Boys don´t cry

31.03.2008 um 16:23 Uhr

Zukunftsideen oder "Meine Frau, die Heilpraktikerin"

von: Ryan

Ja der Urlaub ... geht gut los. Also wir waren gestern bei dem schönen Wetter richtig fleissig. Wir waren viel draussen, waren erst spazieren, Eis essen, später aufm Dom, haben 1 Bier getrunken und noch eins und dann später nen Honigwein und noch einen ... und noch ein Bier ... und heute morgen hatte ich Kopfschmerzen und sie maulte, dass sie die ganze Nacht kaum geschlafen hatte. Jetzt hat sie sich nochmal hingelegt und ich daddel am Computer rum. Zum Frühstück gabs nen Liter Wasser, ne Kopfschmerztablette und nen bissle Müsli. Und dann müssen wir mal wieder hoch und einkaufen fahren. Wir brauchen Gummistiefel, denn immerhin wollen wir morgen früh los fahren an die Nordsee und verbringen dort 3 Urlaubstage mit Wattwandern, Sauna, Whirlpool, Windmühlen angucken ... und wenn das alles doof ist, kaufen wir für den Fall der Fälle nen Kasten Bier, den wir im Kofferraum deponieren ... nur so für den Fall der Fälle ... dann liegen wir eben im Hotelbett und gucken Fernsehen, wenn das alles doof sein sollte.

Andere Leute in unserem Alter fahren nach Ibiza oder Mallorca ... nein, wir fahren an die Nordsee, wo nix los ist. Winziger Kurort, wo scheinbar nix ist - aber vielleicht ist das ganz gut. Immerhin leben wir sonst in einer so schnellebigen und stressigen Welt, dass uns die Ruhe gut tun wird.

Gestern sind wir auf ganz dumme Ideen gekommen. Wenn mir langweilig ist, mache ich komische Sachen um vor mich hinzuträumen. Ich saß gestern so kurz nachm Aufstehen am Computer und hab so vor mich hin gedaddelt, bzw. hab mir mal Wohnungen angeguckt, einfach nur so um zu gucken was es für schöne Wohnung so gibt in Hamburg. Einfach so ohne Hintergedanken - meistens lande ich bei völlig überteuerten Wohnung mit Blick auf die Elbe, 5 Zimmer und mehr mit eigenem Whirlpool und die guck ich mir so an und träum vor mich hin und überleg mir wie es wäre, wenn ... aber mit meinem Gehalt werde ich niemals in so ner Wohnung leben. Aber gucken kostet ja nix ... leider bin ich dabei über eine Wohnun gestolpert, die wunderschön war, zufällig in meinem Stadtteil und auch noch bezahlbar war ... und dann stand Steffi neben mir und sagte: "Boah, ist die schön, die könnten wir uns zusammen leisten!"

Eigentlich will ich mit Steffi nicht zusammen ziehen - NOCH nicht. Ich könnte es mir vorgestellen irgendwann und ich glaube so ein gemeinsames Leben in einer gemeinsamen schönen Wohnung wäre wirklich schön, auf der anderen Seite sind wir knapp ein Jahr zusammen und wir geniessen beide noch den Abstand, den wir durch getrennte Wohnungen haben - die Idee mit der gemeinsamen Wohnung hab sich aber aufgrund von diesem "Zufallsfund" erstmal verselbständigt. Ich wusste nicht, dass ich über eine so schöne Wohnung stolpern würde ... 2 Zimmer, Balkon, riesiges Wohnzimmer, überall helles Laminat, eine neue hochmoderne Einbauküche, wo man sogar nen Tisch mit Stühlen reinstellen könnte, wunderschöne große Fenster ... wir sind dann spazieren gegangen, um darüber zu reden ... dabei ZUFÄLLIG 5 mal an der Wohnung vorbeigeschlendert, haben uns die Nasen an der Fensterscheibe plattgedrückt, den Garten besichtigt ... den Makler angerufen ... und rausgefunden nach einem kurzen Gespräch, dass der Besichtigungstermin der Wohnung genau in den Tagen ist, wo wir an der Nordsee sind ... das ist ein Zeichen. Also ziehen wir nicht zusammen. NOCH nicht zumindest. Wir gucken jetzt erstmal wie der Urlaub läuft und wenn wir uns nach ner gemeinsamen Woche nicht nicht gegenseitig zerfleischt haben, dann können wir nochmal vorsichtig darüber nachdenken, wie es wohl wäre zusammen zu wohnen.

Die treibende Intention bei der Geschichte ist sicherlich, dass wir beide in kleinen, teuren Wohnungen leben. Eine große wäre für uns beide sehr viel günstiger. Und dass wir uns kaum sehen, wenn wir entgegen gesetzte Dienste haben, weil wir dann beide zu entnervt sind um zueinander zu fahren um uns zu sehen. Wir bräuchten dann auch mindestens ne 2-Raum-Wohnung, um genügend Abstand zu haben, mit unterschiedlichen Schlafmöglichkeiten, wenn einer Nachtdienst hatte - und verschiedenen Arbeitsbereichen, weil wir beide uns grade Gedanken um unsere berufliche Zukunft machen. Ich will immerhin nach 2 Jahren Berufserfahrungen ne Fortbildung im Intensivmedizinischen Bereich machen (oder vielleicht studieren, aber das ist nur laut gedacht) - Steffi dagegen möchte dringend auf den meditativen Wellness-Zug beruflich aufspringen. Tai Chi Lehrerin oder Heilpraktikerin - meine Freundin, die zukünftige Heilpraktikerin ... das erste was ich zu dem Vorschlag sagte, war: "Wenn wir mal Kinder haben sollten, und die krank werden ... dann gehen die aber zum RICHTIGEN Arzt." Steffi nur: "Wie? RICHTIGER Arzt?!" Ich will ja nicht, dass meine Ehefrau in spä meinen Kindern später mal Bachblüten oder so nen Quatsch unter die Frühstücksflocken mischt. "Das ist kein Quatsch!" empört sich meine Freundin. Daraufhin hatten wir ne kleine Diskussion, bei der herauskam, dass wir uns nicht einig werden würden bei dem Thema. Ich bin der Typ, der an die alte Schulmedizin glaubt, Steffi findet, dass Homöopathie und die Kräfte die sonst so zwischen Himmel und Erde wirken, unterschätzt werden. Das mag sein ... aber wenn unsere Kinder Fieber haben, dann besorg ich Antibiotikum. Das dürfte ich dann auch machen, meinte die zukünftige Mutter meiner Kinder.

"Was verdient man eigentlich als Heilpraktikerin?" traue ich mich zu fragen. "Wenn man ne eigene Praxis hat, dann ganz gut." meint Steffi. Ich habs gegoogelt ... und sie hat recht. Und plötzlich hab ich überhaupt kein Problem mehr mit ihren Plänen - mit ner gut verdienenden Heilpraktikerin zusammen ziehen, die Vorstellung gefällt mir gut.

30.03.2008 um 14:53 Uhr

URLAUB!!

von: Ryan

Endlich ist es soweit ... ich hab das gefühl als würde ich aus einem Alptraum aufwachen - ich hab Urlaub. Ich muss wirklich eine ganze Woche nicht zur Arbeit, keine Patienten sehen, keinen Arsch abwischen ... ich kann einfach nur tun und lassen was ich möchte.

Die Sonne scheint, die Menschen draussen auf der Straße laufen ohne Jacke durch die Gegend. meine Freundin hör ich im Badezimmer hantieren und ich hab grade einen wunderschönen Ausblick aus ihrer Wohung auf die Fuhle in Hamburg.

Wir haben uns viel vorgenommen für den Urlaub: Uns nämlich nix großes vorzunehmen. Tun udn lassen was wir wollen. Heute wollen wir mal an die Elbe fahren, Schiffe gucken, eventuell auf den Dom.

Dass mein Job mich total kaputt macht, merke ich erst an so Tagen wie heute, wenn mir klar wird, dass ich mich lange nicht lebendig gefühlt hab. 

16.03.2008 um 01:05 Uhr

Der schlimmste Job der Welt

von: Ryan

Musik: Green Day

Ich weiss gar nicht was ich schreiben soll, aber irgendwie sollte ich mal wieder Tagebuch schreiben - allerdings passiert im Moment so rein gar nichts, was irgendwie interessant sein könnte.

Ich arbeite - viel und dauernd. Kaum hab ich mal ein Wochenende frei (ich mein, ich arbeite eh von 4 Wochenenden im Monat 3 und zwischendurch ja auch noch), und an dem einzigen freien Wochenende, was ich habe, habe ich auch noch Rufbereitschaft. Dauernd der Blick aufs Handy, braucht mich die Station? Muss ich jetzt kommen? Es ist furchtbar.

Ich arbeite nur noch - ich schäme mich langsam aber sehr sicher. Nur arbeiten - und wenn ich mal einen Tag frei habe, dann verschlafe ich diesen, weil ich so erschöpft und müde bin, dass ich nicht aufstehen mag.

Meine Freundin war gestern Abend bei mir und sie sagte so Sätze wie: "Ich mache mir Sorgen um dich. Du bist dauernd müde. Du wirkst immer unzufrieden und erschöpft." Und das Schlimme: Sie hat recht. Ich bin immer unzufrieden und erschöpft.

Und kein Mensch kriegt das scheinbar mit - zumindest nicht die, die es mitkriegen sollten, also unsere Bosse, die da so alles organsieren und was zu sagen haben. Kein Lob, kein Danke, nix. Ich krieg nur aufm Deckel, wenn irgendwas schief läuft. Aber wenn ich die schlimmsten Schichten meistere, kriegt das keiner mit. Keiner kriegt mit, dass ich mittlerweile wieder 70 Überstunden angesammelt habe, dass ich irgendwie immer da bin, dass meine freien Tage aus dem Dienstplan gestrichen werden, dass ich die meisten Nachtdienste mache, dass ich die Fehler meiner Kollegen ausbügeln muss ... es kotzt mich alles so an und mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem selbst ich sage, dass meine Talent Perlen vor die Säue ist.

Ich mein, ich bin gut und ich weiss das auch ganz genau. Und mein Talent besteht nicht darin, dass ich es schaffe 17 Patienten innerhalb von einer Stunde umzuziehen, die Schutzhosen zu wechseln und allen Blutdruck zu messen und nebenbei noch nen bisschen nett zu sein und die Akten zu kontrollieren.

2 Wochen noch und dann werde ich versetzt - auf eine Station, die sich von der Arbeit her nichts nimmt, aber vielleicht tut mir einfach das andere Klima sehr gut. Und dann schauen wir weiter. Mittlerweile bin ich wirklich so unzufrieden und angenervt, dass ich kündigen möchte. Einfach nur raus und woanders hin, wo man erkennt, was ich leiste, was ich in Extremsituationen leisten kann und was ich alles weiss fachlich.

Meine Freundin sagte gestern: "Im Moment lebst du um zu arbeiten und nicht andersrum!" Und es ist ja leider auch so. Ich schöm mich fast, dass ich immer tue als habe ich den schlimmsten Job dieser Welt, aber im Moment kommt es mir so vor. Ich bleibe pro Tag mindestens ne halbe bis ne ganze Stunde länger und schaffe trotzdem nur das Nötigste. Wann hab ich das letzte Mal nem Patienten die Zähne geputzt am Abend? Ich kann mich nicht erinnern ...  Satt und sauber ... anders geht gar nicht. Alle müssen ne neue Schutzhose anhaben, halbwegs saubere Nachthemden, im bett sein und ihre Schlaftabletten geschluckt haben ... und nen vollen Bauch vom Abendbrot und eventuell ne Infusion, weil sie zu wenig getrunken haben, aber mehr schaffe ich nicht.

Ich habe seit Wochen wieder keine Pause machen können in meinen Diensten und ich hab eigentlich Anrecht auf ne halbe Stunde Pause pro Schicht ... Aber das kriegt auch keiner mit und keiner reagiert auf meine 70 Überstunden. Wenn nicht sogar mehr, denn ich bin seit Wochen zu faul um meine neuen Überstunden dazu zu rechnen. Es nervt mich alles so an ...

06.03.2008 um 00:41 Uhr

Sturm&Drang, Müdigkeit und bessere Zeiten

von: Ryan

Musik: Clueso - Pizzaschachteln

Ich bin zur Zeit wenig am Computer, E-Mail kurz checken alle 2 Tage, sonst eigentlich nicht. Dementsprechend möchte ich mich entschuldigen, dass mein Blog schleift und kaum aktuelles aus meinem Leben erzählt. Eigentlich passiert auch kaum was. Meine sozialen Kontakte lasse ich auch schleifen, ich bin meist zu müde und zu erschöpft um etwas zu unternehmen und SMS schreib ich auch kaum noch. Traurig eigentlich.

Aber ich glaube an bessere Zeiten und klammere mich an die Hoffnung, dass diese auf jeden Fall kommen. Irgendwie macht mich dieses graue Regenwetter depressiv und antriebslos. Ich rauche zuviel, esse zu wenig und konsumiere zuviel Kaffee. Diese Tatsache macht mein Magen mir mittlerweile jeden Tag wieder bewusst - ich hab nämlich Magenschmerzen. Teilweise echt furchtbare Magenschmerzen - vor allem wenn ich morgens aufwache - "Nüchtern Schmerz" in meinem Medizinbuch genannt - ein eindeutiges Symtom für ne Magenschleimhautentzündung oder schlimmer: nen Magengeschwür. Immerhin führe ich das perfekte Leben dafür: ich esse unregelmäßig und wenn dann zwischen Tür und Angel: Also wenn ich grade dabei bin für die Patienten Brote zu schmieren, schmiere ich eins mehr für mich und esse im stehen. Keine Pausen, höchstens um zu rauchen - auf leeren Magen. Kaffee und Cola um wach zu werden und jetzt bedankt sich mein Magen für meinen rücksichtslosen Lebensstil. Wechselschichten, zu wenig Schlaf, 9 Stunden Dauerstress kommen noch dazu - ach ja, ich könnt mich mal wieder bemitleiden, dass ich mir den schlimmsten Beruf auf dieser Erde ausgesucht habe.

Auf der anderen Seite liebe ich ihn ja - ich fühl mich echt gut, wenn ich Dinge tue, die andere nicht tun dürfen - wenn die Schüler oder Praktikanten mir an den Hacken hängen und fragen: "Was machst du da?" und ich sage: "Ich richte die Infusionen, die der Arzt gleich anhängen muss." Ich bin gut in dem was ich mache - ich bin fit und darauf bin ich stolz. Zum Beispiel, wenn die Kolleginnen und ich inner Übergabe was bequatschen und wir rätzeln woher die Symptome von einem Patienten kommen könnten und ich sage: "Könnte auch ne Nebenwirkung des Medikamentes XY sein." und alleine erstaunt gucken und sich erinnern was sie vor langer, langer Zeit gelernt haben und nach kurzer Denkpause sagen: "Stimmt!"

Meine Kolleginnen mögen mich und ich glaube auch, dass sie mich schätzen, die Patienten mögen mich auch, die Ärzte wissen, dass alles unter meiner Schicht läuft wie es laufen soll - nur mein oberster Chef gibt mir das Gefühl komplett ersetzbar zu sein - und das kickt mich immer noch. Und vor allem kränkt es mich, dass meine Anträngung und mein Können nicht gewürdigt werden - und mein Gerechtigkeitssinn mal wieder an die Grenzen der realen Welt gestellt wird. Nach MEINEM Gerechtigkeitssinn ist es gerecht, dass man belohnt wird, wenn man hart arbeitet und sich Mühe gibt und kompetent ist. Und die reale Welt zeigt mir: Es ist nicht so. Kolleginnen kriegen unbefristete Verträge, die sich völlig ausgebrannt auf der Arbeit zeigen, und denen man vielleicht mit ner Kündigung sogar einen Gefallen tun würde, weil sie dir jede Minute in ihrem Dasein vermitteln, wie scheisse sie die Station, die Arbeit und alles drum herum finden.

Ich bin dann auch leider so nen Mensch, der versucht Verständnis für diese Kolleginnen zu zeigen, nochmal nen Handschlag mehr für diese erledigt, um sie zu schonen, weil sie es wohl mehr brauchen als ich selbst. Ich fange viel ab und ich arbeite viel und hart - und das wissen viele Menschen. Vor allem meine Freundin, wenn ich ihr völlig entnervt und erschöpft von einer Schicht erzähle - und was sagt sie: "Warum machst du dich kaputt für den scheiss Laden?" und sie hat recht.  Und ich versuche auch anders zu agieren und ich muss mich immer wieder dran erinnern mich nicht kaputt zu machen für das was ich leiste. Meine Freundin sagt oft: "Man arbeitet um zu leben, man lebt nicht um zu arbeiten." Aber leider ist genau das grade der Fall. Vielleicht sollte ich wirklich den Arbeitsplatz wechseln. Mein neues Ziel im Moment: Durchhalten irgendwie und dann was neues.

Was ich jetzt mal privat in Angriff nehmen will: Mein Führerschein. Es ist wahr: Ich bin 23 Jahre alt und ich habe keinen Führerschein - ich kann Autofahren und ich tue es auch ziemlich oft im Moment (meine Freundin besitzt nen Auto) aber ich hab keinen gültigen Führerschein. Ich hab damals in meinem Austauschjahr in Amerika den amerikanischen Lappen gemacht. Gut - kein Vergleich zu Deutschland: 20 Dollar und einmal um den Block fahren und ZACK hatte ich ihn. Zurück in Germany war er dann noch nen halbes Jahr gültig und danach muss man eben den deutschen Führerschein machen. Man braucht auch keinen Führerschein in der Großstadt, ich hab Bus und Bahn vor der Haustür und komm überall hin, wo ich grade hin muss. Und ich hab ihn eben nie gemacht. Einmal fehlte das Geld oder die Zeit oder die Laune. Und zufällig hab ich jetzt genug Geld und ne Fahrschule 3 Häuser weiter. Ich glaub, ich mach das jetzt.

Und sonst erfreue ich mich an den kleinen Dingen. Mit meiner Freundin auf der Couch liegen und die Simpson gucken, wenn wir mal zusammen Zeit haben. Shoppen gehen, sich daran erfreuen, dass die Wohnung nach 4 Stunden putzen sauber ist. Dass ich Greys Anatomy heute gucken konnte, weil ich heute mal keine Schicht habe - oder über ein Lied im Radio.

Aber im Moment reichen mir die Kleinigkeiten nicht. Ich würde gerne mal wieder was großes erleben. Oder selbst was großes machen. Ne Klausur schreiben oder sowas. Irgendwas worauf ich stolz sein kann neben der Arbeit - irgendwas was ich geleistet habe. Ich habe viele Ideen aber meistens zu wenig Konzentration oder Lust irgendwas umzusetzen. Ich hab Lust auf ein neues Tattoo aber ich meist zu müde um was zu malen. Ich würde gerne nen Buch schreiben - okay, es muss echt nicht veröffentlicht und gedruckt werden, einfach nur was, woran man arbeiten kann und Spaß dran hat und sich irgendwie sinnvoll vorkommt. SINNVOLL ist in dem Zusammenhang wohl ein wichtiges Wort für mich. Aber ich hab tausend Ausreden, warum ich dies und jenes grade nicht machen kann - so jung und tausend Ausreden - traurig. Ich muss den Arsch wieder hoch kriegen. Ganz dringend sogar. Soviel verschwendetes Potential. Wenn ich jetzt nicht meine Ideen lebe, wann dann? Irgendwann verlerne ich das.

Viele Künstler hatten in meinem Alter ihre Sturm und Drang Phase - und ich bin zu müde für meine, weil ich dauernd arbeite und auf dieser doofen, ungerechten Station bei den alten Omas meine ganze Energie verbrate? Irgendwie muss ich das ändern. Ich weiss nur nicht wie.

Erstmal freue ich mich auf meinen Urlaub. Mit meiner hübschen Freundin zusammen.