden. Die letzten 6, 8 Monate waren wichtig. Es war wichtig bis zum Ende "auszubrennen". 

 

 

09.04.2018 um 05:32 Uhr

Gespräche mit den Kindern

von: mijoni   Stichwörter: Bindung, Gedanken, Unverständnis

Stimmung: Minimi ... ☕

Vor Ostern war ja der Junior ein paar Tage hier. Meist war die Zeit lustig und entspannt, aber es gab auch momente, da war die Stimmung ernst und auch bedrückt.

Die eine Frage von Junior war ... aufwühlend. Er fragte mich, wie ich reagieren würde, wenn er mal sagen würde, das er nicht kommen wollte oder nicht so lange kommen wolle. Na ja, sagte ich ihm, begeistert wäre ich dann wohl nicht, weil wir uns halt nicht so oft sehen. Aber, sagte ich ihm, ich würde ihn auch nicht zwingen. Dann fragte ich ihn, wie er auf diese Frage kommt.

Er druckste erst rum und sagte, er wolle nicht so oft zum Vater. Nicht in den Ferien. Am Wochenende sei okay ... Und es sprudelte einiges aus ihm raus. Ich stoppte seinen Redefluss und fragte, ob er mit seinen Vater schon gesprochen hätte. Nein. Ich sagte ihm, er solle, wenn, mit seinen Bezugsbetreuer reden.

Seine Gründe haben mich nicht überrascht. Die Wochenenden seien okay, wenn er beim Vater ist. Aber in den Ferien sei es immer etwas doof, da er ja nie oder nur selten da sei. Und die Große ist zuweilen echt genervt, wenn sie sich immer um ihn kümmern muss. Das findet der Junior doof und er sagte, er könne dann auch in der Gruppe bleiben, da würde wenigstens noch was gemacht.

Ich habe nichts weiter dazu gesagt. Zum einen, ist das nicht wirklich meine Baustelle und zum anderen ist das überhaupt nichts neues. Und auch nicht erst seit der Trennung.

Für mich war sein Verhalten schon immer unverständlich. Natürlich war es mit den drei nicht immer einfach und schon gar nicht ruhig. Nach der Trennung fand ich das Verhalten echt daneben. Statt Zeit mit den Kindern zu verbringen, hat er sie entweder woanders geparkt oder der Großen überlassen. Es war immer wieder Streitthema und Grund für hitzige Debatten.

Ich habe das irgendwann für mich geklärt und damit begonnen, diese Verantwortung mit ihm zurück zu geben. Es ist seine Entscheidung, wie er die Besuche der Kinder regelt, nicht meine. Er wird allerdings auch die Konsequenzen seiner Entscheidungen tragen müssen.

Ich rege mich also nicht mehr auf, wenn ich höre, das die Große den Junior versorgen muss, während der Vater außer Haus ist. Ich finde es halt schade und es macht mich schon etwas traurig.

Mini war die erste, die sich von ihm zurück gezogen hat. Jetzt aktuell sagt sie, ein begleiteter Besuch und auch die Abholung von ihm aus der Gruppe sei okay, aber sie möchte dort nicht übernachten. Ihre Fragen sind unverändert. Warum ruft der Vater sie nicht an? Warum ist er nicht erreichbar, wenn sie anruft?

Und jetzt Junior. Die Wochenenden, Mama, da geht es. Aber in den Ferien ist es oft langweilig und entweder ist der Papa arbeiten oder bei seiner Freundin. Zumindest kann Junior sich nicht darüber beschweren, das sein Vater ihn nicht regelmäßig zu seinen Wochenenden holt. Und doch reicht ihm das.

Schade ... 

08.04.2018 um 05:46 Uhr

Ungeduld

von: mijoni   Stichwörter: IchWillDasJetzt, Sofort, BeeilungBitte

Stimmung: Minimi ... ☕

Warten ist nicht ... Meine Tugend (?) ... 🤔 ... Eine Geduldsprobe, die mich mitunter an den Rand des Wahnsinns bringt.

Gerade Situationen, wo ich auf etwas warten, wo die Entscheidung an sich in anderen Händen liegt. Wie aktuell die Entscheidung auf meinen Einspruch wegen der Reha. Warum dauert das so lange? Was machen die den ganzen Tag?

Ich mag es, wenn ich mich für einen bestimmten Weg entschieden habe, wenn dieser zeitnah und zügig abläuft. Solche Verzögerung, Hindernisse nerven gewaltig.

Liegt wohl auch daran, das es für mich immer wieder eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis ich mich endlich für eine Sache entschieden habe. Entscheidungen sind eine komische Sache. Dies entweder/oder lässt mich in bestimmten Situationen lange Zögern. Manchmal zu lange. Dann kommt die Entscheidung von anderer Seite. Gefällt mir bei einigen Sachen ganz gut, bei anderen weniger.

Jetzt aktuell ist die Gesamtsituation auf Stillstand und Warten  ausgerichtet. Das kann ich nicht gebrauchen. Das zerrt an den Nerven und führt immer wieder zu unnötigen Gedankenkarusells.

Und es führt mitunter zu seltsamen Aktionen, um die Zeit zu verkürzen. 

05.04.2018 um 20:23 Uhr

Eine Frage und was sie mit mir macht

von: mijoni   Stichwörter: Fragen, Nachdenklich, FalscheAntworten

Stimmung: Minimi ... 🤔

"Hoffentlich geht's dir ähnlich gut" ... Ich schaue mir das auf dem Handy an, stutzen einen Moment und lege das Handy weg. Auch wenn kein Satzzeichen verwendet wurde, ist es für mich eine Frage. Und eben diese Frage macht mich stutzig. Verwirrt mich etwas und lässt mich Zögern, sofort eine Antwort zu tippen.

Ich habe gegessen, einen Katalog durchgeblättert und im Kopf kreiste diese Frage und eine weitere. Was antworte ich darauf? Nach dem Essen und nachdem ich alles fort geräumt hatte, nahm ich das Handy zur Hand. Zwei Buchstaben tippte ich ein. Ein Wort wurde gesendet. Ja. Nicht mehr, nicht weniger und ich dachte mir, was tut es zur Sache, ob das ja echt ist oder nicht. Der Fragesteller ist nicht da und sieht mich nicht. Und wozu sollte ich das ausführen?

Dann saß ich hier und nun bin ich hier, auf meinem Blog und frage mich, geht es mir gut?

Aber welcher Maßstab zählt da? Welche Perspektive und welcher Blickwinkel soll das nun beantworten?

Ich wache morgens auf und bin am Leben. Das ist gut. Ich bin gesund und kann mich selbst versorgen. Das ist gut. Ich habe ein Dach über den Kopf. Auch das ist gut. Ich habe Essen im Kühlschrank und kann mir auch selbiges kaufen. Auch das ist ziemlich gut. Meine Rechnungen sind bezahlt. Auch durch nicht geplante Ausgaben, brauch ich nicht den restlichen Monat Nudeln und Ketchup essen. Was auch ziemlich gut ist. Es gibt Menschen, die mögen mich, einige wenige lieben mich. Das ist echt gut. Ich habe Arbeit, na ja, sogar zwei Jobs. Auch etwas was gut ist.

Aber sagt das wirklich etwas aus? Wenn ich es oberflächlich betrachtet, scheint es mir gut zu gehen.

Ich bringe es fertig, jeden Tag das Haus zu verlassen und mich unter Menschen zu begeben, ohne schlechte Laune zu verbreiten oder diese meine Abneigung spüren zu lassen. Das ist auch gut. Ich schaffe es zu lächeln und freundlich zu sein, zu allen, auch zu Fremden. Das ist verdammt gut. Ich schaffe es, ein Bild von mir zu zeigen, das gesellschaftlich und zwischenmenschlich toleriert, akzeptiert und anerkannt wird. Und das ist verdammt gut.

Aber ... Ist das nicht eine Lüge? Geht es mir gut, weil andere denken und meinen, es ginge mir gut?

Und wie soll man erklären, das es einem nicht gut geht, wenn man nicht wirklich erklären kann, was zum gut fehlt?

Warum sollte man sagen, das gar nichts gut ist, wenn es ums Thema Essen geht. Das es ein täglicher Kampf ist, zu essen, auch wenn man nicht mag oder noch satt ist. Das es so verdammt hart und anstrengend ist, es nicht zu vergessen oder auszulassen. Und das es die Reaktion der Menschen ist, die überhaupt nicht gut ist. Ich beantworte die Frage nicht mehr. Nicht, weil es keine Erfolge gibt. Die gibt es, aber sie sind klein. Zu klein, für die Menschen die mich danach fragen. Oh nein, DAS sagt natürlich keiner. Sie brauchen auch nichts sagen. Für jemanden wie mich ist der Gesichtsausdruck, die Haltung und das Gefühl der anderen wie Worte und das frustriert. Verletzt.

Also ja, es geht mir gut. Besser ginge natürlich immer, aber gut ist ein Anfang. Ich ertappe mich dabei, das ich sage, was andere hören wollen. Aus verschiedenen Gründen. Es gefällt mir nicht, weil es nicht aufrichtig und ehrlich ist. Ehrlich und aufrichtig zu sein, führt dazu, das die Menschen peinlich berührt sind, sprachlos. Im schlimmsten Fall sorgt es für Mitleid und das ist das letzte, was ich brauche. Und ich brauch auch nicht die schlechten Gefühle der anderen, weil ich nicht dafür verantwortlich sein will, diese ausgelöst zu haben.

Ja, es geht mir gut. Mit einer weiteren Fragen zu einem beliebigen Thema, ist das Thema zu vollsten Zufriedenheit des Fragers abgeharkt. So einfach geht das. Es gefällt mir zwar nicht, aber ich arrangiere mich damit, weil ich das kleinere Übel wähle. Es setzt mir auch nicht zu, weil ich es verwerflich finden würde. Nein, was soll daran verwerflich sein, denen da draußen eine Lüge zu präsentieren, die sie als Wahrheit annehmen, weil ihre eigene Wahrnehmung den Unterschied eh nicht bemerkt, erfasst und versteht. 

Was mir zusetzt ist die Disharmonie in der ich mich in solchen Situationen befinde. Ich tue etwas, was ich ablehne, weil echt zu sein, negative Gefühle mit sich bringt, die mir ebenfalls zusetzen und es mich Energie, wahnsinnig Energie kostet, diese abzuwehren.

Es ist wahrlich einfacher alle glauben zu lassen, das es einem gut geht. So lange sie das glauben, ist die Welt in Ordnung. Und nur darauf kommt es an, oder nicht? 

04.04.2018 um 05:51 Uhr

Arbeit und andere Katastrophen

von: mijoni   Stichwörter: MussIchWirklich, OchNö, Von, MirAus

Stimmung: Minimi ... ☕

Gestern schrieb ich ja schon, das mir die Freude und auch die Motivation fehlt, wenn ich an die Arbeit denke. Und das hat sich nicht gebessert.

Bisher habe ich mich immer gefreut, dorthin zurück zu kommen und sei es nur, weil man die Kollegen wieder sieht. Aber auch das reißt es jetzt nicht wirklich raus.

Es ist auch nicht der Umstand, das ich weiß, was mich erwartet, das Freude und Motivation sich versteckt haben. Ein stiefkindlich behandelten Bereich, der zwar notwendig, aber eigentlich lästig ist und mit dem keiner was zu tun haben will. Okay, das kann schon dafür sorgen, das man es irgendwann auch so sieht. Zumindest es in Frage stellt, Energie und Einsatz dort einzubringen.

Eigentlich schade. Ich habe es bisher auch oft als Herausforderung betrachtet, gewisse Aufgaben so zu lösen, das es, meiner Meinung nach, effektiv und auch zeitsparend ist.

Eigenschaften, aus denen man eigentlich was machen kann. Nur nicht in diesem Bereich und an dieser Stelle. Wenn ich da fragen würde, was diese Stelle ausmacht, würde es darauf hinaus laufen, das ich mich um einen Bereich kümmer, den auch andere ohne Nachdenken übernehmen können. Das man für diese Aufgaben keine helle Leuchte sein muss. Allerdings ist es praktisch jemand zu haben, dem man noch äußerst ungeliebte Aufgaben übertragen kann.

Das das, was man gemacht hat, Zeitverschwendung war. Unnütz. Und mein Liebling, andere hätten andere und bessere Ideen gehabt und sowie, andere können es besser und schneller.

Auf letzteres reagiere ich überhaupt nicht mehr und wenn, sage ich, derjenige soll es selber machen. Sollte er schneller und besser sein, überlege ich mir, gleichzuziehen. Ist aber noch nicht vorgekommen und da, wo andere schneller waren, gebe ich zu, sind Sachen, die mich nicht herausfordern.

Ich bin noch nicht dahinter gekommen, ob ich die Lust und Freude verloren habe, weil man es schlecht geredet hat oder deswegen, weil es keine wirkliche Herausforderung mehr für mich gibt. Ich habe in diesem Bereich nun alle möglichen Szenarien durch und es gibt da nichts mehr, was neu wäre. Alles bekannt und für mich nur noch Routine.

Ich denke, eines hat das andere begünstigt. Letzteres hat sich einfach eingestellt.

Nun gut, ich such jetzt mal etwas Freude und Motivation.