Boys don´t cry

30.10.2005 um 22:24 Uhr

Mein Leben derzeit

von: Ryan

Ich versuche mich abzulenken, krampfhaft und permanent.

Ich geh seit Mittwoch nur noch feiern, mit irgendwem was trinken. Heute war ich 2 Stunden lang Fahrrad fahren irgendwo durch Hamburg, hab zwischendurch mein Fahrrad an ner Parkbank geparkt, eine geraucht und geschaut wo ich als nächstes hinfahre.

Nur um nicht zuhause zu sein, nur um nicht mit meinen Gedanken alleine zu sein. Mir ist sovieles im Moment so egal. So egal, dass es schon nicht mehr normal sein kann. Ich leb mein Leben weiter, mehr schlecht als recht, ich frag nicht wieso und warum, ich steh einfach jeden morgen auf und tue die Dinge, die man so tut.

Nichts auf das ich mich freuen könnte. Tausend traurige Menschen um mich herum, denen es ähnlich geht. Ich unterhalte mich, ich treffe Menschen, und es bedeutet mir nichts. Ich bin seltsamer Weise einfach ich selbst - weil es mir egal ist ob die Menschen mich mögen oder nicht- Und die meisten mögen mich.

Ich bin eigentlich ein Mensch, der sich über zuviel Gedanken macht und aus diesen Zweifeln heraus unsicher wird. Ich bin nicht unsicher, ich hab keine Zweifel, mir ist alles egal. Ich bin nur ich selbst. Mir fehlt für alles andere die Kraft. Fluch oder Segen?

Ich schätze es liegt auch daran, dass die Sonne früher untergeht und mir bewusst wir, dass die Wintermonate kommen. Ich empfinde es fast schon als Geschenk, dass wir heute 20 Grad draussen hatten. Sonst wäre ich auch nicht Fahrradfahren gewesen.

Ich hab 5 kg zugenommen. Das kotzt mich grade ziemlich an. Innerhalb von 4 Wochen von 58kg auf 63 wieder.

Meine Exfreundin feiert ne Party und ich bin nicht eingeladen, weil sie mich noch nicht sehen kann. Von wegen Freundschaft sei ihr wichtig ... ich bin kurz davor aus Trotz und Wut ihr ne Nachricht zu schreiben, dass ich sie nie wieder sehen will. Nie mehr in diesem Leben.

Und so gehts mir im Moment auch. Ich bin auch nicht an Freundschaft und diesem oberflächlichem Bla bla interessiert, aber ich hatte in der Hoffnung gelebt, sie sei es. Zumindest interessiert an mir als Mensch. Scheint nicht so zu sein. Ich hab ihr an diesem Abend, als sie sich von mir trennte auch gesagt, sie müsse sich um meine Freundschaft bemühen, wenn sie sich schon nicht um die Beziehung bemühen könnte. Und sie hat tausend Eide geschworen ... egal was ich mache, ich glaube an das Gute im Menschen und werde enttäuscht.

Vielleicht brauche ich das als Selbstschutz, dass mir äußerlich alles egal ist. Zumindest empfinde ich so - wenn ich wach bin. Nachts träume ich sehr schlecht, wache bestimmt 3 mal pro Nacht auf --- Verdrängungsmechanismus schätze ich.

26.10.2005 um 02:07 Uhr

James Blunt - Goodbye my Lover

von: Ryan

Did I disappoint you or let you down?
Should I be feeling guilty or let the judges frown?
'Cause I saw the end before we'd begun,
Yes I saw you were blinded and I knew I had won.
So I took what's mine by eternal right.
Took your soul out into the night.
It may be over but it won't stop there,
I am here for you if you'd only care.
You touched my heart you touched my soul.
You changed my life and all my goals.
And love is blind and that I knew when,
My heart was blinded by you.
I've kissed your lips and held your head.
Shared your dreams and shared your bed.
I know you well, I know your smell.
I've been addicted to you.

Goodbye my lover.
Goodbye my friend.
You have been the one.
You have been the one for me.

I am a dreamer but when I wake,
You can't break my spirit - it's my dreams you take.
And as you move on, remember me,
Remember us and all we used to be
I've seen you cry, I've seen you smile.
I've watched you sleeping for a while.
I'd be the father of your child.
I'd spend a lifetime with you.
I know your fears and you know mine.
We've had our doubts but now we're fine,
And I love you, I swear that's true.
I cannot live without you.

Goodbye my lover.
Goodbye my friend.
You have been the one.
You have been the one for me.

And I still hold your hand in mine.
In mine when I'm asleep.
And I will bear my soul in time,
When I'm kneeling at your feet.
Goodbye my lover.
Goodbye my friend.
You have been the one.
You have been the one for me.
I'm so hollow, baby, I'm so hollow.
I'm so, I'm so, I'm so hollow.

25.10.2005 um 21:01 Uhr

Widersinniges Verhalten

von: Ryan

Musik: The Cardigans - For what its worth

Also ich bin ja Krankenpfleger, im Moment auf einer Entzugsstation. Ich hab in den letzten Tagen viel gearbeitet, keinen Alkohol getrunken, es geht also halbwegs wieder. Noch vor wenigen Tagen hatte ich einen Rückfall, hab mich selbst verletzt, Selbstmordgedanken bla bla.

Heute auf Station kam eine Patientin zum Drogenentzug. Autoaggressiv, suizidal. Wir hatten die Sachen noch nicht durchsucht (macht man so bei Junkies, die bringen meistens noch Alkohol oder Drogen mit). Naja, sie hat sich dann auch gleich auf Toilette geschnitten, ich war der Arsch, der sie gefunden hat.

Anstatt verständnisvoll zu reagieren, weil ich selbst betroffen bin/war, was ich abgrundtief sauer. Ich war alles andere als verständnisvoll, ich hab ihr sogar gesagt, sie solle sich mal nen bissle zusammenreissen.

In der Übergabe wurde uns dann ihre Krankheitsgeschichte erzählt, und das einzige was ich dazu sagen konnte war: "Das kann ja heiter werden mit der."

Wie abgehärtet bin ich denn bitte? Mich berührt das überhaupt nicht. Was erwarte ich? Dass diese Frau gefälligst die Normale raushängen lässt, wenn ich Schicht hab? Mir gehts auch nicht grade gut, aber ich hab immer noch genug Selbstdisziplin um weiter zu leben. Also muss sie das gefälligst auch?

Oder neulich hatten wir nen Selbstmordversuch, mussten den Patienten fixieren, ich musste ne halbe Stunde Sitzwache machen, im 3 Minuten Takt Blutdruck und Puls kontrollieren, weil die Intensiv erst ein Bett freimachen musste. Ich war nur angepisst. Was fällt solchen Leuten ein sich umzubringen? Obwohl ich es doch verstehen müsste, aber ich glaube das will ich gar nicht. Vielleicht würde es mich treffen? Vielleicht auch nicht, ich denke eher nicht.

Vielleicht kann ich auch zu gut abschalten, mein Job ist mein Job, und meine Patienten haben nichts mit mir selbst oder meinen Problemen zu tun.

Zumindest wunder ich mich grade über mich selbst.

21.10.2005 um 23:03 Uhr

Erinnerungen

von: Ryan

Ich hab morgen Frühschicht, bin immer noch wach, trinke Rotwein und rauche zuviel ... und hab meine alte Kiste rausgekrammt, wo Dinge drin sind, die ich aufbewahrt hab, Kinokarten, Konzerttickets, kleine Zettel, die wir uns in der Schule geschrieben haben.

Das alles ist so lange her. Und ich hab soviel vergessen. Wie ich mir das Knie am Osterfeuer zerscheppert hab, dass wir auf dem Hurricane Festival mit ner leeren Flasche Fussball gespielt haben, dass wir uns jedes Wochenende getroffen haben um irgendwelchen Mist zu machen, und wenn wir nur mal spontan nach Köln gefahren sind weil wir alle noch nie in Köln waren.

Ich hab soviel vergessen ...

21.10.2005 um 21:26 Uhr

Das Lied was ich im Moment dauernd höre

von: Ryan

Und was macht eigentlich Baby Melancholie mit einer Überdosis Zeit?

Baby Melancholie - mit seinem Selbstmitleid?

Und was macht dann den Unterschied ohne Relation? Und Wenns morgen also morgen gibt, warum nicht heute schon?

21.10.2005 um 20:16 Uhr

Wie es mir so geht

von: Ryan

Musik: Depeche Mode - Precious

Ja, eigentlich gut. So lala.

Ich lenke mich ab, ich versuche der Wahrheit nicht ins Auge zu sehen, ich höre viel Musik und ich habe wieder angefangen zu malen. Eigentlich sehr positiv.

Meine Arbeit ... ich erwarte zuviel, dadurch dass ich weiss, dass ich es eh niemanden recht machen kann. Egal, wie ich arbeite, ich hab das Gefühl, die anderen sehen nicht was ich tue. Dadurch hab ich auch schon fast keine Lust mehr irgendetwas extra zu machen. Ich versuche das, was ich machen muss, so gut wie möglich zu machen. Aber ... auf Chirurgie war ich immer sehr begeistert, heute ist das nicht mehr so.

Ich rauche wieder ziemlich viel. Scheiss drauf, ich kanns mir jetzt nicht abgewöhnen, ich hab auch eigentlich keinen Grund, er wäre mein Grund gewesen, aber ... ja, wie das eben ist.

Er - ich versuche zu reflektieren. Er wirkt so perfekt, er kann mich für soviel begeistern, ich fühle mich so wohl bei ihm. Bei ihm mag ich mich selbst sogar. Das war noch nie so. Und er ist der erste Mann, vor dem ich nicht versuche wegzulaufen. Mal davon abgesehen brauche ich dringend Sex. Und ich möchte mit niemand anderen schlafen als mit ihm. Ich könnte wahnsinnig werden bei dem Gedanken.

Aber er weiss, dass er mich nur enttäuschen wird. Und er ist zu lieb um das zu tun.

Ich empfinde mein Leben im Moment als wahnsinnig langweilig und alles was ich tue wirkt so unbedeutend. Meine Freunde sind langweilig oder ich erwarte zuviel. Ich will soviel vom Leben und ich will meine Zeit so gerne nutzen. Ich möchte soviel machen und soviel unternehmen, aber irgendwie hat keiner Zeit.

Meine Freunde melden sich nicht von alleine, wir sehen uns nur wenn ich mich melde alla: "Was macht ihr heute Abend?" - "Ja wir gehen da und da hin." - "Ist in Ordnung wenn ich mitkomme?" - "Klar, ist super." Aber es kommt nie mal so von alleine: "Ryan, wir wollen heute Abend was machen, kommst du mit?" Auf Geburtstage werde ich anstandshalber eingeladen. Zumindest kommt es mir so vor.

Meine Exfreundin will mich wieder. Wir haben seit der Trennung 2 Mal telefoniert, beim letzten Mal hat sie geweint. Ich hab kurz drauf mit nem guten Kumpel von uns beiden geredet und er meinte, sie käme mit der Situation nicht klar und sie vermisst mich mehr als sie dachte. Und irgendwie hätte sie wohl auch geäußert, dass sie mich zurück haben wolle.

Aber das hat mir klar gemacht, dass es mir nicht so geht. Nein ich will sie nicht, ich mag sie menschlich sogar gar nicht mehr. Im Grunde genommen hat sie sich zu einem Menschen entwickelt, den ich mit seinen Werten und seinem Verhaltem verabscheue. Aber ich hab diesen Menschen geliebt. Aber ich hab mich in eine ganz andere Frau verliebt.

Frauen - "Such dir doch ne nette Freundin, gibt soviele hübsche Frauen." Ich will keine Frauen mehr, ich kanns mir auch gar nicht mehr vorstellen. Überhaupt nicht mehr. Seltsam. Vielleicht sperr ich mich auch gegen alles weil ich so fixiert auf ihn bin.

Ich bin erkältet, huste mir die Lunge aus dem Leib und trinke Haufenweise Bronchialtee. Und rauche trotzdem wie bekloppt. Mir tun die Bronchien teilweise schon beim Atmen weh.

Und mein Rückfall - ich steh morgens unter der Dusche und denk mir jedes Mal wieder: "Was hast du getan?" Aber was nützen Vorwürfe im Nachhinein? Nichts, das traurige ist, dass ich es verstecken kann und es wird niemanden auffallen wie extrem mein Verhalten in emotional weniger gefestigten Situationen ausschlagen kann. Nicht dass ich es freiwillig jemanden zeigen würden, nein ich schäm mich auch dafür. Aber wie leicht trägt man sowas durch die Welt. Man sitzt mit Menschen an einem Tisch, trinkt Kaffee, unterhält sich und niemand weiss, dass man eine zerschnittene Wade hat. Jedem würde der Atem stocken, alle wären zu tiefst schockiert und vielleicht würde man erahnen können wie es manchmal innerlich in mir aussieht - aber so wirds nie sein.

Auf der anderen Seite möchte ich auch nicht, dass irgendwer weiss wie verletztlich ich emotional sein kann, dass ich teilweise krankhafte Depressionen habe und mich emotional manchmal in Zuständen befinde, die ich kaum ertrage. Nicht oft, aber es ist definitiv ab und zu so. Bei der Trennung war es schlimm, und jetzt dieser Rückfall. Die meiste Zeit bin ich trotzdem stabil. Vielleicht werde ich damit alt.

Das traurige ist, dass soviele liebe Menschen mir hier antworten. Dafür bin ich auch wahnsinnig dankbar. Aber den Menschen, denen ich in die Augen schaue täglich, die wissen nichts davon. Denen kann ich mich nicht so öffnen. Ich konnte es bei meiner Ex, aber auch nicht in dem Ausmaß. Ich glaub selbst bei ihr, hab ich nur die Oberfläche von dem angekratzt. Und bei ihm - es bringt eh nichts sich darüber Gedanken zu machen. Ich würde den meisten Menschen in meiner Umgebung eh erst erlauben in meine kaputte Seele einzutauchen, wenn ich wüsste, dass sie mich so sehr lieben, dass es sie nicht verschrecken würde.

20.10.2005 um 03:09 Uhr

Selbstverletzendes Verhalten - Rückfall

von: Ryan

Ja Gott, verfickte Scheisse ... wenn ich nicht mehr ein und aus weiss und mir alles zuviel wird und ich denke, dass der Himmel über mir hineinbricht, dann tue ich es.

Sollte ich nicht, vor 2 Monaten bei der Trennung von meiner Exfreundin (mit der ich 2,5 Jahre zusammen war) war das letzte Mal. Ich hab mir die Brust zerschnitten. Warum? Keine Ahnung, um den Schmerz rauszulassen? Damit Sie sieht was sie mir angetan hat?

Vielleicht tut man es deswegen, damit andere Menschen körperlich sehen, was man ihnen seelisch angetan hat. Scheiss Methode um Mitleid zu bekommen. Ich habs immer versteckt, meine Eltern und meine Freunde sollten es nie sehen. Und NACH der Trennung dachte ich: "Gut, ist passiert, scheiss Stelle ... kacke." Ich hab jeden Tag Zinksalbe draufgeschmiert damit, es schnell abheilt, damit keiner mitkriegt wie krank ich psychisch bin.

Damit ich es bei der Trennung als Rückfall in Extremsituatuation verbuchen kann.

Und heute? Heute ist es mir scheiss egal. Sieht eh keiner. Niemand.

50 Schnitte auf der Wade, in 2 Gebieten, die ich gut mit Pflaster abdecken kann. ER wird das eh nicht sehen. Von daher egal. Mieke wird das auch nie sehen. Niemand. Warum soll meine Wade dann heil bleiben?  Es ist egal. Mich fickt eh niemand, insofern ist es egal. Ich hab so geschnitten, dass ich es gut mit Pflaster abdecken kann.

Scheiss egal-Haltung - wie ich sie hasse - aber was soll ich machen? Ich könnte mich vor ne U-Bahn schmeissen oder cutten. Und mich nebenbei betrinken mit SEINEM Lieblingsbier. Whatever. Was soll ich machen? Mich ins Bett legen und heulen? Nach 2 Stunden aufstehen und heulen und rauchen? Nein. Nein das geht nicht. Ich betrinke mich und versuche die Zeit so gut rumzukriegen wie es geht. Und ich halte sie sonst nicht aus.

Und ich denke, wenn ich rückfällig werde, hauptsache es sieht keiner. Und das wird keiner. Da niemand, der die Narben/Wunden bemerken könnte. Das ist gut aber das gibt mir keinen Anreiz clean zu bleiben. Also was solls?

Taschentücher voller Blut ... und Schlampe, Dreckssau, ich hoffe es geht dir schlecht! (Joachim Deutschland - Marie) für die Mieke. Weil sie mich verlassen hat und ich noch gar nicht drüber weg bin. Wie ich so schön dachte.

Wir werden leider das Gefühl nicht los, dass irgendetwas hier nicht stimmt (Die Sterne - Was ist hier los) für ihn. Weil ich mich verliebt hab und er es nicht erwiedert und er mich angesprochen und er es angeleihert hat. ER hat mir Hoffnungen gemacht. ER ist schuld.

Stattdessen verletzte ICH MICH. Weil ich es endlich darf? Vielleicht? Vielleicht ...

Ich schneide "Arealweise", viele Schnitte aufeinander. Ich rechne in Areale. 2 sind da schon. Das eine ca. 7 mal 3 cm und der das andere 6 mal 3cm. Insgesamt vielleicht 50 Schnitte. Ja Gott, wen interessiert es? Sieht eh keiner. Sieht böse aus, aber wen interessierts außer mir?

WENN da noch wer wäre ... aber für mich? Oh mein Gott, wieso bin ich so betrunken mich zu verletzen, aber zu nüchtern um hier so nen Müll zu schreiben? Und so nen Müll zu denken?

Haha, ich kann mich verletzen, weils eh keiner sieht. Ich sollte für mich clean sein, aber ich kanns nicht weil ich mich zu wenig mag. Zumindest alleine. Mit IHM zusammen mochte ich mich sehr ... Warum mache ich mich so von anderen Menschen so abhängig? Warum?

Und wenn ich niemand habe, bin ich vogelfrei auf mich selbst? What? Nee, total bescheuert, aber leider denke ich so. Wenn ich niemanden habe, für den ich mich heile lassen soll, tue ich es auch nicht. Und wenn ich dann noch nen Grund hab mir wehzutun, wirds ganz schlecht. Scheisse ... auch egal.

20.10.2005 um 01:32 Uhr

Zu tiefst traurig

von: Ryan

Gut, was soll ich sagen? Ich hatte diese Beziehung und ich hab sie gebraucht und dann war sie zuende. Und ich hab so gelitten und als ich dann grade drüber weg war, kam dieser Kerl.

Und ich hab gemerkt, dass er mir aus dem Weg geht. Und ich hab ihn heute gesehen und er wollte mich nicht küssen.

Ich konnte nicht anders und hab ihm geschrieben, dass ich mich in ihn verliebt habt. Von ihm kam zurück, dass er nicht so empfindet.

Und das ist jetzt grade nen Tritt ins Gesicht. Ich hab ihn als Ritter gesehen und und jetzt muss ich ernüchternd feststellen, dass es nicht so ist. Er will kein Ritter sein.

Ich muss mich alleine retten. WIE? Wie verdammt nochmal? Wie soll ich das machen? Ich war gücklicher als er mich noch nicht angesprochen hat. Ich versuche mich grade zu betrinken, es kommt ALLES hoch. Meine Exfreundin, die mir so vor den Kopf gestossen hat, ER der mir vor den Kopf gestossen hat und ich ihm nicht mal nen Vorwurf machen kann. Nur mir, weil ich mir HOFFNUNGEN gemacht hab.

ICH bin mal wieder dran Schuld. ICH, nur ich alleine. Ist das traurig? Ja. Ist es. Kein Mensch wird sehen was in mir steckt. Ist das übertrieben? Nein, oder doch? Doch. Ich will dass sich jemand in mich verliebt. Mich anbetet. Und ich will nicht dass es ein Gärtner ist oder eine Mann mit dem ich betrunken geschlafen habe. Diese beiden melden sich nämliche, diese beiden wollen mich sehen und mich kennen lernen und sich in mich verlieben.

Und was ich will, bekomme ich nicht.

Es wäre zu gut um wahr zu sein. Ach verdammt, bin ich nur die 2. Wahl wert? Ich will nicht die 2. Wahl. Nein, ich möchte mich vor ne U-Bahn schmeissen beim Gedanken, dass ich nur die 2. Wahl haben kann.

Weiss meine 1. Wahl das? Nein, nein nein ... und ich hasse ihn dafür. Ich hasse ihn so sehr, dass er mein Gedanke war, der mich über die Schicht gerettet hat. Ich hasse ihn dafür, dass er mich geküsst hat. Wie kann er das tun und mir jetzt sagen, dass es nicht geht? Wie kann er? Denkt er ich bin dämlich? Ist am Ende des Tunnels ein Licht? Ich seh es nicht.

Bin ich wieder alleine? Ja. Ja. Ja.

Traurig, verletztend, ja. Unglaublich verletztend. Scheiss Zeitpunkt. Wie kommt er dazu mich da anzusprechen? Hätte das nicht so im Februar sein können? Ich wäre soviel bereiter gewesen und er auch. Oder hab ich ihn zu schnell ran gelassen? Garantiert ja.

Ich hatte zu lange nicht mit Männern. Ich weiss nicht mehr wie sie ticken, ich weiss nicht mehr wie die Spielregeln sind, und er wird sich jetzt nicht mehr melden.

Muss ich jetzt die 2. Wahl nehmen nur um mich zu trösten. Ja. So bin ich. Scheisse. Ich will nicht, ich will so nicht leben. Ich will keine Enttäuschungen, ich kann damit nicht umgehen. Ich will es im Moment auch nicht lernen, damit umzugehen. Kakusgarten und eingesperrt?!

Ich rebelliere und krieg nur aufs Maul. Mein Job ist zum kotzen. Ich weiss nicht wie ich durchs Examen kommen soll. Mit 1.000 Menschen, die mir Steine in den Weg schmeissen auf Grund eines Missverständnisses. Das war mein Lichtblick am Ende der Trennung.

Und dann kam er. ER. Hat mich angesprochen als ich verheult in der U-Bahn saß. Wieso hat er das getan? Er fand mich niedlich. Er wollte mich sehen - irgendwann nicht mehr. Ich bin ja nicht doof, ich habs gemerkt. Und nun betrinke ich mich mit den Bierresten, die ich gekauft hab weil er das Bier am liebsten trinken. Ich hab mit dem Arsch geschlafen, warum? Weil ich ihn wollte. Weil er zu gut war.

Und wenn ich das nicht schreiben würde, würd ich mein Zimmer zerschlagen. Aus Wut und Enttäuschung. Oder ich würde mich wieder zerschneiden. Ich hab Bock drauf. Richtig Bock drauf. Meine Art der Problemlösung. Weiss keiner bis auf meine Exfreundin, die die Wunden gesehen hat und nicht wusste, dass ich schwul bin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das Glück dieser Erde in den Armen eines Mannes finden werde. Und zwar nur da.

Aber bei der 2. Wahl? Ich schreib meiner 2. Wahl morgen, dass ich ihn sehen will. Ich hab ihn ziemlich lange hingehalten, weil da meine 1. Wahl war. Aber die will mich ja nicht. Verdammte Scheisse. SCHEISSE. Tritt gegens Ego? Ja. Was sonst?

Jemand, der mich nicht will. Klasse. Ich hab soviel geträumt und gehofft, scheisse. Zeitverschwendung. NUR SCHEISSE.

Vielleicht ist das so? Von Mieke getrennt, ich liebe sie noch immer. Klar, wie soll man das noch so lange Zeit abstellen? Kann man nicht. Ich dachte ich könnte es wenn da wer neues ist. Und da war wer neues, der zu gut war. Er war definitiv zu gut. Und ich hab die Rechnung bekommen, dass ich mir zu starke Hoffnungen gemacht habe.

Scheisse gelaufen? Lebenserfahrung? Klasse, bei dem Menschen, den ich sofort geheiratet hätte, wenn er mich gefragt hätte? Sofort, ohne zu zögern. 1. Wahl eben. Scheiss Kerl ... ich habs geahnt. Alles was ich ahnte bewahrheitet sich. Irgendwie.

Niemand wird da sein, wenn ich ihn brauche. Zumindest nicht wenn ich ihn wirklich will. Arschlecken. Bin ich so ein schlechter Mensch? So unausstehlich und so unliebenswert? Muss wohl. Sonst wärs so nicht gekommen. Einfach mal so mit mir geschlafen, obwohl ich unliebenswert bin.

Ich möchte weinen aber ich denke, dass kommt ab ner bestimmten Promillezahl. Hoffe ich. Ich kann morgen ausschlafen. Und werd das nutzen mich zu betrinken. Ich hab nicht genug Alkohol, nur die 3 Flaschen Bier, die ich für IHN zurück gehalten habe. Ich hasse ihn. Ich hasse ihn. Ich hasse ihn, dafür dass er mich geküsst hat. Dass ich begeistert war, dass er mich gevögelt hat.

Bitte geh nicht fort, lass mich nicht alleine, wenn du mich verlässt, stürzt der Himmel ein ... bitte geh nicht fort, bitte geh nicht fort, bitte geh nicht fort ... glaube mir, ich will deine Sehnsucht stillen, werd dir jeden Wunsch dieser Welt erfüllen, werde alles tun was ich hab versäumt, um die Frau/Mann zu sein, die du dir erträumt, lass mich nicht alleine, ich beschwöre dich, lass mich nicht alleine - denn ich liebe dich ... bitte geh nicht fort ... bitte geh nicht fort ... bitte geh nicht fort ... (Marlene Dietrich - Bitte geh nicht fort)

Ich bin so ein verdammt abgrundtief romantischer, melodramatischer Mensch, auch wenn ich das nicht will. Ich habe Lust mir alles zu zerschneiden, was an meinem Körper ist, sogar mein Gesicht. Damit mich nie wieder jemand anspricht und mir das Herz brechen kann. Nie wieder, es war gut, bevor er mich angesprochen hat. Er war drüber weg, hab mit fremden Kerlen gepoppt und es war mir egal. Und plötzlich war es mir nicht egal als ich mit ihm geschlafen hab. Es war richtig gut bevor er da war. Hätte er mal schön die Klappe gehalten, er ist schuld. Nicht ich. Versuche ich mir einzureden.

Darf ich ihn hassen? Jaaaaa, darf ich. Oh mein Gott. Das ist schlimmer als die Trennung von Mieke. Auch wenn ich nicht soviel schreie und heule aber innerlich ... woah ... der war viel zu gut. VIEL ZU GUT.

Muss ich jetzt als Affäre verbuchen. Als ein Mann, der nicht wusste, was er wollte. Kacke. Ich wollte ihn, und er mich nicht, verdammt. Scheisse, ich will ihn so sehr. Ich hoffe es geht ihm schlecht.

Ich rauche auf jeden Fall weiter, ich rauche gerne und wollte wegen dem Arsch aufhören. Wie blöd? Einen Monat und ich wollte mein Leben umschmeissen wegen dem? Bin ich blöd? Oh mein Gott ...

Ich schreib zuviel ... na und? Wo sonst? In nem Tagebuch was verstaubt? Was eh niemand liest? Getränkt von Tränen? Die keinen interessieren? Fuck ... fuck fuck ...

 

16.10.2005 um 01:29 Uhr

Das Fazit aus einem Jahr Weblog schreiben

von: Ryan

Musik: Kettcar - Deiche

Ich schreib hier seit mehr als einem Jahr. Was soll uns das sagen? Ich denke, es ist Zeit für ein Fazit. Was habe ich erreicht? Was hat sich geändert? Positiv und negativ.

Ich hab die Ausbildung im Oktober 2004 angefangen. Mittlerweile ist Oktober 2005, der neue Kurs ist da um ebenfalls neu zu beginnen und ich steh daneben und kann sagen: "Ich bin schon ein Jahr dabei; wenn ihr fragen habt, dann fragt mich."

Ich mag meinen Job - die meiste Zeit zumindest. Ich bin stolz drauf Dinge zu können, die andere nicht können, einen Job zu machen, den nicht alle Menschen ausüben können, aus welchen Gründen nun immer. Ob sie nun keine Nachtschichten machen können oder kein Blut sehen mögen.

Und dieser Job festigt mich irgendwie. Ich hab einen Grund aufzustehen morgens, ich gehe zur Arbeit, komme nach Hause und weiss, ich hab was gutes getan. Ich mag es Menschen zu helfen. Warum auch immer, aber irgendwie gibt es meinem Leben einen gewissen Sinn, den ich sonst nicht hätte. Vielleicht ist das nicht gesund sich nützlich fühlen zu müssen, aber es hilft mir irgendwie. Meine Kollegen sind nett, ich war heute mit ner Kollegin feiern.

Die Liebe - letztes Jahr um diese Zeit war ich noch mit meiner Exfreundin zusammen. Wir waren ca. 2,5 Jahre zusammen, am 1. September 2005 hat sie sich von mir getrennt. Ich hab gelitten, ich hab mir super viele Gedanke gemacht und noch mehr geweint - und letztendlich bin ich froh, dass die Beziehung vorbei ist. Mir konnte nichts besseres als die Trennung passieren, auch wenn ich heute einige Rückschläge habe.

Ich denke immer, dass ich die Trennung wahnsinnig gut verkraftet hab. Im Grunde genommen ist das auch so, ich muss mich aber noch dran gewöhnen alleine zu sein. Aber ich denke das wird irgendwie werden.

Viel zu schnell hab ich wen neues kennen gelernt, mal schauen was daraus wird. Ich bin froh mich neu verlieben zu können. Das ist super. Ich hing viel zu lange an dieser Frau fest, aus Angst nicht alleine sein zu können. Und letztendlich hab ich uns beide unglücklich gemacht, bis sie die Notbremse gezogen hat.

In der Trennungszeit hab ich oft "Wake me up when September ends" gehört, weil ich dachte, wenn der September vorbei ist, hab ich die Trennung emotional überstanden. Kann mich dann nicht erst jemand wecken, damit ich das nicht so mitbekomme?

Eigenständigkeit - ich träume seit meinem 15. Lebensjahr davon auszuziehen. Mit 20 erfüllte sich dieser Wunsch endlich. Ich bin im März 2005 ausgezogen zu einem sehr guten, schwulen Freund in eine Wohngemeinschaft. Wir verstehen uns gut. Ich als Krankenpfleger, er als Altenpfleger. Ich bin der Aufgedrehtere von uns beiden, der ihn zum feiern überredet, er ist der Ruhigere, der mich auch mal runter bringt wenn ich zu aufgedreht bin.

Wir verstehen uns bestens, wir frühstücken zusammen, rauchen zusammen, erzählen uns wie unser Tag war. Wir kochen zusammen und machen die Tür zu wenn wir genervt sind voneinander. Mit seinem Freund versteh ich mich auch super, der zieht im übrigen in 2 Wochen ins Nachbarhaus gegenüber. Er hat angekündigt, dass er dann immer mit mir einkaufen will ... das wird heiter *g*

Ich hab gelernt:

  • Mich selbst zu mögen - ich schau in den Spiegel und denk nicht nur: "Boah ... nee!!" - sondern manchmal sogar: "Ey, du siehst gut aus."
  • So zu sein wie ich sein möchte, und die Leute reagieren vorwiegend positiv drauf
  • Meine Meinung zu sagen - und wenn ich anecke ... scheiss drauf, meine Meinung ist auch wichtig, und wenn sie wem nicht passt ist das nicht mein Problem. Damit hatte ich lange, lange Zeit große Probleme, hab zu vielen Dingen JA und AMEN gesagt weil ich Angst vor Kontra hatte
  • Mich selbst zu beruhigen wenn ich aggressiv bin und mich selbst abzulenken, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt. In solchen Momenten hätte ich mich sonst immer selbst verletzt. Mittlerweile tue ich das nur noch in Extremsituationen, zum Beispiel bei der Trennung. Jetzt gehe ich in diesen bescheuerten "ich weiss nicht wohin mit mir selbst" Situationen nach drausse, spazieren oder setzt mich an den Hafen, schreib Tagebuch oder male. Das hilft mir sehr.
  • Selbstbewusster aufzutreten - mir sagen oft Menschen, dass ich sehr herzlich auf Menschen zugehen würde. Seltsamer Weise konnte ich das sehr lange nicht. Da war ich verschlossen, introvertiert, hatte eher Angst vor neuen Menschen, mittlerweile gehe ich auf diese zu, lerne auch viele schnell kennen - ich weiss nicht wie ich das mache. Vielleicht weil ich mich selbst mag? Und dadurch anders mit anderen umgehe? Kann sein, hört sich zumindest logisch an.
  • zu sagen was ich will - und was ich grade nicht will. Grade aus, was ich fühle. Knapp formuliert "Du, nichts gegen dich, aber ich fahr nach Hause, ich mag nimmer." Kommt gut an, ist direkt, sagt den Leuten gleich woran sie sind. Genauso:
  • mich zu öffnen. Ich kann mittlerweile ganz anders über meine innersten Gefühle sprechen. Ich hab da irgendwie einen Weg für mich gefunden mich Menschen zu öffnen. Dieses Öffnen ist mir auch sehr schwer gefallen. Ich kann in Worte fassen, was in meiner Seele los ist - ob es nun in mir tobt oder ob dort der Friedhof ausgebrochen ist, ich kann anderen Menschen das sagen. Zumindest weiss ich welchen Menschen ich das sagen kann, und diesen Menschen kann ich mich öffnen und mich verbal so verständlich machen, dass die auch wissen was ich meine. Das ist auch super.

Im allgemeinen läuft meine Selbsttherapie gut. Man sollte keine Therapie durch ein Weblog ersetzen, aber ich schaffe es mittlerweile meine depressiven Tiefs produktiv zu umgehen. Das konnte ich Jahre lang nicht, ich konnte sehr viel Jahre lang nicht und jetzt kann ich sie. Vielleicht weil mein Leben sich mit dem Auszug bei meinen Eltern geändert hat? Ich brauch keine Angst mehr haben, ich brauch meinen Eltern nicht mehr täglich beim saufen zuschauen - ich kann mich auf mein Leben konzentrieren, meine Arbeit, mein Liebesleben, und wenn ich mit 10 Kerlen gleichzeitig ins Bett steigen würde - hätte es wen zu interessieren? Nein - nur mich.

Ich bin eigenverantwortlich für mich. Und sehr stolz drauf. Auch wenn das viel Verantwortung bedeutet, und ich mich manchmal damit überfordert fühle - aber auch das immer seltener.

Ich mag mein Leben - die meiste Zeit zumindest.

11.10.2005 um 20:24 Uhr

Totunglücklich

von: Ryan

Was soll ich sagen, mein Leben läuft grade völlig schief.

Ich hasse meine Ausbildung, ich hasse die Art der Arbeit. Ich hasse es permanent überfordert zu sein. Und ich hasse es zur Schule zu gehen, meine Stunden abzusitzen, nach Hause zu gehen und zu wissen, dass das eigentlich das Highlight meines Tages war. Stunden abzusitzen und sich davor zu grausen wieder auf Station zu gehen.

Und ich hab nichts worauf ich mich zuhause freuen könnte. Ich mag meine Wohnung und meinen Mitbewohner - der kann sich auf seinen Freund freuen, ich hab das nicht.
Meine Freundin hat mich verlassen. Mein neues was auch immer das ist hat keine Zeit oder meldet sich nicht. Und diese Ungewissheit macht mich so fertig, dass ich die wenigen Stunden auch nicht geniessen kann und schon um 15 Uhr weiss: "Ach wird heute eh nix."
Aber da bin ich auch zu gezeichnet von meiner Exfreundin, bei der sowas immer Bände gesprochen hat, was bei dem neuen nix heissen muss.

Aber das was ich am meisten vermisse ist, dass einfach wer da ist wenn es mir schlecht geht. Einfach jemand da ist, der mich mag wie ich bin, der mich in den Arm nimmt und da ist.
Und jetzt ist niemand da, egal wie schlimm es ist. Es ist einfach niemand da.

Ich saß gestern etwa 2 Stunden bewegungslos an der Alster und hab die Sonne untergehen sehen. Und ich nachgedacht, was ich noch habe was mir was bedeutet. Nach der Trennung war da die Arbeit.
Die kotzt mich so derartig an, dass ich mir überlegen muss was ich statt dessen machen will. Und mir fällt nichts ein.
Die Liebe ... scheiss auf die Liebe.
Familie ... hö ... was würde ich für Eltern geben, denen ihre Kinder wichtiger als Alkohol sind?
Und ich ... ich bedeute mich nichts. Ich zweifel an mir, nur noch.

Und nun? Bin ich totunglücklich und alleine.

Seit Tagen.

09.10.2005 um 06:51 Uhr

Nachts .... morgens, whatever ....

von: Ryan

Ich komme nach Hause nach DER Party ... da waren Minuten wo ich zu allem getanzt hab. Und da waren 5 Kerle, die mich wollten, bei denen ich auf dem Schoss gesessen hab und die mir im Suff ewige Liebe geschworen haben ... Schwule eben.

Und ich hab gefeiert und mit den Männern (und Frauen) gespielt. Und jetzt bin ich besoffen und hab mich letztendlich doch um den einen besten Freund gekümmert, der grade verlassen wurde.
Das war gut so.

Und egal wieviele ich haben kann, mein einer geht doch immer als Gewinner raus, selbst wenn er gar nicht da war.
Bin ich verliebt? Nein ... oder doch?! Er ist so geil ... ach ... ich bin so dicht ... ich will nur ihn ... sowas hatte ich noch nie bei ner Frau ... sollte mir zu denken geben ... aber es ist zu spät für so tiefgründige Gedanken ob nun schwul oder nicht.

Und ich bin zu betrunken, ich treff kaum die Tasten ... wie soll ich dann sagen was in mir los ist? Trotzdem hab ich das Bedürfnis mich mitzuteilen. Auch wenns keiner versteht.

06.10.2005 um 22:22 Uhr

Playlist - Musik macht vieles besser

von: Ryan

  • Wir sind Helden – Von hier an blind
  • Fettes Brot – Jein
  • Zero 7 – In the waiting Line
  • Thievery Corporation – Lebanese Blonde
  • Kettcar – Landungsbrücken raus
  • Kettcar – Volle Distanz
  • Kettcar – Wenn das alles ist
  • Louis XIV – Paper Doll
  • Madsen – Wohin
  • Rhett Miller – Come around
  • Howie Day – She says
  • The Shins – New Slang
  • The Coral – Dreaming of you
  • The Ravonettes – Love in the Trash Can
  • The White Stripes – Jolene
  • Dashboard Confessional – Hands down
  • Dashboard Confessional – So long sweet summer
  • The Eels – Novocaine for the Soul

06.10.2005 um 21:57 Uhr

Lied, was mir die Trennung leichter macht

von: Ryan

The Coral - Dreaming of you

It's up in my heart when it skips a beat
Can't feel no pavement right under my feet
Up in my lonely room
When I'm dreaming of you
Oh what can I do
I still need you, but
I don't want you now


When I'm down and my hands are tied
I cannot reach a pen for me to draw the line
From this pain I just can't disguise
Its gonna hurt but I'll have to say goodbye
Up in my lonely room
When I'm dreaming of you
Oh what can I do
I still need you, but
I dont want you now


Up in my lonely room
When I'm dreaming of you
Oh what can I do
I still need you, but
I dont want you now

06.10.2005 um 20:10 Uhr

Frustration Deluxe

von: Ryan

Musik: Wir sind Helden - Von hier an blind

Was soll ich sagen? Mein Tag war ... großartig *Ironie*

Mir wurde sehr deutlich gemacht, dass ich als Azubi immer das schwächste Glied in der Kette bin. Egal ob ich nun doppelt so viel und hart wie andere arbeite - wenn da jemand was beurteilt, dann kann ich darauf keinen Einfluss nehmen.

Mir wurde oft gesagt, ich sei fleissig, ich würde Arbeit sehen, sie selbstständig erledigen, interessiert sein, schnell lernen, ich hab so wahnsinnig gute Beurteilungen bekommen - und nun stecke ich auf einer Station, wo mir 2 Leute sagen "Ey, du bist richtig gut." und der Rest sagt: "Junge, du bist stinke faul und wie arbeitest du überhaupt?" und das noch nicht mal ins Gesicht. Ich höre es von anderen Stationen ... "Sag mal Ryan, wie arbeitest du überhaupt?" sagt nen Kollege, und ich sag: "Wieso?" - "Du, bei uns war Schwester XY von eurer Station, die hat sich tierisch über dich beschwert."

Solche Dinge und andere sind aufgekommen. Wir Azubis werden in der Übergabe auch irgendwie nicht ernst genommen. Wir sind keine Vollzeitkräfte, aber müssen so arbeiten.

Und dann dachten wir uns klever wie wir sind, wir machen mal den Mund auf. Wozu gibts nen Betriebsrat, wozu gibt es unsere Auszubildendenvertretung?

Mittlerweile wissen wir, wenn wir die Schnauze aufmachen, wird 5 mal draufgetreten, damit KEINER von uns auf die Idee kommen kann die Revolution vom Zaun zu brechen.

Meine euphorische und interessierte Phase ist nach einem Jahr vorbei - ich sehe wie ich behandelt werde, wie Patienten behandelt werden und irgendwann kommt wohl die Phase, in der man überlegen muss: "WILL ich so arbeiten? Kann ich das? Kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren?" Ja klar war ich stolz Krankenpfleger zu werden - mittlerweile bin ich mir da über nichts mehr so sicher.

Ich möchte heulen über meinen Arbeitstag.

Ich möchte heulen, dass ich wohl mein Herz mal wieder zu schnell verschenkt habe und einfach nicht das kommt, was ich erwarte, weil ich mal wieder zuviel erwartet habe. Schade. Selbst schuld.

Und jetzt steh ich alleine da, ich hab keinen der mal eben da ist, der mich mal eben in den Arm nimmt und mir durch die Haare streicht und überhaupt wahrnimmt, dass ich nen scheiss Tag hinter mir habe und einfach nur da ist.

Viel verlangt, klar - so jemanden werd ich schon noch finden, aber wann und wieso brauch ich ihn jetzt? Klar kann ich das aushalten, klar komm ich auch alleine zurecht. Klar - selbstverständlich. Das ist doch so ziemlich das grundlegenste, was man von einem selbstbewussten jungen Mann mit eigenständigem Leben erwartet.

Ich muss wohl weiter aushalten bis bessere Zeiten kommen. Vielleicht erwarte ich auch einfach mal wieder zuviel.

 

Gib dich geschlagen und geh endlich in die Knie,

ich weiss nicht weiter, ich weiss nicht wo wir sind ... von hier an blind ...

(WsH - Von hier an blind)