Der Verliebtheits-Test
Dieser Verliebtheits-Test (Dankenderweise gefunden bei Anna Kurz ) lässt mir keine Ruhe... Natürlich weiß ich, dass dieser Test von einer schwer pubertierenden 14-jährigen erstellt wurde, die seit zwei Jahren heimlich in Mark, zwei Klassen über ihr, verliebt ist. Und natürlich würde - nennen wir sie mal Susi - mit Freuden für Mark sterben bzw. ihn hingebungsvoll pflegen, sollte er eines Tages im Rollstuhl sitzen. Das alles in der Hoffnung, er würde sie so endlich BEMERKEN. Aber trotzdem... da waren Fragen dabei... Ich habe zwar das Ergebnis bekommen, ich wäre tatsächlich verliebt in meinen Garfield, aber ich habe so viele Fragen nicht wirklich beantworten können...
1. "Haben Sie ein Kribbeln im Bauch, wenn Sie an diese Person denken?"
Schon, zumindest wenn er gerade nicht da ist. Aber ich habe sehr oft Kribbeln im Bauch: Vor Prüfungen, vor wichtigen Telefonaten, Bewerbungsgesprächen, Arztterminen, Treffen mit Menschen, die mir wichtig sind... Also: ja.
2. "Fühlen Sie sich überwältigt, wenn Sie an diese Person denken?"
Ich versteh' die Frage nicht, ganz ehrlich. Inwiefern überwältigt??? Also eher: nein
3. "Bleibt Ihnen die Luft weg, wenn diese Person Sie anlächelt?"
Äh... nein.
4. "Die Person spricht Sie an. Haben Sie weiche Knie und Herzklopfen?"
Nö. Es sei denn, er beginnt mit, "Wir müssen reden...". Dann werden meine Knie schon weich und mein Herz trommelt.
5. "Könnten Sie sich ernsthaft vorstellen, für diese Person zu sterben, wenn es das Leben dieser Person retten könnte?"
Was für eine pathetische Frage! Wieso sollte ich für jemanden sterben? Ich liebe mein Leben und darin gibt es neben Garfield noch 'ne Menge mehr tolle Sachen. Diese Frage ist wohl typisch "pubertierendes Mädchen"... Empfindet man diese Art von Liebe nicht nur für seine Kinder? Hat irgendjemand diese Frage mit ja beantwortet? Ich sage ganz klar: nein.
6. "Verbinden Sie Ihre Gefühle zu dieser Person mit Harmonie, Zufriedenheit, Geborgenheit und Musik?"
Ja, schon. Geborgenheit auf jeden Fall, Harmonie und Zufriedenheit auch. Warum Musik? Wow, Frage Nr. 6 und ich habe erst mein zweites ja...
7. "Wünschen Sie sich manchmal, diese Person würde Sie einfach nur in ihren Armen halten?"
Sicher. Weil sich das toll anfühlt. Zum Glück macht er das ganz oft. Also wieder: ja!
8. "Haben Sie manchmal Liebeskummer wegen dieser Person und fürchten, diese Person zu verlieren, bevor Sie sie erobert haben?"
Hmm... diese Frage trifft in unserem Fall wohl nicht zu. Immerhin habe ich Garfield schon erobert. Und er mich. Insofern... Aber klar, Ängste habe ich schon manchmal. Also ein halbes ja.
9. "Fühlen Sie sich in der Nähe dieser Person wohl?"
Definitiv! Sauwohl! So wohl, dass ich vor ihm Schlammmasken auftrage oder meine Augenbrauen zupfe. Das will schon was heißen!
10. "Sie hören schöne Musik und ruhen sich aus. Dabei denken Sie an diese Person. Fühlen sie sich glücklich?"
Naja... ich würde ihn wohl eher vermissen und wäre also definitiv nicht glücklich. Da es aber eher um die Sache an sich geht, ob man sich bei dem Gedanken an die Person glücklich fühlt, antworte ich mal mit: ja.
11."Könnten Sie sich eine gemeinsame Zukunft mit dieser Person vorstellen (eine Hochzeit)?"
Kommt immer öfter vor... Ja.
12. "Durch einen Unfall wird diese Person querschnittsgelähmt und muss ihr Leben lang in einem Rollstuhl sitzen. Können Sie sich immer noch vorstellen, diese Person zu heiraten?"
Meine Lieblingsfrage! Rollstuhl... ok. Ist ja nicht sooo schlimm, man kann auch im Rollstuhl relativ selbständig sein. Aber halt! Heißt querschnittsgelähmt nicht auch impotent? Und da komme ich ins Straucheln... So eine 14-jährige, die denkt vielleicht noch rein und unschuldig, aber könnte ich auf Sex verzichten? Ja, es gibt andere Arten, aber trotzdem. Sex ist ein wichtiger Bestandteil unserer Beziehung! Dass er so fantastisch ist, so viel besser als mit jedem vorherigen Mann, macht mich unheimlich glücklich und zufrieden. Ich habe Garfield schon oft vorgeschlagen, ihm einen Pokal zu schenken mit dem Schriftzug "Sexgott" oder wahlweise "Der Welt bester Stecher". Er will lieber so einen Teller, den er sich dann ins Büro hängen kann... Irgendwann bekommt er das wirklich
Aber zurück zur Frage: Ich würde Garfield nicht deswegen verlassen, also antworte ich mal mit: ja.
13. "Kennen Sie diese Person persönlich?/Zählt für Sie das Innere dieser Person mehr, als das Äußere?"
Hmm, spielt man hier auf die Schwärmerei für die Mitglieder diverser Boybands an? Natürlich kenne ich den Herrn persönlich! Und klar zählen die inneren Werte, sonst wären wir nicht zusammen!
14. "Haben Sie sich schon mal mit dieser Person unterhalten oder wünschen Sie es sehnlichst einmal zu tun?"
Sicher. Ständig. Diese Frage betrifft uns auch nicht wirklich...
15. "Würden Sie dieser Person blind vertrauen, in allen Lebenslagen?"
Naja... mit Ausnahme von modischen und kosmetischen Fragen denke ich schon.
Fertig. Ergebnis: "Sie schweben auf Wolke 7 und sind richtig verliebt in diese Person! Die Chancen, dass aus diesem Verliebtsein echte, wahre Liebe wird, sind groß! Diese Person bedeutet Ihnen sehr viel. Sie haben 11 Punkte von 15 Fragen. Sie sind zu 27 % rein!"
Was sagt mir das jetzt? Immerhin habe ich mir fast die Hälfte der Punkte durch Fragen erschummelt, die eigentlich nicht auf mich zutreffen und deren Antwort dadurch auf der Hand liegt. Klar zweifel ich nicht daran, dass ich Garfield liebe, aber hat diese Liebe vielleicht schon diese Naivität, diesen Zauber der Pubertät verloren? Ist das schlimm? Vor allem diese Sache mit dem füreinander sterben macht mir doch Sorgen. Immerhin wird einem in Büchern, Filmen etc. ständig erzählt, dass man bei richtiger, echter, großer Liebe mit Vergnügen sein Leben für den anderen gibt. Ist das nur übertriebener Hollywoodschmalz? Oder bin ich einfach nur unnormal, wenn ich bei dieser Frage eiskalt "nein" sage? Mensch Anna, da hast du aber was losgetreten!
Ja, "Sippe" trifft es. Ich lese gerade wieder Isabel Allende und muss bei der Beschreibung ihrer Familie sehr an meine eigene denken, denn auch ich lebe in einer Art Clan. Meine Mutter hat neun Geschwister, von denen zwar einer schon verstorben ist, die anderen acht dafür in unmittelbarer Nähe wohnen. Ich habe also mütterlicherseits acht Onkel und neun Tanten, zwei Großtanten und eine Großcousine mit Mann, Kindern und Enkeln. Und das sind nur die, zu denen regelmäßiger Kontakt besteht. Die alle haben natürlich Kinder, also habe ich von der Seite sechs Cousins und acht Cousinen. Einige von denen haben schon eigene Kinder. Natürlich wohnen einige inzwischen weit weg, aber es gibt einen "harten Kern" von etwa 20 Familienmitgliedern die irgendwie ständig aufeinanderhocken. Da wird jede Gelegenheit zum Feiern genutzt: die noch so unbedeutendsten Geburtstage, Angrillen, Abgrillen, das neue Auto, Umzug oder einfach nur mal so. Richtig allein bin ich also nie, und auf die Familie kann man sich sowieso immer verlassen. Diesem Clan musste sich Garfield nun also Sonntag stellen. Aber der Reihe nach...
), wir hatten einen richtig schönen Tag. Freitag waren wir dann in der Stadt, denn ich wollte Garfield unbedingt mal einkleiden. Mit seiner Garderobe bin ich nicht so wirklich einverstanden, seine Klamotten lassen sehr oft sehr zu wünschen übrig. Er hat ein paar schöne Sachen, aber die kann man an einer Hand abzählen. Also habe ich ihn in die Herrenabteilung des Kaufhauses geschleppt und tausend Shirts für ihn zusammengesucht. Dann verschwanden wir zusammen in der Kabine... Man, man, ich kann verstehen, warum Menschen in Umkleidekabinen Sex haben... das hat schon was... Wir haben uns aber beherrscht und nur T-Shirts probiert. Fazit: Garfield mag keine Farben, schwarz steht ihm auch am besten. Dunkelblau ist auch gut, allerdings passt das nicht zu seinen immer schwarzen Jeans. Letztendlich hat er ein schwarzes Polo gekauft, was er dann gleich am Wochenende anhatte. Er sah seeeehr gut aus! Tja, mein Geschmack... Ich fand es aber richtig toll, dass er auf mich gehört hat, zumindest teilweise. Er ist kompromissbereit, jawoll. Das finde ich gut. Richtig gut. Danach waren wir noch bei H+M, wo ich zwei Blusen gekauft habe. Er war auch ein guter Berater. Ja, wir sind ein gutes Team. Dann haben wir noch ein bißchen Sightseeing gemacht, waren einkaufen und haben dann zusammen gekocht und einen Film geguckt. Ein richtig schöner Tag eben.