Boys don´t cry

23.06.2006 um 22:13 Uhr

"Wir gehen den wundervollsten Weg, der uns offen steht"

von: Ryan

Musik: Dorfdisko - Kurz vor Malmö

Ich suche mir immer den schwersten Weg und verkenne dabei das einfache Glück. Das wird mir heute mal wieder ganz bewusst.

Da ist eine Kollegin, die eine ganze Weile sehr verliebt in mich war und ich habs nicht gemerkt, wir haben uns privat viel getroffen und wir hatten immer sehr viel Spaß und haben uns großartig verstanden. Und ich habs einfach nicht begriffen. Bis sie in einer Sauflaune das ganze erzählt hat. Und ich dachte: "Mmh, vielleicht besser so, man weiss ja nie wie sehr wir uns zerstritten hätten, wenn das nicht geklappt hätte." Eigentlich auch eine sehr reife und vernünftige Einstellung.

Wir haben grade ne Stunde miteinander telefoniert, mittlerweile hat sie diesen gewissen Freund, den irgendwie keiner mag. Er ist unsympathisch, vielleicht gehemmt, weil er uns nicht kennt, ich weiss es nicht.

Und ich mache einen meiner größten Fehler und frage mich: Was wäre wenn ... blöde Frage, aber vielleicht wären diese kleinen unscheinbaren Dinge das ganz große Glück geworden. Ich gehe an meinem ganz großen Glück vorbei und merke es nicht mal. Kann das sein? Das ist eigentlich meine große Angst, so etwas zu realisieren. Auf der anderen Seite, was heisst realisieren? Man weiss nicht was gewesen wäre. Und vielleicht frage ich es mich deswegen.

Auf jeden Fall freue ich mich sie morgen zu sehen. Hoffentlich ohne Freund.

Verzweifelter Weise hab ich mich sogar bei ner Partnerbörse angemeldet. Oh man, ich muss es nötig haben – ich dachte eigentlich ich könne sehr glücklich und ausgelastet ohne Beziehung sein, aber irgendwie fehlt da doch sehr was. Ich wünsch mir was, wo ich mich nicht permanent fragen muss: Will ich das eigentlich grade oder wäre das Allein-sein besser? Aber irgendwann muss das doch mal kommen – vielleicht grade dann wenn ich aufhöre zu suchen. Aber das ist schwer, wenn man jeden Abend schwermütig vor Sehnsucht im Bett liegt und versucht sich in eine andere Zeit zu träumen, wo alles besser sein wird.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenkiwi_kanne schreibt am 24.06.2006 um 12:26 Uhr:Hi Rayn! Ich lese jetzt schon seit längerem deine Einträge. Finde deine person ziehmlich interessant.Erst ein mal möche ich sagen, das ich das verhalten deiner kollegin gut verstehen kann. mir geht es gerade genauso, wie ihr vor einiger zeit... Nun zu dir... Wenn du weißt, dass du an DEINEM GLÜCK vorbei gerannt bist und es trotzdem immer noch in deiner nähe ist, warum gehst du dann nicht jetzt auf sie zu. Der mensch bekommt meines erachtens, immer eine zweite

    chance. Warum sagst du ihr nicht einfach, dass du sie richtig gern hast und dass es dir leid tut, dass du es nich eher bemerkt hast. Wenn sie wirklich an dir interessiert ist, dann sagt sie nicht nein! Überleg doch mal... Hast du nicht einmal gesagt ihr freund sieht dir verdammt ähnlich? Mensch, versuch es doch einfach mal... Wenn du jetzt nichts unternimmst und noch länger allein bleibst, wirst du dir ewig vorwerfen, dass du an deinem glück vorbei gerannt bist... Und das ist es dann, was dich auch sellisch voll fertig macht... Ein versuch ist es wert :) , liebe grüße an dich :)


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