Boys don´t cry

25.04.2008 um 10:32 Uhr

Die Össis und die Wessis

von: Ryan

Mal wieder so ein Tag, an dem ich sehr früh wach war - warum? Ich konnte nicht mehr schlafen und hab dann um 8 Uhr nach einer durchwälzten Nacht beschlossen, diese zu beenden, aufzustehen, zu duschen und zu schauen, wie man den vormittag vielleicht mal sinnvoll nutzen kann. Und warum konnte ich nicht mehr schlafen? Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich gestern schon 16 Stunden Schlaf genossen habe. Schichtdienst ist tödlich für einen geregelten Schlafrythmus und grade, wenn man die ganze letzte Woche mit Nachtdienst verdümpelt hat. Andere Menschen werden vielleicht von "alleine" um 10.00 spätestens wach ... wenn ich Pech hab und das erste Mal aufm Wecker gucke, kann es auch mal sein, dass es schon 16.00 ist.

Heute nicht, heute Nacht hab ich eher alle Stunde aufm Wecker geschaut, gemerkt, dass ich immer noch nicht geschlafen hab. Einmal kurz bin ich weggedöst und bin schweißgebadet wieder aufgewacht, nachdem ich kurz von der Arbeit geträumt habe.

Wollte ich eigentlich über was wichtiges schreiben? Mmh ... also wenn dann ist es mir in meiner Trahnigkeit wieder entfallen.

Ich geniesse immer noch die Zweisamkeit einer Beziehung mit allem was dazu gehört. Wünsche der Freundin erfüllen - wir sind gestern zum Beispiel durch 80.000 Penny-Supermärkte von Hamburg gedüst, nur weil meine verehrte Freundin einen Epilierer haben wollten, denn es da im Angebot gab ... in den meisten Läden war dieser allerdings schon ausverkauft oder irgendwie gar nicht da. Und als wir dann wohl den Letzten in ganz Hamburg ergattert hatten, stellt meine Freundin zuhause beim ausprobieren fest: Das tut ja weh ... ach ... *rümpf* Und wenn man dann als MANN noch so nen Satz bringt wie: "Wer schön sein will, muss leiden." ist sie gar nicht mehr begeistert und wird laut.

Apropo schön-sein und leiden: Jetzt werde ich jede Woche genötigt mit ihr Germany´s next Topmodel anzuschauen. Und wenn ich dann mal sowas einwerfe wie: "Naja, die Sendung ist doch ganz schön flach." kommt von ihr: "Ja, und jetzt sei still, ich will das gucken!" Nee, eigentlich sagt sie (sie kommt ja aus der ehemaligen DDR): "Sei ma still jetze, ick will dät gicken."

Ossis und Wessis ist nen schönes Thema. Unglaublich, dass man fast ausm gleichen Land kommt und doch etwas unterschiedlich aufgewachsen ist. Zum Beispiel: Uhrzeiten. Meine Freundin lebt seit über 4 Jahren im Westen und kriegt unsere Uhrzeit-Angaben nicht auf die Reihe. Und ich die Ossi-Uhrzeit nicht. "Schatz, wann treffen wir uns denn?" - "Viertel 2?" - "Viertel nach 2?" - "Sach ich doch!"

Und sie kommt ausm einem Teil ausm Ossiland, wo man viel berlinert. Und dann kommt sie mit solchen Geschichten nach Hause: "Und dann sacht se, sie kommen aber nich ous Hamburch und ick sach, nee ich bin ous McPom, hört man dät etwa? Ick sprech doch schon so jut Hochdeutsch ..." - "Nee Schatz, ist schon besser geworden, aber du sprichst noch lange kein Hochdeutsch." - "Och Ryan, dät haste jetzte nur jesacht um mich zu ärgern, wa?" Was sagt der gute Freund um ner Diskussion ausm Weg zu gehen? "Naja, man hört es nur noch ein ganz kleines bisschen ..."

22.04.2008 um 23:21 Uhr

Irgendetwas bleibt

von: Ryan

Musik: Bela B.

Den ersten freien Tag, den ich mal langen wieder hatte, hab ich mal wieder mit schlafen verbracht - Überraschung ... ich verschlafe mein Leben, wenn das so weiter geht. Ich bin ziemlich früh ins Bett gegangen und auch gut geschlafen ... guck aufm Wecker nach dem wachwerde und denk: "Ach du Schande, schon 13.00." 14 Stunden Schlaf, wow.

Irgendwie ist heute mal wieder so ein Tag, an dem ich über mein eigentlich noch kurzes Leben nachdenke. An dem ich Entscheidungen überdenke, die ich eh nicht mehr rückgängig machen kann und mir klar wird, dass ich eigentlich ein ganz gutes Leben hab und zufrieden sein könnte. Aber irgendwie ist es manchmal doch nicht so. Ich fühl mich nicht ausgelastet - ich hab keine Zweifel, dass es alles gut ist wie es ist, aber scheinbar suche ich nach Zweifeln.

Zum Beispiel hab ich ne ganz tolle Freundin, ein Bereich in meinem Leben, in dem eigentlich alles supi ist. Wir lieben uns, wir verstehen uns großartig. Und trotzdem frage ich mich, wie wäre es wenn meine Exfreundin und ich noch zusammen sein würden, wenn ich mit einer Frau zusammen wäre, die ich gedatet hab und nicht nur so oberflächlich kennen gelernt hätte. Ja ... dieses Was-wäre-wenn ... etwas worüber nachzugrübeln sich eigentlich nicht lohnt. Aber wenn ich nochmal die wahl hätte, würde ich genauso entscheiden, wie ich es damals getan habe ... vielleicht ist es auch nur ein Zeichen, bzw. eine Erinnerung an Dinge, die mal waren, Menschen die man mal kannte und die verbundenen Zeiten.

Vielleicht wird mir mit solchen Überlegungen auch klar, dass ich schon einen Teil meine Lebens hinter mir hab. Gut, ein vergleichbarer kleiner Teil, ich bin immerhin anfang 20 und nicht Ende 60. Aber egal was ich erlebt oder gemacht habe, ich hab immer irgendetwas für mich mitgenommen - kleine Erkenntnisse, Erinnerungen oder Warnungen für mich selber.

Zum Beispiel gab´s da die Zeit, in der ich grade frisch Single war nach ner Beziehung, die 3 Jahre dauerte. Ich hatte soviele Dates, teilweise 2-3 die Woche, ich war unheimlich viel feiern, hab unheimlich viele Frauen und auch Männer kennen gelernt und ich hab mich eigentlich immer in der Rolle des verlassenen, verletzten Freundes gesehen und war eigentlich der Kerl, der am nächsten Morgen sagt: "Ich ruf dich dann an" und sich nie wieder meldet.

Die Zeit war dann auch ziemlich schnell wieder vorbei, weil ich dann recht schnell raus hatte, dass ich nicht das finde, was ich eigentlich gesucht hab in so dämlichen Aktionen. Ich hatte Exsess, suchte aber nach einer Kontinuität, die mir Sicherheit gab.

21.04.2008 um 14:08 Uhr

Mir fällt kein Titel ein ... *hmpf*

von: Ryan

Nachdem ich wieder achtzigtausend Schichten am Stück gemacht habe, kam ich heute morgen aus der Nacht und hab um 7.00 meinen Dienst beendet - und ich dachte ich schlaf mal fix ne Runde, dann Schatzi sehen und dachte irgendwie der vormittag würde mit schlafen schön schnell vorbei gehen - ja nix ... ich bin viel zu wach. Ich hab mich um 9.00 hingelegt und konnte nicht schlafen, was ich selten nachm Nachtdienst hab ... eigentlich muss ich aufpassen, dass ich nicht verschlafe, aber heute bin ich total wach. Mein Gehirn arbeitet zwar nur auf Sparflamme und ich fühl mich etwas wie nach einer durchzechten Nacht, aber ich hab jetzt schon mehrmals versucht mich hinzulegen aber der Schlaf will mich nicht übermannen.

Also hab ich beschlossen wach zu bleiben - und bin ganz überrascht wie die Welt an einem Vormittag aussieht - das Erlebnis hatte ich immerhin schon lange nicht mehr. Wenn ich Spätdienst hab, schlafe ich meistens bis 10.00-11.00 und ich hab ja irgendwie nur Spätdienst oder eben Nachtschicht.

Und wieviel man schafft wenn man nicht den ganzen Tag verschläft. Ich hab geputzt, eingekauft, mit meiner Freundin telefoniert, mit meiner Mama, daddel im Internet, hab Wäsche gewaschen - ich hab richtig was vom Tag ... ich glaub, das mit dem Vormittags-wach-sein werd ich jetzt mal öfter machen.

Ansonsten weiss ich auch grade gar nichts zu erzählen. Wie gesagt, ich hatte Nachtdienst, hab noch nicht geschlafen, sitz hier bei ner Fritz Kola, hab Augenringe, meine Kontaktlinsen drücken etwas, hör Bela B. über MySpace und denk über das letzte Gespräch mit meiner Freundin nach. Wir haben so geredet und wollten uns für heute verabredet und sie sagt so: "Naja, ich muss noch zum Arzt, ich hab Angst dass ich ne Appendizitis hab." (=Blinddarmentzündung) Ich: "Wo hastn du Schmerzen?" - Sie: "Ja inner Leiste, immer wenn ich drücke tut das so weh." - "Dann drück doch nicht, hast du Erschütternungsschmerz." - "Ich glaub ja, warte ich hopps mal ... oh ja! Das tut links so weh!" - "Der Blinddarm ist RECHTS ...." - "Ich hab aber links so Schmerzen!" - "Der Blinddarm ist trotzdem rechts." Schweigen am anderen Ende ... dann: "Schaaatz ... was ist wenn es was anderes ist? Ein Ileus oder eine entzündete Darmausstülpung, oder ne Darmperforation?" Und ich: "Nee Schatz, für so nen Mist bin ich zu müde ..." - "SCHATZ, stell dir mal vor, wenn ich mit nem perfortierten Darm grade rumlaufe!!" - "Vielleicht hast du dir auch einfach nur ne Sehne in der Leiste gezerrt." - "Du nimmst mich nicht ernst ..." *maul* Also fahr ich sie gleich zum Arzt - ich befürchte ja, dass ich irgendwann im Laufe des Tages mit einem Mal akut ganz müde werde und umfalle ... hoffentlich nicht im Wartezimmer des Arztes ...:

"Schnarrrch ... hu ... hä ... nee, ich hab keine Schlafkrankheit, ich hatte nur Nachtdienst - nee, nee ich bin nicht der Patient, ich seh immer so aus, wenn ich kaum geschlafen hab ..."

16.04.2008 um 02:42 Uhr

On and on and on ...

von: Ryan

Ich bin müde und habe Muskelkater - und arbeite mal wieder Wochenlang und kenne nur die Arbeit. Ich trau mich kaum noch zu schreiben - kaum ein erfreulicher Blogeintrag in letzter Zeit. Immer nur die doofe Arbeit - aber es passiert in letzter Zeit ja auch nicht viel, außer dass ich jeden Tag zur Arbeit daddel, Blutdrücke messe, meine Omas pamper, mich mit tausenden Medikamenten auseinander setze, füttere, windel, Berichte schreibe und irgendwann nach ner endlosen Schicht nach Hause gehe. Fernsehen, schlafen und wieder zur Arbeit.

Ich bin ja ein großer Fan von Greys Anatomy und Dr. House aber im wirklichen Leben fehlt mir die Hintergrundmusik, die das ganze Elend irgendwie ertragbar oder "zauberhaft" macht. Hintergrundmusik macht alles immer etwas dramatischer und ohne Dramatik sitzt man dann doch zuhause alleine und ist ganz froh, dass alles nüchtern bleibt. Ich glaube, ich schreibe wirres Zeug. Ich hab immerhin schon 2 Bier getrunken - ich hatte heute echt nen doofen Tag.

Neben dem alltäglichen Stress, dass wir zu wenig Leute für zuviel Arbeit sind und wirklich keine Zeit haben unsere "selbstverständlichen" Aufgaben zu erfüllen, geschweige denn irgendwelche kleinen "Extrawünsche" zu erfüllen, passiert mir heute folgendes: Ich komm ins ein Zimmer rein, Patient ist nicht mehr erweckbar (Krebsendstadium, aber egal), keine sichtbare Atmung, kein Puls, super ... ich also Alarm geklingelt, gerufen wie ein Bekloppter nach Hilfe, gleichzeitig über Stationshandy den Notarzt im Haus verständigt ... was folgt? Reanimation. Ich hab gelernt wie sowas geht und hatte vor nicht mal 2 Wochen nen Auffrischungskurs. Es sieht in den Krankenhausserien extrem heldenhaft aus, wenn da einer aufm Patienten draufhängt und den wiederbelebt ... in Real ist das ne ganz, ganz doofe Situation. Als ich gemerkt hab, dass ich den Patienten wiederbeleben muss, bzw. es ahnte, hatte ich selber schon nen Puls von 180 und als die Kollegin reinkam und komisch guckte, weil die auch wusste was los ist, hab ich nur gebrüllt, dass sie den Notfallkofer holen soll ... eigentlich hab ich mir zuviel Zeit gelassen, aber ich hab nochmal die Atmung gecheckt, die nicht da war ... bis die Kollegin wieder da war, also Patient ausm Bett gehoben und "drauf" also Herzdruckmassage beginnen.

Bei Herzdruckmassage will keiner der Erste sein ... dazu muss man erklären, bei einer Herzdruckmassage will man das Herz "ausdrücken" und somit den Kreislauf für die lebenswichtigen Organe aufrecht erhalten so gut es geht. Man versucht ca. 100 Mal die Minute zu drücken, ca. 6 cm in den Brustkorb reindrücken und bei 6 cm bricht man schon mal ne Rippe - zumindest 2-3 Rippen. 30 Mal drücken, 2 Mal beatmen ist die Soll-Regel ... und du drückst und drückst und drückst und hast das Gefühl der Arzt braucht ewig bis er kommt. Die Ärztin brauchte vielleicht 2 Minuten, aber es war ne halbe Ewigkeit.

Dann gibts ganz tolle neue Geräte, die die alten Defis ersetzen (für Nicht-Mediziner: Die Teile, mit denen man die Stromschläge gibt), die arbeiten automatisch und sagen dir genau was du machen sollst. Während ich also drücke, klebt die Ärztin das Teil auf, das Ding schockt einmal, und ich drück weiter, und die Ärztin legt zwischendurch nen Zugang, Kollegin zieht Medikamente auf und ich drück und drück und drück wie nen Kaputter. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben ... und so weiter ... und das Gerät schockt und die Ärztin gibt Medikamente über die Vene, und das Ding schockt wieder und noch Dosis und noch eine und noch nen Schock und noch einer und du hörst die Stimmen um die herum und machst und tust ohne drüber nachzudenken - und denkst auch gar nicht daran, dass da ein sterbender Mensch unter dir drunter ist und du dem garantiert 3 Rippen gebrochen hast und grade sein Herz unter seinem Brustbein ausdrückst. Eigentlich ein ganz furchtbar befremdlicher Gedanke, aber in dem Moment denkt man daran überhaupt nicht.

Irgendwann sagt die Ärztin: "Ryan, hör mal kurz auf, wir haben ein Kammerflimmern." Noch ein Schock und das Herz schlägt wieder im Sinusryhtmus. Ich guck hoch und merke, dass das Reanimationsteam um mich rum steht - meine Kollegin bringt schon ihre Patienten ins Bett und ist schon seit Ewigkeiten nicht mehr im Zimmer. Das Rea-Team schmeisst den Patienten zurück ins Bett und fährt ihn auf die Intensivstation zur Überwachung. Und ich dachte mir: "Jo, gut gemacht.", steh auf, schieb meinen Patienten die letzten Bissen Brot in den Mund, bin motiviert, fühl mich gut, fang an Schutzhosen zu wechseln ...

10 Minuten später - ich hab grade nen Blutdruck gemessen und will den in die Akte eintragen, zittern meine Hände so doll, dass ich kaum schreiben kann. Mein Puls rast, mir ist schlecht, meine Arme und mein Rücken tun plötzlich höllisch weh. Was war passiert? Ich hatte während der Reanimation soviel Adrenalin im Körper, dass ich nix gemerkt hab, keine Schmerzen, keine Erschöpfung, nichts. Und das kommt alles zurück sobald der Adrenalinspiegel im Blut sinkt. Die Ärztin kommt später hoch auf Station und fragt wie es mir geht und ich sagt nur: "Mir tut alles weh." Und sie nur: "Ja kein Wunder dass du fertig bist, du hast 20 Minuten durchgedrückt, du bist mein persönlicher Held." dafür fallen mir jetzt die Arme halb ab - ich möchte nicht wissen wie doll mein Muskelkater morgen sein wird ... und ich bin den ganzen Abend voll durchn Wind. Ich raff nix und vergess alles.

Kurz vor Feierabend musste ich nochmal inner psychiatrischen Klinik anrufen um den Pflegekräften da ne Übergabe zu machen zu einem Patienten, den wir heute verlegt haben. Und ich: "Guten Abend, Klinkum blabla, Station blubb, Pfleger Ryan, folgendes zu dem Patienten Herr xy ..." und fang da an der Schwester am anderen Ende der Leitung alles zu erzählen bis sie mich unterbricht mit den Worten: "Gehts dir gut, Ryan?!" ich völlig verwirrt alla: Hä? Warum fragt die Fremde mich das?? Und sie nur: "Schatz, ICH bins!" Ich hab echt nicht mitbekommen, dass ich auf der Station angerufen hab, wo Steffi arbeitet und zufällig auch noch diese am Telefon hatte ... und wir haben noch kurz 5 Minuten "privat" geredet und mir kamen fast die Tränen.

Kennt das jemand, wenn man vor Erschöpfung heult, bzw. einem so ist, dass man es könnte? Ich hab das Gefühl in letzter Zeit viel zu oft.

07.04.2008 um 16:15 Uhr

Mööööp

von: Ryan

Oh wie ich meinen Job hasse ... aber fangen wir mal beim Urlaub an. Irgendwie war mein Urlaub nicht erholsam, zumindest kommt es mir so vor. Mein heiss ersehntes Wellness-Hotel entpuppte sich als Baustelle mitten in ner Rentnerhochburg ... wir saßen beide noch im Auto, sahen es nur von außen und ich sagte nur: "Ich fahr noch mal kurz drum." und Steffi nur: "Mmh" mit großen Augen das "Hotel" anstarrend. 10 Minuten später hatten wir uns dann entschieden unseren Urlaub doch zuhause zu verbringen. Und wir haben viel unternommen - fast schon wieder soviel, dass es anstrengend war.

Wir waren schwimmen einen Tag - danach hatte ich 2 Tage Muskelkater. Wir waren im Kino - und haben "Die Welle" angeschaut. Super Film aber super bedrückte Stimmung den Rest des Abends. Dann waren wir einen Abend schick essen ... und von dem Essen hatte ich den ganzen restlichen Abend Magenschmerzen. Also zusammengefasst war mein Urlaub sehr anstrengend und irgendwie nicht so entspannend wie ich es mir herbei gesehnte hätte.

Gut, heute dann erster Tag auf der neuen Station. Und was erwartet mich? Das heillose Chaos. Das lag aber nicht an der Station selbst sondern viel mehr an den Patienten. Die eine Hälfte psychisch nicht ganz so auf der Höhe ... also die hatten irgendwie alle ne Schraube locker. Bulimiker, Depressive, Junkies ... alles dabei. Und ich nur: "Und was machen die hier?" Die Kollegin nur schulternzuckend: "Das weiss ich auch nicht." Die andere Hälfte: Grottendement oder intelligenzgemindert - und meistens noch ne Weglauftendenz oder haste nicht gesehen ... und alle haben sie mindestens eine Infusion baumeln ... und die Neuaufnahmen waren auch kein Stück besser ... und obwohl ich alles gut geschafft habe (nachdem die Waschorgie bis fast 10.00h dauerte), hab ich irgendwie wieder ne Überstunde ranhängen müssen ... und dann steh ich da schon, bin abgemeldet, wollte nur meine Tasche holen und seh ausm Augenwinkel meinen Dienstplan und denk ich spinne ... komplett geändert für die gesamte nächste Woche ... ja vielen Danke für die nicht vorhandene Info ... ich sofort zu meiner Leitung alla: "Was soll das denn?!" und sie nur eiskalt: "Ja, du hast soviele Überstunden - und warum bist du eigentlich noch hier?! Du hast seit 40 Minuten Feierabend!" jetzt hab ich nen ganz tollen Dienstplan, der in etwa so aussieht: Frühdienst, frei, Frühdienst, frei, Spätdienst, frei, Spätdienst, frei, Frühdienst .... Häääää?! Dät jeht mir jetzte schon so oufm Puffer ...