Roter Faden - The Central Seam

31.08.2014 um 11:34 Uhr

Karwendel und Wettersteingebirge

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Dieses Jahr ging es endlich wieder einmal in die Berge!

Zusammen mit meiner Nichte startete ich in der letzten Augustwoche nach Leutasch in Österreich. Dort überbrückten wir die Zeit bis zur Zimmerbelegung mit einer Wanderung in der Leutaschklamm (Wettersteingebirge) und zum Wasserfall.

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Die Klamm und der Wasserfall sind zwei verschiedene Dinge: die Besichtigung des Wasserfalls kostet Eintritt und geschieht von Deutschland (Mittenwald) aus; die Schlucht und der Wasserfall liegen bereits in Österreich. Dort geht es eben auf einem Holzsteig dahin.

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Die Klamm kann von Deutschland oder von Österreich aus bewandert werden und erfordert zunächst einen Aufstieg. Sie ist durchweg auf Eisenstegen zu begehen und sehr sicher. Diese weiße Brücke sieht man auch vom Wasserfall aus, wohingegen man den Wasserfall von der Brücke aus nicht erkennen kann.

Leutaschklamm1 photo herrlicheFarbe_zpsff20203c.jpg

 

Das Blau des Wasser ist faszinierend - die Lichtbrechung soll daran ausschlaggebend sein.

***

 

Die Wanderung durch die Gleirschklamm im benachbarten Karwendelgebirge stellte da schon andere Anforderungen.

Die Wege und Stege waren ungesichert, nur manchmal bot ein im Felsen angebrachtes Stahlseil zusätzlichen Halt. 

Gleirschklamm1 photo mitGelaender_zps0abffeaf.jpg

 

In der Nähe des Einstiegs findet sich noch ein Geländer an der Brücke...

Gleirschklamm2 photo ohneGelaender_zps87e768bd.jpg

 

... tiefer in der Schlucht musste man vorsichtig sein auf den feuchten Holzdielen.

04.08.2014 um 21:11 Uhr

Alraunes Softart-Panoptikum

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Ein wenig krumpelig sind sie schon, die Figuren, die da die Küche, Kaffeetafeln oder Hotelzimmer bevölkern – geschwollene Beine, faltige Augenpartien, angestaubte Kleider.

Denn 'Alraune' Stefanie Siebert näht am liebsten alte Leute, weil die die interessanteren Gesichter haben.

Und diese kommen dann mondän, schrullig oder hausbacken daher, versammeln sich zu Gesellschaften, die den Besucher genauso neugierig betrachten, wie er sie. In Restaurant und Cafe sind sie zu sehen, von der blassen Ur-Uroma in Seniorenbluse bis hin zum parlierenden Tischredner mit Zigarre und Frack. Der Tisch ist angefüllt mit feinem Geschirr und appetitanregenden, genähten Köstlichkeiten.

Im Schrank nebenan stehen weitere Torten und Obstschnittchen. Schade nur, wenn man das alles alleine anschauen muss, weil der Begleiter einen Schnelldurchgang beschlossen hat. In der Küche liegen unter Speiseglocken genähte Sachen zum Befühlen, der Flur bietet Hüte zum Verkleiden und in den Zimmern haben sich berühmte Gäste einquartiert.

Als ich gehe, steht Alraune an der Kasse und stichelt an einer kleinen, noch undefinierbaren Sache herum.

Sie näht etwas? Immer. Sonst bringt sie nichts zustande.

 

Filmchen:  http://de-de.facebook.com/pages/Stefanie-Alraune-Siebert/176446222403929

https://www.youtube.com/watch?v=6I4L3Z85i60

Adresse:   http://www.panoptikum-siebert.de/

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Die Ortsdurchfahrt durch's Tal von Haigerloch ist eng und die Häuser sind urig - grad das Richtige für solch ein Kunst-Städtchen.

26.07.2014 um 22:52 Uhr

Rosenschau in München

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Auch wenn einem das Leben manchmal ziemlich ereignislos vorkommt, gibt es doch immer wieder etwas, das man macht. Im Juni war ich im Rahmen eines Büchereien-Ausflugs auf der Rosenschau im Botanischsen Garten in München.

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Ein Pavillon mit viel romantischer Deko stand nahe am Eingang. Es gab aber natürlich noch viel mehr zu kaufen und zu sehen. Bei Rosegardens (www.rosegardens.de) kaufte ich Rosenzucker und ein Rosenkochbuch...

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und bei einem Kräuterhändler fand ich ein Wiesenknöpfchen.

Das ist eins der sieben Kräuter, die in die Grüne Soße kommen.

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Diese Blechrose wäre auch in Hingucker in manchem Garten...

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und im Zelt befand sich ein minimierter Kirchweihbaum mit angehängten Flaschen.

 

11.04.2014 um 11:44 Uhr

8. Prague Patchwork Meeting (2)

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge   Stichwörter: Patchwork, Meeting, Prag, 2014

Wir besuchten also die Räume im Hotel (Verkaufs- und Ausstellungsräume) und anschließend die große Halle im Sportgebäude.  Da Göga nicht so ausdauernd beim Betrachten sein würde, war ich froh, dass es gleich zu Beginn besonders erstaunlich Exponate zu sehen gab. Osteuropäische Quilterinnen hatten zum Thema 'Mother Nature' einige sehr schöne Ideen gehabt. Besonders gefielen mir die Quilts von Jaroslava Grycová, weil ihre Entstehung so nachvollziehbar schien: 

 photo Prag16_zps36dc9c70.jpg

Der Hintergrund war freihandgequiltet und die 'Blätter' (Schnellschneide-Methode!) einfach aufgeworfen (wie Göga in seinem jugendlichen Leichtsinn meinte). Nein, sie waren sicher ganz exakt angeordnet und geschickt platziert. So etwas werde ich ganz sicher auch mal probieren. In der Diashow kann man den Quilt als ganzen sehen, ebenso einen weiteren dieses Wettbewerbs).

Auch die kleinformatigen Arbeiten zum Thema 'Langeweile - Ennui -Boredom' beeindruckten. Manche waren einfach nur schön, und hatten im Titel den Bezug zum Thema (z. B. 'Rainy Day' von Barbara Heller, CH), zeigten aber eigentlich eher, was QuilterInnen tun, wenn ihnen langweilig ist. Andere Arbeiten sahen (eher) langweilig aus und ihr Sinn erschloss sich einem erst, wenn man in Ruhe den Begleittext dazu las. Mit der erwerbbaren CD kann man sich diesen Luxus zu Hause leisten. Cécile Trentinis (CH) Arbeit gefiel mir sehr gut, sie bestand aus etwa 1 cm großen Quadraten, die scheinbar nur von mittig eingestochenen, mäandernden Heftlinien gehalten wurden. 

Insgesamt war die Ausstellung in Prag sehr schön, inspiriert von internationalen Quilts, wobei ich mit Krawattenquilts nicht viel anfangen kann. Das haben die Macher meiner Meinung nach missverstanden. Anstatt die Seide abgetragener Kraqatten für Quilts zu verwenden, machen sie Applikationen auf vorhandene Krawatten oder nähen sogar extra welche.

Aus den Patchwork-Zeitschriften kannte ich ja schon die Arbeiten von SAQA (Studio Art Quilt Association) und in Prag konnte ich sie nun im Original sehen. If Leaves were blue und If leaves could choose war zum Beispiel ein Thema, zu dem eine Künstlerin zwei ähnliche oder fast identische Quilts gemacht hatte. In der Diashow kann man sie sehen.

Weitere Bilder in der Show zeigen Rhubarb von Karin Oestergaard, Ballet von Lisbeth Madsen, ein Porträt von Dorte Jensen, und den Harry Potter Quilt von Lotte Kling (alle Dänemark). 

Die Anordnung von 6 Dreiecken zu jeweils einem Hexagon gehörte zum Projekt Usbekistan, worüber ich im Netz jedoch keine weiteren Angaben fand. Auch die 'Latvian Quilt Association' (Lettland) war mit - wohl für ihre Gegend typischen - Arbeiten vertreten, aber es gab zu viele schön, erstaunliche und überraschende Arbeiten, als dass man sie alle nennen könnte.

Noch was? Ach ja! Zum ersten Mal sah ich diese wirklich kleinen Miniaturquilts...

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... von denen ein Blöckchen nur so groß wie eine Briefmarke ist.

Would I like to do this? No!

Aber die Quiltchen waren interessant zu betrachten und die meiste Zeit so belagert, dass man sich in der Wartezeit entspannt mit Österreicherinnen *hüstel* anderen Besuchern unterhalten konnte.

 

09.04.2014 um 10:34 Uhr

8. Patchwork Meeting in Prag

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge   Stichwörter: Patchwork, Meeting, Prag, 2014

Praktisch in letzter Minute habe ich davon erfahren, dass eine Woche nach der Patchwork Messe in Erding das 8. Patchwork Meeting in Prag stattfindet. Mensch, denke ich mir, Prag hin und zurück ist eine Tagesreise, da könnste hin! Ich habe Göga nur erzählt, dass mir das durch den Kopf geht, und schon wollte er sich bei Arbeitskollegen erkundigen (hier in Ostbayern ist die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland ja gegeben). Da habe ich noch gebremst. Mein Kopf war noch nicht frei.

Mit dem auslandstauglichen Navi von unserem Sohn (und auch gleich dessen Auto) fuhren wir also am Samstag nach Tschechien. In Prag war das Navi auch dringend nötig, denn wir wurden durch die ganze Stadt gelotst.

Das Patchwork Meeting fand im Hotel STEP und der angrenzenden Sporthalle statt. Soweit ich beurteilen kann war auch die Verköstigung gewährleistet, mit ausreichend Sitzplätzen in einer schönen Ausstellungshalle mit Galerie.

Aber nun zum Fachlichen: schon die ausführliche Ausstellerliste hatte mich neugierig gemacht, weil auf ihr viele Teilnehmer aus der Tschechischen Republik, Dänemark, Großbritannien und Österreich aufgeführt waren, und auch Länder wie die Slowakei, die USA, Rumänien, Lettland, Deutschland genannt waren.

Wir streiften also durch die Räume und mir wurde zum ersten Mal bewusst, dass Fotografieren in den meisten Fällen erlaubt war, und dass die Stände mit Fotografierverbot das auch mit entsprechenden Schildchen kund taten. An manchen Ständen war auch der Hinweis, dass man die Quilts nicht anfassen durfte, was mir von der Quilt Gilde der British Isles besonders deutlich gemacht wurde. Die exotisch anmutende Dame wies mit einer ausladenden Armbewegung darauf hin, that those the quilts were that weren't allowed to be touched and these - mit Handbewegung auf die Büchlein auf dem Tisch - COULD be touched. Aufgrund dieser freundlichen Einladung blätterte ich das Buch auch durch und zeige es auch hier:

 photo vdBritishIsles_zps5e7904fa.jpg

Das einzige Problem war, dass ich grübelte, was alles zu den British Isles zählte. Die Dame wirkte, als käme sie von einer karibischen Insel und wo hatte Großbritannien nochmal gleich überall Kolonien? Falkland, oder so?

Ihr dürft raten!

Und ich muss nun zu einem Termin und für's Erste den Bericht unterbrechen. Aber es geht später oder ein ander Mal weiter.

30.03.2014 um 21:08 Uhr

Patchworkmesse Erding März 2014

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge   Stichwörter: Erding

Mein Tag auf der Patchworkmesse in Erding begann diesmal schon am Vorabend, als ich bei Amazon ein Buch mit Anleitungen bestellte, die man sonst kaum bekommt – außer in einem 5-terminigen VHS-Kurs bei Dachau, das von uns zu weit entfernt ist.

Auf der Ausstellung hatte ich Glück und die Dame war wieder da (sie ist vermutlich jedes Mal da, nur bemerke ich sie nicht immer), die Dame also, die einem stückchenweise die Vorgehensweise erklärt.

Feuer gefangen hatte ich schon zwei Jahre zuvor bei der ersten Sichtung der Technik und nun habe ich zugeschlagen. Einen Teil der Materialien kann ich mir leihen (von Hilde, was hat sie nicht?). Den anderen Teil – in Form eines Easy Loop Turners -  hab ich mir gekauft, aber nicht, um ihn zu dem Zweck zu verwenden, für den er geschaffen wurde.

Ihr kommt nie drauf. Es gibt auch kaum Anleitungen im Netz, also werden sich keine Hinweise in der Linksammlung finden, die es verraten könnten.

Hhm.

 photo Ausbeute_zps39b76120.jpg

 

In meine kleine schwarze Tasche verirrten sich unter anderem: Top Stitch-Nadeln (stoffmadame, du wirst mir erklären müssen, wie man damit umgeht), 5 hochwertige Quiltgarne (von Valdani und Superior Threads), ein Laurel Burch-Stoff mit passenden Begleitstoffen, 5 weiche, indische Baumwollstöffchen (hoffentlich bedeutet weich nach dem Waschen nicht lappig) und eine Sammlung glänzender Pastell-Knöpfchen mit dem zauberhaften Namen ‚Au Jardin’.

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Außerdem erstand ich 30 m Bügelband, einen 1€ Stoffrest und als besonderes Schmankerl einen Siebdruckstoff von Anita Hackl (in orange, mit aufgedruckten Hirschen und schönen Typographien).

Auf der Ausstellung gab es dieses Mal auch einen Wettbewerb, bei dem man mit entscheiden durfte, welcher von 10 eigens ausgestellten Quilts zukünftig den Flyer der Patchworkmesse Erding schmücken wird.

  Und dann gab es noch Quilts zu betrachten – ah ja, wir haben ja schon so viel gesehen, aber es gibt immer wieder Überraschendes.

14.12.2013 um 11:28 Uhr

Vergangenes Main-Quiltfestival

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge   Stichwörter: Main, Quiltfestival

 

Auf der Suche nach neuen Terminen bin ich auf die Quilts des Publikumswettbewerbs gestoßen, die auf dem vergangenen Main-Quiltfestivals ausgestellt waren. Es lohnt sich, die 35 Quilts zum Thema Licht und Schatten noch einmal anzusehen.

http://www.main-quiltfestival.de/de/news  photo KSch_zpse14c99e3.jpg

Der Quilt, der den 1. Platz errungen hat, war es meiner Meinung nach wert. Es soll jedoch nicht mit Leichtigkeit zu lesen sein, was nicht ohne Leichtigkeit geschrieben wurde.  

Hier,wodasVerborgeneblühtimSchattenmeinerSeele, hierwirstdumichfindeninallmeinenFarben. DeinHerzwirddirimDunkeldenWegzeigen. HierwirstdumeineTrauerundmeineWut, meineÄngsteundmeineUnsicherheitentdecken, aberauchmeineunbändigeLustamLeben. UndmeinebedingungsloseLiebe. DuwirstmichseheninmeinerGanzheit, nacktundwürdevoll undduwirstdeineEntscheidungtreffen, obdumichaufmeinemweiterenWegbegleitenwillst.

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06.10.2013 um 17:39 Uhr

Frühmorgens am Strand

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Morgens am Meer gab es Yoga-Übungen - nicht das volle Programm, aber das, woran ich mich erinnerte und was man im Stehen machen kann.

 

 

Utkatasana (Kniebeugen), Konasana I (seitliche Rumpfbeugen), Konasana III (Rumpfbeuge nach vorne mit seitlicher Drehung der Wirbelsäule) und den Sonnengruß.

Um diese Zeit ist man auch nicht alleine am Strand. Mindestens zwei Leute sieht man immer, morgens um kurz nach sechs.

06.10.2013 um 02:37 Uhr

Feuersteinfelder

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Bei unserem Aufenthalt auf Deutschlands größter Insel waren die Feuersteinfelder bei Neu-Mukran eins unserer Ziele.

Feuersteinfelder photo Feuersteinfelder_zpsb7acea86.jpg

 

Dabei läuft man auf der Suche nach geeigneten Feuersteinen eine Weile, bevor man zufriedenstellende Exemplare findet. Ein Spaziergänger zeigte mir gleich zu Beginn einen aufgeschlagenen Stein, dessen Bruchstücke von unseren Vorfahren als Ritzwerkzeug oder Axt (je nach Größe) verwendet werden konnte.

Es war jedoch kein einziger Hühnergott - auf den ich so großes Augenmerk legte - zu finden. Man weiß auch nie, wo man aufhören soll zu suchen, denn immer wieder eröffnet sich ein weiterws schönes Feld, gesäumt von Heide, Wacholder oder Heckenrosen.

Feuersteinfelder entstanden vor 4000 Jahren, als Sturmhochwasser Geröll vom Vorstrandbereich auf bereits bestehende Dünenwälle ins Landinnere warf.

 

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An einem bemoosten Waldsaum fand ich schließlich einen "Altar", der meine Sehnsucht nach einem Fund etwas linderte. Ein Steineturm lenkte meine Aufmerksamkeit...

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... auf hängende Steine, die an einem "Seil" aus ausgerissenen Gräsern gebunden und an einen Ast gehängt waren.

Ich legte zwei Steine dazu und kehrte danach um.

Alles also, nur keinen Hühnergott gefunden!

02.10.2013 um 10:50 Uhr

Ostsee

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Ich sitze gerade an einem Internet-Arbeitsplatz im Haus des Gastes an der Ostsee. Mein Blick fällt hinaus auf's Meer, das mir heute wieder ungewöhnlich hoch erscheint. Wie kann Meer nur so HOCH sein? Ist das der ferne Horizont, der es so wirken lässt?

(da mir der Eintrag bereits zwei Mal entflutscht ist, speichere ich den Bericht zwischendurch)

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Mein Blick fällt außerdem auf den Holzsteg vor mir, von dessen Ende aus ich einen unverstellten Blick auf's Meer hätte. Von dem Arbeitsplatz im Strandkorb aus umrahmen nämlich die Eisen-Holz-Konstruktion des Stegs und Laub und Pinienbäume die Sicht.

Ja... heute ist unser dritter Urlaubstag, und nach Ausflügen nach Sellin mit der sehenswerten Seebrücke und dem lohnenswerten Besuch im Bernsteinmuseum und der Radtour nach Göhren führt uns heute der Weg nach Prora. Dort sind der Strand, der Waldwipfelpfad und das Feuersteinfeld unser Ziel. Wenn ich mutig bin, werde ich einen Sprung ins Meer wagen - entsprechende Ausrüstung (Badeanzug und Bademantel) ist dabei.

Da fällt mir ein - ich wollte mich erkundigen, wie KALT das Meer derzeit ist.

Das wär's für's Erste von den entspannenden Tagen an der Ostsee. Die Internet-Zeit läuft, und da nicht alles wie gewohnt funktioniert, werde ich bald gehen. Die verbleibenden 3 Minuten sind sicher gleich rum.

Schönen Tag euch Allen!

 

07.09.2013 um 20:54 Uhr

Kinding - München (ab: 9:38 Uhr)

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Einmalig wählen wir für die Tagesfahrt nach München die Schnellfahrstrecke des ICE zwischen Nürnberg und München und steigen in Kinding (Altmühltal) zu. Außer uns warten fünf weitere Fahrgäste und wir stellen beim Einstieg fest, dass es sogar zu Zweit schwierig ist, ab dieser Station Sitzplätze nebeneinander zu bekommen (in Fahrtrichtung).

Bald nach der Abfahrt kommen zwei Tunnel, ein dritter… ein vierter… Wenn man nachts oder bei Dämmerung fährt merkt man das kaum. Ein fünfter Tunnel… Diese Strecke hat auf ihren 77 km mit dem Regionalexpress nur 6 Haltestellen, Abfahrtsort und Ziel nicht mitgerechnet. Nie merken wir, dass ein ICE uns überholt, obwohl das Brausen eines vorbeifahrenden Zuges auf dem Bahnsteig so laut war, dass man unwillkürlich zurückwich.

Die Landschaft ist unspektakulär, die Gegend flach, und Bäume versperren immer wieder die Sicht. Man sieht einige Hopfenfelder und Hügel, die sich wie achtlos hingelegte Stoffe wellen; manchmal führen die Gleise durch Hohlwege. Vom Landschaftstyp her sieht die Gegend aus wie in Niederbayern, aber dieser Regierungsbezirk gehört bereits zu Oberbayern.

Über Hirschgarten fahren wir nach München ein. Bei Gelegenheit muss ich mir mal eine Streckennetzkarte ansehen, um einen Satellitenblick für diese Gegend zu bekommen – und meinem Vater alle Ehre zu machen.

In M angelangt, besuchen wir zuerst die Dali-Ausstellung im Münchner Künstlerhaus. Ein Film über/mit Salvator Dali verschafft eine gewisse Übersicht, was der Mann so gemacht hat und trotz marginaler Französichkenntnisse bekommt man einige Momentaufnahmen dessen, was Dali ausmachte. Dass Französisch nicht seine Muttersprache war, merkte man in den ersten Minuten des Filmes an der falschen Konjugation.

Ansonsten setzte Dali sich u.a. illustratorisch mit Themen Anderer auseinander, wie Freuds „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ (Stefan Zweig hatte sie bekannt gemacht), Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ und Carrolls „Alice im Wunderland“. In der urigen Druckerei des Münchner Künstlerhauses konnte man auch 23 seiner Pferde-Bilder sehen.

Mittags gibt es im Bohne & Malz Hirschpflanzerl an Jus mit sautierten Pilzen und Thymiankartoffeln oder wahlweise: mit Frischkäse gefüllte Kartoffeltaschen an Aurorasauce mit Rohkost- und Blattsalaten.

Derart gestärkt starten wir zu Fuß zur Taschenausstellung im Bayerischen Nationalmuseum in der Prinzregentenstraße. Jedoch - auf dem Weg dorthin kreuzen wir den Eisbach…

Ich habe bis dahin nichts vom Eisbach gehört, weiß aber nun, dass er von der Isar abgezweigt wird, unterirdisch verläuft und durch den Englischen Garten fließt. An der Stelle, wo er aus dem Untergrund auftaucht, erscheint er reißend, und durch Störsteine auf seinem Grund entsteht eine Welle, die folgendermaßen genutzt wird…

(Video von mir) http://youtu.be/FVLgmyTMf-A

Toll! Ich finde es toll, dass sich Bewohner in einer Großstadt wie München einem derart abenteuerlichen Sport hingeben können.

Täglich.

Nach der Arbeit/dem Studium/der Schule.

If they wish.

...

Eindrücke zur Taschenausstellung erscheinen dann – vielleicht – später.

28.07.2013 um 19:45 Uhr

Main-Quiltfestival 2013

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Dieses Jahr fand das Main-Quiltfestival zur Zeit der großen Hitze mit angekündigten 38° Celsius statt, die auch locker erreicht wurden. Dementsprechend waren die Besucher weniger und die Zettelchen mit der Aufforderung, nicht zu fotografieren, waren unübersehbar.

 

Nun kann man sich nicht so viel merken, wenn man nicht die Fotos zur Unterstützung hat und aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit habe ich auch nur wenige Notizen gemacht.

Zuerst waren wir in der Stadthalle, weil diese dem Bahnhof am nächsten war. Dort befanden sich die Ausstellungsstände und an einem Stand des PartnerMedienVerlages kam man in den Genuss so manchen Patchworkheftes, das man früher verschmäht hatte. Auch die Patchwork-Gilde hatte ihren Infostand dort, und wenigstens die Wandbehänge, die aus Stoffvorräten gemacht waren, durfte man fotografieren. Jeder hat da ja so seine Vorlieben und es war interessant, anhand der Beschreibung zu sehen, welche Stoffe aus dem eigenen Stash und welche anderweitig hinzugefügt waren.

 

Von der Ausstellung im Schloss habe ich mir vier Dinge notiert, um die Quilts oder Details davon nicht gänzlich zu vergessen:

  • Da war zum einen die Publikumsabstimmung zum Thema Licht und Schatten, für die ich vor lauter Schreiben keine Zeit zum Abstimmen hatte, aber ich hörte Jemanden die Nummer meines Favoriten murmeln, und dachte, ja, dann isses gut, dann kriegt er ja eine Stimme.
  • Dann gab es die Textile Art/Art Quilt/Mixed Media (Titel, unter denen ich mir relativ wenig vorstellen kann) mit so erheiternden Titeln wie ‚Cocooning’ oder ‚Die Logik der Rosen’ und Wandbehänge aus Batikstoffen, die mit Fäden ‚nachgemalt’ waren (Britta Ankenbauer). Und man konnte Quilts im Siebdruck bewundern, veredelt mit Gold, Farbe und aufgesteppten Buchstaben, wie ‚Tempus Fugit III’  und ‚Illumination’ (mein persönlicher Favorit) von Juliette Eckel.
  • Vom ABC des Art Quilts ist mir nur der aus dunkelbrauner Seide mit den goldenen und bronzefarbenen Rocailles und den aufgeklebten versteinerten Schnecken in Erinnerung. Nur zu welchen Buchstaben dieser Keilrahmenquilt gehörte (M vielleicht, für Margitta?) und wer ihn gemacht hatte?  Nur mit Notizen - ohne Fotografieren - war die Zeit einfach zu knapp, Dinge zu verstehen. Dabei würden eigene Formulierungen, weitergegeben von Mund zu Mund, zur Verbreitung und zum Verständnis beitragen.
  • Die Arbeiten mit den kurvigen Frauen von Will Fritsma waren auch beeindruckend. Obwohl ich schon Abbildungen in Zeitschriften gesehen hatte, wo sie mir nicht gefallen hatten, hätte ich sie mir in echt gerne noch länger angeschaut und Details studiert – es waren ja auch mehrere Quilts mit dem selbem Thema

 

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 Die Ausbeute. Nur ein Stoff fehlt, der war gerade beim Trocknen.

 

Im Bürgerhaus Nilkheim, wohin sich eine Fahrt mit der kostenlosen Quiltlinie immer lohnt, waren Quilts von Bernadette Mayr, Elfriede Bohle und Rita Schaffer ausgestellt.

 

  • Bernadette Mayrs Quilts bestechen durch die großen Formate und ich war freudig überrascht, den klein vermuteten Wüstenquilt von der Ankündigung in ebenso großer Ausführung zu sehen wie die übrigen Quilts. Statt Fotos habe ich dann Namen und Aussehen von 12 Quilts notiert, das waren aber längst nicht alle. Es gab u.a. einen Muschelteppich aus Jeans, den neuen Blätterquilt Indian Summer, die Regatta (gelbe Schiffe auf weißem Grund und weiße Schiffe auf gelbem Grund, mit großen Wellen über jeden zweiten Block gequiltet und kleineren Wellen in den Zwischenräumen). Winternacht und Winterwald (mit Bettwäschespitzen) konnten begutachtet werden, ebenso Quilts mit Fischen und Muschelrosa, ein Quilt abwechselnd angeordnet mit rosa Halbkreisen und dem Drunkard’s Path als Seepferdchen.
  • Elfriede Bohle aus Österreich hatte z. B. mehrere etwa 30x30 cm Blöcke in traditionellen Mustern gemacht, die auf Keilrahmen gespannt waren und größere Wandbehänge dazu mit moderner Umsetzung des gleichen Blockes. Das erschloss sich mir beim Betrachten aber gar nicht. Normalerweise würde ich fotografieren, dann die dazugehörende Beschreibung suchen, querlesen, fotografieren und zuhause am PC noch mal nachlesen. So aber hab ich erst auf dem Bernina-Blog erfahren, was es mit diesen Blöcken auf sich hatte.

 

Auf einem ihrer schönen Quilts stand, dass der Patchworker drei Möglichkeiten habe, zu schaffen, nämlich durch Nachdenken, das sei die edelste, durch Nachahmen, das sei die leichteste und durch eigenes Tun, das sei stetes freies Schaffen.

  Voila!

Nun wissen wir, warum wir nicht fotografieren sollten!

 

Jemand hat gesagt, wenn man nicht fotografiert, habe man mehr Ruhe, die Quilts zu betrachten. Aber wenn man keine Fotos zur Erinnerung hat, vergisst man das Gesehene auch schnell. Schriftliche Notizen brauchen durchaus das Foto als Unterstützung der Erinnerung. 

Aber wisst’s was?!

Wenn sie das Fotografieren nicht wollen, dann wird’s ihnen auch so reichen.

Bilder zur Ausstellung:  http://www.berninablog.com/2013/07/main-quiltfestival-2013/

28.04.2013 um 20:33 Uhr

NADELWELT Karlsruhe 2013

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Ich werde nicht mehr kochen, putzen, Wäsche machen…

…sondern nur noch Quilts nähen wie Willy van de Beek-Oldenhof.

Glaubt man ihrem Lebenslauf, quiltet Willy erst seit 2007. Aber auf mich wirkt es, als hätte sie 20 Jahre Erfahrung. Die Farben erinnern an orientalische Stoffe und die Wandbehänge haben einiges Zierwerk, wie man es von orientalischen Ornamenten kennt. Es ist nichts dabei, wo man sagen könnte, da wurde sich keine Mühe gegeben oder es wäre nachgenäht. Die Anordnung in den Arbeiten suggeriert eine gewisse Stabilität und später lese ich, dass Jugendstilbilder äußeres Gestaltungs-Vorbild für die Quilts der Künstlerin sind.

In die Wandbehänge sind (wohl selbstgefertigte) Puppen mit eingenäht und neben einfachen wurden auch sehr elegante Stoffe verwendet. Soviel ich verstanden habe sind sie selbstgefärbt. Auch auf den Rückseiten befinden sich teilweise schöne Muster: bedruckt, zusammengesetzt… Wahrscheinlich Versuche, die nicht verwendet wurden, aber auch nicht weggeworfen werden sollten.

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Ich habe keine Ahnung, wie die Blüten gemacht oder ob sie nicht vielleicht fertig gekauft sind, aber von den Perlen am unteren Rand sind ein paar… aufgefädelt und angenäht.

Manche Wandbehänge sind mit Medaillons verziert und die Frauengesichter wirken religiös. Stickereien (vom Flohmarkt?) wurden zerschnitten (nach der Schnellschneidemethode – mehrere aufeinandergelegt und kreuzweise durchgeschnitten) und neu zusammengesetzt. Aber nie sieht es billig aus. Auf freihandgequilteten Flächen wechseln sich Kreuzsticheinschlüsse und Knötchenstickereien ab und viereckige Atarashis ergänzen sich mit gemalten Motiven.

In Willy van de Beek-Oldenhofs Lebenslauf stehen – auf niederländisch - einige Details zum Werdegang und auch, dass man fotografieren darf. Wenn ich mir das selber laut vorlese, verstehe ich sogar einiges.

Ihr Blogeintrag: http://willyvandebeek.blogspot.de/2013/05/met-beide-benen-weer-op-de-grond.html

Und hier: http://www.blogigo.de/Roter_Faden/Willy-van-de-Beek-in-Karlsruhe/5803/

***

Sehr gut gefallen haben mir auch die Farbmalereien von Christine Trentini. Und Farbmalereien konnte man es wirklich nennen, denn auf weißem Untergrund gab es viele bunte oder einfarbigen Linien und Doodles zu sehen, in Quiltgrößen von etwa 1m im Quadrat und größer.

***

Beeindruckend zu sehen war auch die Arbeiten von Brigitte Morgenroth, u.a. ein halbfertiger Log Cabin, auf dessen Unterseite zu erkennen war, dass er (unüblicherweise) in Paper Piecing-Technik gemacht und die Seide vlieselinverstärkt war.

***

Auch die untergehende Sonne, eine Gemeinschaftsarbeit der Karlsruher Patchworkgruppe, hat toll gewirkt.

 

Nach drei Stunden Quiltbesichtigung und –besprechung hatten wir dann noch eine Stunde Zeit zum Einkaufen und nutzten diese eifrig. Wären wir nicht an bestimmte Züge gebunden gewesen, wären wir wohl länger geblieben. So aber nahmen wir mit der Zeit vorlieb, die uns noch blieb und kauften ein paar wirklich wichtige Dinge.

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Die wirklich wichtigen Dinge: Stempel, Ölkreide und ein paar Stoffe

 

Bis zum nächsten Jahr, NADELWELT Karlsruhe!

 

Weiterer Blogbericht:

http://anaslua2.blogspot.de/2013/04/nadelwelt-karlsruhe-2013.html?showComment=1367439416574

und hier (letztes Bild: Fadenmalerei von Cecile Trentini)

http://bitzlis.blogspot.de/2013/04/ausstellungen-expositions_28.html

09.03.2013 um 21:45 Uhr

Yin Xiuzhen

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Möglicherweise werde ich meine Ansicht zu Altkleidern in Zukunft überdenken und mehr in die Mülltonne werfen, um nicht die traditionelle Stoff- und Kleiderherstellung in ärmeren Ländern zu gefährden oder um das Aussetzen von abgetragenen, mit Yak-Butter gefüllten Schuhen in Nepal durch chinesische Künstlerinnen zu vermeiden.

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Ein Stück Straße und 'Thought', von der Brüstung aus betrachtet.

Die Leute, die an der Straße stehen sind  Besucher der Ausstellung.

Denn auf der Ausstellung von Yin Xiuhen gab es allerlei Merkwürdiges zu sehen. Die großen Installationen wie Flugzeugreifen, ein Herz, ein Gehirn oder das Stück Straße sind mit Kleidungsstücken bespannt und es sieht manchmal schon befremdlich aus, wenn sich einem mehrere Rollkrägen wie Tentakelaugen entgegenrecken oder Ärmel und Knopfleisten die Gebilde bespannen.

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Der Kleinbus von innen. Ein Kleinbus symbolisiert in China Gemeinschaft,

weil viele Leute Platz darin haben. Und in diesem gestreckten Bus haben noch mehr Leute Platz.

Dennoch ist die Ausstellung beeindruckend, vor allem, wenn man manche Werke von innen betrachten kann, wie ‚Thought‘, das sich wie ein Firmament über einem spannt oder der chinesische Kleinbus, der trotz seiner Länge wie eine heimelige Höhle wirkt. ‚Engine‘ ist ein weiteres dieser großen Gebilde und sieht aus wie ein menschliches Herz, außerdem gibt es ein Stück Straße, ein weißes Flugzeug und eine dicke Rolle aus Schals. Sie alle bestechen durch ihre Dimensionen. 

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In dem Raum mit den Regalen sehen die Regalinhalte nur von vorne wie nachgebildete Bücher aus. Von hinten betrachtet kann man noch die Kleidungsstücke erkennen, die die ‚Bücher‘ mal waren – Blusen mit Rüschen, Rock oder Hemden. Das ist nicht unbedingt schön, aber was zum Staunen.

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Ein weiterer Teil der Ausstellung besteht aus Koffern, in denen nachgebildete Städte, in denen die Künstlerin schon ausgestellt hat, zu bestaunen sind. Auch sie sind aus Altkleidern gemacht, jeweils von den Einwohneren der Städte. Hier ist es eine chinesische Stadt.

Inspirierend waren weiterhin die Bilder mit den Türen und Toren. Türen und Tore - mit Blick von innen nach außen und von außen nach innen; auch aus dem Haus der Künstlerin.

Überhaupt waren die Beschreibungen zu den einzelnen Kunstwerken jeweils aufschlussreich zu lesen. Das kann man gar nicht alles wiedergeben.

Morgen ist die Ausstellung noch geöffnet, in der Kunsthalle in Düsseldorf, Eintritt für Erwachsene 5,50 Euro.

 

28.02.2013 um 12:25 Uhr

Passauer Quiltausstellung

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Der Februar hat uns zwei Quiltreisende in diesem dunklen Winter in den Bayerischen Wald geführt zu einer Ausstellung in die Passauer Europa-Bücherei, wo die dortigen Quilterinnen ihre Werke zeigen.

 

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Nun ist es in einer engen Altbau-Bücherei nicht besonders glücklich, Quilts, die ja auch durch Fernwirkung bestechen, aufzuhängen. Aber wir haben trotzdem schöne Arbeiten gesehen.

Es gab Themenquilts wie Schwarzweiß trifft … (rot, blau, grün, orange),  Wandbehänge mit Monogrammen, Bettwäschequilts und nachgenähte Bilder des Malers Ton Schulten.

An schönen Einzelarbeiten – traditionellen und modernen – konnte man die Machart studieren. Davon sind mir vor allem der Flug der Kraniche, ein rot-weißer-schwarzer Samplerquilt und eine nachgenähte Kinderzeichnung in Erinnerung. Man muss gar nicht so viel sehen und manche Arbeiten wirken in kleinem Rahmen.

Über die zugige Marienbrücke pilgerten wir dann zu der Adresse in der Innstadt, wo wir einen Stoffladen vermuteten, der sich allerdings als Werkstatt entpuppte.

Vielleicht…

…hätte ich doch klingeln sollen und fragen, ob ich Bilder von der Ausstellung zeigen und Namen nennen darf.

23.02.2013 um 18:37 Uhr

Regensburg - Passau

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Lässt man Regensburg hinter sich und fährt Richtung Passau kommt man in die weite Donauebene mit flachem Land, so weit das Auge reicht. Nur ganz ferne zieht sich ein dunstiges Band, das entweder Horizont ist oder Wald. Später beginnen die ersten Hügel und man versteht, dass diese weite Ebene eine Begrenzung haben muss. Und noch später werden diese Hügel zu  Höhenrücken, wie im Voralpenland. Das sind die Ausläufer des  Bayerischen Waldes.

In der Ebene stehen so kleine Dörfer, dass man wegen der Flachheit nicht sieht, wie klein sie sind. Mit den Augen misst man sie aus – eine Kirche mit einigen Häusern nebendran, zwei oder drei Gehöfte stehen im Vordergrund und im Hintergrund werden es genauso viele sein. Die Kirchen in diesen Dörfern sind wie Fingerzeige nach oben – die Hand zur Faust gelegt, der Zeigefinger zeigt zum Himmel, so hat es der Pfarrer in der Schule gesagt, und so sehen sie hier aus. Erst mit dem Ende des Zwiebelturms beginnt die Spitze.

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(leider Spiegelungen des Zugfensters)

Ich blättere in der Zeitschrift und bin mir nicht sicher, ob der abgebildete Hirsch im Wald dort wirklich stand oder ob er hineingeschnitten wurde – so verklärend sind die Bilder, gemischt mit ebensolchen Worten. Sie bergen eine Gefahr – die Gefahr der Heimattümelei. Die Zeitschrift nimmt sich auch den Raum, eine ganze Seite nur mit einer Draufsicht auf den verschneiten Bayerischen Wald zu bedrucken, garniert mit einem Dichterspruch. Und der Hirsch ist trotzdem echt, wie man später liest. Die Sprache ist vertraut. Sie ist in einem Hochdeutsch geschrieben, das bayrisch klingt. Das gibt’s. Ganz ohne Heimattümelei.

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Die nächste Ausgabe der ‚Servus‘ erscheint am 26. Februar und man bekommt sie u.a. an Tankstellen – hoffentlich auch an unserer.

16.09.2012 um 18:21 Uhr

Spaziergang um Essing

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Ein Spaziergang durch Essing und Umgebung bescherte uns vor kurzem reizvolle Blickwinkel. 

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Beginnend im engen Altmühl-Örtchen führte uns der Weg über eine Steigung an einem Blautopf vorbei...

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einer Quelle, die ihre Farbe von den Mineralien erhält, die das Sickerwasser aus dem Kalk- und Dolinengestein des Berges wäscht.

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Über die längste Holzbrücke Europas - im Volksmund liebevoll 'Tatzelwurm' genannt - überquerten wir den Main-Donau-Kanal.

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Nach einem schattigen Rundweg führte uns der Weg wieder am malerischen Ausgangsort vorbei. Sinnigerweise sind hier moderne Kunstwerke zum Thema 'Farbe am Kanal' aufgestellt. Die sich im Wasser spiegelnden Häuserfronten sind allerdings ausdrucksstärker.

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(Burgruine Randeck)

Die Vielzahl der Burgen und Ruinen an diesem Teilstück der Altmühl veranlasste mich zu der Frage nach dem Warum. Gab es hier so viele reiche Leute (in dieser heute hauptsächlich touristischen Gegend)? Nach einer Unterhaltung mit anderen Besuchern war die Frage schnell geklärt. Die Altmühl wurde schon immer beschifft und in diesem engen Tal konnte häufig Wegezoll kassiert werden Beschäftigt.

10.09.2012 um 20:09 Uhr

Quiltmesse in Erding

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Gestern haben Hilde und ich uns wieder auf den Weg nach Erding zur Quiltmesse gemacht.

Das Schöne an dieser Ausstellung ist, dass man eine überschaubare Menge an teilweise umsetzbaren Ideen vor sich hat, bei der man den Eindruck hat, man könnte irgendwann mit den Nacharbeiten nachkommen. Fröhlich Es gab u.a. ein paar Atarashis, in ihrer Einfachheit verblüffende Applikationen (Olivenzweige und Giraffenhälse), genähtes Gebäck und viele andere wirkungsvolle Arbeiten.

Besonders schön fand ich das spiderweb von Michaela Mosmüller (4. Bild von oben), mit einer Spitzendecke in der Mitte, zwei Streifen Flechtwerk , Rosen in Crazy-Technik und auch ansonsten nachvollziehbaren Techniken. Und großartig, wie ich fand!

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Die Stücke, die wir eingeschickt haben, hingen im Fenster - wie schön! Man sieht dann zwar wegen der Höhe Details nicht so gut, aber die Wirkung an dieser Stelle ist sehr gut. Hier hängen Hildes Umsetzung von der 'Träumerin' und ihr vierteiliger Weißquilt aus Flechtwerk und Falttechniken, daneben mein Frühlingsvorhang (der wurde ja schon oft genug im Blog gezeigt).

Von den Vorführungen habe ich mir Meshwork zeigen lassen, das Flechtwerk, von dem es bisher nur japanische Bücher gibt, so die Kursleiterin. Diese Technik fand ich sehr interessant, zumal im Frühjahr ein grüner Quilt in verschiedenem Flechtwerk ausgestellt war, der mich sehr beeindruckt hatte.

 

05.09.2012 um 14:16 Uhr

Herbst-Quiltmesse in Erding

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Am kommenden Sonntag, den 9.9. 2012 ist es wieder soweit. In der Stadthalle Erding findet die Herbst-Quiltmesse statt. Das ist eine Gelegenheit, Selbstgemachtes zu zeigen und anderes Selbstgemachtes zu betrachten, das sonst nur in Wohnzimmern, Fluren oder an Fenstern in privaten Räumen hängt.

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Da Hilde zwei Stücke zeigen wird (Die Träumerin und ...) habe ich meinen Frühlingsvorhang hingeschickt. Man sieht sich!

22.04.2012 um 17:25 Uhr

Frühling lässt sein blaues Band

von: Bloomsbury   Kategorie: Reisen und Ausflüge

Gestern war ich mit Hilde auf einer Ausstellung der "Fröhlichen Quilterinnen Wolkersdorf" und der "Quiltgruppe Rednitzhembach" in Dietersdorf bei Schwabach. Die Ausstellung hatte den Frühling zum Thema und war schön gemacht. Wir lernten eine Quilterin kennen, die ihren kleinen, schwarz-bunten Quilt beim Aufhängen zufällig am Fenster abgestellt und dadurch gesehen hatte, wie schön das durchscheinende Licht die Farben wirken lässt.

Beim Rundgang im oberen Stockwerk ließ dann der Akku der Kamera nach, weshalb ich einige der frischen Frühlingsquilts (etwa in der Größe 40 x 40 cm) nicht festhalten konnte. Einige waren in hellgrün und tiefblau gehalten, ein anderer ähnelte mit seinen gelöcherten Blöcken in unterschiedlichen Farben meinem Frühlingsvorhang. Ein weiterer Quilt enthielt einen schönen Hortensienstoff (klein geschnitten in etwa 3 cm Quadrate - ich frage mich immer wieder, wie man das schafft Fröhlich ).

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Mitgenommen habe ich - neben neuen Eindrücken von Quilts und einem fränkischen Dorf - dieses kleine Behältnis zum Aufbewahren von Münzen. Es gab auch verstürzte Herztopflappen zu kaufen. Interessant! Interessant!