Boys don´t cry

27.10.2006 um 11:57 Uhr

Ich verändere mich

von: Ryan

Mir fällt auf, dass ich sehr viele *dumme* Dinge tue

  • Ich halte mich länger bei den Menschen auf, die ich mag oder auch nicht, nur um nicht alleine mit mir zu sein - um abgelenkt zu sein von en Erinnerungen, die sich in meinen Kopf schieben sobald ich wach und halbwegs nüchtern bin
  • Ich rauche überdurchschnittlich viel - ich huste mir nachts die Lunge aus dem Leib und bekomme teilweise schon fast asthmatische Anfälle, in denen ich nachts kaum noch Luft bekomme, aber trotzdem rauche ich als ob es keinen Morgen gibt
  • Ich trinke ... und wie ... und denke mir, ich darf das. Ich brauche Auszeiten, aber selbst ne Flasche Wein macht es nur bedingt leichter - und es kotzt mich so an - das wird eingestellt, sobald der Urlaub vorbei ist
  • Ich kotze ... so ziemlich alles aus, was ich grade so eben essen kann ... großartig, mit dem Hintergedanken "Wenn du schon schwer essen kannst, dann nimm auch richtig viel ab." - Total krankhaftes Denken - Meine Hauptkalorienzufuhr besteht aus Wein und Bier - und mein gesicht leidet furchtbar darunter, ich habe Augenringe und fühle mich permanent aufgedunsen
  • Ich stecke permanent in dem Zwiespalt "Will ich jemanden sehen und ertrage ich es?" Ich ertrage es, hab ich rausgefunden - weil ich glaube, dass alls besser ist als alleine die Wand anzustarren
  • Ich beginne alles um mich herum zu hassen - nur nicht den einen Menschen, der Schuld ist - ih empfinde alle als langweilig und doof. Sie führen oberflächliche, dämlich Gespräche und lachen gekünstelt - zumindest wirkt die Welt so für mich - ich hasse jeden Liebesfilm mit Happy-End, ich hasse jedes Lied im Radio, dass mir suggeriert, dass alles eines Tages gut wird
  • Ich beginne zu hassen, dass alle um mich herum meine Lage nicht ernst nehmen - sie fragen zwar so aus Standart "Wie gehts dir?" und ich antworte ehrlich: "Nicht so doll, aber egal" und alle tolerieren es und niemand fragt nach, niemand scheint sich mit so einer komplizierterten Problematik auseinandersetzen zu wollen
  • Ich ertrage meine Freunde nicht mehr, dass sie über platte Witze *über die ich noch vot kurzer Zeit auch furchtbar gelacht hätte* lachen und sie immer wieder erwähnen. "Der Türstehter kannte unsere Namen!" - und ich denke: "Ja klar, er hat unsere Persos gesehen und ist scharf auf dich, NATÜRLICH kennt der deinen Namen ..."
  • Und ich hasse ich vor allem dafür, dass ich mich verhalte wie 13 Jahre alt und verschossen in Take That oder ähnliches. Und ich hasse die Gefühle in mir und das Gefühl nie mhr drüber weg zu kommen ... und die Leere, und das Gefühl, dass mir schon wieder was ganz wichtiges genommen wurde

Und nun *was mir schwer fällt* das Positive, was mir aufgefallen ist:

  • Mir fallen Kleinigkeiten auf - ich geh irgendwie anders durch die Welt, ich freue mich unwahrscheinlich, wenn ich wirklich lachen kann und einen Moment gefunden hab, in dem ich wirklich abgelenkt bin
  • Es ist irgendwie schön richtig weinen zu können, was ich im Moment echt gut kann - und dank eigener Wohnung muss ich es nicht verstecken - nur schade, dass der Mann mit dem komischen Nachnahmen nicht die leisteste Ahnung hat wieviele Tränen vergossen werden wegen ihm
  • Pixie Bilderbücher - ich war heute einkaufen und es gibt diese Plastikschalen, wo diese kleinen Kinderbücher liegen und ich bin heute an so einer Schale stehen geblieben ... und hab mir einige dieser Büchlein angeschaut ... und mir wurde richtig bewusst wie viel ich aus meiner Kindheit nicht mehr weiss ... und ich hab diese keinen Heftchen gesehen und sobald ich sie in den Händen hatte, wurde mir klar, wer mir wann daraus vorgelesen hatte als ich klein war. Und so Erinnerungen als ich noch ganz klein war und mein ältester Bruder mir so ein Heft vorgelesen hat *über einen Hasen* und ich saß auf seinem Schoss und er war so groß und ich so klein ... und er hatte mich im Arm und mit der freien Hand hielt er dieses Pixie Buch und ich hab mich so sicher gefühlt und nichts war schönere als eine Gesichte von einem Hasen zu hören und seiner Freundschaft zu einem Igel
  • Ich bin kreativ - ich will mal wieder mein Leben ändern *vielleicht als versuch ein anderer Mensch zu werden, als der, der in den Mann mit dem komischen Nachnamen verliebt ist*, aber ich habe sehr, sehr viele Ideen, die ich umsetzen könnte. Angefangen von "Ich will ein neues riesiges Tattoo"´, "Ich glaub ich lakiere den Flur doch mit Glittereffekten um" oder "Ich will ne neue Haarfarbe" und bei der Haarfarbenfrage bin ich sehr ... unentschlossen. Ja ich will wieder färben nachdem ich fast 6 Monate mit meinem natürlichen dunkelbraun gelebt habe, ich schwanke zwischen rot-schwarz und blonden und schwarzen strähnchen. Beides würde schocken, aber was drückt meine Persönlichkeit am ehesten aus?

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenGalahad schreibt am 27.10.2006 um 13:50 Uhr:ich wünschte, ich könnte dir irgendwas Tröstliches sagen... aber es gibt nichts außer Phrasen. Alles, was ich sagen kann, ist: ich weiß so verdammt gut, wie du dich fühlst!

    Ich umarm dich!
    Danny
  2. zitierenPudel_Des_Todes schreibt am 27.10.2006 um 16:24 Uhr:Hi du! Ich wollt nur sagen, dass ich denke, dass es eine ziemlich gute Idee ist, sich in solchen schweren Situationen, die durch eine Person verursacht sind, die sich dessen wahrscheinlich gar nicht mal bewusst ist, irgendetwas an sich zu verändern. Also nicht zwanghaft die eigene Persönlichkeit, das auf keinen Fall, sondern eben gewisse Oberflächlichkeiten. Wie die Frisur. Ist mir selber schon öfter so gegangen, erst neulich mussten meine relativ langen Haare dran glauben. Ich hab das Gefühl, mit sowas zeigt man sich selbst mal wieder ein bisschen Zuneigung oder was auch immer und gönnt sich was. Außerdem muss man manchmal irgendwas radikal verändern, um sich selbst in der Schnittmenge zwischen Alt und Neu wiederzufinden. :)
    Ich wünsch dir, dass es bald wieder für dich besser läuft!
    *drück*
  3. zitierenSüßeMaus19918 schreibt am 26.02.2008 um 19:31 Uhr:hey du alkehol is wirklich keine lösung auch wenn ich von mir auch net gerade behaubten kann das ich jedes wochenende nüchtern bin aber bei mir ist es nicht Frust saufen oder meine probleme weg zu kippen weil das geht nicht bei mir is es nur weil ich bei freunden bin spaß haben will in disco bin usw aber irgendwann wirst du abhängig von alkehol ich denke mal du willst bestimmt später eine familie ud nicht als assi unter der brücke liegen oder und das mit dem rauchen naja was soll ich dazu sagen ich bin selbt raucherin aber ich rauche net sehr viel also eig normal wenn du versucht das rauchen einzuschrenken dann wird dir das helfen ich denke mal das liegt auch am alkehol das du soviel rauchst also für deine gesubndheit is es ja auch beser also versuch aufzuhören das bringt nichts lenk dich vin deinen problemem ab unternnehm was mit freunden denn man kann auch ohne alkehol spaß haben mmfg sarah

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