Boys don´t cry

22.04.2008 um 23:21 Uhr

Irgendetwas bleibt

von: Ryan

Musik: Bela B.

Den ersten freien Tag, den ich mal langen wieder hatte, hab ich mal wieder mit schlafen verbracht - Überraschung ... ich verschlafe mein Leben, wenn das so weiter geht. Ich bin ziemlich früh ins Bett gegangen und auch gut geschlafen ... guck aufm Wecker nach dem wachwerde und denk: "Ach du Schande, schon 13.00." 14 Stunden Schlaf, wow.

Irgendwie ist heute mal wieder so ein Tag, an dem ich über mein eigentlich noch kurzes Leben nachdenke. An dem ich Entscheidungen überdenke, die ich eh nicht mehr rückgängig machen kann und mir klar wird, dass ich eigentlich ein ganz gutes Leben hab und zufrieden sein könnte. Aber irgendwie ist es manchmal doch nicht so. Ich fühl mich nicht ausgelastet - ich hab keine Zweifel, dass es alles gut ist wie es ist, aber scheinbar suche ich nach Zweifeln.

Zum Beispiel hab ich ne ganz tolle Freundin, ein Bereich in meinem Leben, in dem eigentlich alles supi ist. Wir lieben uns, wir verstehen uns großartig. Und trotzdem frage ich mich, wie wäre es wenn meine Exfreundin und ich noch zusammen sein würden, wenn ich mit einer Frau zusammen wäre, die ich gedatet hab und nicht nur so oberflächlich kennen gelernt hätte. Ja ... dieses Was-wäre-wenn ... etwas worüber nachzugrübeln sich eigentlich nicht lohnt. Aber wenn ich nochmal die wahl hätte, würde ich genauso entscheiden, wie ich es damals getan habe ... vielleicht ist es auch nur ein Zeichen, bzw. eine Erinnerung an Dinge, die mal waren, Menschen die man mal kannte und die verbundenen Zeiten.

Vielleicht wird mir mit solchen Überlegungen auch klar, dass ich schon einen Teil meine Lebens hinter mir hab. Gut, ein vergleichbarer kleiner Teil, ich bin immerhin anfang 20 und nicht Ende 60. Aber egal was ich erlebt oder gemacht habe, ich hab immer irgendetwas für mich mitgenommen - kleine Erkenntnisse, Erinnerungen oder Warnungen für mich selber.

Zum Beispiel gab´s da die Zeit, in der ich grade frisch Single war nach ner Beziehung, die 3 Jahre dauerte. Ich hatte soviele Dates, teilweise 2-3 die Woche, ich war unheimlich viel feiern, hab unheimlich viele Frauen und auch Männer kennen gelernt und ich hab mich eigentlich immer in der Rolle des verlassenen, verletzten Freundes gesehen und war eigentlich der Kerl, der am nächsten Morgen sagt: "Ich ruf dich dann an" und sich nie wieder meldet.

Die Zeit war dann auch ziemlich schnell wieder vorbei, weil ich dann recht schnell raus hatte, dass ich nicht das finde, was ich eigentlich gesucht hab in so dämlichen Aktionen. Ich hatte Exsess, suchte aber nach einer Kontinuität, die mir Sicherheit gab.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenKekschen schreibt am 23.04.2008 um 20:16 Uhr:ist doch ein mächtiger Schritt wenn man sich selbst oder frühere Zeiten kritisieren kann. Respekt..

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