Aus dem Leben einer Risi

07.05.2012 um 21:55 Uhr

Irgendwo dazwischen

Hach, heute habe ich mal wieder das Bedürfnis zu Schreiben.

Dabei geht es dieses Mal gar nicht um mich. Es geht um eine sehr, sehr gute Freundin. Und ich habe das Gefühl, dass sie im Moment irgendwo dazwischen steht. Zwischen Hingabe und Rückzug. Ich würde ihr zu gern zusprechen, dass sie sich auf ihn einlassen soll. Dass es ein Versuch wert ist.. aber so.. so wie ich sie heute gesehen habe, habe ich sie noch nie gesehen. 

Meine Freundin, nennen wir sie der Einfachheit halber Lili, ist eine sehr offene, fröhliche und ganz zauberhafte Person. Sie bringt einen immer zum Lachen. Und sie hat hat es definitiv nicht verdient ihr Lachen nicht richtig ausleben zu können. 

Ich frage mich nur, wie ich ihr am Besten helfen kann. Natürlich ist Ablenkung ein Anfang. Aber zugleich wird diese nicht immer halten... Irgendwie schleichen sich besonders gern Abends vor dem zu Bett gehen doch solche Gedanken ein.. Und nur all zu gern würde ich ihr diesen ganzen Gedankenwulst abnehmen, den sie sich um diesen Typen macht. Ich würde ihn dezent in den Mülleimer verfrachten. Da, wo solche miesen Kerle auch hingehören. 

Und wenn ich ihn erstmal in die Finger bekomme, dann soll er sich in Acht nehmen. Dann kommt Super-Risi und schlägt in k.o. Ha! 

 

Ich hopps jetzt also in mein Heldenkostüm und schreib ihr ein paar aufbauende Worte. Denn das Gute siegt immer. Tschakka!

 

risi

29.04.2012 um 20:25 Uhr

Und ich bin immer noch hier..

Musik: Ohrbooten ~ Man lebt nur einmal

Ha, endlich schaffe ich es, mich mal wieder vor die Tasten zu hocken und ein paar Erinnerungen hoch zu laden. Ich hatte eine klasse Woche - kein Wunder, bei diesem wunderbaren Wetter. Jeder Sonnenstrahl kitzelt mein Gemüt und zaubert mir ein Lächeln auf's Gesicht. So wie es jetzt ist, könnte es gern bleiben. Nicht zu knallig, sondern angenehm warm mit einem zarten Windhauch ab und zu, der meine Haut streichelt.

Am Freitag haben wir sogar angegrillt. Mhmmh... und es war so lecker! Im Sommer gibt es ohnehin viel zu schöne Sachen zu Essen. Selbst das Eis schmeckt dann noch viel besser. Ist zwar nicht so glücklich für die Bikinifigur, aber ich werde wohl diese Woche wohl sowieso ein wenig Sport treiben müssen. Am nächsten Wochenende soll nämlich der nächste Schritt für die Sommersaison eingeleitet werden und der verlangt ein flacheres Bäuchlein. 

Und endlich hat sich mein Warten auch eingestellt. Phew. Ich fühle mich also freier, sorgloser denn je. 

 

risi

 

 

23.04.2012 um 14:38 Uhr

Warten

Warten, warten, warten. Wie ich das hasse! Ich bin kein sehr geduldiger Mensch. Wenn ich etwas wirklich wissen, oder haben will, dann muss das am besten sofort sein. Schlimm ist es für mich, wenn ich es nicht im Geringsten beeinflussen kann. Dann bin ich für alle anderen Aktivitäten wie gelähmt und nur mit dem Warten beschäftigt. Schließlich könnt in dem Moment während ich etwas anderes mache, genau das eintreffen was ich will. Nervig ist sowas.

Das dumme ist, dass ich nicht nur im Warten, sondern auch im Ablenken relativ schlecht bin. Aber wenigstens kann ich mich ganz gut ablenken lassen – von meinen Freunden. Zwar rede ich dann auch mal ganz gerne über das worauf ich warte, was mich leicht aufbrausend werden lässt, aber es ist immerhin weniger lästig als ständig auf die Uhr zu gucken oder seine Mails zu checken.

Hm.. und dann frage ich mich manchmal: Ist es das denn Wert so.. so sehnsüchtig zu warten? Eine Steigerung von Warten ist nämlich das Warten auf etwas Unerwartetes. Klingt ziemlich konfus. Eigentlich meine ich damit nur, dass ich auf etwas warte, von dem ich nicht weiß was es ist. Aber ich weiß, dass es kommen wird. Und wenn ich, so wie jetzt, auf etwas Unerwartetes warte, dann kann ich mich nicht mal darauf freuen – eben weil ich nicht weiß, worum es sich handelt. Das wiederum klingt doch ziemlich logisch.

Und manchmal wünschte ich, dass ich dann zurückschlagen könnte, mit dem Warten-Lassen. Aber irgendwie klappt das immer nicht. Hmpf.

Ein wartendes, gefrustetes risi

 

22.04.2012 um 21:48 Uhr

Muckelig

Irgendwie weiß ich heute nicht richtig, womit ich anfangen soll. Da sind zu viele Gedanken, die sich gegenseitig wegdrängeln. Und keiner passt richtig.

Aber vielleicht sollte ich einfach etwas Schönes schreiben, über gestern beispielsweise. Gestern war einer dieser Abende, die ich in Dauerschleife erleben könnte und die ich hier nieder kritzel, um sie immer bei mir zu haben.. Den gestrigen Abend habe ich mit ein paar ganz besonderen Menschen verbringen dürfen. Und mit ihnen ist es einfach immer so..so herzig-warm, locker und .. muckelig. Ich weiß, dass ich mit ihnen über alles reden kann, dass ich genau das sagen kann, was gerade in meinem Köpfchen vorgeht, ohne vorher irgendwas (aus)zusortieren. Und das ist ist ein wahnsinnges Gefühl.. ich bin dann so zufrieden, mit mir und der Welt. 

Und dafür danke ich ihnen. An dieser Stelle. Und jeden Tag, insgeheim.

Ich liebe sie, meine Freunde - meine kleine Familie. 

risi

 

 

21.04.2012 um 15:05 Uhr

Über den Versuch alles richtig zu machen

Musik: Wolfgang Müller

Eigentlich müsste ich gerade ein paar Aufgaben für die Uni erledigen sowie das Bad und die Küche sauber machen. In wenigen Stunden kommen ein paar Freunde und wir wollen zusammen kochen. Kochbar sieht es hier allerdings noch nicht aus. Aber ich denke, das schaffe ich noch.

Stattdessen frage ich mich, ob ich in der letzten Zeit alles richtig gemacht habe. Oder anders, ich frage mich, ob man überhaupt alles richtig machen kann. Geht das denn? Oder muss ich mir dazu eine Zeitmaschine basteln? Eine Projektion von mir erschaffen? Dann könnte ich quasi überall sein und so manches erledigen, entdecken - was ich bisher noch nicht geschafft habe. Auch diese Woche ist mir wieder aufgefallen, dass ich viel zu selten auf Entdeckungsreise gehe. Zu schnell entwerfe ich ein (Vor)-Urteil.... Doch bevor ich das bemerkt habe, fühlt sich meine Einstellung "richtig" an. Woher kann ich also wissen, was richtig und was falsch ist?

Richtig und Falsch.. das klingt wie Schwarz oder Weiß... und darüber hinaus scheine ich vergessen zu haben, dass es noch tausende andere Farben gibt. Natürlich gibt es immer wieder Menschen oder Dinge, die man auf den ersten Blick hin nicht sonderlich sympathisch findet. Aber wer einen zweiten Blick, einen zweiten Blickwinkel riskiert, der hat eventuell eine neue Farbe für sein eigenes Lebensbild gefunden. Beim näheren hinsehen kommt es nämlich nicht drauauf an alles richtig zu machen, sondern alles immer wieder auszuprobieren. Danach kann man immer noch sagen, dass es einem nicht schmeckt. 

Vielleicht ist es mit manchem Menschen bei mir wie mit Oliven. Prinzipiell mag ich sie eigentlich nicht sonderlich (die Oliven). Vor zwei Jahren war ich allerdings in einem Dunkelrestaurant.. in dem man, wie es der Name schon vermuten lässt, absolut nichts sieht. Ich hatte das Überraschungsmenü gewählt und konnte zuvor angeben, welche Speisen ich absolut nicht mag. Dabei hatte ich allerdings vergessen zu sagen, dass ich diese kleinen runden Dinger nicht esse. Die Vorspeise des Überraschungsmenüs war frisches Brot mit einem Dip, in den ich zuerst - typisch risi - mit der Hand hinein ditschte und dann mit dem Brot. Der Dip schmeckte ziemlich mediteran. Wirklich lecker. Allerdings konnte ich nicht ausmachen, was für Kräuter darin waren. Als die Kellnerin dann das Lösung zu dem mir unbekannten, guten Geschmack verriet, traute ich meinen Ohren kaum: Es war ein Oliven-Sauce.

Was ich mit dieser kleinen Anekdote aus meinem Leben sagen möchte ist, dass man vielleicht häufiger die Augen schließen sollte.

Denn auch der Fuchs beim kleinen Prinzen wusste bereits:

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

Antoine de Saint-Exupery

 

 risi