Mission Prinz

05.03.2010 um 11:33 Uhr

Männer...

Vor Jahren haben wir dieses Buch mit den schlecht parkenden Frauen und den nicht zuhörenden Männern gelesen. Wir, das ist meine Familie. Da war so ein Test drin: Wie männlich bzw. weiblich bin ich. Wir alle machten diesen Test und das Ergebnis überraschte niemanden: Meine Mama und ich sind typische Frauen, meine Schwester hat viel von einem Mann abbekommen. Bisher dachte ich immer, das äußert sich in erster Linie im Geist. Sie ist gut in Naturwissenschaften etc. Jetzt erkenne ich aber weitere Parallelen zur Männerwelt:

Meine Schwester kocht gern. Das ist schön. Leider hat sie's aber nicht so mit der Ordnung, was weniger schön ist. Vor allem, da sie die Küche jedesmal in ein Schlachtfeld verwandelt, selbst wenn sie nur eine Kleinigkeit kocht. Dann von ihr zu verlangen, dass sie den Dreck beseitigt, ist kleinlich. Man soll schließlich dankbar sein, dass sie einem sowas leckeres gekocht hat. Deshalb verdrehen meine Mutter und ich unisono die Augen, wenn mein Schwesterlein ankündigt, etwas zu zaubern.

Gestern abend hat sich hier jemand spontan Pudding gekocht. Nein, nicht meine Schwester. Aber das Ergebnis war ähnlich. Das habe ich dem Jemand auch schon mehrmals gesagt. Scheint so ein Männerding zu sein: Minimaler Input, maximaler Output. Oder: wenig Aufwand, aber sehr viel Dreck. "Wo gehobelt wird, da fallen Späne", meint der Jemand dann immer. Ich habe eben den Herd geschrubbt. Und ich sag' noch: "Pass' auf mit dem Zucker auf dem Herd..."