Das Wochenende...
... war herrlich.
Samstag wollten wir baden gehen, also suchte ich Freitag nach einem schönen See. Es ist ja nicht so, dass wir keinen in der Nähe hätten, aber da will Garfield nicht hin.
*Sidekick*
Es gibt in der Nähe mehrere Seen, die auch immer gut besucht sind. Letzten Sommer war Garfield einmal dort und fand's auch nicht schlecht. Kurz danach googelte ich die Seen mal und fand folgende Info: Nach Regen wird wegen Fäkaleinschwemmungen dazu geraten, drei Tage lang nicht zu baden. Nachdem ich Garfield dies vorgelesen hatte, waren diese Gewässer für ihn gestorben. Egal, ob's gerade geregnet hat oder nicht.
*Sidekick Ende*
Als Garfield von der Arbeit nach Hause kam, überraschte er mich mit der Ankündigung, er würde gern mal wieder nackisch baden gehen. Haben wir ja letztes Jahr an der Ostsee einmal gemacht, das fand er wohl toll. Ich bezweifelte, dass es ihr viele FKK-Strände gibt, guckte aber trotzdem. Garfield hatte schon einen im Kopf, allerdings gibt es dort gerade Blaualgen. Schade, der See scheint wirklich schön zu sein. Hoffentlich sind die Algen bald weg. Jedenfalls entschieden wir uns dann für einen etwas kleineren See westlich von München, wo es auch einen FKK-Bereich geben sollte.
Samstag Mittag machten wir uns auf den Weg - bewaffnet mit viel Wasser, einem Kilo Kirschen und Milchbrötchen. Nach einer guten Stunde erreichten wir unser Ziel und fanden... einen vollen Parkplatz. Die Suche nach einer alternativen Abstellmöglichkeit scheiterte, also kreierten wir spontan einen Plan B: Wir fahren die 15 Kilometer weiter bis zum Ammersee.
Dort gab es genug Parkplätze, aber leider keinen richtigen Strand. Immer nur so Liegewiesen und zwischen den Büschen Wege in den See. Ich war nicht begeistert, aber wir hatten ja keine Wahl. Die Suche nach einem Lagerplatz gestaltete sich schwierig. Der von uns anvisierte Steg sah sehr einladend aus, aber dort lagerten bereits viele Leute. Auf der Wiese hielt man es wegen der Mücken nicht aus. Wir suchten uns also ein Plätzchen neben dem Steg und hofften inständig, dass einige Leute pünktlich zum Fußballspiel aufbrechen würden. Der Plan ging auf, ab kurz vor vier wurde es auf "unserem" Steg sehr ruhig. Wir konnten uns einen schönen Eckplatz erobern und waren zufrieden. (Vor allem, weil die Mücken nicht bis dorthin kamen.)
Schräg gegenüber am anderen Ufer befand sich der Biergarten, wo offensichtlich Public Viewing angeboten wurde. So bekamen wir alles vom Spiel mit, denn der Jubel war ja nicht zu überhören.
Mit uns auf dem Steg lagerten ein paar Mädels mit Hund, sowie eine Frau mit Tochter und deren Freundin. Die Frau nervte mich irgendwie, weil sie die meiste Zeit telefonierte. Die Kinder vergnügten sich im Wasser, Mutti lag auf ihrem Handtuch und war nur mit ihrem Handy beschäftigt. Echt jetzt, das ist doch nicht entspannend! Wie soll man denn abschalten, wenn man ständig den Drang verspürt, irgendjemanden anzurufen oder wenigstens eine SMS zu schreiben? Ne, echt, manchmal finde ich Handys ganz schön blöd. Zumal die Tochter sich so sehr wünschte, dass ihre Mutter auch mal mit ins Wasser kam.
Richtig toll fand ich den bereits erwähnten Hund. Ein total lässiges, liebes Weibchen. Irgendeine Mischung Richtung struppiger Labrador. Die Mädels brauchten die Hündin gar nicht groß zu beachten, denn die kam gar nicht auf die Idee, abzuhauen. Sie paddelte im Wasser rum, schnupperte hier und da, guckte sich die Leute an und entfernte sich dabei nie weiter als fünf Meter vom Steg. Toller Hund! Dabei kam sie einem auch nicht zu nahe und bettelte auch nicht, als wir unsere Brötchen aßen.
Irgendwann watete neben dem Steg eine einzelne Dame ins Wasser. Hundi war sofort interessiert und watete auf die Frau zu, die Mädels bekamen nix mit. Ich sah der Dame am Gesicht an, dass sie gleich was sagen würde. Sie schaute auf den Hund, dann suchend zum Steg, wo sich niemand rührte. Schließlich blökte sie los: "Ist das Ihr Hund? Rufen Sie den sofort zurück! Sie wissen genau, dass das verboten ist! Ich rufe sonst die Polizei!" Leicht übertrieben, die Reaktion, obwohl die Dame natürlich Recht hatte. Es ist tatsächlich verboten, wie wir auf einem Schild später lasen. Aber da war kaum ein Mensch und der Hund hat niemanden belästigt, wozu also die Aufregung? Wahrscheinlich hatte die Frau Angst vor Hunden oder konnte diesen Hund einfach nicht einschätzen. Sie watete vorsichtig auf den spitzen Steinen voran, wahrscheinlich eh' schon unsicher, und dann kam dieser große Hund auf sie zu, von dem sie nicht wusste, ob er freundlich oder aggressiv gestimmt ist. Da kann man schonmal austicken vor Schreck. Peinlich war nur, dass die Dame einen ostdeutschen Dialekt hatte. DAS fiel Garfield natürlich sofort auf!
Wenig später erlebten wir noch einen anderen Hund - das komplette Gegenteil! Nach dem Fußballspiel stieß eine Familie zu uns: Mutti, drei oder vier Kinder plus Hund. Ein Jagdhund. Nebenbei bekam ich schon vor dem ins Wasser gehen mit, dass Mutti irgendwas erzählte von wegen, der Hund hätte Angst im Wasser und jemand müsste bei ihm bleiben. Dabei wurde das Tier natürlich ständig betüddelt. Die Kinder gingen ins Wasser, Mutti hinterher. Unten an der Treppe blieb sie stehen und begann, den Hund ebenfalls ins Wasser zu locken. Der zögerte erst, sprang dann aber todesmutig in... Muttis Arme. Dort blieb er dann auch. Mutti ließ das Tier nicht mehr los und trug ihn quasi durch's Wasser. Bei den Kindern angekommen durfte Hundi dann mal zwei Meter schwimmen, bevor der nächste in trug. Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Keine fünf Minuten und es wurde entschieden: Der Hund hat genug. Also wieder raus mit ihm. Zitternd saß er dann auf dem Steg und schaute sehnsüchtig zu seiner Familie. Natürlich zitterte der arme Kerl nicht vor Kälte, sondern weil er total nervös war. Eine Minute später sprang er ins Wasser und schwamm ganz ruhig und entspannt zu seiner Familie. Dort angekommen wurde er natürlich sofort wieder getragen, und zwar zurück zum Steg. Ich fasste es nicht! Der kleine Kerl war doch völlig freiwillig schwimmen gegangen und es hatte ihm offensichtlich Spaß gemacht! Trotzdem gönnte man ihm das Vergnügen nicht. Die große Tochter nahm Hundi am Steg in Empfang, wo er sich gleich mal die Pfote zwischen den Planken einklemmte. Eigentlich kein Problem, da hätte er ohne Probleme selbst wieder rauskommen können. Aber was macht die Familie? Stürzt sich völlig aufgelöst auf das Tier, jammert und schreit, zieht panisch am Bein. Das macht den Hund natürlich völlig unsicher und er kann sich gar nicht mehr selbst helfen. Ging natürlich gut aus, der Hund ist danach nicht mal gehumpelt. Trotzdem brach die Familie in Panik auf.

WAS? Das wurde in Üfftelstütz entschieden? :o)))) Spass beiseite: Ich finde es auch gut, obwohl ich qualme, wie ein Schlot. Ich habe aber immer Rücksicht auf Nichtraucher genommen und gehe auch in der eigenen Wohnung raus, wenn wir nicht rauchenden Besuch haben. Aber: Einen Volksentscheid darüber wird es in anderen Bundesländern nicht geben. Dat machen nur die Bayern. :o)
und @hedi: mein kommi war auch kein angriff, gell. ich sag ja, jeder wie er will. ich gebs offen zu, mich stört es halt als nichtraucherin. nicht, DASS geraucht wird, sondern eben wo. dass es eine eigene entscheidung ist, rauchen oder nicht, ist wohl klar und soll auch keinem abgesprochen werden.
Keine Sorge Hedi, hier fühlt sich niemand angegriffen ;-)