Boys don´t cry

09.05.2004 um 14:50 Uhr

Gedanken

von: Ryan

Nicht das. Nicht mehr so lange. Kein ganzes Leben lang.

Aber was möchte ich? Ich hab nie was wollen dürfen. Warum jetzt?

Ich habs verlent. Zuviel Rücksicht auf andere, die es versäumt haben auf mich Rücksicht zu nehmen oder sogar für mich zu sorgen. Und ich weiss nicht mal ob sie es konnten.

Eigentlich hatten sie die Verantwortung für mich, hätten mich beschützen müssen, für mich da sein – aber: alles nur eigentlich.

Ich kann ihnen nicht mal die Schuld geben. Ich versuche zu verstehen und zu verzeihen – und je mehr ich das tue, desto mehr zerreisst es mich. Demnach habe ich keinen Grund, dass es mir schlecht geht – demnach trage wieder ich alleine die Verantwortung, immer schon. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich fühle, was ich fühle, versuche zu leugnen und ist fast so unmöglich wie zu vergessen.

Und wieder bin ich auf mich allein gestellt. Ich fühl mich alleine ohne mich selbst, weil ich mich dagegen wehre.

Und meine Probleme wirken so groß und gleichzeitig so lächerlich, dass ich mich nicht traue sie anzusehen. Und irgendwie so bedrohlich, dass es fast so ist als stehe ich vor einem Monster und trau mich nicht es anzusehen. Ich weiss es ist hinter mir, aber ich drehe mich nicht um und versuche krampfhaft die Augen zu schliessen, damit einer von uns beiden verschwindet.

Und man erzählte mich Jahrelang, dass da nicht sist und war. Und mittlerweile traue ich mir selbst nicht mehr. Ich will nichts mehr und weiss nichts mehr.

Und ich bin alleine mit dem Monster, weil niemand weiss was in meinem Kopf und meiner Brust ist. Unterdrücken kann ich es nicht, es schleicht sich immer wieder ein. Angst ist oft größer als Hoffnung.


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