Boys don´t cry

24.05.2005 um 14:14 Uhr

Bi- und Homosexualität

von: Ryan

Irgendwie hab ich gemerkt, dass ich da ne Diskussion losgerissen hab, was ich eigentlich ziemlich gut finde.

Also ich hab diverse Theorien zu dem Thema gehört und mich damit befasst. Auch teilweise mit relativ gut begründeten Beispielen aus dem Tierreich.

Dass es schwule Wellensittiche und Delphine gibt, weiss man ja eigentlich heut zu Tage. Es gibt da eine Theorie, dass einige Tiere ihrer Art homosexuell sind, damit diese sich um die Jungen anderer Tiere kümmern können, während diese mit anderen Dingen beschäftigt sind, Nahrungssuche, Fortpflanzung bla bla.

Also im Sinne von Babysitting, was logisch klingt. Immerhin sichert man damit den Nachwuchs, also Qualität statt Quantität im Sinne der Fortpflanzung.

Dann natürlich die Theorie, dass jeder Mensch bisexuell sei, aber nur die wenigstens ihre Sexualität dies bezüglich zulassen. Vor allem sind es eher Frauen, die ihre bisexuelle Seite ausleben können, weil Männer den Begriff "schwul" oft mit Tunte, nicht-männlich und sowieso Analverkehr in Verbindung bringen. Frauen haben ihre männliche Seite schon lange entdeckt, siehe die Emanzipations-Geschichte. Eigentlich wären die Männer so langsam mal dran sich ebenfalls zu emanzipieren - woran das scheitert, weiss ich persönlich nicht. Wahrscheinlich weil die meisten Männer eben doch Dickköpfe sind und nicht einsehen, dass sie ihren Mama-Komplex überwinden müssen.

Mein Lieblingssatz zu dem ganzen Thema ist: Ich verlieb mich in den Menschen, und nicht ins Geschlecht.

 

Ich hab mich einmal ziemlich unbeliebt gemacht in der Schule. Wir hatten das Thema, ob man Homosexuelle Lebensgemeinschaften der Ehe gleichstellen sollte. Ich bin heute noch der Meinung, dass man es annähern sollte, aber nicht gleichstellen. Mir gehts da nur um die Rechte, die man eben hat gegenüber seinem Lebenspartner, aber in der Grundidee ist die Idee nun mal was anderes.

Gut, die Diskussion ging nett los, irgendiwe hatten diverse Leute das Thema verpasst und waren plötzlich fröhlich am diskutieren ob Homosexualität an sich in Ordnung ist oder nicht. Und da ich dann nun mal inner SchwuLesBischen Aufklärungsgruppe war, konnte ich eigentlich ALLE Argumente entkräften.

Da kamen dann so Sachen wie: "Homosexualität ist gegen Gott." -  "Sag mal schläfst du mit deinem Freund?" - "Wieso fragst du das?!" - "Nimmst du die Pille?" - "Ja ... wieso?" - "Sex vor der Ehe ist auch gegen Gott, genauso wie Verhütungsmittel!"

Das Resultat war dann dass ich offiziell für die Leute aus meiner Schule, die mich nicht besonders gut kannten immer nur die "Schwuchtel" war. Irgendwie klar, einer meiner besten Freunde, der mit mir viel Unterricht zusammen hatte, ist auch schwul und wir saßen oft nebeneinander ... böse böse ... hört sich an wie ausm letztem Jahrtausend, ist aber lustiger Weise erst knapp nen Jahr her ...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierendinchen schreibt am 24.05.2005 um 17:05 Uhr:oh, is ja krass. tut mir leid dass sie euch dann so ausgegrenzt haben.



    zu deinem statement: ich bin genau deiner meinung - und ein wunderschöner film dazu ist \"a home at the end of the world\"

    anguggen! :)



    lg *wink*
  2. zitierenprintemps schreibt am 26.05.2005 um 13:45 Uhr:kenn den film gar nicht.. muss ich mir mal besorgen!



    bei uns ist das immer ganz witzig, ich kenn ziemlich viele jungs die schwul sind und auch keinen hehl dadraus machen, und auch weder blöde angeguckt noch sonstwas werden wenn sie auf ner party mit schatzi im gefolge auftauchen... (wenn die sich küssen kommt von den mädels meistens boar sind die beiden süß..... oder so) und mittlerweile dürfen die sich sogar über \"DIESE GANZE HETEROGEFUMMEL HIER IMMER!!!!!\" aufregen.. lol. so kanns auch gehen...

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