Boys don´t cry

09.01.2013 um 13:45 Uhr

Was grad so los ist

von: Ryan

Ein kleiner Eintrag, damit sich keiner Sorgen macht. Eigentlich hab ich grad kein Thema, was total interessant ist. Mein Leben plätschert vor sich hin.

Weihnachten und Silvester wie jedes Jahr unbeschadet überstanden. Mir fiel es diesmal besonders schwer in irgendeine festliche Stimmung zu kommen, es fühlte sich an wie irgendein Tag im jahr nur mit dem Unterschied, dass es Geschenke gab oder eben Feuerwerk.

Und jetzt ist alles wie sonst auch. Ich arbeite - gut, gestern nicht. Ich hab mir wieder auf Station den allzeit beliebten Noro-Virus abgeholt. Wie jedes Jahr furchtbar. Nachdem ich gestern selbst Flüssigkeiten erbrochen hab, bleibt heute zunächst alles drin. Gut, obwohl ich bärenhunger hab, ess ich nur trocken Weissbrot und Zwieback. Und der brave Arbeitnehmer bekommt solche Erkrankungen natürlich nur an seinen freien Tage - auch daran hab ich mich wie immer brav gehalten.

Ich weiss nicht, ob´s an der Dehydration liegt oder daran, dass die Sonne gefühlt seit Monaten nicht mehr aufgetaucht ist, ich bin ziemlich lethargisch heute. Ich musste mich zwingen zum Duschen, nicht sofort wieder ins Bett zu gehen und zu schlafen. Alles wirkt grad so ein wenig sinnlos, trüb und grau. Ich hab zu nix Lust. Steffi dagegen strotzt heute vor Energie, hat Brötchen und Zwieback-Nachschub geholt für´s Frühstück, wollte gleich Nachmittags-Aktivitäten wie Kino oder Museums-Besuch planen - ist aber jetzt erstmal alleine zum Sport und Sauna gegangen, nachdem sie einsehen musste, dass ich heute nirgendwo hingehe.

Ja und sonst - der beste Freund meines Bruders ist gestorben am Wochenende. Ende 30, einfach Herzinfarkt gehabt. Ich glaub, ich hab unterbewusst mehr dran zu knabbern als ich mir eingestehe. Aber im Moment möchte ich darüber nicht reden oder nachdenken.

Dann die große Arbeitsveränderung. Ich werde Ende des Monats versetzt - ich meckere ja schon seit Monaten, wenn nicht sogar Jahren wegen Versetzung ... und jetzt ist es soweit. Aber es ist nicht annähernd eine Station auf die ich Bock hab. Ich kann nicht sagen, dass ich große Angst und Befürchtungen hab. Es ist halt was anderes, aber halt nicht das was ich wollte. Wieder eine hoch-arbeitsaufwändige Station mit vielen Betten und zuwenig Schwestern. Ich guck mir das erstmal an und wenn´s gar nicht geht, kündige ich und fang bei ´ner Fastfood-Kette als Burgerbrater an. Alles ist besser, als das was ich grad mache.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenGast schreibt am 09.01.2013 um 16:31 Uhr:Gute Besserung! :)
  2. zitierenKris schreibt am 09.01.2013 um 21:46 Uhr:Auch von mir gute Besserung :) Und mein Beileid wegen dem Freund deines Bruders- klar macht man sich da Gedanken und hat dran zu knabbern, auch wenn du es grad noch verdrängst... Wirst dich schon damit beschäftigen, wenn du soweit bist... aber denk nicht zuviel über die eigene Sterblichkeit nach, du weißt doch:
    Die Angst vor dem Tod hält uns nicht vom Sterben ab- sondern vom Leben.
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    Kündigen versteh ich, aber als Burgerberater wären deine vielfältigen Talente nicht gut aufgehoben... ich glaub da würdest du auch nicht lange glücklich werden auf Dauer, wenn du so gar nicht gefordert wärst :D

    Aber für den Übergang- wieso nicht? :D Ich komm dann mal auf ne Pommes vorbei ;)
  3. zitierensunnysightup schreibt am 09.01.2013 um 23:55 Uhr:jetzt mal ernsthaft, ich denk das hier beim lesen ganz oft: wie wärs mit studieren? du bist begabt, intelligent und jung biste auch noch. es gibt so viele möglichkeiten. den traum vom burgerbraten kannst du dir auch als nebenjob zur studienfinanzierung erfüllen...

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