Reise zu den Sternen

30.12.2017 um 20:20 Uhr

Die Geister, die ich rief ...

von: mijoni   Stichwörter: Geister, Wünsche, Erfüllung

Stimmung: Minimi .... 🦄

Wie sprach der Zauberlehrling? "Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los!" ... Ein anderer Spruch "Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünscht. Es könnte in Erfüllung gehen."

Beides sagte, nein, haute ich vor einiger Zeit meinem Lieblingsmensch um die Ohren. Furchtbar frustriert, ärgerlich und vollkommen entnervt. Ich weiß nicht, ob er den Kern dessen verstand, was ich vermitteln wollte.

In all den Jahren in denen ich in verschiedenen Beziehungsmodellen gefangen war, zuletzt in dieser von Staat und Gesellschaft so hoch geschätzten Ehe, fühlte ich mich immer eingesperrt, genötigt und in ein System gepresst, das mir in dieser Art und Weise so gar nicht entsprach.

Früher hatte ich eine Beziehung, in der jeder seine Wohnung und sein Reich behielt. Es scheiterte, weil er anfing mit Sachen wie, man verbringt zu wenig Zeit, es wäre doch viel einfacher, wenn ... Und in die Flucht schlug er mich, als er Eifersucht an den Tag legte.

Ich versuchte es mit einer Beziehung, in der man Tisch und Bett teilte. Nur um festzustellen, das es mich furchtbar nervte, für Haushalt, Essen und anderes allein verantwortlich zu sein. Und ... Trennungsgrund war der, er machte die Nächte zum Tag und wenn ich loszog, hatte ich einen klärenden, geifernden Köter am Hals, wenn ich nach Hause kam ... Nein, danke.

Es gab auch den Ausflug in eine 3er-Beziehung. Kurz und knapp scheiterte sie an der Eifersucht der Männer. Zudem wurde es mir zu lästig, mich mit zwei klärenden, geifernden Köter rumzuärgern.

Meine Ehe war nicht besser, aber da hielten mich andere Gründe in der Beziehung, die jetzt im Rückblick dämlich erscheinen, aber mich damals dort hielten.

In all den Versuchen und dem Scheitern, formte sich in mir eine Ideal-Vorstellung von einer Beziehung. Klar war mir, das es eine Paarsituation sein wird. Zum einen, weil ich davon überzeugt bin, das man zwar mit vielen verbunden sein kann, aber nur mit einem wirklich tief und innig vereint sein kann. Einer, der wirklich in die Seele guckt.

Man ist gefestigt, man macht was zusammen oder unternimmt was für sich. Man tauscht sich über seine Erlebnisse aus und teilt sie mit dem anderen.

Man teilt die Räumlichkeiten und auch die Versorgung des täglichen Lebens bleiben nicht an einem allein kleben. Die perfekte Harmonie von Geben und Nehmen.

Das begleitete mich lange, sehr lange und ich war davon überzeugt, das genau das mich glücklich machen würde ...

Pfff ... Pustekuchen! Ich stellte fest, das ich wirklich Eifersucht empfand. ??? ... Das war schon ungewöhnlich und ich fragte mich, warum. Warum benehmen ich mich so kleinlich wie jene, vor denen ich geflohen bin?

Und auch der Wunsch nach mehr. Mehr Zeit, mehr von allem ... Wie komme ich dazu jemand so vereinnahmen zu wollen?

Ich bin also weit davon entfernt glücklich und zufrieden zu sein, sondern plage mich mit widersprüchlichen Gefühlen und Empfindungen.

Die Geister, die ich rief ... Was macht man nun damit? 


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