Roter Faden - The Central Seam

28.02.2013 um 12:25 Uhr

Passauer Quiltausstellung

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Der Februar hat uns zwei Quiltreisende in diesem dunklen Winter in den Bayerischen Wald geführt zu einer Ausstellung in die Passauer Europa-Bücherei, wo die dortigen Quilterinnen ihre Werke zeigen.

 

 photo DonauIsarExpress_zpscfb0877d.jpg

Nun ist es in einer engen Altbau-Bücherei nicht besonders glücklich, Quilts, die ja auch durch Fernwirkung bestechen, aufzuhängen. Aber wir haben trotzdem schöne Arbeiten gesehen.

Es gab Themenquilts wie Schwarzweiß trifft … (rot, blau, grün, orange),  Wandbehänge mit Monogrammen, Bettwäschequilts und nachgenähte Bilder des Malers Ton Schulten.

An schönen Einzelarbeiten – traditionellen und modernen – konnte man die Machart studieren. Davon sind mir vor allem der Flug der Kraniche, ein rot-weißer-schwarzer Samplerquilt und eine nachgenähte Kinderzeichnung in Erinnerung. Man muss gar nicht so viel sehen und manche Arbeiten wirken in kleinem Rahmen.

Über die zugige Marienbrücke pilgerten wir dann zu der Adresse in der Innstadt, wo wir einen Stoffladen vermuteten, der sich allerdings als Werkstatt entpuppte.

Vielleicht…

…hätte ich doch klingeln sollen und fragen, ob ich Bilder von der Ausstellung zeigen und Namen nennen darf.

27.02.2013 um 18:26 Uhr

Einblicke

von: Bloomsbury   Kategorie: Inspiration

in die Burda Patchwork Frühling 2013

gibt es diesmal hier

bei der Hobbyschneiderin24 (mit Bildern).

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Frühling mit Burda Patchwork (2013)

Schon die Titelseite in leuchtenden Farben und mit fröhlichen Kreationen macht Lust auf den Frühling und das neue Heft und lässt die Kraft der kommenden Jahreszeit erahnen.

 

(Titelbild)

Nur warum müssen Winterausklangs-Quilts langweilig sein? Für den Quilt auf der ersten Seite könnte man auch andere Farben wählen, aber dazu müsste man sich gewaltig steigern. Mokka ist ein großer Wandbehang von Heidi Pridemore, der gemeinsames Kaffeetrinken mit Freundinnen bei winterlichen Temperaturen widerspiegelt. Er ist aus Quadraten und Rechtecken in Rot-, Braun- und Beigetönen gehalten und schnell zusammengesetzt. Zwei Sterne stehen dennoch für mittleren Schwierigkeitsgrad. Freunde von gedeckten Farben und Brauntönen finden noch weitere Anregungen in Form von Postkarten und einer Tasche.

Die nächste Seite wird schon frühlingshaft. Renate Pauly stellt eine Picknickdecke zum leichten Nacharbeiten vor. Der romantische Blumenquilt in weiß-grün-rosa aus warmem Flanell verspricht, im Handumdrehen gefertigt zu sein. Das wird durch die Schnellnähmethode ermöglicht, die es erlaubt, aus verschiedenfarbigen Quadraten rasch bunte Dreiecke zu nähen. Ein Stern steht für Anfängertauglichkeit.

Sehr lebendig wirkt das schmale Quiltband von Andrea Röpcke Spaziergang im Regen. An dieser Arbeit wurde gedruckt, genäht und gefilzt und die Materialien laden zum Anfassen ein. Der längliche Quilt wird quer aufgehängt und entspricht mittlerem Schwierigkeitsgrad.

Auch der nächste Wandbehang ist ein fröhliches Spiel auf naturhaftem grünem Grund und wirkt wie ein sonnendurchfluteter Bambushain. Das Lichtdurchflutete Gitter von Veronika Kaminski besticht durch die Wahl seiner Farben und Stoffe und ist aufgrund der genauen Beschreibung leicht nachzuarbeiten. Bei diesem mittelschweren Quilt haben sich in der Anleitung einige Fehler eingeschlichen, über die wir von Burda informiert wurden. Und zwar muss es beim Zuschneiden der Rechtecke bezüglich der Zentimeterangaben immer 6,5 x 13,5 cm heißen (und nicht wie manchmal fälschlicherweise angegeben 5 x 13,5 cm). Diese Berichtigung unter Punkt ‚Zuschnitt‘ ist insgesamt sechs Mal vorzunehmen.

Ein weiterer fröhlicher Wandbehang findet sich in Aufblühen von Emma Coutancier. Die bonbonfarbenen bunten Kreise und Rechtecke auf beigem Grund bezaubern durch ihre Anordnung und das unkomplizierte Phantasiemuster. Mit den zusätzlichen Maschinenstickereien ist der Quilt auch für Anfänger geeignet.

Andrea Röpcke hat mit dem Grünen Zebra ein Detailbild geschaffen. Es ist gedruckt und die Konturen sind anschließend gesteppt. So gewinnt man den Eindruck, dass es leicht nachzuarbeiten sei. Zwei Sterne stehen trotzdem für mittleren Schwierigkeitsgrad. Diese Anregung kann eine gute Ergänzung sein,  wenn man - zu Beginn eines Quilterlebens - verschiedene Methoden der Stoffbearbeitung ausprobieren möchte. Ich würde das Motiv jedoch nicht drucken sondern malen.

Der 170 x 140 m große Quilt Reicher Frühling von Jinny Beyer sieht wohlhabend, edel und kühl aus. Die grüngelbe Bordüre ist mit royalem Blau abgesetzt und erinnert an orientalische Muster. Korbblöcke bestimmen diesen großen Wandquilt. Drei Sterne zeigen an, dass genaues Arbeiten erforderlich ist.

Auch an die Freunde von Pastellfarben wurde im Heft gedacht. Quilts in verschiedenen Größen und eine Schürze geben die zarten Farben des Frühjahrs wieder.  Eine Tischdecke mit den applizierten Muffins erinnert mit der langen  Girlande aus Endlosschrägband und den begleitenden Yoyos charmant an den „Frühling mit dem blauen Band…“. Mit Bohemian Rhapsody in kräftigen warmen Farben,  Fächertanz in bewährter beige-grün-lila Farbkombination und einem  kleinen, freundlichen Willkommensquilt in naiver Technik wird die Vielfalt der Formen und Farben in den Anleitungen vervollständigt. Auch ein  Quilt aus gemusterten japanischen Stoffen findet sich darunter.

Als Schmankerl im Heft werden noch einmal Erinnerungen an das Quilthouse geweckt. Der QuilTrain von Margit Siposnè Cseh kommt in Form eines doppelstückigen Zuges mit liebevoll gestalteten Zimmern daher. Als Anleitung gibt es dieses Mal das kleine Haus auf dem Hügel, weitere Anleitungen folgen in den nächsten Heften. Und als weiteres Bonbon  werden am Ende des Heftes Quilthäuser von Leserinnen gezeigt.

(Inhaltsverzeichnis)

Außerdem bietet das Heft Anleitungen zu Postkarten in unterschiedlichen Stilen, eine nostalgische Umhängetasche aus beigem Leinen, ein genähtes Mäusepaar im Nadelstreifen-Outfit und Häschen als Blumenstecker oder zum Aufhängen am Osterstrauch.

Die letzten Seiten informieren über Neuheiten aus dem Atelier der Quilterin, man erfährt etwas über das Entstehen des Gemeinschaftsquilts Trip around the World und es gibt ein vierseitiges Interview mit Elsbeth Nusser-Lampe.

Außerdem wird auf Ausstellungen zu Patchwork und Textilkunst in Europa hingewiesen. Auch die Ausstellung von Yin Xiuzhen in Düsseldorf wird erwähnt und eine Quiltreise nach England ist beschrieben, was ich sehr verführerisch finde, da auch Schauplätze Jane Austens angefahren werden.

Es gibt wieder Wettbewerbe in Deutschland, England und Frankreich und ich finde es sehr gut, dass die Patchworkgilde in diesem Zusammenhang erklärt, wie man den Umfang eines Quilts ermittelt; das wusste ich nämlich beim ersten Mal auch nicht. Für den Wettbewerb von Burda kann man zu ansprechenden Themen abstimmen. Und am Ende werden noch einige Bücher vorgestellt, von denen vor allem 15 Minutes of Play interessant klingt, das sich mit zeitgenössischen Beispielen der Resteverwertung befasst.

Viel Spaß beim Durchblättern!

 


 

 

23.02.2013 um 18:37 Uhr

Regensburg - Passau

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Lässt man Regensburg hinter sich und fährt Richtung Passau kommt man in die weite Donauebene mit flachem Land, so weit das Auge reicht. Nur ganz ferne zieht sich ein dunstiges Band, das entweder Horizont ist oder Wald. Später beginnen die ersten Hügel und man versteht, dass diese weite Ebene eine Begrenzung haben muss. Und noch später werden diese Hügel zu  Höhenrücken, wie im Voralpenland. Das sind die Ausläufer des  Bayerischen Waldes.

In der Ebene stehen so kleine Dörfer, dass man wegen der Flachheit nicht sieht, wie klein sie sind. Mit den Augen misst man sie aus – eine Kirche mit einigen Häusern nebendran, zwei oder drei Gehöfte stehen im Vordergrund und im Hintergrund werden es genauso viele sein. Die Kirchen in diesen Dörfern sind wie Fingerzeige nach oben – die Hand zur Faust gelegt, der Zeigefinger zeigt zum Himmel, so hat es der Pfarrer in der Schule gesagt, und so sehen sie hier aus. Erst mit dem Ende des Zwiebelturms beginnt die Spitze.

 photo Donauebene2_zps729a42ad.jpg

(leider Spiegelungen des Zugfensters)

Ich blättere in der Zeitschrift und bin mir nicht sicher, ob der abgebildete Hirsch im Wald dort wirklich stand oder ob er hineingeschnitten wurde – so verklärend sind die Bilder, gemischt mit ebensolchen Worten. Sie bergen eine Gefahr – die Gefahr der Heimattümelei. Die Zeitschrift nimmt sich auch den Raum, eine ganze Seite nur mit einer Draufsicht auf den verschneiten Bayerischen Wald zu bedrucken, garniert mit einem Dichterspruch. Und der Hirsch ist trotzdem echt, wie man später liest. Die Sprache ist vertraut. Sie ist in einem Hochdeutsch geschrieben, das bayrisch klingt. Das gibt’s. Ganz ohne Heimattümelei.

 photo Servus_zps720c0f25.jpg

Die nächste Ausgabe der ‚Servus‘ erscheint am 26. Februar und man bekommt sie u.a. an Tankstellen – hoffentlich auch an unserer.

21.02.2013 um 00:01 Uhr

Hier passiert nichts

von: Bloomsbury   Kategorie: Felines

aber schöne Stoffe scheinen eine große Anziehungskraft auf Katzen zu haben...

http://www.youtube.com/watch?v=6_5BPjU9gmU&feature=youtu.be

... denn so genüßlich wählt er seinen Platz nicht immer, der Kater.

17.02.2013 um 17:40 Uhr

Farbverteilung bei City Lights

von: Bloomsbury   Kategorie: Wandbehang

Manche PatchworkerInnen haben durchsichtige Plastikschablonen

in rot oder grün. Will man Stoffe für eine PW-Arbeit aussuchen,

werden die ausgewählten Stücke durch diese Schablone(n) betrachtet,

um zu prüfen, wie gut die Stoffe zusammenpassen.

In unserem Haushalt übernimmt die in die Jahre gekommene Digicam

diese Aufgabe. Durch sie betrachtet kann man ziemlich gut erkennen,

wo sich dunkle  bzw. helle Flächen drängen.

 photo City1_zpsc0a14796.jpg

 

Hier sieht man, wei sich das rot und braun in der linken unteren Ecke drängen.

Auch knapp darüber ist ein dunkler Fleck.

(der fehlende Block wird gerade neu genäht -

der Schimmer eines Scraps brach sich mit den restlichen Stücken des Blocks)

 photo City2_zpsb887ed3a.jpg

Nun sind einige ausgetauscht, aber fragt mich nicht, welche.

Mit dem bloßen Auge sah die Farbverteilung nämlich nicht übel aus.

Nur die Kamera gibt die Farben nicht so rein wieder.

17.02.2013 um 16:50 Uhr

So läuft der Hase

von: Bloomsbury   Kategorie: Heim und Familie

Heute habe ich wieder einmal gekocht, was nicht so gewöhnlich ist
für einen Sonntag, denn normalerweise überlasse ich das
an diesem Tag meinem Mann. Da er aber Hackbraten nicht kann
und auch nicht vor hat, es zu erlernen, habe ich das Kochen übernommen.
Schließlich verlangt dieses gut bürgerliche Essen keine besondere Konzentration,
außer der Erinnerung an die Zubereitung, die nötigen Zutaten und die Kräuter.
 
Letztere fehlten diesmal jedoch - der Thymian ist noch zugeschneit.

 

 photo Hackbraten_zpsd8dfc18d.jpg

Dafür waren die Zwiebeln umso grober geschnitten ;-). 

 

Inspiration zu diesem Mahl...

 

 photo Rindfleisch_zps6b192d04.jpg

... lieferte diesmal der Fleischkauf beim Bauern.

Nun ist die Gefriertruhe wieder voll Rind (nicht Ross). 

Hier wird gerade das Suppenfleisch zerteilt.

04.02.2013 um 13:58 Uhr

Rotes Kleid

von: Bloomsbury   Kategorie: Nähen

Irgendwie scheine ich es mit Kleidern zu haben. Jedenfalls habe ich letzten Monat (wie auch schon mal vor einigen Jahren) ein Kleid für jemand Anderen genäht.

Da die gewünschten Vorstellungen einfach, meine jedoch hehr waren, musste ein Schnitt her, den ich auch in den Diana Moden Nr. 22 in dem Ausgehkleid 44F  fand. Natürlich müsste er passend zurechtgeschnitten werden, Arm- und Halsausschnitt durften groß bzw. locker sein, was mir kein Problem erschien.

Ich begann mit dem Zuschnitt des Futterkleides, das identisch zum Oberkleid und, soweit möglich, verstürzt mit diesem vernäht werden sollte. Das Futter gelang auch sehr gut, was sich nach Rückfrage als zu weit entpuppte, wurde als rückwärtige Naht eingenäht, Arm- und Halsauschnitte wurden abgesteckt und ausgeschnitten.

Mehr Überlegungen erforderte das Zuschneiden des eigentlichen Kleides. Eine Freundin riet zum Vorwaschen des (Flanell-) Stoffes, eine andere hielt das nicht unbedingt für erforderlich, weshalb ich mich für die 'schöne' Variante entschied und nicht vorwusch.

Beim Zuschneiden allerdings hätte ich mich mal an das erinnern sollen, was ich auf anderen Blogs schon gelesen hatte, nämlich, dass man den Stoff auf dem Boden ausbreitet, um die Schnittteile anzuordnen. So aber schnitt ich auf dem Küchentisch zu und hatte am Ende zwei Schnittteile 'vergessen'. Und während ich mir vorher noch Gedanken gemacht hatte, welche Seite nun rechts sei und ob man sich an den Strich halten müsse, war ich nun froh, dass der verbliebene Stoff noch ausreichte.

Aufgefallen ist mir, dass der Flanell von den Webkanten her ziemlich glatt, zur Stoffmitte hin jedoch  angeraut war. Das erweckte den Anschein, als wären manche Stoffteile falsch zusammengenäht. Was man beim Nähen nicht alles so sieht! Am fertigen Kleid bemerkte man nichts davon.

Etwas bedauert habe ich auch, dass ich die Wiener Nähte am Oberteil entfernen musste, weil der Stoff knapp wurde und meine eigenen Maße nicht die erforderlichen waren. So fiel der geplante runde Armausschnitt weg. Er hätte sich gut gemacht! Nun - aus Erfahrung wird man klug!

 

Red dress photo RotesKleid_zpsa5c78925.jpg

  Das Kleid ist so fotografiert, um zu zeigen, wie es ausgestellt ist.

Hilde meinte, es hätte Wiener Nähte. Der Armausschnitt wurde zugunsten der Passform verändert.

Die Länge wird noch angepasst.

***

Somehow I seem to have a lot to deal with dresses. This occurs to me as I remember having sewn dresses for a child relative years before as well as I sewed one for a friend last month.

Since the idea of the addressee was simple, mine however was not, I chose to get a professional cut which I found in Diana Moden No. 22, nightlife dress 44F.
Of course there would  be some more cuts than the professionals ;-)  - arm and neck cuts could be very loose - but that shouldn't be a problem.

I started cutting and sewing the lining which went well and the width that turned out to be too much could be easily removed.

Some more considerations were necessary when cutting the actual dress. One friend recommended pre-washing the (flannel) fabric, another one didn't, so I chose the 'pretty' version and didn't pre-wash.


But when cutting the dress I should have had a second thought and remember having read on a blog that cutting can best be done on the floor in order not to forget any piece. So I cut on the table and did forget two pieces. Luckily there was enough fabric left.

The lack of terminology now ends the translation. Picture follows.