Boys don´t cry

31.05.2006 um 17:24 Uhr

Tage wie diese

von: Ryan

Musik: Tomte - Ich sang die ganze Zeit von dir

Irgendwie vernachlässige ich chronisch meinen Blog. Irgendwie ist auch viel passiert, aber ich habs die letzte Zeit vermehrt in mich reingefressen.

Neueste Neuigkeit: Ich bin wieder Single. Meine Perle hat mich so angenervt. Verhaltensauffälliger ging es in der letzten Woche gar nicht. Sie ist ausgerastet als ich mit nen paar Leuten ausm Krankenhaus einen trinken war und das war dann so ziemlich der Grund schlecht hin für mich um das ganze zu beenden. Aber wen seh ich dauernd? Sie ... heute zum Beispiel grade wieder bei Aldi. Von ihr kam noch so nen blöder Spruch: "Du kannst dich ja melden, wenn du dich eingekriegt hast." Sorry, aber das passiert nicht.

Irgendwie bin ich froh sie los zu sein, auf der anderen Seite bin ich jetzt mal wieder ganz schön einsam. Zumindest fühl ich mich so. Aber alles ist besser als das was ich da hatte. Die Leute, die sie kennen meinen auch alle samt, es sei besser dass ich sie los sei. Also: die Partnersuche kann aufs neue losgehen.

Eigentlich anstrengend. Man ist ja irgendwie in so jungen Jahren nur damit beschäftigt die Grundlagen für sein restliches Leben aufzubauen und einen passenden Partner zu finden. Und irgendwie versucht man nebenbei noch etwas Spaß zu haben.

Ansonsten ist mein Leben grade ganz schön durchgedreht, zumindest kommt mir meine Umwelt so vor. Ich wurde mal wieder auf unsere geschlossene Psychiatrie abgezogen. Diesmal war es legal, weil ich ja kein Anfänger mehr war. Prompt waren das auch meine ersten Nachtdienste. War super ... wir haben Fernsehen geguckt mit den Patienten, mich hat ne schizophrene Frau dicht gesabbelt und ich bin durchs ganze Krankenhaus zum Umlagern gelatscht.

Aber die Schizophrene war der Hammer. Die hat geile Sachen erzählt. Sie erzählte irgendwie, dass ihr zukünftiger Ehemann sie verfolgt. Sie hat ihn zwar noch nie gesehen, außer im Traum vor 5 Jahren aber seitdem verfolgt er sie und spioniert sie aus. Sie hat ihre gesamte Wohnung wohl mit Mülltüten abgeklebt, weil sie sich nur so geschützt fühlt.

Es gibt schon Sachen, die gibt’s gar nicht.

15.05.2006 um 17:08 Uhr

Was mach ich nur ...

von: Ryan

Musik: Red Hot Chili Peppers - Charlie

Ich bin still, unzufrieden und irgendwie in mich zurück gezogen. Das nervt mich selbst so an dass ich anscheinend nicht ich selbst sein kann. Ich fühl mich fett. Ich fühl mich unglücklich. Völlig lustlos irgendwas zu machen.

Irgendwie muss ich da rauskommen. Aus Angst, dass ich völlig durchdrehe, sage ich fast alles ab - oder drücke mich davor die Sachen zu organisieren, die man so machen könnte. Und gleichzeitig ärgere ich mich über die gnadenlose Langeweile. Klar, wenn man den Arsch nicht hochkriegt ...

Mein Bruder will übers Wochenende nach Berlin fahren. Eigentlich würde ich gerne mit - aber wenns nicht gut wird? Aber wenn ich nicht mitfahre, kann ich es nicht wissen. Auf der anderen Seite bin ich so derartige lustlos ... ich muss mich echt zwingen nicht den ganzen Tag zu schlafen, damit er irgendwie rumgeht.

Und dann Steffi - ich hab mich schon ziemlich verguckt in sie. Obwohl sie mir nicht gut tut und sich eigentlich alles in mir zusammen zieht sobald ich an ihr Trinkverhalten denke.

Ich muss irgendwie abnehmen. Die Rechnung für meine Fresserei hatte ich heute morgen auf der Waage - wieder 2 kg mehr. Heute hab ich ne Orange gegessen, zwei Knäckebrote, nen großen Salat und ne Hand voll Kartoffelpüree. Und ich hab trotzdem Panik, dass das zuviel gewesen sein könnte. Völlig krank. 1A Suchtverschiebung seitdem ich kaum noch Alkohol trinke. Es kotzt mich alles so an.

14.05.2006 um 00:01 Uhr

Untiteled

von: Ryan

Musik: Eels - Novocain for the Soul

Ich hasse diese Welt. Tagelang nichts essen, bzw. kaum was. Ich schleppe mich mit schlimmsten Konzentrationsstörungen durch die Schicht. So ca. 2 Stunden vor Beginn der erwarteten Pause fangen meine Hände an zu zittern, weil langsam der Energiehaushalt zur Neige geht.

Ich hab auch schön abgenommen. Aber heute ... einen Nachmittag frei und ich dreh gleich durch. Fressen, kotzen, fressen, kotzen ... wieder fressen, keinen Bock mehr auf kotzen. Alles egal.

Ich hab seit über 5 Tagen Kopfschmerzen. Mal verschwinden sie fast, mal muss ich mir Novalgin reinknallen damit ich überhaupt schlafen kann.

Und ich versuche wieder sehr bewusst nicht nachzudenken. Das ist mir heute an meinen freien Stunden bewusst geworden. Ich hab versucht mit Fahrrad fahren die Zeit tot zuschlagen, ich hab die Wohnung grundlegend geputzt. Richtig obsessiv geputzt. Ich glaub, ich hatte alle Gegenstände, die ich besitze in der Hand um sie sauber zu machen. Ich war auch gut 5 Stunden beschäftigt. Dann hab ich noch die Küche geputzt und dann angefangen zu kochen und dann gings los ... fressen, kotzen, fressen ... ich glaub ich hab nen ernsthaftes Problem.

Ich überleg ob ich mich selbst wieder auf Johanniskraut einstellen sollte, jetzt wo ich merke, dass es mir wieder richtig schlecht geht. Auf der anderen Seite kommt meine verstärkte Esstörung durch und ich überlebe mir wieviel Kalorien so nen Dragee hat. Die bestehen ja zu 40% aus Zucker.

Das ist alles so abartig was in meinem Kopf vorgeht. Auf der anderen Seite komm ich da auch nicht raus. Mein Bruder hatte vorhin angerufen. Er hatte da ne Mega Party in seiner Kneipe geplant und wollte, dass ich für 4 Stunden kellnere. Ich hab das früher super gerne gemacht, ich hab da wahnsinnig viel Spaß dran und mein Bruder steckt mir dann auch immer gut was zu. Aber zu dem Zeitpunkt war ich schon voll beim fressen und im Selbstmitleid drin. Ich bin jetzt auch ganz froh, dass ich das nicht gemacht hab. Schade eigentlich. Auf der anderen Seite vertrag ich auch kein Bier mehr, wenn ich tagsüber gekotzt hab. Das kommt dann ab und zu von alleine wieder raus. Irgendwie muss mein Magen denken, dass da plötzlich alles raus muss, egal was ... und dann hab ich mir den Magen wieder für 3 Tage verschossen nur weil ich 2 Bier getrunken hab. Keine Ahnung warum das ist.

Morgen ist Muttertag ... Pflichtbesuch bei Mutti? Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ich hab ihr schon nen ganz niedliches Plüschtier gekauft als ich neulich einkaufen war. Aber ich hab keine Lust auf diesen Pflichtbesuch. Und keine Lust auf meinen völlig hirnlosen Stiefvater. Ich glaub ich ruf meinen Bruder Chris an, der könnte mich rein theoretisch mitnehmen, weil mein Stadtteil aufm Weg liegt, WENN er zu Mutti fährt. Und Chris bleibt auch nie so lange, als das es unangenehm werden könnte.

Chris´Freundin hat sich grade von ihm getrennt – zumindest hat Mutti gesagt, dass er ihr das erzählt hätte. Sie waren irgendwie 5 Monate zusammen und er knabbert doch ziemlich dran.

Mehr gibt’s aus meiner Welt nicht zu berichten. So dolle interessant isse im Moment auch nicht.

09.05.2006 um 22:46 Uhr

Ryan hat super schlechte Laune

von: Ryan

Ich krieg die Krise, ich hab keinen Bock mehr. Alles ist im Moment scheisse. Ich hab nur noch schlechte Laune, schon beim aufstehen. Ich bin unzufrieden und super leicht genervt.

Und ich bin fett ... so fett. Der Sommer ist da und ich kann echt nichts anziehen, weil mir nichts mehr passt. Die Tshirts rutschen hoch und man sieht meinen äußerst unattraktiven Bauch, meine Hosen passen alle nicht, ich krieg die Krise.

Meine Freundin nervt mich auch. Was soll ich denn mit der machen? Die nervt mich so unglaublich, ich bin auch echt nur noch unfair und maulig zu ihr. Auf der anderen Seite ist das auch total toll, wenn sie einem abends erzählt, dass das erst ihr 5. Bier ist heute. Und man selber sitzt da: Ja, ich hab in den letzten 7 Tagen keine 5 Bier mehr zusammen geschafft, ist schon klar ... ich muss die blöde Kuh loswerden.

Und auf der Arbeit: "Hey Ryan, wir haben ja Spätdienst morgen zusammen?" – "Hä? Ich hab Spätdienst?" Die haben doch im ernst meinen gesamten Dienstplan umgeändert und mir kein Sterbenswörtchen davon gesagt. Das ist total super – das beste Wetter draussen und ich hab die ganze Woche Spätdienst inklusive Wochenende.

Meine Mutter ruft permanent bei mir an. Beim letzten Besuch ist mir mal aufgefallen, dass mein Stiefvater seine Söhne nicht mehr auseinander halten kann. Der gute Mann ist Anfang 60 und hat ne angesoffene Demenz. Ganz klasse. Dem erzählt man was, und er weiss es 10 Minuten später nicht mehr. Er fragt mich auch immer wieder, wie es denn mit meinem Abitur läuft und dass es ja so schade sei, dass ich so selten da sei, ob ich außerhalb essen würde ... ich bin zwar schon ausgezogen und meine Schwester wohnt seit nem Jahr in meinem Zimmer aber das kriegt er auch nicht auf die Reihe. Aber seine Bierflaschen findet er noch. Ein typischer Kandidat für die Gerontopsychiatrie. Und Mutti hat natürlich Angst und weiss nicht wie es weiter geht und was das für ne Krankheit ist usw.

Ich fühl mich so ausgebrannt, leer und kaputt. Ich brauch Urlaub von meiner Umwelt und am besten auch von mir selbst. Ich bin auch super lustlos irgendwas noch zu machen. Ich hab hier nen angefangenes Puzzle rumliegen, weil ich doch eigentlich ganz gerne Puzzle und mich in meinem freien Tagen so schlecht beschäftigen kann.

Mich kann die ganze Welt so derartig am Arsch lecken ... ich glaub ich trink gleich nen Glas Wein – was natürlich toll ist, weil ich anderen immer gerne Standpauken darüber halte. Auf der anderen Seite haben wir spät abends, ich weiss, dass ich auch nur EIN Glas Wein trinke und dass ich den Tag auch ohne Alkohol überstehen kann. Ganz im Gegensatz zu anderen Menschen. Ich hab ja schlüssiger Weise auch dieses Alkoholiker Gen, mein richtiger Vater zieht ja auch tierisch was weg und am Wochenende auch gerne mal vormittags. Der Arsch hat sich auch schon seit 5 Monaten nicht mehr meldet. Erst 14 Jahre lang nicht melden, dann sporadisch immer den bemühte und umsorgten Vater "Es tut mir ja so leid, dass ich soviel Zeit deines Lebens verpasst hab, aber ich liebe dich doch ... bla bla." Aber ich bin auch nicht immer der Idiot, der sich bei ihm meldet.

Ich mag nicht mehr. Alles doof.

07.05.2006 um 23:31 Uhr

Bin ich ein Egoist oder Realist? Oder hoffentlich bald Single?

von: Ryan

Irgendwie mag ich meine derzeitige Freundin und irgendwie bin ich trotzdem soweit, dass ich mich echt schnellstens wieder trennen sollte.

Wir haben jetzt seit 5 Wochen sehr intensiven Kontakt. Ich zähl das mal einfach von dem Tag aus, an dem wir das erste Mal nebenbei geschlafen haben, nicht miteinander. Aber wenn man mir vorher gesagt hätte, was ich jetzt weiss, hätt ich mich nicht so um sie bemüht, muss ich ganz ehrlich sagen.

Mittlerweile bin ich unausstehlich zu ihr, bei den kleinsten Kleinigkeiten. Obwohl das für mich keine Kleinigkeiten sind.

Die Haupt-Kleinigkeiten: Sie hat mir erzählt, dass sie mal 6 Wochen inner geschlossenen Psychiatrie war. Sie hat ne ziemlich heftige Drogengeschichte hinter sich. Sie hat ca. 4 Monate sogar gefixt, war wirklich kurz davor anschaffen zu gehen. Sie kam daraufhin wegen ner Operation ins Krankenhaus, weil sie zusammengeschlagen wurde und diverse Knochenbrüche hatte.

Daraufhin wurde sie ja unfreiwillig auf kalten Entzug gesetzt und die Leute da müssen gemerkt haben, dass sie sehr verhaltensauffällig wurde. Sie war fremdaggressiv gegenüber Krankenschwestern, hat wohl ihre Operation versucht zu boykottieren. Die hat man mit härtesten Medikamenten abschiessen müssen (ich wusste sofort was das war als sie von zwei blauen Tabletten erzählte, die sie lutschen sollte).

Und als sie aus der Nakose aufwachte, fand sie sich in Fixierungen liegend ne Woche später auf der geschlossenen Psychiatrie. Die Erinnerungen an die Zeit dazwischen fehlen ihr komplett.

Aber ganz ehrlich, ich weiss aus meiner Erfahrung: Selbst wenn man das ganze Krankenhauszimmer zerschlägt, landet man noch nicht inner Fixierung.

Gut, sie muss wohl ne schizophrene Phase gehabt haben, so aus ihren Erzählungen. Steht auch aufm Überweisungsschein für ihren Psychiater, zu dem sie im übrigen kaum noch geht. Sie hats mir versprochen aber ... naja. Sie ist mit Medikamenten relativ gut eingestellt worden, damit diese Schizophrenie nicht wieder durchkommt, aber diese Medikamente (und die sind echt wichtig) nimmt sie super unregelmäßig. Mal nur ne halbe Tablette, dann 3 Tage gar nicht ... dann merkt sie dass ihr Kopf mehr arbeitet als sonst und nimmt sie wieder ne Weile regelmäßiger. Aber das sind Depot-Medikamente, die brauchen lange bis sie wirken und vor allem muss man sie echt regelmäßig nehmen. Sie wäre so nen Kandidat, dem man das Zeug alle 14 Tage spritzen müsste, weil die es echt nicht gebacken kriegt, das zu nehmen.

DAMIT könnte ich leben.

Womit ich nicht leben kann, ist ihr Alkoholkonsum. Ich kenne sie jetzt seit Anfang Februar vielleicht. Ich hab sie an keinem Abend nüchtern erlebt. Minimum 3-4 Bier pro Abend. Wenn ich mich betrinken will, trinke ich 4 Bier und bin gut dicht. Sie haut das runter und merkt nicht mal was.

In den letzten 2 Wochen trinkt sie auch ziemlich vermehrt nachm Aufstehen, erzählt mir dann so Geschichten wie, dass sie mittags schlafen wollte und nicht einschlafen konnte, aber nach 3 Bier gings dann irgendwie. Sonntag nachmittag geht sie grundsätzlich nochmal zur nächsten U-Bahn Station, weil da der einzige Kiosk mit Bier ist, der Sonntags offen hat und ihr eigenes ist alle.

ICH finde, dass ICH auch schon viel trinke, aber ICH komm mit nem 6er Bier fast ne ganze Woche oder länger hin. Neulich hat sie mir erzählt, dass ihr Opa im sterben liegt und als um 12 Uhr mittags (!!) ihr Bier leer war, hat sie nebenbei noch ne Flasche Wiskey gekauft und als ich um 18.00 zu ihr kam, war da vielleicht nur noch nen 1/3 drin.

Ich hab sie jetzt 4 mal drauf angesprochen, dass das nicht in Ordnung ist und ich damit auch nicht klar komme und mir Sorgen mache. Und da kam nur: "Ja was soll ich denn den ganzen Tag machen? Ich bin arbeitslos, ich hatte auch Zeiten wo ich Arbeit hatte und nur ne halbe Flasche Bier getrunken hab am Tag und mehr nicht. Ich kann nicht schlafen, wenn ich kein Bier getrunken hab."

Und wenn ich dann mal nicht trinke, weil ich morgen Frühschicht hab, kommen noch so dämliche Sprüche wie: "Ach komm, stell dich nicht so an, 1 Bier verträgste doch." Nein vertrag ich nicht, weil ich dann anders und uneffektiver schlafe.

Und wenn ich solche Diskussion mit ihr führen muss, werde ich echt aggressiv. Und heute war noch so nen Ding. Sie hat sich wohl am Wochenende gelangweilt (ich war ja aufm Hafengeburtstag) und sie hat dann erzählt: "Ja, dann bin ich um 23 Uhr aufm Kiez gefahren und hab nen paar Typen nach Kokain angesprochen, aber irgendwie hatte keiner was für mich." – "Meinst du dass du Kokain so gut verträgst? Du hast dir schon ne Schizophrenie angetoxt, du solltest es doch besser wissen." – "Nee, ich kenn meinen Körper und wenn ich richtig feiern will, kann ich ja ab und zu trotzdem mal was nehmen."

Ich hätte am liebsten gesagt: "Okay, Fräulein, da ist die Tür. Ich will dich nicht mehr sehen. Ich will nicht mit nem Menschen zusammen sein, der sein Leben nüchtern nicht ertragen kann."

Mal davon abgesehen (auch wenns abgedroschen klingen mag), man(n) will ja auch was zum vorzeigen haben. Sie sieht wahnsinnig gut aus aber was soll ich meinen Freunden sagen? "Sorry, sie ist ziemlich betrunken, das ist normal – und die abgehackten Sätze kommen von der Schizophrenie, die hat sie sich angefixt, aber sie ist nen gaaanz lieber Mensch und wir haben tollen Sex."

Sorry nee, es klingt bei ihr alles wie ein Märchen, was nicht gut ausgeht und ich will sie nicht begleiten auf ihrem Trauermarsch. Es geht kontinuierlich runter, definitiv auch wenn sie anderer Meinung ist. Aber nen Mensch, der psychisch noch verkorkster ist als ich, kann ich nicht an meiner Seite ertragen.

Ich warte eigentlich nur drauf, dass sie mir noch eine so ne absolut blöde Geschichte erzählt und ich sagen kann: "Okay, das wars, raus hier und meld dich nie wieder bei mir."

Ich hab mir 20 Jahre meines Lebens einen saufenden Stiefvater angeschaut, muss ich mir jetzt ne saufende Freundin anschauen? Ich hab ihr genau davon erzählt, und dass mich das sehr belastet hat als Kind. Und von ihr kam: "Ja aber bei deinem Stiefvater war das ja wohl extremer und da war das nen Problem. Ich hab ja kein Problem damit."

Nein ... klar ... du hast kein Problem damit ... aber ich.

07.05.2006 um 01:56 Uhr

Ein Samstag

von: Ryan

Mein Tag war irgendwie nicht so großartig obwohl ich heute frei hatte. Ich hab ausgeschlafen bis 10.00, hab dann Wäsche gewaschen, Bad und Küche grundlegend geputzt – das alles in meinen Schlafklamotten – ich hatte so keinen Bock mich anzuziehen. Irgendwann war ich einkaufen – natürlich nicht in meinen Schlafklamotten aber irgendwie auch in absoluten schlumpfigen Klamotten, unrasiert und mit ungewaschenen Haaren – egal, Cap drüber. Ich will ja nicht die Frau fürs Leben bei Aldi suchen.

Und es haben sogar Leute gewagt mich zu nerven, ich hab natürlich einen unserer Patienten getroffen. Rudi, geistig behindert aber noch nicht so behindert, dass er nicht alleine einkaufen dürfte

"Hallo Pfleger Ryan, was machst du denn hier?" – "Ach Rudi, ich guck mir nur die Sachen hier so an ..." – "Ja ich auch, Pfleger Ryan, du hast ja gar nicht die weissen Sachen wie im Krankenhaus an." – "Tja, Rudi, soll vorkommen."

Behinderte sind seltsam, sie kriegens nicht mal hin sich alleine nen Brot zu schmieren, aber merken sich sämtliche Namen von Krankenschwestern und Pflegern, mit denen sie irgendwann mal irgendwas zu tun hatten.

Um 16.00 war mir so langweilig, dass ich mich wieder ins Bett geschmissen hab. Und irgendwann am Abend war ich dann mit meiner besten Freundin aufm Hafengeburtstag. Ganz Hamburg dreht am Rad bei solchen Veranstaltungen.

Völlig überfüllte Bahnen, Menschenmassen in denen man 10 Meter in 5 Stunden zurück legen kann und irgendwie viel zu viele Fressbuden. Ich bin bei den Schmalzkuchen schwach geworden, obwohl ich eh schon wieder viel zu fett bin. 2 kg zugenommen in meinen freien Tagen – großartig.

Und ich hab die Queen Mary endlich gesehen. Aufm Rückweg sind wir übern Kiez gegangen in der Hoffnung, dass dort die Bahnen weniger voll sind. Dann ist mir aufgefallen, dass man Bruder ja heute Geburtstag hat. Also Abstecher in seine Kneipe gemacht (wer nichts wird, wird Wirt), die war natürlich knalle voll weil Chef Geburtstag hat.

Als kleiner Bruder hab ich ihm natürlich ne Tüte Schmalzkuchen mitgebracht und er lallte etwas angetrunken, gestresst und überglücklich, dass das so ein tolles Geburtstagsgeschenk sei und er mich so lieb hat und wir haben erst mal zwei gratis Becks vorgesetzt bekommen. Und wer war da noch? Mein tätowierter Bruder und Mamas Vorzeigesohn von Anwalt, auch beide ziemlich angeheitert.

"Nächstes Jahr nehmen wir unsere Schwester mit!"

Wo wir bei Schwester sind – das kleine Miststück ist mittlerweile genauso groß wie ich.

Wir waren irgendwie zu müde um jetzt noch großartig mitzufeiern und haben uns auf den harten und beschwerlichen Heimweg gemacht. Und jetzt sitz ich hier und schieb schon wieder Kohldampf.

04.05.2006 um 00:05 Uhr

Ein detailierter Tag im Leben des Ryan

von: Ryan

Mein Tag war großartig ... wie so oft. Erfüllend, arbeitsreich, mal schauen ob ich ihn relativ detailiert rekonstruieren kann.

4.30 – Der Wecker klingelt, ich muss aufstehen. Ich fühle mich erholt und ausgeschlafen aber es ist eine unmenschliche Zeit. Ich dusche, esse ne Reiswaffel mit Nutella, trinke eine Tasse Kaffee und verlasse um 5.12 das Haus. Kurze Zeit später ist mir echt schlecht von dieser scheiss Reiswaffel. Mein Magen ist sicherlich nicht für Frühstück geschaffen, aber wer weiss wann ich das nächste mal was zu essen bekomme.

5.50 – Meine Bahn hat Verspätung, in Turbotempo geh ich zum Krankenhaus, hol Klamotten und treffe prompt eine Schwester unsere Station in der Umkleide. Ich werde begrüßt mit "Guten morgen und bis gleich." Und weg ist sie.

6.00 – Pünktlich auf Station und wir beginnen mit der Übergabe. Dort wird quasi die Station von der letzten Schicht übergeben, Besonderheiten, Auffälligkeiten usw. Patient für Patient. Der OP Plan zeigt 14 Operationen – das ist ne Menge. Während der Übergabe wird sich noch ausgelassen über eine Schwester, die gestern im Spätdienst war und was diese wieder alles verbockt hat.

6.30 – Wir beginnen mit unserer Arbeit. Die ersten Patienten sind nüchtern gekommen und werden zur OP vorbereitet. Das heisst rasieren, Dinge erklären, zum Beispiel dass sie so ein Plastikarmband mit ihrem Namen tragen müssen, keine Prothesen, Brillen, Kontaktlinsen o. ä. mit in den OP nehmen dürfen. Die Patienten müssen ein Nachthemd anziehen, die Prä-Medikamention einnehmen, Wertgegenstände einschliessen, Urinprobe abgeben usw.

Bis 7.00 hab ich ungefähr 3 Patienten eingewiesen und OP-fertig gemacht, um 7.00 ist auch das OP Team da und der erste Patient kann runtergebracht werden. In der Zwischenzeit deckt eine Schwester, die Zeit hat den Frühstückstisch.

7.10. – OP ruft an: "Nächster Patient bitte, wir operieren heute an zwei Tischen." Okay, Patient Nummer 2 runter. Mittlerweile rennen wir mit 3 Schwestern inklusive mich auf Station rum. Nebenbei sind noch Klingeln, Leute mit Blasentraining, Antibiotika-Infusionen zu überwachen, Akten auszuarbeiten, die ersten Urinprobe auszuwerten, Schwangerschaftstests zu machen (ist Standart vor OP bei Frauen unter 50) und es trudeln immer mehr Patienten ein, die heute OP haben und nüchtern kommen.

8.20 - Die Ärzte bequemen sich Visite zu machen. Irgendwie hat keiner Zeit und ich werde vorgeschubbst. Mit einem Mal ist es auch schlagartig RICHTIG unruhig. Da rennen 5 Ärzte durch die Gegend, fragen dich: "Ist Frau Müller schon unten im OP?" – "Äh ..." guck auf den Plan. "Nee, die ist um 11 dran." – "Können wir die vorverlegen?" – "Da isse ... aber wieso sprichst du das nicht mit dem OP ab?!" – "Gute Idee." Verlernt man eigenständiges Denken, wenn man studiert hat?

Ich werde also in die Visite geschubbst. Das heisst, du rennt als Schwester mit ca. 1-5 Ärzten (heute nur 3) durch jedes Zimmer. Du hast die Akten in der Hand, sagst dem Arzt kurz was Sache ist: "Frau Schmidt, 2. Post-OP Tag, hat noch 2 Drainagen, ein Drain fördert 30 ml Wundflüssigkeit, der andere 10 ml, hat gestern noch Temperaturen geboten, heute sind die Vitalwerte im Normalbereich."

Der Arzt fragt noch nach, was er speziell wissen möchte und man rennt ins Zimmer. Der Arzt stellt sich vors Bett: "Guten morgen, Frau Schmidt wie geht es ihnen denn ... bla bla." Zwischendurch bekommt man so Anweisungen zugeschmissen wie: "Drain Nummer 2 kann heute gezogen werden, ebenso wie die Braunüle, wir setzen Tramal 30 Tropfen bis zu 4 mal täglich an. Entlassung Übermorgen."

Und man schreibt hektisch in die Akte: Drain 2 ex, Brau ex, Tramal bei Bedarf bis 4 x tägl., E. Fr." Das ganze Theater bei ca. 30 Patienten. Und dann haben sich die Ärzte heute was ganz lustiges überlegt: Wir gehen heute mal nicht von Zimmer 1 zu Zimmer 2 und dann Zimmer 3 ... sondern wir fangen irgendwo in der Mitte an und gucken wo wir zuerst am lieben hin wollen. Ich hab fast ne Krise gekriegt als wir da dauernd übern Flur Zimmer-Jumping fabriziert haben.

Und plötzlich als noch 3 Zimmer ausstehen zur Visite und man gar keinen Bock mehr hat, ist der Oberarzt weg. Warum auch immer ... und man steht da aufm Flur und wartet ... und wartet ... bis er dann wieder auftaucht und man weiter machen kann.

Zwischendurch sind meine Kollegen beschäftigt OP Patienten in den OP zu bringen, andere ausm Op abzuholen, in den Aufwachraum zu bringen oder wieder andere ausm Aufwachraum hochzuholen, Akten auszuarbeiten, andere Patienten einzuweisen, schon mal Vitalwerte zu messen, Station aufzuräumen, Klingeln abzulaufen und und und.

Das letzte Zimmer der Visite ist natürlich das schlimmste. Junge Patientin, der vor 2 Tagen ein bösartiger Tumor aus der Brust genommen wurde. Alle Ärzte bis auf eine junge Ärztin sind plötzlich weg, wir gehen zu zweit rein, die Ärztin bringt ihr ruhig und sachlich bei, dass sie Krebs hat, dass sie jetzt Chemotherapie machen muss und sowas halt. Patientin sitzt da und ist wie versteinert. Ärztin rennt so schnell es geht raus. Patientin bricht in Tränen aus, ich renn hinter der Ärztin her und krieg fast nen Wutanfall, ich vergess auch völlig Frau Doktor zu siezen: "Was war das denn? Gehst du da bitte sofort wieder rein und klärst die Patientin RICHTIG auf? Die sitzt da jetzt und hat Worte wie bösartiger Tumor und Chemo im Kopf und jetzt erklärst du ihr das bitte vernünftig!" – "Kannst du das nicht machen?" – "Nee, DU bist die Ärztin, das ist nicht mein Aufgabenbereich. Geh da rein und mach deinen Job vernünftig!"

Eine Schwester kommt ne Minute später auf mich zu: "Wieso hast du dich mit Frau Doktor M. aufm Flur so gestritten?"- "Ach, das war ne Meinungsverschiedenheit, nicht so wichtig."

Insgeheim befürchte ich, dass die Ärztin sich über mich beschwert.

9.50 – Visite ist vorbei, ich hatte immer noch kein Frühstück aber nach der Visite ist erstmal ein Rundgang fällig, indem wir alle Anweisungen ausführen, die von den Ärzten gemacht wurden. Zum Beispiel Drains ziehen, Blut abnehmen, Zugänge ziehen usw.

Ich darf den Rundgang mit ner jungen Schwester machen, die ich sehr mag. Sie ist wahnsinnig freundlich zu den Patienten, immer ruhig, immer freundlich und ihr Lächeln ist begeisternd.

Im ersten Zimmer fange ich an ihr zu sagen, was Anordnung von der Visite war, natürlich nen Drain ziehen und sie sofort: "Hast du das schon mal gemacht?" – "Jepp." – "Zeig mir das einmal, und danach darfst du das alleine." (Ist normal dass jede Schwester, mit der man Dienst hat sich davon überzeugen muss, dass man das kann). Ich ziehe vorbildlichst die Drainage, die Schwester reicht mir an, draussen sagt sie mir: "Ich bin ganz begeistert, dass du so weit bist, dafür dass du erst 2. Ausbildungsjahr bist."

Ich glänze vor Stolz und wir gehen weiter durch die Zimmer. Wundnähte desinfizieren, Verbände machen, Zugänge ziehen, Medikamente und Arztbriefe verteilen, Betten machen – durch 18 Zimmer. Und ich habe immer noch nicht gefrühstückt.

Die scheiss Reiswaffel ist auch schon lange verdaut und ich hab so Schmacht nach ner Zigarette. Aber jede freie Sekunde versuche ich wenigstens zu trinken um nicht umzufallen.

11.40 – Rundgang ist fertig, die letzten Patienten werden in den OP geschoben, die meisten kommen grade wieder hoch. Ich bin nur am hoch- und runterschieben von Betten. Nebenbei mach ich noch Zimmer frei, schieb Betten um, weil die nächsten Patienten für morgen schon warten. Vor allem Privatpatienten. Irgendwie schaffe ich es jedes mal wen ich an der Küche vorbei laufe, von meinem Müsli zu essen. 2-3 Löffel, dann geht’s weiter. Man läuft noch kauend aufm Flur, schluckt hektisch runter bevor man ein Zimmer betritt aber irgendwie klappt das schon.

Nebenbei schaffe ich es 5 Patienten Blut abzunehmen und 3 Schwestern, weil da mal wieder die alljährliche Betriebsuntersuchung ansteht.

Was fürs Selbstbewusstsein: Ich bin total gut im Blut abnehmen.

12.00 – Während meine Leitschwester Berichte schreibt, renne ich rum und mach den Rundgang für die Patienten, die grade operiert wurden. Bei solchen Patienten wird im 30 Minuten Takt alle Vitalwerte kontrolliert. Man geht ins Zimmer, schaut wie weit die Infusion ist, ob noch eine angehängt werden muss, man kontrolliert Puls, Temperatur, Blutdruck, fragt nach Schmerzen, Übelkeit, kontrolliert das Wundgebiet, kontrolliert den Verband, wechselt diesen eventuell, kontrolliert die Drains, erledigt Kleinigkeiten, die die nakotisierten Patienten noch nicht können, zum Beispiel Fenster auf, Fenster zu, Schluck Wasser geben, Socken anziehen usw.

12.30 – Rundgang ist fertig, ich will dringends eine rauchen – seit 6 Stunden – ich desinfizier trotzdem noch nen paar Nierenschalen, weil ich anfang zu gähnen wenn ich aufhöre zu arbeiten. Ich unterhalte mich mit dem jungen Assistensarzt, mit dem ich mich ziemlich gut verstehe. Ich laufe Klingeln ab, hole 2 Patienten ausm Aufwachraum.

13.00 – Der Spätdienst ist da. Der Feierabend ist in sichtbarer Ferne. Wir fangen an mit Übergabe, meine Leitschwester (ich bin verliebt) lässt mich die gesamte Übergabe machen, sie ergänzt mich lediglich.

Als ich den Spätdienst im 4 Bett- Zimmer vorstelle, fragt eine Patientin: "Sagen Sie, Sie sind der einzige pflegende Mann auf Station, kann das sein?"

Und mir fällt auf, sie hat recht. Ich bin der einzige Pfleger. Ich krieg noch Komplimente, dass ich so vorsichtig sei, so auf Intimsphäre achten würde – Gott sei dank hat meine Mentorin mit mir Dienst und kriegt die ganzen Komplimente mit – mein Zeugnis ist gerettet.

13.40 – Übergabe ist fertig, wir albern rum, regen uns über Ärzte und Kollegen auf. Ich bin froh, dass es ein frauendominierter Job ist.

14.10 – Feierabend – ich zieh mich um, geh zur Bahn, rauche hektisch meine erste Zigarette seit 8 Stunden. In der Bahn ist mein erster und wichtigster Gedanke einen Sitzplatz zu ergattern, weil mir die Waden vom Laufen wehtun. Ich hab seit der Übergabe morgens nicht mehr gesessen. Mir tun die Waden weh und meine Bein sind unglaublich schwer.

Ich komme nach Hause, mach mein Zimmer sauber mit staubsaugen und so, räum die Küche auf und geh um 15 Uhr einkaufen.

Um 16 Uhr bin ich wieder zu hause, ich bin ne großen Schleife mit dem Fahrrad gefahren, weil das Wetter so gut ist. Ich koche mir Nudeln mit Tomatensauce, bin am Laptop, gucke nebenbei Fernsehen und bin immer noch auf den Beinen.

Um 17.00 esse ich endlich und schlafe ein sobald ich den Teller weggelegt hab. Gott sei dank hab ich mir den Wecker für 18.00 gestellt und kann Lotta in Love gucken (warum gucke ich das überhaupt?). Ich esse nebenbei ne Hand voll Chips, die ich mir beim einkaufen gegönnt hab.

Um 20.00 bin ich bei Steffi, die sich wundert wieso ich müde und ausgelaugt bin. Ich merke immer mehr meinen Rücken von Betten schieben. Um 22 Uhr verabschiede ich mich, ich möchte eigentlich dass sie bei mir schläft, aber ich hab Angst, dass ich mit noch größeren Rückenschmerzen aufwache, weil sie in meinen Armen geschlafen hat. Das ist ein doofer Konflikt, aber auf der anderen Seite hab ich echt Schmerzen. Ich schaff in der Zeit nicht mal ein Bier auszutrinken.

Zuhause mach ich mir ne Wärmflasche fertig, schmeiss sie unter meinen Rücken, leg die Beine hoch. Mein Mitbewohner plus Freund kommen nach Hause, wir rauchen ne Zigarette und ich verabrede mich mit dem Freund meines Mitbewohners, dass wir morgen früh shoppen gehen.

Und jetzt sitze ich hier, merke, dass mein Rücken immer noch wehtut, meine Beine immer noch schwer sind, ich bin müde, viel zu lange wach - und das schlimmsten: ich bin emotional völlig leer. Man gibt sich solche Mühe freundlich und nett auf Station zu sein, und mitfühlend und irgendwie mütterlich, dass für zuhause nichts mehr übrig bleibt.

02.05.2006 um 17:19 Uhr

Fütterung des vernachlässigten Blogs

von: Ryan

Die Arbeit ist immer noch hart, aber sie tut mir gut. Irgendwie komme ich in letzte Zeit zu nichts mehr. Früh aufstehen, arbeiten, nach Hause kommen, eventuell mit Steffi treffen und früh wieder schlafen gehen.

Erschöpfung war mein großes Thema in der letzten Woche, mittlerweile geht es nach ein paar freien Tagen. Und Unzufriedenheit. Ich bin so unzufrieden - mit mir selbst und mit allem eigentlich.

Mir wird immer mehr bewusst wie verhaltensauffällig Steffi ist - und das nervt mich abgrund tief. Sie verhält sich in den meisten Situationen unpassend und ist nicht wirklich feinfühlig für ihre Umwelt. Das ist mir schon fast unangenehm und ich merke jetzt schon, dass ich es vermeide mit ihr zum Beispiel Bahn zu fahren oder mal Bummeln zu gehen.

Den ersten richtigen Streit hatten wir auch schon. Sie hat irgendwie nicht mitgekriegt, dass ich einen Abend sensibel und eh schon gereizt war. Und anstatt sich zurück zu nehmen, hat sie es echt geschafft mit so kleinen Näckereien mich auf 180 zu bringen bis ich dann auch wirklich was sehr verletztendes gesagt hab, und sie daraufhin auch völlig ausgerastet ist.

Ihr Alkoholkonsum nervt mich auch total - ich bin schon der Meinung, dass ich sehr viel und gerne trinke. Aber sie toppt mich ohne weiteres. 2-3 Bier am Abend sind nix - und ich kenn sie seit 2 Monaten und ich habe KEINEN Abend erlebt, an dem sie nichts getrunken hat. Ich hab sie 2-3 mal drauf angesprochen, aber irgendwie kapiert sie das auch nicht.