Boys don´t cry

18.12.2005 um 07:52 Uhr

Das trarurige heute ...

von: Ryan

... ist, dass ich viele Dinge gemerkt habe.

Ich möchte so sein, wie ich nicht bin. Vielleicht doch, aber vielleicht ... aber ich gehe angetrunkenen mit einem Kollegen in eine Szene, in der ich gerne sein möchte unter dem Vorwand "Ich will mal gucken wie es da ist."

Ja es war cool, und ja, meine Brüder sind in der Szene. Punk rock, Tattooos, harte Musik, feiern bis es keinen morgen mehr gibt. Billiges Bier, gute Musik, irgendwie stylische Lokations mit Oma-Tapetten und Lichterketten.

Ja da fühl ich mich wohl. Und ja, ich kann ein Teil dieser Szene sein, auch wenn ich es nicht war. Ich kenne Menschen, die dort beliebt sind. Meine Brüder, tätowiert, freiheitsliebend. Wir lieben die gleiche Musik.

Ich weiss nicht ob wem was der  Begriff Tubrojugend sagt. Aber das so in etwa.

So war ER, der in den ich verliebt war/bin. An den ich viel zu oft denke. Ich weiss nicht ob ich ihm nachrenne, hoffe ihn irgendwo zu sehen oder mich einfach nur in dieser Umgebung wohlfühle. Ihn mochte, weil er das signalisierte, wonach ich mich sehnte. Oder ich mich nach ihm sehne und alles damit verbinde.

Ich weiss es nicht, und es macht mir Angst. Ich hab nie so an einen Menschen gehangen. Mein Verstand war immer stärker. Aber ich träume seit mehr als 3 Monaten von ihm. Ich kann ihn zu gut verstehen, weil ich selbst 2 Menschen vertossen hab, die sich in mich verliebt haben und für die ich nichts empfunden hab. Ich war ehrlich zu ihnen wie er zu mir. Das ist okay.

Gefühle kann man nicht erzwingen. Träume kann man nicht auslöschen. Warum auch immer. Ich fühle (denke nicht) dass er mein persönliches Alphamännchen ist. Warum auch immer. Ich hasse meine Hormone dafür, dass sie mir das antun.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenverdammt schreibt am 18.12.2005 um 08:09 Uhr:Ich weiß, welche szene du meinst ;) und ich kenne auch das gefühl. Also ich denke mal, dass du weißt, dass man im prinzip nicht tun muss, um dazu zu gehören, oder? Ich kenne nämlich einige leute, die nicht mit mir auf konzerte usw gehen, weil sie angst haben, dass sie da nicht reinpassen, aber gerade die tolleranz ist doch das schöne dprt. Ich mag nämlich diese Proll punks nicht, die wert darauf legen, dass die Haare perfekt stehen und die nieten im genauen abstand bemessen die lederjacke schmücken. Ich habe bunte Haare, ok, das könnte man als \"typisch punk\" ansehen, aber ansonsten mache ich mir keine Gedanken über mein aussehen oder die einstallung. Man entwickelt sich dort einfach und lernt viel dazu. sind viele interessante Menschen, mit denen man einfach reden kann. Also mach was du für richtig hälst und vorallem wozu du lust hast. Lass dich nicht zu irgendwas drängen, einfach alles mal machen, schadet nicht.
  2. zitierenFlumi schreibt am 19.12.2005 um 13:53 Uhr:Das Sehnen, dieses ganz nahe Gefühl für jemanden, dieses Verliebtsein - das kann Dir erstmal keiner nehmen. Das tut weh, aber es zeigt einem doch irgendwie, dass man noch nicht völlig kopfgesteuert ist.... Kopf hoch!!!

    PS: Ich glaube, ich muss DIch bald mal besuchen ;-)
  3. zitierenHC Big J schreibt am 17.07.2007 um 19:00 Uhr:Ich weiß vor welchem Problem du stehst und ich selber kann ohne Probleme genug Leute aufzählen, die das gleiche Problem haben wie du.
    Den Aspekt mit der Liebe kann keiner, außer du selber, verändern, denn das ist einfach eine Sache die man immer wieder erlebt und der einfach zum Leben dazu gehört.
    Bei dem Problem mit der Zugehörigkeit zur Szene und auch mit deiner eigenen Person kann ich dir jedoch einige Ratschläge geben, auch wenn ich mich selber nicht in der Punkszene sondern eher im Hardcorebereich befinde.
    Ich selber kenne viele Leute die sich zu Pseudo-Punks entwickelt haben, weil sie irgendwo dazu gehören wollten. Tue das auf keinen Fall. Stehe zu dem was du bist und bleibe so wie du bist. Verändere dich nicht für andere, stehe zu deinen echten Freunden und zu deiner Familie und mach nicht einen auf Möchtegern. Du kannst genauso gut zu einer Gruppe von Punks gehören, wenn du dich nicht so kleidest wie sie, nicht die gleichen Probleme hast wie sie, etc. Wenn du mit ihnen befreundet sein willst, dann kannst du auch einfach bleiben wer du bist, und zu dir stehen. Das Traurige, was viele nicht verstehen ist, dass man sich nicht vergammeln lassen muss, dass man sich nicht extra Probleme suchen muss, dass man nicht anfangen zu kiffen muss, seine Freunde und die Schule/Arbeit aufgeben muss, um ein echter Punk/Metaller/Hardcorler zu sein.
    Gib dich in der Gruppe wie du bist, bleib objektiv und versuche immer beide Seiten zu verstehen, also deine Sichtweise der Dinge und genauso auch die der Anderen.
    Ob du aus meinem Text nun schlau wirst und ob er dir hilft, zeigt auch sofort ob du die darin genannten wichtigen Punkte verstehst oder nicht.
    Als Abschluss ein paar Zitate, die meine Sichtweise nur untermauern werden:

    Terror: I don't care what you think of me, I don't here what you say, you never had it, you never will, keep yoour mouth shut and worry about your self.
    Diecast: Say what you mean! Mean what you say!
    Hatebreed: If you don't live for something, you'll die for nothing!
    Hatebreed: Stay to yourself.
    Death Before Dishonor: My Freinds, my Familie... would die for me!

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