Boys don´t cry

03.07.2007 um 01:18 Uhr

Sonst so ...

von: Ryan

Kurzer Beitrag - ich bin ziemlich müde.

Endlich frei - ENDLICH. Ich hab allerdings kaum was anderes gemacht als geschlafen - wenigstens bei Steffi. Die hat im Moment Nachtdienst, also hat sie das nicht gestört, dass wir gemeinsam den halben Tag verschlafen haben.

6 Wochen Beziehung und ich kann gar nicht mehr Single sein - ich weiss auch kaum noch wie es sich anfühlt alleine zu sein, obwohl ich das so lange war. Über 2 Jahre - lange Zeit und nun völlig vergessen. Und langsam kriecht auch diese Angst in mir hoch, dass sich das wieder ändern könnte. Dass sie mich verlassen könnte. Ich fang an jedes ihrer Worte auf die Wagschale zu legen, Bedeutungen reinzuinterpretieren, die sie gar nicht sagt, um den leistesten Grund einer Trennung rauszuhören. Warum bin ich so paranoid? Weil ich Angst hab, dass sie mich verlässt - weil sie toll ist und ich sie liebe und ich es gar nicht fassen kann, dass sie mich auch liebt.

Ich versuch sie diese (meine) Angst nicht spüren zu lassen - ich kontrolliere sie nicht oder so, um Gottes Willen nein - aber die Angst ist da. Ich hab heute vormittag sowas zu ihr gesagt wie: "Aber du verlässt mich doch nicht?" - Und sie (verschlafen): "Warum?" - "Keine Ahnung, willst du mich denn verlassen?" - "Warum sollte ich?" - "Keine Ahnung, vielleicht willst du es ja." - "Wasn los? Warum sollte ich dich denn verlassen wollen?" - "Weiss ich nicht - aber ich glaub, ich würde nicht wollen, dass du dich trennst." - "Super, dann sind wir ja schon zwei, die das nicht wollen."

Ja und sonst so ... lernen, lernen, lernen ... die meiste Zeit und überhaupt. Bald sind Prüfungen, sehr bald und jede Minute, kommen die Examensprüfungen näher. Bald isses vorbei - erstmal - bald ist das Gröbste geschafft - ganz bald, kann ich mir freie Tage gönnen ohne Lernen (mit Steffi) ohne nen schlechtes Gewissen zu haben.

Ich möchte Steffi viel öfter sehen als ich kann - entweder einer von uns muss arbeiten oder das Lernen steht zwischen uns. Wir treffen uns mittags auf nen Döner oder zum Einkaufen, mehr ist eigentlich kaum drin. Auf der Arbeit sehen wir uns selten, höchstens mal im Vorbeigehen und da verhalten wir uns ja sehr neutral. Wir umarmen uns, weil wir ja so gute Freunde sind ... nicht mehr lange, dann können wir uns outen und auf der nächsten Weihnachtsfeier knutschen wir vor allen.

Im Moment tröste ich mich nur mit dem Gedanken an die Zukunft - auch wenn ich Angst davor hab, weil ich ja immer noch keinen Arbeitsvertrag hab und eigentlich überhaupt nicht weiss wie es weitergeht. Auf jeden Fall wird es weniger stressig - hoffe ich stark.

Ich hab zur Zeit auch vermehrt Probleme mit mir selbst. Ich weiss mit mir nichts mehr anzufangen, wenn ich nicht lernen. Ich war gestern so müde ... ich konnte nichts mehr machen. Im Fernsehen lief nur Mist und auch sonst ... ich konnte nichts mit mir anfangen. Ich fand es seit langem mal wieder UNERTRÄGLICH mit mir alleine zu sein. Innerliche Anspannung, Zerrissenheit - ich komm zur Ruhe und es geht mir nicht gut dabei. Dieses: "Ich renn gleich gegen ne Wand, weil ich nicht weiss wohin mit mir." - Keine Ahnung ob das jemand kennt. Ich hätte durchdrehen können. Das ist ein Zustand, den ich lange nicht hatte, aber auch einer der schrecklichsten Zustände, weil man sich so unzufrieden fühlt und nichts hilft - in solchen Momenten hab ich sonst immer geschnitten. Ich bin dann Nachts noch zu Steffis Mitbewohnerin, hab ihr gesagt, ich wolle Steffi mit Frühstück überraschen (...) und hab mit der die halbe Nacht durchgequatscht.

Ja und morgen hab ich frei und werde lernen, mal nen paar Lebensmittel einkaufen (mein Kühlschrank ist so abartig leer, ich hab Magarine, Milch, Marmelade und nen halbes Glas Gurken, MEHR NICHT) und diverse Dinge erledigen, die dringend erledigt werden müssen. Zum Beispiel brauch ich nen Führungszeugnis um für die Examensprüfungen angemeldet werden zu dürfen und zum Arzt wegen gesundheitlicher Eignung muss ich auch ... darum werd ich mich mal morgen kümmern. Und ich hab zu nix mehr Bock ... aber ich muss da durch.


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