S.F... wie in Science Fiction

18.04.2018 um 08:24 Uhr

We haven't set a system of justice yet...

... aber sonst alles!

Mensch, da ist eine Szene in E9... die ist sooooo genial... Ganz simple Idee eigentlich, aber sowas von cool und witzig gemacht. Einfach gut fürs Herz.

Überhaupt scheint die Serie mit jeder Folge mehr oder bessere Gags zu haben. Es sind an sich nicht viele, aber sie sind wirklich gut. Leider kann man darüber nicht schreiben oder reden, ohne anderen das Vergnügen zu versauen...

Bin sehr froh, daß diese Serie so ist wie sie ist. Mir gefällt einfach alles (na ja, über Stalagmiten sage ich jetzt nix ;-) *p.oops*).

Das ist ein hübsches Märchen, was sie da geschrieben haben und sie haben ein "altes" Wertesystem zur Grundlage genommen. Diese Serie hätte auch Gene Roddenberry gefallen. :-)

 

16.04.2018 um 20:10 Uhr

Transmission accomplished.

"Lost in Space" wird von Folge zu Folge besser.

Die E5 ("Transmission") ist ganz toll. Egal, ob man auf die Dramaturgie schaut, das Gefühl, die gesprochenen Worte, die Bilder... alles wirklich beeindruckend - und es kommt an bei mir.  

Jede einzelne Beziehung wird beleuchtet, ob es nun die von Will und dem Roboter oder die zwischen Don West und Dr. Smith ist usw...

Ab und an gibt es regelrecht geniale Momente, die mich echt begeistern! Und wieder denke ich, daß die Serie von extrem gutem Casting profitiert, weil die Chemie zwischen den Schauspielern hier auch einfach stimmt.  

Was "Lost in Space" bis jetzt wirklich bestens hinkriegt (vielleicht sogar besser als "Stranger Things"), ist der Spannungsbogen in den einzelnen Folgen. Eine Stunde ist jeweils *schnips* vorbei und hat keinerlei Längen, keinerlei Füllsel, keine unnötigen Diskussionen, aber interessante Ideen, atemberaubende Momente, die mich z.B. an "Jurassic Park" erinnern...

Nach wie vor: Schlimme Erlebnisse sind hier nicht nach drei Minuten vergessen. Hab' das selten gesehen, daß man sie im nachhinein thematisiert. Man kann die Serie gerne politically correct nennen, sie ist aber lediglich mit Herz gemacht - das ist alles und das ist es, was du spürst, wenn du dir das ganze anguckst. Hier hat sich jemand ein paar Gedanken gemacht und kann noch Geschichten schreiben, die nicht nur von der reinen Präsentation von Gewalt leben. 

Habe meine 10 Punkte gegeben. Ganz großes Kino, Netflix!

 

14.04.2018 um 15:24 Uhr

Sie sind wieder „Lost in Space“.

Familie Robinson ist wieder in den Weiten des Weltalls unterwegs. Wir sehen das 2018er Remake der Serie (bzw. des Films). 

Was soll ich sagen? E1 gefiel mir sehr gut. Schauspielerisch ist das top, Optik ist gut, Gefühl ist dabei, man mag die Famile, vor allem den kleinen Will sofort und auch den Roboter - *schnüff* und *tränchenwegwisch*

Ich vergleiche nix, ich nehme diese Serie so als wäre sie was ganz Neues. 

Bingewatchen kann ich das wohl nicht, dazu ist's zu spannend!

Also, es geht gut los. Netflix muß nun echt mal wieder gute Sci-Fi nachlegen, scheint hier aber wirklich was Niveauvolles am Start zu haben. Wie anderswo schon erwähnt, freue ich mich jedes Mal, wenn irgendwo Molly Parker auftaucht. Die hat sowas Besonderes an sich, Klasse strahlt die aus. Sie paßt wunderbar für die Rolle der Maureen Robinson. 

Freu mich.

 

08.04.2018 um 14:40 Uhr

"A boot, stamping on a human face, forever"

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

"Colony" wollte ich mir mal kaufen. Nun läuft die Serie auf Netflix.

Was haben wir hier? Bis zur E7 der S1 hätte das ganze auch gut nur eine Agentengeschichte sein können... Es gibt bis jetzt (Stand E9) kaum Spezialeffekte, die Aliens sind nur Gesprächsthema.

Die gesamte Story lebt extrem von abstrakten Fragestellungen wie z.B.: Wann ist Widerstand gegen mächtige Besatzer sinnlos? Da ich Spoiler vermeiden möchte, kann ich nicht die Tiefe oder Struktur der Fragen ausleuchten. Ich finde es auf jeden Fall gut, daß die Komplexität immer weiter zunimmt, was die Figuren angeht, aber auch was die Locations angeht.  

Je mehr ich von der Serie sehe, desto mehr kann ich ich mit den Personen und deren inneren Konflikten "anfreunden". Interessanterweise erlebe ich den Effekt, daß Figuren, die vermutlich gehaßt werden sollen, mir am sympathischsten sind bzw. daß sie mich am meisten interessieren.

Sarah Wayne Callies und Amanda Righetti werde ich nie mögen. Sie sind mir beide sehr unsympathisch und ich frage mich wirklich, warum Schauspielerinnen nicht dem Botox mal etwas entsagen können. Josh Holloway hat den Lost-Bonus, aber ich hätte mir hier auch gut einen anderen Hauptdarsteller vorstellen können. Peter Jacobson spielt den Verwalter Snyder ganz toll, finde ich. Kathy Baker gefällt mir auch sehr.  

Vorhin hat mich ein einziges Bild komplett umgeschmissen - deshalb der Eintrag. Wie der Twist in "Wayward Pines" mich sehr begeisterte, obwohl die Serie an sich Durchschnitt ist, so gibt es auch hier ab und an Dinge, die man nicht erahnt hat, obwohl man glaubte, mögliche Twists schon kommen sehen zu können und sitzt dann so da: "Oh wow, das ist ja der Hammer."

Bin gespannt, wie es weitergeht. Alles in allem hatte ich mehr erwartet, etwas mehr an Ausstattung, mehr liebenswerte Personen, ein paar mehr Infos über die Aliens, die die Erde kolonialisiert haben. Nur sehr langsam wird das Bild runder... aber das muß ja nicht das schlechteste sein. Ich denke, diese Serie ist ein "Grower". Trotzdem wünsche ich mir mehr Serien wie "Mad Men", "Halt and Catch Fire" oder "Falling Skies", bei denen man Teil einer Familie wird, die man nie vergessen wird.

Altersempfehlung ab 16 ist angebracht, Synchro. geht ganz gut, nutze ich aber nicht. Snyder z.B. haben sie gut getroffen.

Im Moment würde ich noch 7 Punkte geben. Handwerklich fällt einem kaum was Tolles oder Neues auf. Dies ist kein zweites "Lost". Aber die Ideen sind schon ganz o.k. und Logikprobleme oder Plotholes bis jetzt im grünen Bereich, deshalb werde ich dranbleiben... Wer weiß, was hinter den riesigen Mauern wartet, die den "Bloc" umgeben...

edit 13.04.: 

Nach Schauen der S2 sind die Probleme leider sehr deutlich. Es fehlt an Ausarbeitung der Alienbezüge, es gibt Fehler bei Continuity und Charakterentwicklung, S2 ist insgesamt sehr brutal, Schauspieler"leistungen" sind manches Mal schlecht erträglich. Die Callies ruiniert jede Serie für mich. Peter Jacobson ist der einzige Sympathieträger in der ganzen Zeit. Seine Rolle ist die eines opportunistischen Fieslings, eigentlich. Da sie aber als einzige gut entwickelt wird und grandios gespielt, ist Alan Snyder absolut jemand, den man mögen muß (laut Reddit geht es vielen so).  

Fazit: 6 magere Punkte von mir, und die auch nur knapp...

 

12.03.2018 um 21:38 Uhr

Schimmernd.

von: SweetFreedom   Kategorie: Not bad!

"Annihilation" ist ein glanzvolles Werk, keine Frage. 

Die Effekte sind toll, beeindruckend. Natalie Portman, Oscar Isaac sind wie immer super, die Performance der anderen Schauspieler läßt auch nichts zu wünschen übrig.

Musik paßt wie Faust auf Auge, ist mir allerdings, genau wie einige andere Dinge, etwas zu sehr "oben drüber". Licht ist wundervoll, Kamera, Schnitte, alles perfekt. 

Lena ist Biologin und Teil einer Mission. Mehr will ich gar nicht als Prämisse preisgeben. In jedem Falle halte ich die Altersfreigabe ab 16 für o.k., für mich hat der Film Horroranteile und ist per se Science Fiction. Die imdb-Tagger kann man heimschicken bzw. zu anderer Arbeit verpflichten, heißt es da doch "Adventure, Drama, Fantasy". 

Ich habe ein Problem mit dem Film. Er ist optisch beeindruckend und hat theoretisch eine schöne Grundstory, aber er kann mich niemals überraschen. Vom Ablauf der Mission über gewisse Rückblicke, die Dinge enthüllen sollen, bis hin zu ein, zwei kleinen "Twists" - ich habe alles vorhergesehen, quasi von Anfang an. Schade. 

Die Hintergrundgeschichten der Expeditionsteilnehmerinnen sind mir auch sehr flach vorgekommen und klischeehaft. Bei einem Werk, das fast zwei Stunden lang ist, würde ich mir in dem Bereich mehr Tiefgang wünschen. (Ich gucke gerade wieder "Love" und finde immer, daß u.a. da ganz tolle Geschichten erzählt werden. Das Leben ist bunt, nicht 0815. Die Stories sind da, man muß nur die Augen und Ohren offenhalten.) Sci-Fi kann von einer abstrakten Erzählstruktur profitieren, hier und heute hätte ich gerne etwas gesehen, was dem Umstand "fast nur Frauenrollen" gerechter wird und sich echter anfühlt.  

Der Fokus ist ganz klar auf den Effekten. Eine halbe Stunde alles in allem würde ich opfern, um etwas prägnanter zu erzählen. Der künstlerische Anspruch ist wohl da und ich habe das Gefühl, daß man (ist das der O.A.-Effekt?) versucht hat, Avantgarde und Mainstream zu vereinen, um das Werk kommerziell etwas aufzuhübschen bzw. herunterzuspielen?! Meiner Ansicht nach ist die Fusion von "Kunst" und "Kommerz" nicht gelungen und das liegt nicht an der ART der Umsetzung des Stoffes, es liegt an der Geschichte an sich, die eben leider nur durchschnittlich ist.

Alex Garland, mach lieber weiterhin so knackige Filme wie "Ex_Machina". Der Anfang ist ja sehr vielversprechend, aber irgendwann verliert man sich in schimmernden Welten.  

Meine bescheidene Meinung. Ich gebe 7 Punkte, muß aber sagen: Dieser Film ist was für Leute, denen Effekte sehr wichtig sind, vielleicht auch gerade originelle Effekte. Wem die Aussage wichtig ist, vielleicht auch gerade eine, die man noch nicht kennt, der könnte hinterher etwas enttäuscht sein. In jedem Fall ein aufregender Trip.