Boys don´t cry

28.10.2007 um 00:08 Uhr

Wochenende

von: Ryan

Mein WE ist wie immer unspektakulär. Gestern Dvd-Abend mit Freunden, die ebenfalls in der Pflege arbeiten, Nachts zu Steffi, Torte mit Kerzen präsentiert - sie hat geweint vor Freude alleine über die Torte mit den 24 Kerzen.

Dann heute morgen aufstehen und den ganzen Tag lang nur das Geburtstagskind widmen: Steffi. Großes Frühstück ans Bett, Essen beim Italiener, Kino, Cocktails trinken gehen und jetzt sitzen wir bei mir bei Bier. Und langsam ... also ich möchte vorweg sagen, dass ich nen echt schönen Tag hatte ... wird sie nervig. Gestern hab ich sie ja bis auf wenige Stunden auch schon den ganzen Tag um mich gehabt, aber jetzt ... man sitzt inner Küche und will eine rauchen ... Steffi kommt an, umarmt einen von hinten alla: "Ich hab dich grade so lieb." - jetzt grade liegt sie im Bett (ich hab sie vorm Fernseher geparkt) und es kommt dauernd: "Schaahatz, was machst du da? Schaahatz, darf ich das lesen was du schreibst?" - "Du nervst mich grad ein wenig ..." - "Warum? Warum nerv ich dich jetzt?"

Das geht so schon seit mehreren

25.10.2007 um 22:01 Uhr

Heute hasse ich meinen Job

von: Ryan

Musik: Travis, Scala, Tori Amos, Tracy Chapman

Ich weiss gar nicht was ich schreiben kann, um zu beschreiben wie ich mich fühle. Ich bin tot müde und matschig, obwohl ich nach dem Frühdienst 3 Stunden geschlafen habe ... ich fühl mich wie in Watte gepackt und gleichzeitig scheint alles irgendwie sinnlos.

Nein, ich falle nicht in ein neues Loch der depressiven Verzweiflung, ich hatte nur nen furchtbaren Arbeitstag. Nachdem ich die letzten Tage sehr, sehr stolz auf meine Leistung bezüglich der Arbeit war und meine Stationsleitung sich wirklich herabgelassen hat mich zu loben und ich davon ausgegangen bin, dass trotz der übermenschlichen Arbeit ich ein super gutes System aufgebaut habe, um im ganzen Stress nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren, war heute mal wieder alles ganz anders ... was für ein langer Satz. Ich hab gearbeitet wie ein Bekloppter, gleich bei der ersten Runde, alles abgearbeitet was ging - man weiss ja nicht was der vormittag so bringt ... es war wie verhext, kaum kam ich von der Pause wieder, war es als habe jemand einen Hebel von "Stress normal" auf "Stress unmenschlich" umgelegt. Ein Notfall nach dem nächsten - hier blutet einer, da ist jemand gestürzt, ein anderer musste vom Parkplatz aufgelesen werden, wieder ein anderer hatte einen Krampfanfall, der nächste kollabiert - nebenbei stehen 3 Aufnahmen gleichzeitig vor der Tür und wir haben keine Betten frei. Einer kollabiert im Zimmer, hat nen Herzstillstand, wird reanimiert - draussen aufm Flur regen sich die ersten Patienten auf, warum es noch kein Mittagessen gibt  - Patient mit Herzstillstand verlegt auf die Intensiv so fix wie möglich ... ich komm in ein Patientenzimmer rein (eigentlich nur um Medikamente an den Nachtschrank zu stellen) und ich weiss noch, dass es ganz ruhig in dem Zimmer war und ich mit der Patientin geredet hab so alla: "Ich stell Ihnen ihre Medikamente hin!" oder sowas ... und denk mir noch: Mensch ist das ruhig hier ... und 2 Sekunden später merke ich, dass sie nicht mehr atmet ...

Das kam total überraschend, die Patientin war nicht totkrank ... sie sagte nachm Frühstück noch, dass sie sich hinlegen möchte, weil sie so müde ist ... eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht - der schönste Tod den man haben kann, meiner Meinung nach. Ich musste mich erstmal 2 Minuten auf den Boden an die Wand gegenüber des Bettes setzen bevor ich weiter arbeiten konnte ... mehr als 2 Minuten waren aber nicht drin, zuviel zu tun. Wir haben die erste Totenschau, dann mit der Schülerin zusammen gemacht, weil die Tote "für eine Tote" gut aussah und ich das irgendwie besser finde, wenn man die Schüler gezielt fragt, ob sie dabei sein wollen, den Toten nochmal sehen, sich verabschieden etc. Es gibt genug Kollegen, die die Krankenpflegeschüler ins kalte Wasser schmeissen und das muss nicht sein.

Und obwohl ich weiss, dass das Sterben zum Leben dazugehört und es wirklich wünschenswert ist auf diese Art und Weise zu sterben und man in gewissen Hinsicht auch dankbar sein muss, weil es ne Schmerzpatientin war, die keinen Schritt laufen konnte ohne Schmerzen zu haben, trotz alle dem isses traurig und ich bin total betroffen. Und es ist mir schwer gefallen den Kollegen das zu sagen, weil die auch fragte, warum das Zimmer abgeschlossen war. Die Mitpatientin konnte daraufhin ja nicht mehr ins Zimmer, zur Erklärung: Wenn jemand stirbt, muss der Arzt den Patienten gleich daraufhin für tot erklären und nach 2 Stunden NOCHMAL, gesetzlich vorgeschrieben sind 2 Leichenschauen mit 2 Stunden dazwischen. Wir konnte die Tote auch nicht rausschieben, weil wir keinen Platz hatten, kein einziges freies Zimmer ... und natürlich kommt von der lebenden Bettnachbarin natürlich die Tochter und kriegt nen riesen Ausraster warum Mutti nicht in ihr Zimmer kann. Und man selbst steht da und bitte um Verständnis und versucht zu ruhig wie möglich bleiben, kann aber auch nicht sagen: "Weil da ne Leiche drin liegt im Zimmer ihrer Mutter." Nein stattdessen: "Ich kann verstehen, dass Sie sich aufregen, aber wir haben ganz gravierende Gründe und ich bitte Sie um etwas Verständnis für die Umstände." und die Angehörige rafft es nicht und spricht der Beschwerdebeauftragten erstmal auf den Anrufsbeantworter.

Und nebenbei der übliche Stress: Mittagessen verteilen, ich hasse es. Die Patienten essen bei uns in nem Aufenthaltsraum ... und wenn man noch nicht mal den letzten Mittagessen gegeben hat, schreien die ersten schon, dass sie zurück ins Bett wollen. Und kein Mensch hat auch nur einen Funken Geduld. Immer nur: "Ich will." Wie die Kleinkinder. "Ich will ins Bett." - "Ich will noch nen Joghurt." - "Ich will meine Bedarfsmedikamente." - "Ich will dass ENDLICH eine Schwester zu mir kommt." ... oh man ... und nebenbei die Kollegen (v.a. die Ärzte): "Ryan, kannst du mal ... würdest du bitte ..." Dann noch die Arbeit, die man eh schon hat ... und die Patientenklingeln ... es macht mich wahnsinnig, die klingeln im Moment so abartig viel - man kann sich auch nicht konzentrieren, wenn im Hintergrund dieser ziemlich laute Piepton zu hören ist.

Ich habe ne Stunde Überstunde gemacht und ich habe mich 10.000 Mal entschuldigt, weil ich garantiert vieles vergessen hab. Man macht sich im Kopf ne Art Liste und versucht die abzuarbeiten. Ich schreib mir schon massenhaft Notizzettel ... aber nach der Leichenschau mit der Schülerin und den beiden Stationsärzten war meine Liste im Kopf weg ... ich hab völlig vergessen was ich tun wollte. Es waren keine lebenswichtigen Aufgaben, das weiss ich - aber schon Dinge, die ich selbst noch abarbeiten wollte und nicht dem Spätdienst noch überlassen muss.

Zuhause bin ich totmüde ins Bett gefallen und hab geschlafen. Und jetzt hab ich grade geduscht (ich wünsch mir so sehr eine Badewanne) und trink jetzt erstmal nen Bier und dann irgendwann will Steffi bei mir auftauchen - wir haben morgen zusammen frei und können ausschlafen.

24.10.2007 um 18:31 Uhr

Alltägliche Sorgen oder: Nichts besonderes

von: Ryan

Im Moment passiert wirklich nicht viel Besonderes. Es ist irgendwie immer das Gleiche - aber nicht so öde-nicht-besonders, sondern: Naja-es-ist-halt-nen-ruhiges-Leben-und-nichts-Besonderes. Steffi und ich sehen uns im Moment häufiger - unser Dienstplan ist zur Zeit sehr ähnlich.

Die Station ... naja, ich fühle mich wohl - zumindest denke ich das zur Zeit vermehrt, aber die Arbeit ist trotzdem ein absoluter Knochenjob. Niemand ausm Krankenhaus beneidet mich um diesen Job - es ist halt nen Job, und ich lerne immer mehr meine Arbeit zu organisieren, schnell zu arbeiten, so gründlich wie möglich und später nen entspannten Restdienst zu haben - zumindest klappt das im Frühdienst gut, wenn man in der ersten Runde ALLES macht (Patienten sauber waschen, anziehen, Verbände, medizinische Maßnahmen) - dann hat man vormittags Ruhe für die Dinge, die akut noch zu machen sind. Mit der Arbeitseinteilung fahre ich ganz gut. Ich versuche Arbeit abzugeben an die Schüler, was die so machen dürfen/können und denen nebenbei was beizubringen.

Was positives: Ich lese endlich wieder. Steffi hat sich auf Anraten einer neuen Kollegin "House of God" gekauft - an einem vormittag - nachmittags hatte ich es in der Hand und wollte es nicht mehr hergeben. Es handelt von jungen Medizinern - ähnlich wie Grace Anatomy oder Scrubs - aber OHNE die schönen Momente. Ziemlich nüchtern, teilweise sexistisch, mit Ärzten, die ihren Patienten fiese Spitznamen geben und die Betten so hoch einstellen, dass der Patienten fallen MUSS und verlegt werden muss durch die zugezogene Verletzung. Hört sich abartig an, aber ... ich arbeite auf ner Station wo es selten schöne Momente gibt, selten orientierte Patienten, mit denen man mal ein vernünftiges Gespräch führen kann und die selten mal NICHT schreiend auf dem Flur sitzen oder die Zimmer vollsch***en. Man kommt ins Krankenhaus um dort voller guter Vorsätze, um Menschen zu helfen und die Patienten kotzen einem aufm Kittel oder bespucken einen. Die bittere Wahrheit - und so ist das Buch auch - und ich liebe es.

Noch was: Meine Freundin hat Geburtstag am WE - und ich habe keine Ahnung was ich ihr schenken soll. Soweit bin ich bis jetzt mit der Planung: Ich hab alles für nen Kuchen gekauft, den ich ihr backen will - so mit Kerzen drauf und nen Glas Sekt um dann in ihren Geburtstag um 24.00 anzustossen. Sie wird sich freuen - aber nen richtiges Geschenk hab ich noch nicht. Das Buch was ich ihr kaufen wollte, hat sie sich anfang der Woche selbst gekauft ... mmh ... und jetzt bin ich ziemlich ideenlos.

18.10.2007 um 21:09 Uhr

Influenza-Infektion

von: Ryan

Mittlerweile bin ich nicht mehr weibliche und auch kein Krankenhaus-Lovestory-Autor ... sondern einfach nur krank. Ich bin tot krank, halb am sterben ... wie jeder männliche Artgenosse, der an einer Erkältung erkrankt ist.

Ich bin aber auch der Meinung, dass ich einer der wenigen in meinem Umkreis bin, den diese Erkältung RICHTIG erwischt hat - wobei ich das Wort Erkältung viel zu abwertend und zu harmlos finde - ich lass jetzt mal den Krankenpfleger raushängen und sage INFLUENZA. Das hört sich wenigstens halbwegs so dramatisch an, wie sich meine Lage anfühlt.

Montag Abend im Spätdienst ging das los - mit Fieber. Ich bin der Meinung Fieber gehabt zu haben, das Thermometer war nicht der Meinung - ABER ich hatte FIEBER. Mit ner Hand voll Paracetamol geklaut aus unserem Medischrank habe ich dann diesen Spätdienst überlebt, zuhause sofort Hustentee, Wärmflasche und ab ins Bett ... und am nächsten Tag ging es mir sehr beschissen. Aber MANN rüstet sich ja sofort, wenn er einen Infekt im Körper hat.

Als ich auf der Arbeit ankam mittags zum Spätdienst hab ich erstmal meinen kleinen Erste-Hilfe-Anti-Influenza-Koffer ausgepackt: Nasenspray, Paracetamol, ein Jahres Vorrat an Taschentüchern, Anti-Halsweh-Lutschtabletten, Hustensaft, heisse Zitrone ... und alles schön demonstrativ vor meinen weiblichen Kollegen ausgepackt um zu zeigen: ICH BIN KRANK und ich bin ein HELD, weil ich trotzdem arbeiten komme. Aber was soll man von Frauen erwarten? Kein Mitleid ... nix ... ich hab stattdessen so Sätze abgekriegt wie: "Hyperchonder." - "Wenn MÄNNER krank sind ..." - "Und du hast an einem Vormittag den ganzen Kram besorgt? Du warst aber fleissig ..."

Nein, also auch wenn ich ein Mann und zu Übertreibungen bzgl. meines Gesundheitszustandes neige: Es ging mir richtig schlecht und elend und ich war froh, dass meine Kollegen mich geschont haben. Noch froher war ich, dass ich jetzt zwei Tage frei hatte und mich auskurieren konnte. Mittlerweile gehts mir auch besser, muss ich ehrlich zugeben - in ner Stunde gehts mir allerdings wieder ganz furchtbar schlecht, weil Steffi dann vorbei kommt, Jaulen nützt ja nur was, wenn es auch jemand hört und am besten die eigene Freundin - ich muss gleich noch provokativ überall in der Wohnung Taschentücher verteilen ...

Ich hasse es erkältet zu sein - Gott sei dank fühl ich mich nicht mehr so matschig wie die letzten zwei Tage. Im Moment kämpfe ich mehr mit "produktiven" Husten (ich liebe medizinische Umschreibungen für eklige Sachen), meine Nase läuft ohne Unterlass und meine Nase ist super rot (kein Wunder, wenn man 2 mal pro Minute die Nase putzen muss über mehrere Tage hinweg), dementsprechend verrotzt und heiser bin ich.

Und ich hab wieder ein Phänomen entdeckt. Ich bin ja Raucher ... und wenn zu verrotzt ist um Zigaretten zu rauchen und die nur noch eklig sind ... was machen Raucher? Nichtraucher würden sagen: "Es einfach mal sein lassen?" und Raucher sagen: "Menthol-Zigaretten!" Abartig aber wahr.

14.10.2007 um 21:02 Uhr

Fragen über Fragen

von: Ryan

Ich hab jetzt mal 2 Tage frei und bin heilfroh nicht arbeiten zu müssen. Und mir fällt wieder ganz besonders auf: Ich hab zu nix mehr Lust. Gut, ich habe abgewaschen, ein wenig geputzt, Wäsche gewaschen und mit meiner Freundin rumgehangen ... und sonst? Ja nix ... irgendwie denke ich immer darüber nach, ob ich als junger, dynamischer Mensch nicht irgendwie mehr schaffen sollte. Irgendwas selbstverwirklichendes, mich selbst finden oder sowas. Stattdessen schiebe ich solche Dinge vor mir her alla: Das mach ich wenn ich mal Zeit hab und ausgeruht bin. Aber wann werde ich in den nächsten paar Wochen, Monaten oder Jahre mal ausgeruht sein?

Keine Ahnung, irgendwie kann´s das doch nicht gewesen sein? Nach hause kommen von der Arbeit, Schlafen, die nötigsten Dinge verrichten, sich mit Rechnungen rumärgern, Freunde treffen, feiern in den selben Clubs wie immer ... irgendwie ist das ... öde ... ziemlich öde. Aber das mach ich seit Jahren, mit den gleichen Menschen und immer so ziemlich die gleichen Sachen. Manchmal wechseln die Clubs und Kneipen, in denen wir uns treffen. Manchmal ist man selbst glücklicher mit sich selbst und manchmal eben nicht. Aber im Grunde genommen isses immer das Gleiche. Kleinigkeiten verändern sich, aber mehr auch nicht - hab ich zumindest das Gefühl.

Gut, ich hab auch neue Freunde und mein Leben verändert sich auch - aber irgendwie hadere ich ja schon seit Jahren mit mir selbst und jetzt hab ich irgendwie das Bedürfniss (oder das Gefühl, dass ich das Bedürfnis haben sollte) mit mir selbst irgendwie ruhiger zu werden und zufriedener. Manchmal bin ich auch sehr zufrieden so wie es läuft, aber im Moment irgendwie nicht. Und jetzt wo der ganze Examensstress vorbei ist und ich jetzt eigentlich entgültig in der Welt der Erwachsenen angekommen bin, sollte ich auch irgendwie mich selbst langsam gefunden haben. Das hört sich grade alles sehr esoterisch an ... so bin ich ja gar nicht. Ausgeglichen mit mir selbst, trifft es vielleicht besser.

Soweit hab ich ja fast alle Stationen auf dem Weg zum erwachsen-werden hinter mir: Ich bin ausgezogen, ich hab ne eigene Wohnung seit gut nem Jahr, nen eigenen Telefonanschluss, ich organsiere mein Leben alleine, ich verdiene Geld und hab ne abgeschlossene Ausbildung und sogar nen Job (der mir mehr oder weniger Spaß macht) - aber jetzt grade WEIL mein Job mich so annervt, sollte ich nen Ausgleich schaffen - nen Hobby oder so. Irgendwas was mir Spaß macht und womit man freie Zeit füllen kann, die ich sonst nur vorm Fernseher verbringen würde oder damit, dass ich viel zu viel schlafe.

Und diese ewige Ausrede, dass ich müde und kaputt bin von der Arbeit ... hey, es gibt für alles Ausreden und ich bin Weltmeister im Ausreden-finden - vor allem vor mir selbst. Ich rauche zum Beispiel immer noch, weil ich einfach genug Ausreden hab, um es mir nicht abgewöhnen zu müssen. Wenn ich das rauchen mal reduziere, dann nur weil mich irgendwelche Umstände dazu zwingen. Und wenn ich mal mehr rauche, dann ist doch garantiert der böse, böse Stress dran schuld, weil ich ja den schlimmsten und stressigsten Beruf auf der Welt hab.

Und jetzt die Frage: Was könnte man sinnvolles mit seiner freien Zeit anfangen? Ich vergeude soviel freie Zeit im Bett oder vorm Fernseher oder in irgendwelchen Kneipen, um dort die ewig gleichen Gespräche zu führen. Sport? ... Dazu müsste ich mich aufraffen? Das wird ein hartes Stück Arbeit für mich ... Unterfrage: WELCHER Sport denn? Ich bin sehr faul geworden, seitdem ich vor Jaaahren aufgehört hab Sport zu machen ... vielleicht etwas, um sich selbst zu finden ... Yoga oder sowas? Ich wollte immer schon mal nen Yoga-Kurs machen ... wäre auch körperlich nicht ganz so anstrengend. Oder irgendwas lernen - ne neue Fremdsprache? Oder nen Instrument oder ich fang wieder an mit Schlagzeugspielen ... aber stell ich mir wirklich wieder nen Schlagzeug in die Wohnung? Meins stand damals bei meiner Mama im Keller, da war auch genug Platz aber jetzt wohne ich auf 34 Quadratmeter - da hol ich mir nur blau Flecken, wenn ich morgens um halb 5 verpennt durch meine Wohnung schlurfe ...

Oder ich nutze mein Schreibertalent und schreibe ein Buch ... boah ein Buch wäre geil, und dann an nen Verlag schicken und die werden mich garantiert ablehnen, aber was ist wenn nicht? Selbst wenn es nur in 3 Exemplaren veröffentlicht wird und irgendwo im winzigsten Bücherladen irgendwo in Cuxhafen ausliegt ... das hätte was ... ich halte mich selbst für ein wenig exentrisch angehaucht (meine Freundin hat sich weggeschmissen vor lachen und nur den Kopf geschüttelt als ich ihr meine exentisch-künstlerische Seite gebeichtet hab), aber dann wieder die große allmächtige Frage: ÜBER WAS SCHREIBT MAN DENN SO? "Mein Leben zwischen Krankenhaus und Fernseher und Bett" ... dicke Staubschicht auf Büchern in Cuxhafen ... oder so nen Groschenroman alla Krankenhausstil: "Schwester, reichen Sie mir bitte den Tupfer ... ach ja und was ich Ihnen immer schon beichten wollte: Sie sind die großartigste und hübscheste Krankenschwester im ganzen OP-Saal, keine sterilisiert die Klemmen so fantastisch wie Sie es können, ich bin unsterblich in Sie verliebt ... und der Arzt riss sich den Mundschutz vom Gesicht und küsste die instrumentierende Krankenschwester leidenschaftlich während der Blinddarm-Operation ... sowas veröffentliche ich aber nicht unter meinem richtigen Namen ... ich leg mich nen Künstlernamen zu und damit auch NIEMAND auf die Idee kommt, dass ich sowas schreibe gleich einen WEIBLICHEN Künstlernamen ... ich würde die Groschenromanwelt revolutionieren ... ich glaub das geht jetzt zu weit ... zu Anfang des Blog-Eintrages wollte ich nur mich selbst finden und jetzt bin ich weiblich und schreibe Krankenhaus-Schundromane ... ts ts ts ...

13.10.2007 um 01:44 Uhr

Ich geh kaputt

von: Ryan

Es ist immer das gleiche ... der Dienst beginnt, man beginnt zu arbeiten und hört irgendwann viel zu spät wieder auf - ohne Pause, ohne eine zu rauchen, ohne was zu essen, ohne aufs Klo zu gehen ... alle Patienten essen und gehen aufs Klo noch bevor man selbst das tut. Man arbeitet lieber den Kollegen zu, anstatt selbst auf sich zu achten ... es ist furchtbar ... ich hab irgendwann um 16 zu ner Kollegin gesagt: "Ich geh jetzt eine rauchen, ich kann nicht mehr ... aber vorher mach ich noch das und jenes." Stunde später die Kollegin zu mir: "Wolltest du nicht rauchen?" - "Ja wollte ich, aber vorher hab ich noch das und jenes abzuarbeiten." 18 Uhr: "Ich geh jetzt wirklich rauchen ... scheisse, ich geh noch kurz zur Klingel." 19 Uhr die Kollegin: "Wolltest du nicht schon vor 3 Stunden rauchen?" - "Jaaaa ...."

Positiv: Die Zeit vergeht wie im Flug, man guckt auf die Uhr und denkt: Ach du scheisse, ist das schon spät. Man hat keinen Hunger, keinen Durst, man, bzw. ICH werde nur irgendwann unruhig weil mein Nikotinspiegel im Blut deutlich sinkt. Und dann werde ich auch gereizt. Ich bin Starkraucher - wenn man mich lässt, krieg ich ne ganze Schachtel oder mehr am Tag runter gepafft ... auf der Arbeit rauche ich in 9 Stunden vielleicht maximal 2 Zigaretten - kalter Entzug. Mittlerweile bin ich es gewohnt so maximal 10 Zigaretten in 24 Stunden zu rauchen. Ist hart, klappt jetzt aber gut.

Meine Freundin seh ich auch viel zu selten - naja, zumindest zu selten dafür wie verliebt wir ineinander sind - ich hab natürlich nur Spätdienst und sie nur Frühdienst, d.h. sie schläft schon, wenn ich von der Arbeit komme. Gestern hab ich sie mal kurz nachdem Spätdienst besucht, da stand sie schon in Schlafklamotten vor mir alla: "Was willst du denn hier?" - "Ich hatte Sehnsucht nach dir." und wir haben überlegt was wir an unseren einzigen gemeinsamen 3 freien Tagen im Monat machen - wegfahren dachten wir - aber wir können uns auf kein Urlaubsziel einigen. Ich will nach Berlin, aber das ist ihr zu weit weg ... sie hatte so Vorschläge wie Cuxhafen, Bremervörde oder Rostock ... aber ... da kann ich auch zuhause bleiben, hab ich mir später überlegt ... was will ich denn um diese Jahreszeit in Cuxhafen? Wattwandern ...?? 1) Kenn ich schon, 2) da fahr ich nicht ohne genug Alkohol hin und 3) schon mal gar nicht für 3 Tage - da spar ich doch das Geld für´s Hotel und kann das hier auch aufm Kopf hauen. Ich liebe sie sehr - aber Cuxhafen geht zu weit ...

Und sonst so ... nix neues von mir ... ich finde meinen Job doof, weil ich viel zu schnell und viel zu unsauber arbeiten muss und mich jeden Abend betrinken könnte, wenn ich von der Schicht nach Hause komme - und jeden Tag vonner Station runter gehe und mir denke: "Boah, ENDLICH vorbei." Das hatte ich noch nie so extrem, obwohl ich in sovielen verschiedenen Bereichen gearbeitet hab ... Nahziel für mich selbst: Fussfassen als examinierter Krankenpfleger, Routine kriegen, gut arbeiten ... und dann weg da.

10.10.2007 um 23:28 Uhr

Scheiss besch... Station

von: Ryan

Spätdienst ... mal wieder das gleiche Theater. Die Station ist mittlerweile mehr als voll. Man kriegt dauernd Anranser von der Chefärztin, warum diverse Dinge nicht so laufen wie sie laufen sollten - Blutdrücke, die nicht gemessen wurden oder vergessen wurden einzutragen ... "Messen wir neuerdings keine Blutdrücke mehr oder was?!" Selbstverständlich messen wir Blutdrücke ... wie die Bekloppten, bei fast jedem Patienten 4 mal täglich ... um 21.00 hatte ich 4 Zimmer a 2 Patienten immer noch nicht bettfertig, weil ich nicht durchkam ... ich kämpfe in jeder Schicht, gegen die Zeit, gegen alles was ich noch machen muss ... versuche die Dinge, die seit Tagen wegen Zeitmangel nicht laufen nachzuholen. Urinkulturen abnehmen, EKGs schreiben, Visiten ausarbeiten - nebenbei Kaffee verteilen, Windeln wechseln, zusehen, dass die Leute genug trinken ...

Das ist auch so ein scheiss Thema: Die TRINKBILANZEN. Alte Leute trinken eh wenig und mögen auch nicht trinken und ich hab da eh genug Spezis, die nur trinken, wenn man daneben sitzt und denen jeden Schluck gut redet ... dafür habe ich aber keine Zeit ... also gibt´s zur Nacht ne Infusion ... heute hab ich gesehen, dass einige schon im Frühdienst so wenig getrunken hatten, dass ich denen mittags schon Flüssigkeit angehängt hab. Und dann schreibt Frau Doktor allen ernstes in die Viste: "Bitte Patient mehr zu trinken geben, damit auf Infusion verzichtet werden kann." Wie soll ich das denn machen?? Sonntag war es mal ruhig auf Station und wir hatten ne völlig unfähige Aushilfsärztin, die keinen Bock hatte Zugänge zu legen ... und ich saß hinter allen Patienten, die keinen Zugang hatten und hab denen Flüssigkeit eingeprügelt ... und hab bei denen knapp nen Liter geschafft oral ... und dann krieg ich ne Visite alla: "Geht doch, der Patient soll aber 1,5 Liter am Tag schaffen." LECK MICH AM ARSCH ... als ob ich den ganzen Tag nur Däumchen drehen würde im Dienstzimmer.

Im Moment ist das echt nicht tragbar, was wir da veranstalten auf Station ... die Leute kriegen teilweise nicht genug Flüssigkeit - sobald ich sehe, dass da was nicht rund läuft mit der Flüssigkeit kriegen die sofort Infusion von mir. Wir haben auch so viele Wackelkandidaten, die auf der Kippe zur Intensivstation stehen - also die richtig, richtig krank sind. Schläfrig, kaum erweckbar, nichts mehr machen können - oder knackendement, die nur Blödsinn machen ... zum Beispiel dürfen Leute mit künstlicher Hüfte bestimmte Bewegungen mit den Beinen nicht machen, wie zum Beispiel die Beine überschlagen, sonst knallt das Hüftgelenk aus der Gelenkpfanne - wenn aber der Patient so grottendement ist, dass er das nicht mehr rafft und wieder die Beine überschlägt ... ja super ... Hüfte heute mittag wieder eingerenkt und Patient ans Bett gefesselt, damit das in den nächsten 3 Tagen nicht mehr passiert ... und der Patient versteht die Welt nicht mehr.

Und es ist nix da ... ich benutze Desinfektionsmittel viel zu lange, bestimmte Desinfektionsmittel muss man 3 Tage nach Anbruch wegschmeissen - ich hab heute mit einem gearbeitet, dass schon seit 10 Tagen offen war, weil ... besser als nix. Und mit dem Zeug hab ich Katheter gelegt ... in 2 Tagen haben sie alle Fieber und ne Blasenentzündung.

Im Moment ist das alles so schrecklich - die Patienten sind satt und sauber und weitere Handschläge kann ich nicht machen - und krieg deswegen noch eins aufm Deckel. Ich mache so viele Dinge, die ich nicht tun sollte so wie ich sie tun muss und hab dabei Bauchschmerzen - und morgen mittag krieg ich schon der Stationsleitung wieder eins aufm Deckel, weil ich zu lange geblieben bin - aber ich kann ja nicht alles stehen und liegen lassen, der Nachtdienst hat ja auch genug Arbeit.

Steffi sagt immer nur, wenn sie mich schimpfen hört: "Ich bin sooo froh da weg zu sein ... bewirb dich bloß wo anders." Ich will aber nicht weg aus unserem kleinen, überschaubaren, familären Krankenhaus - ich will ja da gar nicht weg - aber ich will von der einen grottigen Station weg. Auf der anderen Seite regt das auch meine Kämpfernatur an: Ich will das ja schaffen - aber im Moment ist es ja nicht zu schaffen ...

06.10.2007 um 23:41 Uhr

Ich kann nicht mehr ...

von: Ryan

Boah, ich bin grade erst nach hause gekommen vom Spätdienst - wieder Überstunden machen müssen ... ich hätte den gesamten Dienst über kotzen können. Nur kotzen ... es ist so abartig viel zu tun und wir waren nur zwei examinierte Pfleger ... wir haben keine Pause gemacht, wir haben beide nur 2 rauchen können, beim Abendbrot verteilen kurz was selber essen - Notfall-EKG hier, Visten da, Patient muss aufs Klo, Patient klingelt, Patient vom Parkplatz einsammeln ... und dann steht man da und ist super hektisch und die Patienten merken das ja und wollen, dass man sich in dem Moment Zeit nimmt  - aber Zeit haben wir nicht.

Das einzige was mich aufgebaut hat: da saß ich bei ner Patientin, hab mich kurz neben die ans Bett gesetzt, weil ich den Verband gemacht hab und sie sagte: "Mein Gott sehen Sie abgespannt aus, Sie haben viel zu tun, nicht wahr?" und ich dachte nur: "JA! Wenigstens sieht das mal jemand!"

Ich kann nicht mehr, ich könnte heulen - ich will da morgen nicht wieder hin ... wir brauchen dringend mehr Leute aufm Dienstplan - so wie heute GEHT GAR NICHT ...

Steffie ist weggefahren, weil die frei hat - ich möchte, dass mich wer in den Arm nimmt - ich könnte heulen, wenn ich daran denke, wie ich heute gekämpft habe im Spätdienst ... ich könnte heulen ...

04.10.2007 um 23:43 Uhr

Ich lebe um zu arbeiten

von: Ryan

Heute mal wieder Thema Arbeit. Ich bin irgendwie nur noch auf der Arbeit. Heute mal wieder Spätdienst - ich bin eh nicht der Frühdienstmensch, ich komm immer völlig verpennt in die Übergabe, bin nur damit beschäftigt möglichst viel Kaffee in mich reinzukippen und mitzukriegen was die Nachtschwester mir zu erzählen hat. Und dann diese furchtbare Waschorgie morgens ... ich hasse es ... jedes Mal wenn ich meine Waschschüsseln zusammen suche, könnt ich heulen. Allerdings versuche ich immer so zu arbeiten, dass ich in der ersten Runde möglichst viel geschafft bekomme, also das alle sauber sind, angezogen und vielleicht noch nen paar Verbände und ähnliches. Und wenn ich Glück hab, ist der Vormittag dann ruhig.

Im Spätdienst isses irgendwie andersrum ... alles was der Frühdienst nicht schafft, muss ich machen. Also ich hab heute nur Visten ausgearbeitet, EKGs geschrieben und was weiss der Teufel, bevor ich mal ne Windelrunde machen konnte. Pünktlich zum Abendbrot schiebt ein Patient nen Insult (auf deutsch = Schlaganfall) ... ab auf die Intensivstation. Nächster Patient stürzt ... und ist danach nicht mehr ansprechbar ... ab auf die Intensiv ... anderer Patient klappt zusammen ... ab auf die Intensiv ... und plötzlich war schon Feierabend, aber ich hatte noch keinen ins Bett gebracht, keine Infusion angehängt und nix ... toll ... wieder 2 Überstunden.

Ich hatte heute wirklich diverse Momente, in denen ich mich einfach nur aufm Boden hätte schmeissen wollen und heulen hätte können. Ich wollt nicht mehr ... ich wollt einfach nicht mehr. Scheiss Gesundheitssystem ... und die Patienten sind ja die Leidtragenden, die merken ja wie sehr ich unter Stress bin und wie angespannt und hektisch ich ihnen begegne - ich versuche wirklich ruhig zu sein in den Zimmern, aber ich muss dann auch zackig arbeiten, weil ich sonst nicht mal annähernd pünktlich Feierabend machen kann.

Jetzt muss ich auch noch dauernd einspringen, weil uns Steffi aufm Dienstplan fehlt - diese und nächste Woche hat sich mein Dienstplan komplett geändert. Und Steffi gefällt es sehr gut auf der psychiatrischen Station, wo sie jetzt arbeitet. Ich freu mich wirklich für sie, sie hat wohl auch mehr Spielraum im Dienstplan und richtet sich jetzt etwas nach mir ... im Novemberplan versucht sie ihre freien Wochenenden auf meine abzustimmen, was großartig wäre. Im Moment sehen wir uns sehr sporadisch und selten - und wenn dann ziemlich verkrampft - ich hab neulich bei ihr geschlafen, weil ich Frühdienst hatte und sie näher am Krankenhaus wohnt als ich ... und das war wirklich so, dass ich um halb 10 abends bei ihr war und um 11 lagen wir schon im Bett, weil ich um kurz vor 5 wieder aufstehen musste.

Und wenn ich dann mal zuhause bin, hab ich zu nix Lust. Ich daddel nen bissle vor mich hin, mach den Haushalt und geh irgendwann schlafen, aber mehr ist im Moment nicht drin. Mir tut alles weh, die Füße, die Beine, und vor allem: Der Rücken ... als ich bei Steffi geschlafen hab, ich es nicht mehr ausgehalten mitten in der Nacht, ich hab kaum ein Auge zugetan und irgendwann hab ich mich mit Decke flach auf den Teppich gelegt ... sie ist irgendwann aufgewacht und fragte ganz erschrocken: "Warum liegst du aufm Boden?" - "Ich hab so Rückenschmerzen." Das liegt auch daran, dass ich nen Mann bin - mir mutet man eher die schweren, unbeweglichen Patienten zu als meinen zierlichen, weiblichen Kollegen. Und wir sind nur 3 Männer auf Station, wobei der eine nur Nachtdienst macht und der andere nur Frühdienst. Ja, wer geht da in den Spätdienst? Meiner einer ...

Auf der anderen Seite hab ich rausgefunden: Ich krieg sofort nen schlechtes Gewissen, wenn mir jemand das Gefühl vermittelt, dass er/sie mehr gearbeitet hat als ich ... ich fühl mich sofort so, als würden die anderen mich als faul ansehen, ich glaube es sogar selbst ... aber hey ... ich kann gar nicht faul sein, wenn ich diese Unmengen an Pflegemaßnahmen durchführe, die ich täglich mache. ich schaffe ja meine Arbeit und meistens sogar nen Stück mehr. Aber ich kann es nicht ertragen, wenn ich weiss, dass da wer ist, der mehr arbeitet als ich - ich will derjenigen dann auch helfen (ich hab ja fast nur weibliche Kollegen) und mindestens genauso viel machen - allerdings ist mir in der Hinsicht auch neulich echt einer durchgegangen - ne Kollegin (ich find, dass sie unroutiniert ist, studiert nebenbei noch Medizin, aber als Krankenschwester ... naja) maulte vorm Frühdienst schon, dass sie soviele Patienten hat ... und ich hab dann gesagt, dass ich ihr 2 Patienten abnehme ... ich hatte daraufhin 8 Patienten, und sie 5 zu versorgen (dazu musste man sagen, dass meine Patienten alle tierisch lange und komplizierte Verbände hatten) und dann stellt sich Schwester blöde Kuh wirklich vor mich hin uns sagt: "Naja, das ist ja wohl das mindestens was du für mich übernimmst, weisst du eigentlich wie schwer meine Patienten sind?" und ich nur: "Nee sorry, aber ich find mit 8 Patienten bin ich jetzt gut bedient." und sie war richtig sauer auf mich ... naja ... wie lief die Schicht ab? Sie hat zuerst Pause machen können, ich hab sie das doppelte rauchen gesehen, als was ich rauchen konnte und im Nachhinein hab ich rausgefunden, dass sie gleich schon bestimmte Pflegemaßnahmen wie Bein wickeln, Visiten ausarbeiten usw. weggelassen hat alla: "Hab ich keine Zeit für." und ne Stunde früher Feierabend gemacht hat von wegen: "Ich bin fertig mit meiner Arbeit." - Gut, ich hab wenigstens das gute Gewissen, dass ich meine Arbeit gründlich und vollständig mache.

 

Ich sollte aufhören, sonst geh ich morgen nicht zum Dienst ...