Renate Hartwig

11.08.2010 um 21:30 Uhr

Bürger-Schulterschluss reagiert auf die Reformpläne von Rösler: Die Vorsitzende Renate Hartwig redet Klartext in ihrem Brief an den Minister.

von: renatehartwig   Kategorie: Aus meiner Sicht ©   Stichwörter: Video, Renate, Hartwig

 Bürger-Schulterschluss reagiert auf die Reformpläne von Rösler: Die Vorsitzende Renate Hartwig redet Klartext in ihrem Brief an den Minister.

Video

http://www.youtube.com/watch?v=WRQLD6tX0Cs

29.07.2010 um 14:53 Uhr

Bürgerbewegung gegen Rosstäuscherei Offener Brief an Gesundheitsminister Rösler

29.07.2010 | Bürger-Schulterschluss | Renate Hartwig
Bürgerbewegung gegen Rosstäuscherei
Offener Brief an Gesundheitsminister Rösler

Bundesweit formiert sich unsere Bürgerinitiative, um gegen die Verdummungs– und Desinformationspolitik des Gesund-
heitsministeriums, der Kassen sowie der Kassenärztlichen Vereinigungen anzutreten! Aktionen, Aufklärungsveranstal-tungen sowie Auskunftsklagen über den Verbleib unserer Beitragsgelder sind in Vorbereitung. In dem offenen Brief an Minister Rösler (siehe Anlage als PDF Datei) entlarven wir die Hintergründe dieser Rosstäuscherei, über die zeitgleich versucht wird, uns höhere Beitragsgelder und Zuzahlungen – genannt Zusatzprämien - abzuverlangen. Hinter diesen politischen Entscheidungen verbirgt sich die gesellschafts-politische Entsolidarisierung sowie der Umbau unseres Ge-sundheitssystems zur Gesundheitsindustrie!

Wenn Minister Rösler und seine Gesundheitsexperten annehmen, wir Bürgerinnen und Bürger durchschauen die politischen Taschenspielertricks dieser Politik nicht, be-finden sie sich im Irrtum! Als Vorsitzende einer immer rasanter wachsenden Bürgerbewegung sage ich klar und deutlich: Uns langt es! Der aus dem Hut gezauberte „Handlungsbedarf“, der unter anderem die Kassenbeiträge für die 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten, immerhin 90 Prozent der Bevölkerung, steigen lässt, ist schlicht weg eine unverschämte Rosstäuscherei! Wir bereiten mit Juristen Auskunftsklagen vor, um die Geld-ströme unserer Beiträge klären zu lassen. Wir wollen wissen, wo unsere Gelder versickern und wer sich daran bedient! Die Basis des erstellten Eckpunktepapiers muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Fakten und Hintergründe sind nachzulesen in dem offenen Brief an Gesundheitsminister Rösler.

Wir bitten die Redaktionen, die verbreiteten Zahlenspiele aus Politik, Kassen und KV en, nicht ungeprüft zu über-nehmen und zu verbreiten. Wie wir am Fallbeispiel Eckpunktepapier beweisen können, haben die Gesundheits-politiker dieser Regierung eine völlig aus der Luft gegriffene Zahl - nämlich 11 Milliarden Defizit der Krankenkassen – genommen und bastelten daraus Eckpunkte für eine weitere „Gesundheitsreform“! Nach Aussage von Tobias Schmidt, Sprecher des Bundesversicherungsamtes, gibt es zu der verbreiteten Zahl 11 Milliarden Defizit weder Unterlagen noch hat der Schätzerkreis dazu getagt! Wir Beitragszahler fühlen uns belogen und betrogen, verkauft und abgezockt! Die Politik muss lernen, dass es kein Regieren gegen das Volk gibt!

Die kommenden Landtagswahlen werden für diese Regierung Zahltage sein! Die öffentlichen Aussagen des Würzburger Wirtschaftsermittlers Uwe Dolata über die mafiösen Verhältnisse in Deutschland und dass im deutschen Gesundheitssystem „gekungelt und geschmiert wird auf Teufel komm raus“ bekommen durch die Vorgänge des Dreigestirns, Gesundheitsministerium, KV en und Kassen, immer mehr Gewicht!

© Renate Hartwig Bürgerschulterschluss e.V.
Patient-informiert-sich.de
 


13.07.2010 um 14:37 Uhr

Berliner Taschenspielertricks Volksverdummung in Folge durch die Gesundheitsreform

von: renatehartwig   Stichwörter: http, www, patient, informiert, sich, de

13.07.2010 | Bürger-Schulsterschluss | Renate Hartwig
Berliner Taschenspielertricks
Volksverdummung in Folge durch die Gesundheitsreform

Volksverdummung in Folge wurde in Berlin während der Fußball WM produziert. Unsere Gesundheitsexperten tagten und schossen aus der Ecke – und faulten uns, das Volk! Bundesgesundheitsminister Rösler trat an und wollte das Gesund-heitssystem grundlegend reformieren.Doch was er erreichte, ist nichts weiter, als ein weiterer fauler Kompromiss. Was hat sich geändert durch den Regierungs-wechsel? Nichts! Weiter gibt es hohle Phrasen, leere Versprechen, Wortbruch …und sogar einen weiteren Kompromiss.

Während der WM 2006 war es der Gesundheitsfonds, den die damalige Regie-rung beschloss. Damals sagte man uns: Der sei wichtig um die Kassenbeiträge stabil zu halten! 2010 wird uns suggeriert, es sollen mit den erhöhten Beiträgen vor allem die Finanzlöcher der Kassen gestopft werden. Zwar gibt es nur einen geschätzten Betrag, aber darauf lassen sich nach der Logik unserer Gesund-heitsmatadore Eckpunkte aufbauen.

Man erwarte ein Defizit in Höhe von elf Milliarden für das Jahr 2011. Schon ganz schön mutig einen solchen Betrag zu schätzen und noch dreister, darauf eine Beitragserhöhung plus Zusatzkosten aufzubauen. Also wenn das bei den näch-sten Wahlen nicht ein Eigentor der Regierungskoalition wird, dann haben wir nichts anderes verdient! So mir nichts dir nichts wird der Beitrag für die Millionen Kassenversicherten erhöht und der Arbeitgeberanteil beim nun festgelegten Stand eingefroren. Da fehlen einem ja glatt die Worte. Der Höhepunkt ist die Aussage: Durch diese Reform würde das zu erwartende Defizit in Höhe von elf Milliarden Euro für das Jahr 2011 ausgeglichen! Wie bitte gleicht man eine Schätzung aus?

Aha, so geht das. CDU, CSU und FDP verständigten sich darauf, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung von 14,9 auf 15,5 Prozent zu erhöhen. Dazu braucht man einen Grund. Dabei sollen jeweils 0,3 Prozentpunkte auf Arbeitneh-mer und Arbeitgeber fallen. Arbeitnehmer zahlen dann 8,2 Prozent ihres Einkomm-ens, Arbeitgeber übernehmen 7,3 Prozent. Der Arbeitgeberanteil wird eingefroren. Das nennt man dann im Hause Rösler „Einstieg in eine dauerhaft solide Finanzier-ung“ Halt, da wurde noch eins draufgesetzt: Die Steigerung, die Krankenkassen sollen zusätzlich höhere Zusatzbeiträge erheben dürfen und deren Höhe vom Ein-kommen unabhängig auch noch selbst bestimmen. Für sozial Schwache ist ein Zu-schuss aus Steuermitteln geplant. Na ja, auf diese Planungen sollten sich niemand verlassen.

Denn diesen Gesundheitsexperten in der Regierung fällt wieder was ein. Vielleicht eine neue Schätzung mit der Antwort: Leider gibt es keinen Zuschuss für sozial Schwache, denn man schätzte die Mittel im Steuersäckel falsch ein! Die Erhöh-ungen der Beiträge sind natürlich bereits akkurat als Mehreinnahmen von rund sechs Milliarden ausgerechnet. Die Freigabe des Zusatzbeitrages wird mit bis zu zehn Milliarden angegeben.Vier Milliarden sollen bei Ärzten, Medikamenten und Kliniken eingespart werden. Hallo, sind das nicht schon Neun Milliarden mehr als laut Schätzung gebraucht werden?

Bei den Ärzten geht das Einsparen am schnellsten.Die niedergelassenen Ärzte lässt man gezielt pleite gehen. Junge Ärzte kommen nicht mehr nach – Hausarzt ade! Die Fachärzte verteilt man in die medizinischen Versorgungszentren. Die Pharmalobby hat da schon bessere Papiere bei ihren Medikamenten. Die machen das anders, dass geht ganz leicht, wie auf dem Markt in Marrakesch. Die Preise werden vor der Verhandlung hochgeschraubt und darauf großzügig Rabatte gegeben. Immerhin bleiben die Pharmafreunde der Regierung dabei in der Gewinn-zone! Und die Kliniken? Ja da geht das Einsparen am allerschnellsten. Die werden verkauft, privatisiert und unser Allgemeingut verscherbelt an die Klinikkonzerne wie an die Rhön AG, Asklepios, Sana, Helios/Fresenius usw. Die eröffnen dann die MVZ’s und dann ist das Lobbyklientel am Ziel.

Hat eigentlich schon einmal jemand gefragt wer dieses Zahlenspiel, mit den elf Milliarden, konstruierte? Welcher Lobbyist führte hier Regie? Mit Sicherheit niemand von denen, deren Geld hier verteilt und versemmelt wird – das sind nämlich wir Beitragszahler. Fatal, in keinem Medienbeitrag zu dem Thema wurde
die Frage gestellt: Wer schätzte die Summe, auf die dieser Taschendiebstahl aufgebaut wurde? Aufgrund welcher Fakten? Wenn die Summe stimmen sollte, fehlt die Frage, woher kommen sie die elf Milliarden? Wer hat sie zu verantwor-ten? Wohin versickerten sie? Ich denke es ist eher so, dass durch eine unüber-prüfbare Schätzung die Lizenz zum Taschendiebstahl an ca. 90 % unserer Bevöl-kerung (denn soviel sind GKV versichert) ausgegeben wurde! Spätestens, so kalkulieren die Täter dieser Reform, nach der Gewöhnungsphase werden alle Kassen Zusatzbeiträge erheben. Schleichend werden wir mit fiktiven Schätzungs-zahlen gefüttert, damit das Ziel - zahlendes Humanprodukt ohne Widerstand – erreicht wird. Nach Angabe von Sitzungsteilnehmern hat sich unsere (noch) Bundeskanzlerin Merkel zu dem Kompromiss zufrieden geäußert: Es sei eines der größten politischen Vorhaben, dass man sich vorstellen könne! Da können wir – das Volk – nur noch hellwach werden. Erinnern wir uns an die Lobbyisten Planspiele zum Aufbau der Gesundheitsindustrie? Spätestens jetzt muss der berühmte Ruck durch unser Land gehen und der unüberhörbaren Ruf – Wir sind das Volk – muss unüberhörbar bundesweit ertönen!

 © Renate Hartwig   http://www.patient-informiert-sich.de/ 
 
 

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25.06.2010 um 09:41 Uhr

Gegen das Volk regiert Bundestag beschließt Online-Abgleich der Stammdaten

von: renatehartwig   Stichwörter: http, www, patient, informiert, sich, de

25.06.2010 | Bürger-Schulterschluss | Renate Hartwig
Gegen das Volk regiert
Bundestag beschließt Online-Abgleich der Stammdaten

Am Freitag den 18.6.2010 wurde eine Stunde vor Anpfiff zum Fußballspiel Deutschland/Serbien, gegen das Volk regiert und damit ein weiterer Schritt im Umbau unseres Gesundheitssystem zementiert. Haben Sie etwas davon gemerkt? Nein. War ja auch Fußball. Während Podolski einen Elfmeter verhagelte, versäbelte diese Regierung das letzte Stück Vertrauen, das ich noch auf politische Zusagen und Aussagen hatte.

In zweiter und dritter Lesung wurde das „Arzneimitteländerungsgesetz“ beschlossen. Klingt so harmlos wie Seniorengolf. Was da aber noch mit abgestimmt wurde, ist spannender als jedes Fußballspiel. Es geht zwar um die neuen Arzneimittelrichtlinien, doch unsere Regierung hat schnell und leise – über ein sogenanntes Omnibusverfahren (es wird an das offizielle Verfahren etwas anderes mit angehängt) ein weiteres Gesetz, nämlich den Online-Stammdatenabgleich, eingeführt. Damit ist die Vorstufe zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte festgezurrt. Für mich war das vor allem ein Eigentor der FDP. Wenn die nicht schon wüssten, wie man umfällt – haben die jetzt bewiesen:  Grandioser kann man seine Meinung nicht kippen.

Vor der Bundestagswahl hatten FDP-Politiker in Ärztekreisen das Blaue vom Himmel versprochen. Die Verteidigung der Freiheit vorne angestellt, und dass die FDP nie den „gläsernen Patienten“ akzeptieren würde. Und nun ist es ausgerechnet der schwarz/gelbe Gesundheitsminister Rösler, der – um im Fußballjargon zu bleiben - eine Schwalbe hinlegt. Alle Fachleute, voran vier Deutsche Ärztetage, hatten die elektronische Gesundheitskarte verworfen – hatten sie als gefährlich, maßlos überteuert, datentechnisch unsicher, ja als kontraproduktiv beschrieben. Es gab Unterschriftenlisten, Gegengutachten ohne Zahl, Stellungnahmen von Top-fachleuten, offene und geschlossene Briefe an die Politiker. Durch diese Karte wird unser Gesundheitssystem generell zu einem totalen Kontroll- und Ausfor-schungssystem. Niemand will dieses monströse Plastikteilchen. Nur die Wirtschaftslobby! Ja, die wollen sie, um alles in der Welt. Kann man ja auch verstehen. Es ist wie die Umleitung der Donau in die Wüste. Politische Rahmenbedingungen spülen Gesundheits-und IT Industrien Gewinne in die Kasse.. Die elektronische Gesundheitskarte z.B. ca. 14 Milliarden Euro. Bezahlt wird der Spaß von uns über unsere Beitragszahlungen an die Krankenkassen.  Was für eine Frechheit Milliarden in Richtung Plastikkärtchen in die Tonne zu treten, zeitgleich ein Milliardendefizit der Krankenkassen zu reklamieren, das man nur mit Beitragserhöhungen beheben könne. Zahlen werden das Sie und ich. Sitzen diese Lobbyisten nun schon in der Regierung? Ich stelle fest: ja.  Und nicht nur in der FDP, auch in den anderen Parteien, die sich wieder einmal in souveräner Arroganz über das Volk hinweggesetzt haben. Den Verursachern in der Politik muss jetzt die Rote Karte – in Form eines klaren NEIN im Schulterschluss Arzt & Beitragszahler gezeigt werden. Denn schamloser hat noch keine Regierung ihr Volk gelinkt, als diese Schwarzblaugelben. Das F (FDP) für Freiheit und C (CDU/CSU) für christlich, nichts wie leere Worthülsen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass diese, der offiziellen Abstimmung angehängte Entscheidung, heimlich, aus Sicht der Demokratie schon unheimlich,  durchgepeitscht wurde. Wie der Fraktionszwang und die Angst vor dem Ausschluss aus dem Gesundheitsausschuss, die Gewissensfreiheit von Abgeordneten aushebelte. Durchgehend haben Ärzte und informierte Bürgerpatienten gegen alle Arten der E-Card Position bezogen. Nun wurde gegen den Willen des Volkes entschieden, dass die "Stammdaten" von uns Patienten beim Arztbesuch online mit den bei den Krankenkassen gespeicherten Daten abgeglichen werden. So wird der Weg zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte geebnet. Wie 2006 – wurde die Fußball Weltmeisterschaft genutzt – (damals verabschiedete man den Gesundheitsfonds) um dem Fahnen schwingenden Fußvolk eine Entscheidung mit gravierenden Folgen unterzujubeln. Im Mittelalter nannte man es: Gib dem Volk Brot und Spiele!

Schlagendes Argument gegen jegliche E-Card Varianten leuchtet jedem denkenden Menschen ein. Unser Gesundheitssystem wird damit generell zu einem totalen Kontroll – und Ausforschungssystem. Trotz der politischen Beschwörung über die technischen Sicherheitsvorkehrungen sind dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet. Wie schnell auch die zugesicherte „Freiwilligkeit“ ausgehebelt wurde, zeigt doch die (Un) heimliche Vorbereitung zu der Abstimmung. Ohne das die betroffene Öffentlichkeit – das betroffene Volk – es mitbekam, wurde das Sozialgesetzbuch ganz im Sinne der IT Lobbyisten geändert! Um jedes Missverständnis auszuschalten, der Deutsche Ärztetag hat im Mai 2010 auch den Stammdatenabgleich durch die Ärzte für die Krankenkassen abgelehnt. Die Koalition hat sich am 18. Juni. 2010 über alles hinweggesetzt und im Bundestag den Stammdatenabgleich beschlossen. So ist der Aufbau eines zentralen Gesundheitsdatennetzes aller Krankenkassenpatienten besiegelt. Jeder Protest wurde übergangen, ich gehe sogar soweit, dass damit die Bürgerechte, frei über die eigenen sensiblen Gesundheitsdaten zu entscheiden, ausgehebelt wurde. Denn niemand kann durch diese Entscheidung mehr selbst bestimmen, welche Daten zentral zugänglich gespeichert werden. Unsere niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen müssen durch diese Entscheidung für die Kassen die Identität von uns GKV Versicherten und unsere Versichertenkarten prüfen. Machen sie einen Fehler beim Prüfen, werden sie bestraft durch Honorarentzug aller beim Patienten erfolgten Leistungen. Für mich ist das ein weiterer Baustein zum gezielten Abbau des Vertrauensverhältnisses Arzt und Patient. Und nur durch einen solchen Abbau kann der Umbau zur Gesundheitsindustrie funktionieren. Der Patient wird zum Humanprodukt und der Arzt, die Ärztin, zum abhängigen Medizintechnokraten. Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste sozialisiert.Der Riese Beitragszahler muss sich nun klar positionieren und durch lauten Protest den Politikern klar machen: Wir sind das Volk! 

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26.05.2010 um 14:33 Uhr

Krankenkassen auf dem PrüfstandBürger-Schulterschluss e. V. startet bundesweite Aktion zur Beurteilung der einzelnen Krankenkassen

25.05.2010 | Bürger-Schulterschluss | Renate Hartwig
Krankenkassen auf dem Prüfstand
Bürger-Schulterschluss e. V. startet bundesweite Aktion zur Beurteilung der einzelnen Krankenkassen.


Liebe Patientinnen und Patienten,
liebe Ärztinnen und Ärzte,
liebe Interessierte in medizinischen Berufen,

unsere Bürgerbewegung nimmt ihre demokratisch legitimierten Rechte wahr. Für uns ist jedes Ziel der Anfang eines neuen Rennens! Denn nicht die Werbegeschenke, Wellnessangebote und Bonuszahlungen entscheiden über eine gute Kasse, sondern die Fragen: In welcher Kasse bin ich im Krankheitsfall tatsächlich sicher aufgehoben? Wie geht meine Kasse mit dem Arzt meiner Wahl um? Zahlt sie die Leistungen des Arztes? Versucht sie ihn als Kassenarzt auszubeuten? Entzieht sie uns dadurch als Patient notwendige medizinische und therapeutische Leistungen, die uns zustehen? Wie reagiert sie, wenn wir Medikamente, Hilfsmittel und Pflege benötigen?

Teilen Sie uns mit, welche Erfahrungen Sie mit Ihrer Krankenkasse gemacht haben. Sind sie zufrieden? Was stört sie? Schreiben Sie uns Ihre konkreten Erlebnisse auf:

-entweder auf dem Postweg (Postfach 29 in 89278 Nersingen/Neu-Ulm)
-oder per Mail an Schulterschluss@renatehartwig.de!

Selbstverständlich werden alle Ihre Informationen vertraulich und nach datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten behandelt.

Auslöser zu dieser Aktion sind die nicht verstummenden Kassenaktionen mit der Überschrift „Geldmangel“! Dem werden wir etwas entgegensetzen und haben deshalb recherchiert. Denn, wer hat schon einmal nachgedacht, was mit unseren Beitragsgeldern tatsächlich passiert? Was wir alles mitfinanzieren? Wer sich alles an dem von uns einbezahlten Geld bedient? Sie wissen es nicht?! Na dann wird es aber Zeit, dass Sie das erfahren.

Mit Staunen stelle ich fest: Die Aussagen der Kassenfürsten und -fürstinnen nehmen wir als große Gemeinschaft der Kassenversicherten einfach so hin. Der Satz: „Das Geld langt nicht“, wird nicht hinterfragt. Genau deshalb, weil wir es achselzuckend hinnehmen, wird sich auch nichts ändern. Wir zahlen immer mehr an Beiträgen, ohne auch nur mit einem Hauch zu ahnen, wer sich alles daran bedient! Allein im Jahr 2009 haben wir Kassenpatienten einen Betrag von 180 Milliarden Euro in das Solidarsystem für unser Gesundheitswesen bezahlt. Dazu kommen noch ca. 40 Milliarden, die in den freien Gesundheitsmarkt fließen. Das ist der Bereich, der von den Patienten selber getragen wird, weil er von vornherein keine Kassenleistung ist. Und weil sich gerade da Geld machen lässt, wird dies enorm beworben. Ökonomen sprechen von einem Gesamtvolumen über 230 Milliarden Euro pro Jahr! Bei dieser Summe wachsen nicht nur im einzig wachsenden Gesundheitsmarkt Begehrlichkeiten. Es geht um Macht und viel Geld. Der Markt boomt. Der Mensch und seine Krankheit sind längst ein Produkt in der Wertschöpfungskette geworden.

Von unseren Kassen werden wir u. a. mit Wellnesangeboten gelockt, um uns als Beitragszahler zu gewinnen und zu behalten. Ja, wir haben als „Humanprodukt“ einen „Marktwert“. Solange wir nicht aus Krankheitsgründen eine Gegenleistung eben von diesen unseren Kassen benötigen, werden wir umworben und mit Service bedacht. Aber wehe die Geisel einer Krankheit, einer Behinderung, einer notwendigen Pflege zwingt uns dazu, Leistung von genau dieser unserer Krankenkasse, abzuverlangen. Dann lernen wir sie kennen. Als Beitragszahler erst umworben, werden wir schnell zu Bittstellern, zum Risiko, zum Fall um es auf einen Nenner zu bringen: zum ungeliebten Kostenfaktor! Und hier wird jede Kasse kreativ um uns in diesem Zustand das Leben schwer zu machen. Über allem steht dann die Aussage: „Zahlen wir nicht“. Die dafür notwendige Erklärung liefern die politischen Rahmenbedingungen. Die sogenannte „WANZ-Medizin“ heißt für uns GKV (gesetzlich Krankenversicherte), unsere Behandlung im Krankheitsfall muss wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig sein. Welche Behandlung für uns Kassenpatienten erlaubt ist, wurde für unsere behandelten Ärzte seitenweise in Verordnungen, Gesetzen, Vorschriften bis hin zu Gerichtsentscheidungen festgezurrt. Barmer, BKK’s, TK, KKH, IKK, AOK & Co haben längst festgelegt, was und wie viel der niedergelassene Arzt unseres Vertrauens uns Kassenpatienten verordnen darf. Und wehe dem, er überschreitet die statistische Berechnung, auch Budget genannt. Dann folgt für ihn die Strafe auf den Fuß! Der Papierkrieg beginnt. Und wenn der Arzt Pech hat, der uns als kranken Menschen behandelte, zahlt er aus eigener Tasche die Medikamente, aber auch die Physiotherapie, die wir im Krankheitsfall bekommen haben. Das alles wird Regress genannt!

Es langt nicht zu staunen und sich zu wundern, dass Sie zwar immer mehr an Ihre Kasse zahlen müssen, Sie aber immer wieder hören und lesen, das Geld langt nicht. Wenn Sie sich im Krankheitsfall ärgern, weil Sie erfahren was bei Ihrer Kasse durch den Satz „Zahlen wir nicht“ entschieden wird. Es langt auch nicht, wenn Sie als betroffener Erkrankter erleben, was längst in den Hinterzimmern der Macht gegen Sie als Patient entschieden wurde.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg und schauen wir uns die Ausgaben dieser, unserer Kassen an. Suchen wir die Pipelines, die unsere Beitragsgelder absaugen. Übrigens („es“ gestrichen) wäre völlig absurd wenn wir den gezielten Desinformationen aus Kassen und Politikerkreisen wie: „Das Geld langt nicht“, oder wir Patienten und unsere Ärzte seien die „Verschwender“ ungeprüft hinnehmen! Die Kassen benutzen diese Strategie um von ihren Verschwendungen, Unterschlagungen, bis hin zu den Betrügereien, die mit unseren Beiträgen in ihren Kreisen passieren abzulenken. Wir werden das alles im Zusammenhang mit dieser Aktion thematisieren! Politiker wollen mit solchen Desinformationen eine flächendeckende Aufklärung (statt „Thematisierung“) über ihr politisches Versagen im Gesundheitswesen verhindern, sowie ihre Abhängigkeit und das Einmischen von Lobbyisten vertuschen. Mischen wir uns ein und werden wir aktiv! Wir zählen auf Sie!

 © Renate Hartwig
1. Vorsitzende Bürger-Schulterschluss e. V.  
 

Weiterführende Informationen:

21.05.2010 um 14:17 Uhr

3 Jahre online- Patient-informiert-sich

21.05.2010 | Bürger-Schulterschluss e. V. | Renate Hartwig
3 Jahre online- Patient-informiert-sich
Der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit

Wie sagte schon der Philosoph Plato: „Der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit.“ Auf unsere heutige Bürgerbewegung bezogen war dieser Anfang der 26. April 2007, da ging um 14.15 Uhr Patient-informiert-sich online!

Es war ein wunderschöner Frühlingstag und ich befand mich mit bayerischen Hausärzten und deren medizinischem Fachpersonal in einem Omnibus auf einer Sternfahrt Richtung Nürnberg. Dort fand in der Meistersinger-Halle einer der Ärzteproteste des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) gegen die Gesundheitspolitik und deren Folgen statt. Eine davon war und ist der Ärzteschwund. Heute, drei Jahre später, profilieren sich KV-Fürsten, Politiker und sogenannte Experten durch dieselben Warnungen über das Thema „Aussterben der Landärzte“, die sie 2007 abstritten! Ich selbst war dabei, als in der Meistersinger-Halle in Nürnberg der damalige gesundheitspolitische Sprecher Zöller (CSU) und die damalige Sozialministerin Christa Stevens (CSU) sämtliche Warnungen des BHÄV-Vorstandes in Richtung Hausarzt/Landarztsterben, als Stimmungsmache vom Tisch fegen wollten. In der brechend vollen Meistersinger-Halle standen die Hausärzte Schlange an den Mikrofonen, bestätigten die Warnungen und Auswirkungen dieser verqueren Gesundheitspolitik und die Folgen für die Bevölkerung.

Die anwesenden CSU Politiker auf dem Podium, Zöller, Stevens sowie der Landtagsabgeordnete Zimmermann, (selbst Mediziner) verteidigten ihre Politik und bliesen die Warnungen in den Wind. Dieser Tag und die damit verbundene Erfahrung wurden ein Schlüsselerlebnis für meine folgenden Aktivitäten. Es war von mir nicht geplant, mich bei dieser Veranstaltung zu äußern. Doch es war nicht auszuhalten, mit welcher Arroganz die Politik von oben herunter die einzelnen Redebeiträge der betroffenen Ärzte behandelte. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich ging zum Mikrofon, um den anwesenden Politikern klar zu machen, dass wir, die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherungen ab heute Position beziehen gegen diese Wahnsinnspolitik!

Dieser Ärzteprotest in Nürnberg endete mit einem Eklat, indem der Landtagsabgeordnete Zimmermann die anwesenden Ärzte als „Rotz am Ärmel“ bezeichnete. Der Ausrutscher tat ihm zwar hinterher leid, doch für mich ist und bleibt er ein Beweis der damaligen Stimmung gegenüber Ärzten und deren Warnungen. Spätestens an diesem Tag war mir klar, ohne eine starke Bürgerbewegung werden wir irgendwann ohne unsere freien niedergelassenen Ärzte sein. Ausgeliefert einer Politik, die von Lobbyisten geprägt und letztendlich größtenteils auch entschieden wird. 2007 glaubte niemand daran, das aus meiner Vision – eine informierte Bürgerbewegung in Gang zu setzen – etwas wird. Heute, nach drei Jahren, ist in diese Richtung viel erreicht worden.
Durch die Website „Patient-informiert-sich.de“ konnte die breite Öffentlichkeit auf die Folgen dieser diffusen Gesundheitspolitik aufmerksam gemacht werden.

Rückblick:
Mai 2007: Nach vier Monaten intensiver Auseinandersetzung mit unserem Gesundheitswesen wurde mir klar, die wohnortnahe und gute Versorgung durch unsere Ärzte ist in Gefahr. Mir war klar, genau wie ich durch ein paar Hintergrundinformationen von Hausärzten erst auf das Problemfeld gestoßen bin, würde jede Mitbürgerin und jeder Mitbürger mit mir auf die Straße gehen, wenn sie nur wüssten, welches Haifischbecken unser Gesundheitswesen ist. Bereits damals fing ich an, die vielen W´s zu hinterfragen:

● Wer steckt hinter all diesen Problemfeldern des Gesundheitswesens?
● Warum ist die Masse der Bürgerpatienten uninformiert?
● Wozu wird in diesem Gesundheitswesen immer mehr Intransparenz erzeugt?
● Weshalb erfahren wir Beitrag zahlenden Bürgerpatienten nichts über die teilweise mafiösen Strukturen, über die in gigantischen Höhen unsere Beitragszahlungen versickern?

Durch dieses Nachfragen kristallisierte sich mein Ziel, die breite Öffentlichkeit zu aktivieren, heraus.

Erfolgreiche, totgeschwiegene Unterschriftenaktion:

Bereits 2007 war die Zurückhaltung der Medien, über die rasant ansteigende Bürgerbewegung „Patient informiert sich“ Arzt und Patient im Schulterschluss“ auffallend! Im Mai 2007 wurde dieser Schulterschluss bereits Wirklichkeit. Die bayerischen Hausärzte unterstützten die von mir ins Leben gerufene Unterschriftenaktion „Wir wollen unsere Hausärzte behalten“!
Juni 2007: Innerhalb von vier Wochen kamen in Bayern 575.000 Unterschriften zusammen. Auf einer Pressekonferenz in München übergab ich die Unterschriftenlisten dem Landesvorsitzenden des bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Wolfgang Hoppenthaller. Das Medieninteresse für diese, bis dahin einmalige klare Positionierung von Patienten für ihre Ärzte, wurde sehr verhalten aufgenommen. Außer in den ärztlichen Fachzeitschriften war darüber nichts zu lesen, oder zu hören. Bereits hier stellte sich mir die Frage, wer will eigentlich verhindern, dass die große Masse der Beitrag zahlenden Bürgerpatienten sich in dieses Thema, das uns alle angeht, einmischt?

Ein System wird entlarvt:
In Dutzenden von Ärztetreffen wurde mir klar, ohne das Einmischen von uns Bürgern, sowie dem Schulterschluss mit Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal, findet klammheimlich ein für uns als Gesellschaft negativer Umbau des Gesundheitswesens statt. Immer wieder fielen mir Goethes Worte dazu ein: Wer nicht ehren kann, der kann nicht achten. In der ganzen Auseinandersetzung ging und geht es auch um eine Wertediskussion.

Juni bis Dezember 2007: Sechs Monate erlebte ich den intensiven Kampf der bayerischen Hausärzte, um in ihrem Beruf überleben zu können. Politische Gegebenheiten, Besitzstandwahrung, mangelnde Solidarität unter den Ärzten und der Kampf um Macht und Geld von Kassenärztlicher Vereinigung und Kassen zwang die bayerischen Hausärzte zum Reagieren und sie entschieden sich für den Systemausstieg. Den unterstützte ich vehement aus voller Überzeugung, da die politischen Rahmenbedingungen dazu führen, dass Arzt und Patient im Kampf um Macht und Geld zerrieben werden. Aus dem Arzt wurde längst ein Sklave der Kassenärztlichen Vereinigung, die als Körperschaft öffentlichen Rechts, der verlängerte Arm politischer Entscheidungen ist. Diese sind geprägt von den massiven Einflüssen der Gesundheitsindustrie, die aus Patienten Produkte für den Gesundheitsmarkt machen. Dazu kommt die Macht der Kassen, die nach Gutsherrenart – bis hin zu strafrechtlichem Vorgehen - mit unseren Beitragsgeldern umgehen.

Januar 2008: Ausstiegsveranstaltung der bayerischen Hausärzte. In der mit ca. 8000 Menschen gefüllten Arena in Nürnberg. Hautnah wurde ich mit den – teilweise alles andere als demokratisch ablaufenden – Versuchen, diese Veranstaltung zu verhindern, konfrontiert. Die CSU, in Person der Sozialministerin Christa Stevens, zog mit der KV Bayern und deren Vorständen an einem Strang, um diesen Ausstieg zu verhindern. Nach meiner Rede in der Nürnberger Arena erlebte ich die Dynamik des Schulterschlusses. Aus dem Internet-Auftritt „Patient-infomiert-sich.de“ entwickelte sich eine Bürgerbewegung.
Ende April 2008: Aufgrund der Widerstände vonseiten der Politik, der KV und den Kassen gegenüber einer Klärung im Gesundheitswesen, fiel die Idee, eine Massenkundgebung im Olympia Stadion München zu organisieren, auf fruchtbaren Boden. Es war nach der erfolgreichen Unterschriftenaktion der zweite Versuch, durch den Schulterschluss Arzt und Patient, etwas zu bewegen. Es gelang!
07. Juni 2008: 28.000 Menschen kamen in das Münchner Olympiastadion, um gegen die Entwicklung im Gesundheitswesen Front zu machen. Spätestens jetzt hörte ich, wie die Zweifler meinen Spruch „Wer wagt, gewinnt!“ für Ernst nahmen. Aber nicht nur die, sondern auch die Politik kapierte, wir Bürger mischen uns ein. Einmischen ist Bürgerpflicht! In den Medien wurde diese Veranstaltung völlig ignoriert – die dabei waren sagen mit Recht – sie wurde einfach totgeschwiegen.
09. Juni 2008: Pressekonferenz in Berlin, Vorstellung meines Buches „Der verkaufte Patient“! Mein Ziel war und ist eine breite Information über die Hintergründe unseres Gesundheitswesens zu erreichen. Mir ging es von Anfang an um eine starke Bürgerbewegung, denn nur die kann diesen noch immer bestehenden Wahnsinn und diese menschenverachtende Entwicklung für Arzt und Patient verhindern.

Juli 2008: Schleyer Halle Stuttgart: Auch in Baden-Württemberg versuchten die Ärzte sich von der Kassenärztlichen Vereinigung freizuschwimmen. Auch hier startete ich eine Unterschriftenaktion, bei der innerhalb von zwei Monaten 345.000 Unterschriften für den freien niedergelassenen Arzt zusammen kamen. In meiner Rede in der überfüllten Schleyer Halle wurden die Unterschriftenberge auf der Bühne aufgebaut. Auch hier gab es darüber in den Medien wieder das große Schweigen. Das wurde von der Bevölkerung registriert.

September 2008: Die bayerischen Landtagswahlen zeigten, wie Demokratie funktioniert, auch wenn es oft mühsam ist! Der Einbruch der CSU bei den Landtagswahlen war nicht nur die Raucher und Transrapid-Diskussion, wie es gerne hingestellt wird, sondern wir, die informierten Patienten haben im Schulterschluss mit den bayerischen Hausärzten denen die Stirn geboten, die einen anderen Plan für unser Gesundheitswesen hatten. Damals lernte ich auch die Aussage von Oskar Blumenthal (1852-1917) zu verstehen: „Du willst bei Fachgenossen gelten? Das ist verlorene Liebesmüh. Was Dir misslingt, verzeihen sie selten, was Dir gelingt, verzeihen sie nie“. Es sieht so aus, als wäre dies immer schon so gewesen, dass Neid und Missgunst die Triebfeder vielen Handelns ist. Inzwischen kann ich den systembedingten Bruderkrieg unter den Ärzten auch einschätzen.

Und durch gezielte Intrigen, Angriffe und dem Aufbau von öffentlichen Feinbildern (der Arzt ist der Böse, der Abzocker, der den Kanal nicht voll kriegt, der Schuldige) konnte auch bei den Patienten die notwendige Solidarität mit den Ärzten nicht stattfinden. Mir war 2008 schon klar: Nur wenn sich die Masse der Bürgerpatienten informiert und organisiert und sich mit den Ärzten solidarisiert, können wir den bestehenden mafiösen Strukturen im Gesundheitswesen die Stirn bieten. Aufgrund der Angriffe und dem Druck einzelner Politiker auf Medien, der zur Folge hat, als Talkgast ein- und wieder ausgeladen zu werden, beweist: Vor nichts haben die Architekten der seelenlosen, menschenunwürdigen Gesundheitsindustrie und deren Profiteure mehr Angst, als vor Transparenz und informierten Bürgerpatienten!

März 2009: Aus der Internet-Plattform „Patient-informiert-sich.de“ entstand Bürgerschulterschluss e.V. Eine bundesweite, funktionierende Bürgerbewegung für ein humanes gerechtes Gesundheitswesen
September 2009: Wieder sind es ca. 25 000 Menschen die unserem Schulterschlussaufruf von Patient-informiert sich, dem Bayerischen Hausärzteverband und dem Bayerischen Facharztverband in das Münchner Olympiastadion folgen. 2008 kann unsere Gegenöffentlichkeit nicht mehr verschwiegen werden. Unser gemeinsamer Protest wird in der ARD-Tagesschau erwähnt.

Heute, drei Jahre nachdem ich im Alleingang die Internetseite „Patient-informiert-sich.de“ online gehen ließ, steht fest: Damals dachten viele, Eintagsfliege. Inzwischen gibt es bundesweit 580 – in Worten: Fünfhundertachtzig – regionale, funktionierende Bürgertreffs, die sich regelmäßig treffen, austauschen und in ihrer Region das von mir mögliche – Einmischen ist Bürgerpflicht – umsetzen! An dieser Stelle mein Dank an alle, die diese Idee aufgenommen, weiter getragen und in ihrem eigenen sozialen Umfeld umsetzen.

 © Renate Hartwig   http://www.patient-informiert-sich.de/
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25.03.2010 um 05:28 Uhr

Renate Hartwig bei Sandra Maischberger

23.05.2010 | Bürger-Schulterschluss | Dr. Ulrich Geyer
Renate Hartwig bei Sandra Maischberger
Sendung am 25.05.2010, 23.00 Uhr, ARD: Der Krankenhaus-Kollaps: Patient in Gefahr?

Am 25.03.2010 war die Bestsellerautorin, Impulsgeberin und Vorsitzende der Bürger-Schulterschluss-Bewegung Renate Hartwig zu Gast bei Sandra Maischberger sein (ARD). Unter dem Titel „Der Krankenhaus-Kollaps: Patient in Gefahr?“ diskutierten mit ihr die Ehefrau eines verstorbenen Patientin, die wegen eine Behandlungsfehlers die Klinik verklagte, Dr. Michael Imhof, der einer der führenden Medizingutachter Deutschland ist, der Chirurg und Ärztekammer-Präsident Dr. Theodor Windhorst, der Klinik-Geschäftsführer Joachim Bovelet und die Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK Birgit Fischer.
 

Weiterführende Informationen:

04.02.2010 um 22:37 Uhr

Plünderung auf leisen Sohlen FDP plant Verkauf von Unikliniken

von: renatehartwig   Stichwörter: Bürger, Schulterschluss

01.02.2010 | Bürger-Schulterschluss e. V. | Renate Hartwig
Plünderung auf leisen Sohlen
FDP plant Verkauf von Unikliniken

Die wundersame Geldvermehrung Teil 2

Die politische Wetterlage unterstützt die rasante Landung der Heuschrecken im Gesundheitswesen. Immer schneller werden unsere kommunalen Krankenhäuser an Klinikkonzerne verkauft. Hinter verschlossenen Türen verhandeln Volksvertreter mit Konzernen, vereinbaren Stillschweigen über die Vorgänge und stellen das Volk vor vollendete Tatsachen. Die Worte „Freiheit“ sowie “Bürgerrechte“ sind in politischen Reden von der FDP gepachtet. In der Realität des Gesundheitswesens sieht es aus, als würden diese beiden wichtigen Begriffe umdefiniert in:
Frei zum Abschuss durch Kapitalgesellschaften!

Birgit Homburger, MdB, hat als FDP-Landesvorsitzende bereits am 5. Januar 2008 beim 102. ordentlichen Landesparteitag der FDP in Baden-Württemberg, die Ziele der FDP erläutert:

„(..)Deshalb werden wir im Jahre 2008 die Privatisierung der Universitätskliniken erneut auf die Tagesordnung setzen. (…) Vorbild kann hier Hessen sein, die vorzügliche Erfahrungen mit der Privatisierung der Kliniken in Gießen und Marburg gemacht haben. In diesem Bereich geht es im Übrigen bei weitem nicht allein um Privatisierungserlöse, sondern um die Behebung eines Investitionsstaus. In Hessen wurde daher Ende 2005 nicht nur ein Kaufpreis für die Kliniken vereinbart, sondern auch die Höhe der zu tätigenden Investitionen bis Ende 2010 mit dem Investor vereinbart. Darüber hinaus steht für uns auch die Privatisierung der derzeit 9 Zentren für Psychiatrie weiter auf der Agenda (…)“

War Homburger und ihre FDP 2008 in ihrer Zeit voraus? Denn heute wird als Hauptargument für Privatisierung, die durch Banken verursachte Wirtschaftskrise für den Umbaus im Gesundheitswesen benannt. Doch die Prüfung für die Privatisierung der Universitätskliniken ist im Koalitionsvertrag in BW zwischen CDU/FDP bereits seit 2006 fest geschrieben. Lange bevor der Bankencrash die Krise einläutete und als Ausrede genommen werden konnte.

Als Bürger und Bürgerinnen müssen wir uns selbstkritisch fragen: Weshalb werden solche Koalitionsvereinbarungen und die Folgen für unser Gemeinwesen nicht breit thematisiert? Warum interessieren wir uns nicht für Hintergründe politischer Entscheidungen? Wieso stehen wir nicht miteinander viel schneller dagegen auf? Unsere Bürgergesellschaft lahmt vor allem im massiven Einmischen gegenüber politischen Entscheidungen.

Unsere Initiative www.Patient-informiert-sich.de hat sich bundesweit als Bürgerschulterschluss e.V. etabliert. Wir lassen wir uns kein X mehr vor einem U vormachen. Wir überlesen und überhören nichts mehr! Auch nicht die Aussagen von Birgit Homburger vom 5. Januar 2010 beim FDP Landesparteitag in Stuttgart. Dort drängte sie massiv darauf, die im Koalitionsvertrag CDU und FDP Baden-Württemberg festgeschriebene Prüfung der Privatisierung der Universitätskliniken umzusetzen. Und wie 2008 nahm sie den Verkauf der Unikliniken Marburg und Gießen, an die Rhön AG, als Vorbild.

Nicht zu vergessen: Homburger ist nicht nur Landesvorsitzende der FDP von BW, sondern inzwischen Bundestagsfraktionsvorsitzende in Berlin. Ihre Forderungen können deshalb nicht nur aus dem Blickwinkel des Schwabenlandes betrachtet werden. Es darf auch nicht übersehen werden, dass nie erläutert wird: Wie bei einer Privatisierung der Universitätskliniken die Freiheit von Forschung und Lehre gewährleistet werden kann!

Wir sollten genau hinschauen und hinhören: Der FDP Gesundheitsminister spricht vom notwendigen Umbau im Gesundheitswesen. Es geht um Geld, um Einsparen, die vier Unikliniken (Ulm/Heidelberg/Tübingen/Freiburg) sind im Visier um verkauft zu werden. Die FDP schiebt den Schuldenberg des Landeshaushalts als Begründung vor! Informierte Bürgerpatienten erinnert dieses Argument an Vorgänge in den USA: 1972, als der damalige Präsident Nixon das Gesundheitswesen per Gesetz privatisierte, wurde ebenso Geldmangel genannt. Arzt und Patient wurden verkauft. Priorität erhielt die Gesundheitsindustrie und deren Gewinnmaximierung. Mensch und Medizin fielen durch das Raster! Was daraus wurde wissen wir. Eines der schlechtesten Gesundheitssysteme der Welt. Wie hoch der Druck der Lobbyisten auf politische Kreise ist, zeigt Präsident Obamas heutiger Kampf um eine bessere Gesundheitsversorgung! Schauen wir in diesem Zusammenhang auf die Einflüsse der Lobbyisten bei uns: Nach meiner Meinung hat sich in Regierungskreisen bereits eine Lobbydiktatur etabliert!

Am goldenen Zügel führt die FDP Spitze unsere Universitätskliniken in Richtung Kapitalgesellschaften. Homburger nennt einen solchen Schritt wichtig und liberal. Und hier irrt sich die FDP, und mit ihr jede Partei sowie alle Volksvertreter die einen solchen Schritt mit ihrer Stimme mittragen: Zum einen werden wir Patienten verkauft und zum anderen wird die unabhängige Wissenschaft, die an den Universitätskliniken praktiziert werden sollte, geopfert. Mit eigenen Qualitätskriterien werden die Missstände, die über kurz oder lang in der Patientenversorgung auftreten werden, nivelliert und als positives Benchmarking deklariert. Damit ist gut nachweisbar, was diese Partei von dem Bürgerecht der freien Meinungsbildung hält! Mit keiner Silbe wird von Seiten FDP Politikern die Zielsetzung, Verkauf und Privatisierung der Unikliniken, bei öffentlichen Veranstaltungen um das Gesundheitswesen angesprochen. Das Volk wird nach dem Motto „wir Politiker haben durch die Wahl die Entscheidungshoheit“ vor vollendete Tatsachen gestellt. Welche Motivation soll ein Landrat, ein Bürgermeister, die Kreisräte, für den Erhalt der regionalen Krankenhäuser aufbringen, wenn das Land seine Universitätskliniken verscherbelt und gezielt die Plünderung unseres Volksvermögens vorantreibt?

Ob der Chef der Rhön-Klinken AG, Wolfgang Pföhler, sich durch die FDP Pläne abgesichert sah und deshalb, trotz Wirtschaftskrise 2009, eine Milliarde für den Aufkauf von Krankenhäusern und Universitätskliniken setzte, ist nicht bekannt. Der Verkauf von den sechs NRW-Unikliniken wird ebenso diskutiert. Vorreiter ist der FDP Generalsekretär Christian Lindner. Die Landesregierung, ebenfalls eine CDU/FDP Koalition wie in BW, hat einen Verkauf ins Auge gefasst. Sicher wird eine solche Entscheidung erst nach der Landtagswahl im Mai 2010 fallen und vorher darüber der Mantel des Schweigens gelegt! Die Aussage des FDP Generalsekretärs Lindner zu der geführten Spendendiskussion des Hotelkonzerns an die FDP ist interessant. Er verwies auf Urteile des Bundesverfassungsgerichtes, wonach Spenden von Unternehmen an Parteien ausdrücklich erwünscht seien. Der Unionsfraktions-Chef Volker Kauder (CDU) setzte zu der 1,1 Millionen Spende des Hotelkonzerns an die FDP noch eins drauf: „Ich sehe darin überhaupt kein Problem. Spenden gehören zur Finanzierung der Parteien“! Nach diesen Aussagen von Lindner und Kauder, könnten Kapitalgesellschaften, Klinikkonzerne, Pharmaunternehmen und IT-Firmen, wenn sie noch nicht gespendet haben, spätestens jetzt auf die Idee kommen, Spenden fließen zu lassen! Vielleicht ließen sich dadurch bestimmte Prozesse noch mehr beschleunigen?

Denn der mit unseren Beitragsgeldern gefüllte Beitragstopf (167 Milliarden im Jahr 2009) weckt seit Jahren Begehrlichkeiten in der Gesundheitswirtschaft.
Hildegard Hamm-Brücher, die große Dame der Liberalen, die ich aufgrund ihrem jahrzehntelangen Kampf für Freiheit, Bürgerrechte und Zivilcourage kennen und schätzen lernte, sprach aus was uns aufhorchen lassen muss: Eine Partei für das ganze Volk sei die FDP keinesfalls. Denn für die brennenden gesellschaftlichen Probleme biete sie leider keine Lösungen an. Nur eines der ganz brennenden gesellschaftlichen Probleme unseres Landes ist das Gesundheitswesen. Der politisch geplante Umbau im Zusammenhang mit Klientelpolitik hat verheerende Folgen für das ganze Volk. Dazu gehört auch die Zuzahlungsdiskussion von uns Beitragszahlern. Klärungsbedarf wo unser Geld bleibt steht an, wer verkauft uns an wen und wozu, muss ebenso geklärt werden.

Der jetzige Staatssekretär im Gesundheitsministerium Daniel Bahr fragte mich bei einer Podiumsdiskussion in NRW nach meinen Ausführungen zu den Kaufplänen der Rhön Kliniken AG und den Folgen für niedergelassene Ärzte, medizinisches Personal und Patienten: „Frau Hartwig, was haben Sie eigentlich gegen Geld verdienen. Sie wollen doch auch Ihre Bücher verkaufen.“ Was Bahr mit dieser Aussage über seine eigene Geisteshaltung von sich gab, hat er wohl selbst, im Gegensatz zu den Zuhörern, nicht bemerkt! Unabhängig davon, dass ich mit meinem Buch „Der verkaufte Patient“ zur Thematisierung über den Ausverkauf unseres Gesundheitswesens beitragen konnte, kann jeder selber entscheiden, ob er mein Buch kauft und liest oder nicht. Diese freie Entscheidung habe ich als Patient in einem Klinikkonzern nicht! Ich bin dem Geschäftsmodell des Gesundheitsmarktes, der Gewinnmaximierung um jeden Preis, ausgeliefert. Priorität haben bei einer Aktiengesellschaft Gewinne für die Aktionäre! Unsere Krankheit wird zur Ware, der Mensch zum Humanprojekt! Unsere Ärzte zu Erfüllungsgehilfen für Gewinnmaximierung von Kapitalgesellschaften und Kassen umfunktioniert. Wir werden diese Entwicklung nicht akzeptieren und fordern die Bevölkerung zu zivilem Ungehorsam auf! Mischen wir uns ein und sagen gemeinsam NEIN zu der Plünderung von unserem Allgemeingut!

Renate Hartwig / Vorsitzende Bürger-Schulterschluss e. V.


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04.02.2010 um 22:32 Uhr

Die wundersame Geldvermehrung und die verkaufte Republik!

von: renatehartwig   Stichwörter: Bürger, Schulterschluss, ev

 
26.01.2010 | Zur Diskussion gestellt Teil 1 | Renate Hartwig
Die wundersame Geldvermehrung....
....und die verkaufte Republik

Zur Diskussion gestellt:
Die wundersame Geldvermehrung und die verkaufte Republik!
(rh) Januar 2010 Teil 1

Nach der Bundestagswahl, am 27. September 2009, tönte es großspurig aus den FDP Zentralen: Jetzt wird alles besser durch die FDP! Wahlparolen wie: Arbeit muss sich wieder lohnen, Steuererleichterung, eine große Steuerreform, massive Änderungen im Gesundheitswesen, eine neue Bildungspolitik, wurden wiederholt. Guido Westerwelle trat auf als sei er der Retter der Nation. Die FDP feierte euphorisch. Die Partei war auf den Regierungssesseln angekommen, wo sie seit elf Jahren nicht mehr war.

Die großspurigen Wahlversprechen hingen noch wie blaugelbe Luftballone über der BRD, da zeigten sich bereits in den Koalitionsverhandlungen Ecken und Kanten. So mancher Ballon drohte an der Realität zu zerplatzen.

Die Koalitionspartner wussten, keiner kann ohne den anderen regieren. Die Droge Macht begann zu wirken. Auf Gedeih und Verderb musste der Koalitionsvertrag unter Dach und Fach. Dann standen sie da, die Koalitionspartner und verkauften dem hoffenden Wahlvolk, ihre Vereinbahrungen als leuchtenden Stern am dunklen Wirtschaftskrisenhimmel. Schnell wurde jedoch offensichtlich: Dieser Koalitionsvertrag wurde mit heißer Nadel gestrickt!

In Politikerkreisen scheint das BGH-Urteil „Lügen durch Weglassen“ unbekannt zu sein. Geschickte Formulierungen, Halbsätze, bei denen das Wichtige weggelassen wird, gehören zur Standardrhetorik. Genau wie gut inszenierte Empörungen, wenn die Faktenlage das Volk zum Nachdenken bringt! So empörte sich der FDP-Chef Westerwelle über die Diskussionen zu der Millionenspende eines Hotelunternehmens an die FDP. Entrüstet zeigten sich FDP Politiker auf die Frage, ob die Spende in irgendeinem Zusammenhang mit dem Drängen steht, die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf 7 Prozent zu reduzieren! Quer durch die Gesellschaft wunderten sich Menschen, weshalb die Reduzierung der Mehrwertsteuer bei Hotelübernachtungen zur Überwindung der Wirtschaftskrise helfen sollte? Wer bitte kann logisch nachvollziehen, warum die neue Regierung bei ihren Koalitionsverhandlungen ausgerechnet auf Hotelübernachtungen zur Belebung der Wirtschaft setzte?!

Deshalb drehen wir den Spies einmal um. Wem würde nicht warm ums Herz, wenn auf seinem Konto eine großzügige Spende von 1,1 Millionen eingehen würde? An wen würden Sie als höflicher, dankbarer Empfänger solcher Spenden denken, wenn Sie nach dem Geldeingang die Gelegenheit bekämen, sich dankbar zu zeigen? Hand aufs Herz – an wen?

Sie würden sich vielleicht erkenntlich zeigen, aber Sie sind ja auch kein FDP Politiker! Die machen so etwas nicht. Die melden die Spenden korrekt beim Bundestagspräsidenten an und vergessen sofort von wem der wunderbare Geldsegen kam!

Es war die Substantia AG, die zum Imperium des Baron August von Finck gehört, die im Gieskannenprinzip die wundersame Geldvermehrung auf den Konten der FDP und der CSU vollzogen hat. Immerhin gingen 1,1 Mio. binnen eines Jahres an die FDP – 300.000 Euro davon kurz nach der Bundestagswahl. Laut

Süddeutscher Zeitung hat das Hotelimperium auch die CSU mit zwei Großspenden bedacht. Eine kurz vor den Bayerischen Landtagswahlen 2008 über 430.000 Euro und danach eine zweite über 390.000 Euro. Großzügig ist er, der Baron Finck. Allein an die CSU sind seit 1998 immerhin 3,8 Millionen an Spenden von Firmen, die zum Finck-Imperium gehören, zusammen gekommen. Solch großzügige Spenden veranlassen zu mehreren Sichtweisen!

Erstens: Der Baron Finck spendet lieber gezielt an Parteien und schützt einen Teil seiner Milliarden vor den deutschen Steuersätzen, wie seit Jahren, auf dem Schweizer Schloss Weitfelden.

Zweitens: Er spendet aufgrund seiner Liebe zu Farbkompositionen wie blau/gelb oder blau/weiß.

Drittens: Der Milliardär Finck zeigt seine soziale Ader durch Unterstützung von Parteien mit finanziellen Belastungen. So z.B. die FDP, die tief in die Tasche greifen muss, um die 4,3 Millionen Strafe zahlen zu können, die der verstorbene FDP Mann Jürgen W. Möllemann, durch verdeckte Spenden in die Parteikasse verursachte. Zwar klagt die FDP gegen den Bescheid, doch keiner kann ahnen wie das ausgeht. Deshalb sind solche Spendenaufkommen, wie vom Finck Imperium, sicher hilfreich. Der CSU macht ihre Bayerische Landesbank Probleme, vor allem die dabei verpufften Milliarden Steuergelder. Da ist die Freude eine finanzielle Reserve bekommen zu haben nachvollziehbar!

Viertens: Diese Sichtweise höre ich immer öfter. Man gibt und nimmt. Nach diesem Prinzip wären die Hoteliers die Nehmer, nachdem sie vorher die Geber waren! Baron Finck und seine Firmen würden danach mehrfach profitieren, denn Parteispenden sind absetzbar. Weshalb fallen mir da sofort sizilianische Gepflogenheiten ein? Vielleicht weil Zusammenhänge zwischen Spenden und politischen Entscheidungen immer offensichtlicher werden?

Denn immerhin hat die SDP Spenden von der Autoindustrie erhalten und kurz darauf kam in der großen Koalition CDU/CSU/SPD ebenfalls als Starthilfe für die Wirtschaft die Verlängerung der Abwrackprämie.
Keine Partei geht leer aus. Nach der Änderung des Parteiengesetzes werden die Spenden von den Unternehmen nun gestückelt. Auch die CDU kann sich an Spenden erfreuen. So spendet z.B. regelmäßig der Bertelsmannkonzern.

Das kann man auch von einem Konzern erwarten, der sich längst aufgemacht hat, die Republik mit seinen Dienstleistungen und Denkweisen monopolistisch zu überziehen.
Das soziale Mäntelchen der Bertelsmann Stiftung und deren Einfluss auf unsere Volksvertreter muss dringend thematisiert werden!
Auch die Allianz spendet regelmäßig (nicht nur) an die CDU. Irgendwie muss man sich ja dankbar zeigen, nachdem politische Entscheidungen den Versicherungsgesellschaften zur Umsatzsteigerung verhalfen. Die Frage: Ruchbar oder normal ist noch offen.

Die DKV (Deutsche Krankenversicherung) gibt FDP Mitgliedern seit 2003 einen verbilligten Tarif von 5 % für ihre private Krankenversicherung. Weshalb? Die Partei und die DKV schlossen dazu einen Gruppenvertrag. Es riecht verdächtig, wenn nun das Gesundheitssystem im Sinne des Verbandes der privaten Krankenversicherung umgebaut wird und FDP Gesundheitsminister Philipp Rösler einen Vertreter der PKV (private Krankenversicherung) mit Berufserfahrung bei der Rhön Kliniken AG zum Chef seiner Grundsatzabteilung im Ministerium ernennt! Dieses Vorgehen fördert das bestehende „Gschmäckle“ gezielt Klientelpolitik zu betreiben!

Das Kürzel BRD wird immer öfter als „Bananenrepublik Deutschland“ ausgesprochen. Kein Wunder bei den Vorkommnissen auf dem politischen Parkett!
Wir Bürger sollten nach all den Spendenskandalen nicht auf die einzelnen Rechtfertigungen oder Erklärungen der Politiker hören, sondern endlich wach werden und gegen die um sich greifende Volksverdummung aufstehen! Denn ich finde es langt und zwar mehr als genug. Wer reine Klientelpolitik betreibt, ist auf keinen Fall Volksvertreter. Und die großspurigen Aussagen, von wegen die FDP fördert die Bürgerrechte, verblassen innerhalb von Sekunden aufgrund der bestehenden Faktenlage!

Die in Berlin gut etablierte Lobbyistengemeinschaft bezeichnet Spenden „Pflege der politischen Landschaft“. Umweltschutz würde ich dies nicht nennen, sondern gesellschaftspolitische Umweltverschmutzung!

Unsere Bürgerschulterschlussbewegung „Patient informiert sich“ stellt sich aufgrund der aufkommenden Veränderungen im Gesundheitswesen ernsthaft die Frage: Wenn sich herausstellt, dass Hoteliers, die Autoindustrie, die IT Branche, Versicherungen und die Pharmaindustrie über Spenden Vorteile erhoffen können, weshalb sollte es im Bereich der aufkommenden Gesundheitsindustrie nicht so sein?

Renate Hartwig
1. Vorsitzende


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04.02.2010 um 22:25 Uhr

CSU Kreisräte verscherbeln Allgemeingut

von: renatehartwig   Stichwörter: Bürger, Schulterschluss

 
21.01.2010 | Bürger-Schulterschluss e. V./patient-informiert-sich.de | Renate Hartwig
CSU Kreisräte verscherbeln Allgemeingut
Der Verkauf von drei Kliniken in Oberviechtach, Nabburg und Burglengenfeld an Asclepios droht!

Pressemitteilung: 21. Januar 2010
Bürgeraufruf in die Oberpfalz!
Achtung: CSU Kreisräte verscherbeln Allgemeingut!

Der Verkauf von drei Kliniken in Oberviechtach, Nabburg und Burglengenfeld an den Klinikkonzern Asklepios droht!
Unser Bürgerschulterschluss wehrt sich vehement gegen die um sich greifende Privatisierung unseres Gesundheits-wesens. Die Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Regionen erfahren nicht was auf sie zukommt! Mit einem Krankenhausverkauf wird nicht nur unser Allgemeingut (Immobilie, Grund und Boden) verschleudert, sondern auch die Menschen der Region, im Krankheitsfall der Gewinn-maximierung des Klinikkonzerns ausgeliefert! Die Bevöl-kerung wird nicht informiert, wie in privaten Klinikkonzernen der Mensch zum Spekulationsobjekt, seine Krankheit zur Ware und er als Patient in die Wertschöpfungskette des Klinikkonzerns eingereiht wird!

Es bleibt der breiten Öffentlichkeit auch verborgen, was im Zusammenhang mit der Privatisierung passiert: z.B. der gezielte Aufbau von medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und das gezielte Öffnen der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung. Dieses Vorgehen führt rasant zur Wegrationalisierung unserer niedergelassenen Ärzte!

Im November 2009 stoppte ein Bürgerentscheid in Rottal/Inn, mit Unterstützung unserer Bürgerbewegung, den Verkauf von drei Krankenhäusern an die Rhön Kliniken AG. Bei einer Wahlbeteiligung von 53 % stimmten 89 % gegen den Verkauf!

Wie jetzt in den drei Oberpfälzischen Orten waren es in der Region Rottal/Inn, neben der Landrätin, ebenfalls CSU Kreisräte die den Verkauf forcierten.

Die Krankenhausverhandlungen führten in der Oberpfalz MdL Otto Zeitler (CSU) im Auftrag der CSU Kreistagsfraktion. Am 4. Januar 2010 gab es in der CSU Geschäftsstelle in Schwandorf eine Pressekonferenz. Dort erklärte der Kreisvorsitzenden Alexander Flierl (CSU) in Anwesenheit von Staatssekretärin a.D. Marianne Deml (CSU)) und MdL Otto Zeitler: Man habe eine Basis gefunden, die den Prämissen gerecht wird! Das heißt die CSU ist für den Verkauf der Krankenhäuser an den Klinikkonzern Asklepios!

Wir lassen juristisch prüfen, inwieweit der Verkauf von Allgemeingut (Krankenhäuser werden mit Steuermitteln gebaut und saniert) einen Betrug, sowie der Umgang mit Informationen bis zum Verkauf, arglistige Täuschung von uns Bürgern und Steuerzahlern darstellt. Weiter werden wir die Spendenfreudigkeit von Klinikkonzernen an Parteien prüfen lassen! Der Verkauf der Krankenhäuser in der Oberpfalz wird zum Skandal, wenn die aus dem Umfeld von Kreisräten stammenden Informationen umgesetzt werden sollten:
Der Asklepios Konzern soll die Krankenhäuser umsonst bekommen und dazu noch 30 Millionen Euro – die natürlich ebenso – aus Steuermitteln stammen! Vom Bürgerschulterschluss organisierten wir am 7. Juni 2008 und am 13. September 2009 in Kooperation mit dem Bayerischen Hausärzteverband Großveranstaltungen im Olympiastadion München. Die Veranstaltung 2009 unterstützte auch der Bayerische Facharztverband.

Es waren bei den beiden Veranstaltungen im Olympiastadion München über 50 000 Bürger und Bürgerinnen, die gegen den Verkauf unseres Gesundheitswesens an Kapitalgesellschaften und gegen den politisch gewollten Umbau in Richtung Gesundheitsindustrie, demonstrierten.
Aufgrund der rasanten Verkäufe von unseren Krankenhäusern rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, wachsam zu sein. Öffentliche Kreistagssitzungen zu besuchen. Stadt-und Kreisräte über ihre Einstellung zum Verkauf von Krankenhäuser zu befragen. Monatliche Bürgertreffs zu organisieren, an denen die gesellschaftliche Folgen des Umbaus unseres Gesundheitswesens, zur Gesundheitsindustrie thematisiert wird. Den Schulterschluss mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort zu schließen. Warten Sie nicht, bis ein paar Kreisräte in Hinterzimmern bei verschlossenen Türen Mehrheiten zum Verkauf der Krankenhäuser gefunden haben. Mischen Sie sich ein, denn Einmischen ist Bürgerpflicht!

Renate Hartwig
1. Vorsitzende Bürger-Schulterschluss e.V.
Patient-informiert-sich.de


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06.11.2009 um 15:13 Uhr

Einmischen als Bürgerpflicht wahrnehmen!

Einmischen als Bürgerpflicht wahrnehmen!

An der Uni in Gießen findet am 25. November ein Medizin-ethisches Podium mit interessanter Besetzung statt.
 
Für Ärzte gibt es sogar 3 Weiterbildungspunkte!
 
Die Unikliniken Gießen und Marburg sind im Besitz der Rhön Kliniken AG und eines der Fallbeispiele wie Privatisierung mit politischer Unterstützung funktioniert. Aber auch wie wir nicht nur als Kassenbeitrags- und Steuerzahler übergangen werden, sondern welche Folgen auf uns und unsere niedergelassen Ärzte durch die Expansion von Gesundheitskonzernen zukommen.
 
Hier finden Sie die Einladung für die Veranstaltung "Das Geschäft mit der Gesundheit" am Mittwoch 25.November 2009 19 Uhr 30 Hörsaale der Anatomie 35392 Gießen:
 
Einladung öffnen

Ihre Renate Hartwig

Meine Artikel und Videos dürfen ganz oder auszugsweise
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06.11.2009 um 15:01 Uhr

An alle ... die wach sind und die, die geweckt werden wollen!

 

An alle ... die wach sind und die, die geweckt werden wollen!

Schauen wir als Mutmacher auf unsere diesjährige Bürgerprotestolympiade! All denen die sagen und gesagt haben, es geht nicht – sage ich, es geht doch!
 
Plan b ist bei uns aus der Schublade, denn in Berlin, wo jetzt nach der Wahl über unsere weitere Gesundheitsversorgung entschieden wird, fragen sie uns nicht. Das Spiel nach Macht und Positionen ist in vollem Gange.
 
Und was da durchsickert klingt nicht nach einer Entscheidung für ein gerechtes Gesundheitswesen, erst recht nicht nach dem Schwerpunkt Mensch und Medizin! Es klingt nach Deal, nach Vergessen was vor der Wahl gesagt wurde. Die Ausrede „wir wollten ja, aber die Wirtschaftskrise zwang uns zu anderen Entscheidungen“ habe ich ja bereits vorausgesagt.
 
Oktober 2009 heißt: Die Investoren stehen in den Startlöchern und reiben sich die Hände. Die Koalitionsverhandlungen laufen voll nach ihren Vorstellungen. Aktiengesellschaften buhlen um den Gesundheitsmarkt, sie sprechen nicht von Krise, sondern das Wort Aufschwung steht an erster Stelle. Der Aufkauf von Kreiskrankenhäusern steht an. Die Expansion von medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in den Händen von Kapitalgesellschaften blüht. Aktionäre die sich Gewinne ausrechnen investieren.
 
Aber was sich da zusammenbraut geht nicht mit uns. Bitte schauen Sie sich die Kurzfassung vom 13.9.2009 im Olympiastadion an. Und machen Sie sich fit, in dem Sie sich informieren und positionieren. Es geht weiter. Für alle informierten Bürgerpatienten und deren Ärzte war das Olympiastadion Sept. 2009 lediglich ein Trainingstag….wetten dass? 

http://www.youtube.com/watch?v=B_8__ogbgSs

Renate Hartwig

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16.09.2009 um 22:33 Uhr

Vielen Dank...

Vielen Dank... 
 
 ...an die 22 000 Mitbürger- und Bürgerinnen, die am Sonntag den 13.9.2009 bei der Bürgerprotestolympiade teilgenommen haben.
 
Danke für die Hunderte von Mails, Faxe und Briefe die mir seit Sonntag begeistert schreiben. Ich nehme sie als Motivation zum Weitermachen!
 
Nur wenn wir uns im Bürgerschulterschluss zusammen gegen den steigenden Einfluss von Kapitalgesellschaften im Gesundheitswesen wehren, haben wir eine Chance den Wahnsinn zu stoppen!
 
Milliardenschwere Kapitalgesellschaften stehen bereit unser Gesundheitswesen für ihre Gewinnmaximierung anzuzapfen! Auf der Strecke bleiben wir alle.
 
Weil die freien Arztpraxen dieser Entwicklung im Weg stehen, werden die Ärzte immer mehr diffamiert, um sie so zum Abschuss frei zu geben. Denn einen angeschossenen Hund schießt man leichter ab!
 
Unsere gemeinsame Bürgerprotestolympiade darf keine Eintagsfliege bleiben. Deshalb gibt es nun Autoaufkleber damit sichtbar bleibt wir sind VIELE, wir solidarisieren uns und wir werden keine Gesundheitskonzerne akzeptieren!
 
Lesen Sie hier weiter…

11.09.2009 um 12:55 Uhr

Unser Gesundheitswesen auf dem Weg zur Industrialisierung!

Unser Gesundheitswesen auf dem Weg zur Industrialisierung!

11. September 2009

Es geht nun auch im Gesundheitswesen um Gewinn und Verlust, anstatt um Mensch und Medizin! Die wohnortnahe Versorgung von kranken Menschen durch freie niedergelassene Ärzte wird durch Bürokratisierung und finanziellen Druck zunehmend gefährdet. Arztsitze werden von Investoren aufgekauft und so genannte MVZ (Medizinische Versorgungszentren) eingerichtet. Es sind Investoren die aus dem Gesundheitsmarkt Kapital schlagen. Der erste Schritt zum Verkauf unseres Gesundheitswesens wird über Klinikübernahmen an Kapitalgesellschaften lanciert. Die Rhön AG hat ihre Wachstumspläne bereits konkretisiert und spricht offen von dem Ziel die ambulanten Versorgung zu übernehmen. Als Patient werden wir dann wohl Ärzten gegenübersitzen die sich mehr für die Profitinteressen der Investoren interessieren müssen, als für uns als Patient. So wird dann Gesundheit zur Ware, der kranke Mensch zum Wertschöpfungsobjekt. Auf dem Weg zur Vermarktung des Gesundheitswesens fürchten Politiker, Lobbyisten und das Management der Investoren nichts mehr als einen Schulterschluss von informierten Bürgern. Gezielte Desinformationen prägen die öffentlichen Medien und Meinungen, über die Ziele der Gesundheitsindustrie, die eigentliche Sachlage bleibt bewusst ungeklärt.

Das große Erwachen kommt nach der Wahl, wenn alle wieder in ihren sicheren Sesseln sitzen…..! Deshalb lassen Sie uns ZUSAMMENSTEHEN und sagen Sie JA zum Bürgerschulterschluss. Übernehmen Sie die Verantwortung für sich, für ihre Kinder und Enkel und zeigen SIE Zivilcourage! Vergessen Sie nie: Wir müssen nicht aufstehen sondern wir KÖNNEN aufstehen und unser NEIN zu dieser Entwicklung sagen. Nutzen wir die Freiheit in dem wir es gemeinsam tun! Nur weil wir diese Freiheit nicht nutzen, sind solche Fehlentwicklungen wie im Gesundheitswesen möglich. Nach dem Motto der Kapitalgesellschaften (genau wie die Banken) ist doch egal, es steht doch keiner auf, also machen wir was wir wollen! Morgen um 13 Uhr im Olympiastadion KÖNNEN wir demonstrieren, wir lassen das, was mit uns im Gesundheitswesen geplant ist nicht zu! Ich zähl auf Sie, weil Sie nicht warten bis es zu spät ist und wissen es geht den Wahnsinn zu stoppen – wir müssen es nur tun!!!

Ihre Renate Hartwig

http://patient-informiert-sich.de/olympiastadion/

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10.09.2009 um 12:53 Uhr

Der Deal mit den Daten

Der Deal mit den Daten

10. September 2009

Die Politiker schreien: „Die Gesundheitskarte kommt. Todsicher!“ Ich sage: „Und sie kommt nicht. Kein Patient wird sich das gefallen lassen!“ Patienten brauchen nur ein bisschen ungefilterte Information – und sie werden die Gesundheitskarte als das durchschauen, was sie ist:

Die E-Card ist das Instrument der individualisierten Machtübernahme über den Patienten durch die Möglichkeit zum universalen Abgriff aller seiner relevanten Daten.

Nichts ist in der IT-Gesellschaft kostbarer als Daten. Daten sind das Gold der technisierten Welt. Wer die Daten besitzt, kann alles machen. Kein Investor muss mehr Autofabriken kaufen – das ist Business von gestern. Er braucht nur Daten und Lizenzen, dann laufen irgendwo die Teile vom Band. Wenn der Patient die Ware ist, die gehandelt wird – soviel dürfte klar sein – dann interessiert internationale Investoren nur eines: Daten, Daten, Daten! Wer die Daten hat, hat die Macht. Um das geht es - den Deal mit den Daten. Nur darum.

Zeigen wir im Schulterschluss am kommenden Sonntag den 13.9.2009, dass wir weder uns noch unsere Daten verkaufen lassen.

Ihre Renate Hartwig

http://patient-informiert-sich.de/olympiastadion/

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