Boys don´t cry

14.08.2004 um 11:49 Uhr

Ryan philosophiert über den Tod

von: Ryan

Das hab ich gestern Abend nach 2 Gläsern Rotwein geschrieben:

Ich hab oft wahnsinnige Angst zu sterben. Alleind ei Vorstelung, das mein Körper eines Tages seelenlos und regungslos irgendwo 6 feet under liegen wird und langsam verrottet. Dass ich meinen Körper so sehen muss - dass ich alleine weiss, dass es eines Tages so sein wird.

Früher oder später - obwohl ich mir oft vorstelle wie es sein könre zu sterben. Wie meine Umwelt wäre ohne mich. Wie ich sie alle trauern sehe. Aber das alles kriege ich dann ja nicht mehr mit - oder doch?

Will ich das eigentlich? Reisse ich ein Loch in einige Leben oder haben sie mich nach 3 Wochen vergessen? Fragen für das Ego.

Ich hab geträumt, dass ich hingerichtet wurde - schwer misshandelt, verstümmelt und das alles mit dem Ziel mich umzubringen. Und ich hatte Angst - so wahnsinnig panische Angst. Überlebensinstinkt?

Ich hab manchmal Angst was stärker sein kann - Überlebensinstinkt oder Resignation?

Resignation sehe ich immer noch als Schwäche. Ich wiess wo für mich diese Grenze ist. Ich war knapp dran. Ich denke oft drüber nach.

Die Bibel sagt, man darf sich nicht selber töten. Ich bin nicht gläubig und ich bin auch äußerst skeptisch der Bibel und der Kirche gegenüber. Aber wenn man die Bibel als das sieht, was sie anfangs eigentlich war - ein Leitfaden für das Leben mit eigentlich mehr praktischen Regeln - erscheint es logisch.

Man darf sich nicht töten - sonst hätten schon so viele Menschen resginiert weil sie ihre eigenen Kräfte unterschätzen. Der Mensch kann mehr aushalten als er selber glaubt ertragen zu können.

Generell bin ich dafür dass jeder über sein Leben und dessen Ende selber entscheiden sollte. Aber menschliche Emotionen kochen oft über und lassen uns falsch handeln.


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