Sorgen...
Puh, ich komme kaum noch zum Schreiben. Ich nutze das Stillen immer, um überall zu lesen, aber einhändig schreibt es sich so schlecht, deshalb spare ich mir oft sogar die Kommentare. Blöd.
Am Samstag wieder Grand Prix. Komische Sache, denn ich erinnere mich noch ziemlich genau an die Veranstaltung vor einem Jahr. Da saß ich ebenfalls mit Bier* und Chips vor dem Fernseher, während Garfield den größten Teil der Sendung verpasste. Er war im Bad. Dieses Jahr genauso. Jedenfalls war das mein letztes Bier für fast ein Jahr. Bis letzten Samstag eben. Einziger Unterschied zum letzten Jahr: Jetzt lag neben mir auf der Couch dieses entzückende Baby und schlief selig, nachdem es den ganzen Tag kein Auge zugetan hatte. Hätte ich vor einem Jahr bestimmt nicht geglaubt, auch wenn wir da schon am Basteln waren. Aber das es so schnell klappt, hätten wir bestimmt nicht gedacht. Und gerade habe ich mal nachgeguckt: Als das Le*na letztes Jahr für Deutschland trällerte, war ich sogar schon eine Woche schwanger, wusste es nur noch nicht!
À propos Baby: Letzte Woche waren wir zum vierten Baby-TÜV. Eigentlich alles in Ordnung, der Kleine ist ordentlich gewachsen und dick geworden. Stolze 63 cm und, Achtung, sechseinhalb Kilo! Zuerst habe ich mich erschrocken, denn das hört sich verdammt viel an. Gestartet sind wir vor knapp vier Monaten mit weniger als der Hälfte. Aber laut Kurve ist der Kleine gewichtsmäßig genau Durchschnitt und gehört mit seiner Größe zu den "Größeren". Könnte also theoretisch noch mehr wiegen ;-) Man stelle sich nur mal vor, der würde nicht die Hälfte seiner Nahrung wieder ausspucken und die andere auskacken! Das wäre ein Zehn-Kilo-Baby! Mit der Entwicklung war die Ärztin auch zufrieden.
Nicht so schön ist der Nabel*bruch. Der Krümel hatte etwas Schwierigkeiten, sich von seinem Nabel*schnur*rest zu trennen, und als der nach über drei Wochen endlich ab war, bemerkte die Hebamme den Nabel*bruch. Mir war der kleine Huckel noch gar nicht aufgefallen bzw. wusste ich ja auch nicht, was "normal" ist. Die Hebamme meinte aber, wir bräuchten uns keine Sorgen zu machen, das gehe von allein wieder weg. Und solange es eine bestimmte Größe nicht überschreite, würde auch nix gemacht. Genau so sagten wir das dann auch den besorgten Omas.
Bis zur U*3 war das Ding schon auf eine beachtliche Größe angewachsen, trotzdem für die Ärztin kein Grund zur Sorge. Sie bestätigte, was wir im Netz gelesen hatten: Es ist mehr ein kosmetisches, als ein medizinisches Problem und man wartet ab, ob es nicht von allein wieder weg geht. Kann bis zum fünften Lebensjahr dauern. Wieder kamen Kommentare von den Omas, man müsse doch was tun und wie sähe das denn aus. Und das ginge doch auf keinen Fall wieder von allein weg! Auf Anraten meiner Mutter versuchten wir es dann auch mit etwas (umstrittener) Hilfe: Knopf auf den Nabel, damit er reingedrückt wird. Hielt natürlich nicht, denn Mullbinden rutschen am Bauch zusammen und Pflaster reizt die Haut. Ich ließ es also sein, stellte auf Durchzug, was die Kommentare anging, und vertraute auf die Selbstheilung mit der Zeit.
Nun aber, bei der U*4, meinte die Ärztin plötzlich, man müsse doch was machen, das würde von allein nicht weggehen. Woher die das auf einmal so genau weiß - keine Ahnung. Aber wir haben eine Überweisung für die Kinder*chirurgie bekommen und am Freitag einen Termin zur Vorstellung. Ich bin jetzt schon nervös, denn mir ist nicht wohl dabei, dass mein Krümel operiert wird. Jede OP ist ein Risiko, jede Narkose kann schief gehen... Man, ich mit meinen 30 Jahren war nur zweimal im Krankenhaus: bei meiner Geburt und dreißig Jahre später bei der Geburt meines Sohnes. Und Cäpt'n Kack soll jetzt mit vier Monaten operiert werden? Kinder... ständig muss man sich Sorgen machen!
*Habe natürlich nach dem Alkoholgenuss (lächerliche zwei Promille) erstmal abgepumpt und die Milch weggeschüttet.

Nüchtern bleiben? Du meine Güte, daran habe ich ja noch gar nicht gedacht. Das wird ein Spaß...
und dabei hatten wir schon einen termin um 8 uhr .. wasser trinken ist okay - macht aber euer zwerg garantiert noch nicht .. alles nicht so einfach