Roter Faden - The Central Seam

30.03.2014 um 21:08 Uhr

Patchworkmesse Erding März 2014

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge   Stichwörter: Erding

Mein Tag auf der Patchworkmesse in Erding begann diesmal schon am Vorabend, als ich bei Amazon ein Buch mit Anleitungen bestellte, die man sonst kaum bekommt – außer in einem 5-terminigen VHS-Kurs bei Dachau, das von uns zu weit entfernt ist.

Auf der Ausstellung hatte ich Glück und die Dame war wieder da (sie ist vermutlich jedes Mal da, nur bemerke ich sie nicht immer), die Dame also, die einem stückchenweise die Vorgehensweise erklärt.

Feuer gefangen hatte ich schon zwei Jahre zuvor bei der ersten Sichtung der Technik und nun habe ich zugeschlagen. Einen Teil der Materialien kann ich mir leihen (von Hilde, was hat sie nicht?). Den anderen Teil – in Form eines Easy Loop Turners -  hab ich mir gekauft, aber nicht, um ihn zu dem Zweck zu verwenden, für den er geschaffen wurde.

Ihr kommt nie drauf. Es gibt auch kaum Anleitungen im Netz, also werden sich keine Hinweise in der Linksammlung finden, die es verraten könnten.

Hhm.

 photo Ausbeute_zps39b76120.jpg

 

In meine kleine schwarze Tasche verirrten sich unter anderem: Top Stitch-Nadeln (stoffmadame, du wirst mir erklären müssen, wie man damit umgeht), 5 hochwertige Quiltgarne (von Valdani und Superior Threads), ein Laurel Burch-Stoff mit passenden Begleitstoffen, 5 weiche, indische Baumwollstöffchen (hoffentlich bedeutet weich nach dem Waschen nicht lappig) und eine Sammlung glänzender Pastell-Knöpfchen mit dem zauberhaften Namen ‚Au Jardin’.

 photo Knoumlpfe_zpscedf3f78.jpg  photo print_zpseb2bb9be.jpg

Außerdem erstand ich 30 m Bügelband, einen 1€ Stoffrest und als besonderes Schmankerl einen Siebdruckstoff von Anita Hackl (in orange, mit aufgedruckten Hirschen und schönen Typographien).

Auf der Ausstellung gab es dieses Mal auch einen Wettbewerb, bei dem man mit entscheiden durfte, welcher von 10 eigens ausgestellten Quilts zukünftig den Flyer der Patchworkmesse Erding schmücken wird.

  Und dann gab es noch Quilts zu betrachten – ah ja, wir haben ja schon so viel gesehen, aber es gibt immer wieder Überraschendes.

22.03.2014 um 14:57 Uhr

Frühling (noch) im Haus

von: Bloomsbury   Kategorie: Natur pur

Es ist kalt draußen. Die Eibenhecke trocknet vor sich hin.

Ich habe gegossen und während der letzten Tage neue Blumen gekauft!

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Der Agapanthus vom Herbst hat überwintert,

ebenso wie ein paar andere Kräuter und Pflanzen

(hoffentlich ist der Agapanthus blau).

Einem neuen Blaustern, der möglicherweise nur eine Scilla ist,

dichte ich aber auch eine heimliche Agapanthus-Identität an.

 

Die Hortensien - hach! Was soll ich sagen! - sind sogar noch schöner als blau.

Und in der Sonne gestern leuchteten sie außerordentlich und überirdisch.

Der nötige Eisen-Aluminiumdünger steht auch schon auf Lauer im Schuppen.

Spring is to come!

21.03.2014 um 22:11 Uhr

10 Minuten-Block

von: Bloomsbury   Kategorie: Quiltdecken   Stichwörter: Babydecke

Ein paar schnelle Blöcke zwischendurch - die 10 Minuten-Blöcke mit 3 Nähten... Wenn man sie einmal ausprobiert hat, ist vermutlich sofort süchtig. So schnell, so phantastisch, so überraschend sind sie!

 photo 10min_zps28488cae.jpg. photo 10min2_zpsc398f14e.jpg

Fünf Quadrate gleicher Größe (vier in einheitlicher oder angepasster Farbe, eins in Konträrfarbe) werden - richtig gefaltet und zueinander gelegt - mit insgesamt nur drei Nähten zu oben abgebildeten Blöcken genäht.

 photo 10min3_zpse3b65e08.jpg. photo 10min4_zps34097921.jpg.

Das dabei entstandene (lockere) Mittelquadrat wird danach entweder einfach umsteppt, oder die Kanten werden (wie bei einem Cathedral Window) zuerst eingebogen und dann abgesteppt.

Sechs Blöcke können so - auf eine Stunde genäht - eine Babydecke ergeben, erweitert noch durch einen unifarbenen und einen bunten Rand.

Das macht Spaß!

 

21.03.2014 um 21:40 Uhr

Leute, esst!

von: Bloomsbury   Kategorie: Was gibt es heute?

Zum Beispiel Kässpätzle aus der Pfanne mit Feldsalat.

 photo KaesspaetzlemitFeldsalat_zps043887c0.jpg

 

 Einmal am Tag darf man sich satt essen.

 photo Rhabarberkuchen2_zps3d14be19.jpg
... auch mit Rhabarberkuchen.

10.03.2014 um 13:20 Uhr

Fastensuppe

von: Bloomsbury   Kategorie: Was gibt es heute?

 
Früher hat es sie öfter gegeben – geröstete Nudeln in Suppenbrühe. Und auf dem Gasherd angebraten, waren damals einige Nudeln ob der schnellen Wärmeentwicklung sogar schwarz, was noch besser schmeckte.
 
Ein bisschen Tiefkühlgemüse dazu sorgt heute für die nötige Vitaminzufuhr. Und ich mag Suppe so dick – die Brühe soll sich ja nicht einsam fühlen im Magen.
Die Idee, Bilder in diesem Monat auf altmodisch braun zu bearbeiten, erübrigt sich aber. Die Brühe ist ja sowieso braun.

02.03.2014 um 20:57 Uhr

Reverse Appliquè: die Nase

von: Bloomsbury   Kategorie: Kurs   Stichwörter: Porträt, CharlotteWarrAndersen

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Die Vorlage hat Charlotte einfach auf der Rückseite des mit dem Foto bedruckten Blattes nachgezeichnet. Die Stoffmuster wurden zuhause aufgeklebt und nummeriert.

 

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Der Lichtkasten ist schuld Fröhlich.

Meine falsche Bescheidenheit hatte mich lange leugnen lassen, überhaupt einen zu brauche. Nur der penetrante Wunsch Gögas einen zu bauen, und Hildes Wunsch, einen zu besitzen, hatten schließlich zu meinem Einlenken geführt. Und nun ist es so toll, mit dem LED-Kasten zu arbeiten, weil er einfach DAS BENÖTIGTE LICHT liefert.

 

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Hier sieht man die Linien der Vorlage durch den Stoff durchscheinen. Alle Gesichtszüge sind bereits mit einem (rosa) Markierstift nachgezogen, aber auf jedes Stoffteil, das neu untergenäht wird, ist erneutes Anzeichnen nötig. Deutlich sieht man hier, dass noch einige dicke Schatten zurückgeschnitten werden müssen.

 

 photo kZuschnitt_zps86abc444.jpg

 

Nun muss ich mich getrauen, den überschüssigen Stoff zu entfernen, aber vorsichtig sein, und nicht aus falschem Mut heraus auf der Rückseite wegschneiden, was auf der Vorderseite noch benötigt wird. Angesichts des wertvollen (weil zueinander passenden) Stoffes schwindet die Bereitschaft zu Entscheidungen ein Stück weit.

Allerdings denke ich nach den ersten Näh-Erfolgen, dass ich selbst nicht so sehr von einem Stoffverlust betroffen bin. Denn die verwendeten Brauntöne lassen sich doch irgendwie ergänzen. Die fleischfarbenen Stoffe, die man benötigt, um ein Farbfoto nachzuarbeiten, sind vermutlich schwieriger zu bekommen. Charlotte Warr Andersen hatte sie aus den USA mitgebracht.

 

 photo kRuumlcksicht_zps4e74e7bd.jpg

 

Hier ist geheftet, weil ich die Naht mit dem Fusible Thread falsch gebügelt habe. Ich hatte die benötigten Stoffschnipsel nicht untergelegt, sondern nur das bis dahin genähte Gesicht zwischen zwei Bögen Butterbrotpapier gelegt (um ein Verkleben von Bügeltischauflage oder Bügeleisen zu verhindern) und gedankenlos darüber gebügelt.

Die Heftfäden helfen allerdings anschließend auch, auf der Rückseite zu erkennen, wo man schneiden muss.

 

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Nachdem die groben Teile weggeschnitten sind, geht's an die feinen, und auch die Nasenlöcher sind jetzt zurechtgeschnitten. Nun kommt ein weiterer Nasenschatten dazu.

 

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Die kleine Fläche, in die der Markierstift hineinreicht, wird nun noch einmal deutlich gekennzeichnet und mit Fusible Thread in der Unterspule und Nylonfaden in der Oberspule (irgendwo hatte ich das doch schon mal geschrieben) umnäht.

 

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Diesmal hab ich richtig gebügelt und schneide mutig den überstehenden Stoff zurück.

Uff! Und noch ein weiterer Arbeitsschritt ist nötig - das Aufschneiden von vorne, damit der hinten liegende Stoff sichtbar wird.

Und mir fällt auf, dass ich ständig Fehler mache. Die Nähte sollten nicht auf den angezeichneten Linien liegen, sondern... immer knapp neben der Linie des niedriger nummerierten Stoffteils. Das braucht niemand zu verstehen, der das noch nicht gemacht hat.

Ob ich am Ende noch weiß, auf welchen Linien ich mit welchem Garn die feinen Zickzackstiche anbringen wollte?

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Nun sehe ich auch, dass auch vorne noch Stoff weggeschnitten werden muss, denn das rechte Nasenloch liegt komplett in Stoff Nr. 5 (und nicht, wie hier noch zu sehen, gänzlich von Nr. 4 umrandet). Aber für diesen Schritt ist noch Zeit.

 photo kVorne_zps7b7902b8.jpg

 

Hier einmal die bisherige Vorderansicht mit der fast fertigen Nase (oben) ... und die Ansicht von hinten (unten). Diese reverse appliquè-Bilder sehen hinten genauso sauber aus, wie von vorne. Charlotte zeigte uns einige Gesichter. Sie brachten uns sehr zum Lachen. Von vorne sah man ordentliche, brave, ja - züchtige Gesichtszüge. Und von hinten sah alles (zwar ordentlich) aber etwas entgleist aus, ähnlich wie in einem Comic, wenn Erstauen oder Erschrecken angemalt ist. Funny.