Erstens...
Heute besser zwei Einträge, weil zwei Sachen zu erzählen sind, die eigentlich nicht so zusammenpassen. Und da ich in letzter Zeit so wenig schreibe...
Unseren Streit konnten wir gestern noch beilegen, bevor ich zum Kurs musste. Gestern war ja der erste Termin des Geburtsvorbereitungskurses und ich hatte mich seit der Anmeldung darauf gefreut. Vor allem darauf, endlich mal ein paar Damen kennen zu lernen. Geplant war der Tag so:
Spätestens um neun aufstehen, Wäsche waschen, Papierkram erledigen, eventuell ein kleiner Schneespaziergang, gemütlich Kaffee trinken und dann entspannt losgondeln.
Und so sah's dann aus: Nach dem Wecker nochmal bis elf eingenickt, dann Streit mit dem Liebsten bis zwei, Frühstück - dabei weiter gestritten. Die Zeit wurde langsam knapp und ich musste noch den dringenden Papierkram erledigen, also machte ich Garfield irgendwann klar, dass ich erstens keine Lust und zweitens keine Zeit mehr zum Streiten hätte. Und Kraft schon gar nicht. Toll fand er das nicht, aber danach ebbte es irgendwie ab. Und weil draußen "Land unter" war, chauffierte er mich sogar zum Kurs. (Ich war erst sauer, weil er mir nix zutraut, aber als ich dann die Straßen sah und vor allem merkte, wie der Wagen rutschte... Bloß gut, dass ich nicht selbst fahren musste!)
Ich kam also weder entspannt, noch gut gelaunt (Stand extra auf der Einladung: Warme Socken und gute Laune mitbringen!) in der Praxis an. Und der Kurs war dann... naja. Die Hebamme hatte damals beim Infoabend einen relativ kompetenten Eindruck gemacht, aber gestern wirkte sie einfach nur durch. War vielleicht nicht ihr Tag. Andauernd hat sie telefoniert, was ich ziemlich unhöflich und störend fand. Bloß gut, dass die Krankenkasse den Kurs bezahlt, sonst hätte ich mich wohl ziemlich veräppelt gefühlt. Zwischen den Telefonaten machten wir etwas Gymnastik (Wie peinlich!), lernten was über Wehen und übten Bauchatmung. Ersteres kann ich auch zu Hause machen, zweiteres steht in Büchern und letzteres kann ich bereits ziemlich gut vom Yoga. Viel Neues war da also nicht dabei. Und mir war da, ehrlich gesagt, viel zu viel Gelaber zwischen den Informationen. Und alles so weichgespült... Naja, es kann nur besser werden...
Nach dem Kurs holte Garfield mich ab und wir schlidderten zurück nach Hause. Über den Streit wollte er nicht nochmal reden, er meinte nur, er hätte verstanden, was ich ihm sagen wollte. Und er würde sich mehr bemühen. Ok...
Streits können ja auf zwei Arten enden:
Variante 1: Große Versöhnung mit allem drum und dran. Die Probleme sind geklärt, jeder entschuldigt sich, man liegt sich in den Armen, Streit beigelegt. Danach schaltet man sofort wieder auf normal, kein Problem.
Variante 2: Der Streit ebbt irgendwie ab, weil einer oder beide keine Lust mehr darauf haben. Es wird nichts wirklich geklärt, die Probleme bleiben bestehen und es entschuldigt sich auch keiner. Man schaltet nur irgendwie langsam wieder auf normal.
Ich würde mich eigentlich nicht als nachtragenden Menschen bezeichnen, aber bei Variante zwei habe ich echt Probleme, wieder auf normal zu schalten. Ich mag Variante eins, weil sie einen echten Schlussstrich zieht. Bei der zweiten wabert der Streit irgendwie immer noch durch die Luft und trotzdem wird verlangt, dass man sich ganz normal verhält. Ich finde das schwierig.
