S.F... wie in Science Fiction

21.09.2015 um 22:37 Uhr

Mit Kalkül

von: SweetFreedom   Kategorie: Filmtips

Hui...

Schön!

Das Ende war ... na ja... wohl eher schon die Ankündigung des zweiten Teils...

Aber! "Titanium" (ich spare mir den Rest des idiotischen Titels des Filmes, der in jedem Land anders genannt wird, ursprünglich wohl am ehesten "Der Rechner" heißt) gefiel mir sehr gut.

Planet XT-59 (mitnichten ein Strafplanet wie im deutschen Titel behauptet wird) setzt seine zum Tode Verurteilten ganz "human" in einer lebensfeindlichen Welt aus, mit der nur auf dem Papier vorhandenen Chance, ein rettendes Eiland zu erreichen.

Russische Filme haben etwas ganz Spezielles an sich, eine Direktheit, etwas Ungekünsteltes. Ich habe bisher bei jedem russischen Film vergessen, daß ich einen Film schaue. 

Gute Science Fiction braucht, wie oft geschrieben, kein großes Budget oder krasse Spezialeffekte. Das Budget war klein, wurde aber gut genutzt. In Island gibt es diese Landschaft aus dem Film wirklich: unendliche Felder aus Basaltsteinen, unwirtlich, außerirdisch wirkend. Man hat hier etwas an den Farben gedreht, schon denkst du - was'n das für'n gruseliger Planet. Die Effekte mochte ich. Sie sind gut gemacht und wirken irgendwie clean. Man hat sich ein paar nette Kreaturen ausgedacht.

Was andere als hölzerne Dialoge bezeichnen, sehe ich als realistische Sprechweise, die mich in den Bann zieht. Es ist sehr erholsam, mal wieder etwas anderes als das übliche Hollywood-Blabla zu hören. Mir gefielen die Protagonisten sehr, ich fand die Darstellung glaubhaft. 

"Titanium" hat eine schöne Bildsprache mit starken Kontrasten und unspektakulärer, aber guter Kameraführung. Die Musik paßt, erinnerte mich stellenweise an m83s Soundtrack für "Oblivion".  

Mich hat's irgendwie auch gefreut, daß ich die kleine Rechenaufgabe, die im Film Thema ist, selbst lösen konnte. Das war ein extra Gimmick.

:-)

 

Quelle: Condor Entertainment

 

06.09.2015 um 20:05 Uhr

Abschreibungsrichtung

von: SweetFreedom   Kategorie: Filmtips

Gestern konnte ich "The Reconstruction of William Zero" (Youtube-Trailer) anschauen.

Ich muß sagen: imdb hat hier leider mal wieder nicht viel zu beizutragen. O.k., daß Filme abgewertet werden, juckt mich nicht. Daß aber die wenigen, die was schreiben, dann auch noch herumposaunen, der Film sei Schrott, obwohl sie den simpelsten Plot nicht gerafft haben, das hat mich dann schon verwirrt.
Rotten Tomatoes sind ganz fies... die müßte man verklagen. Was die da schreiben... da kannste es gleich sein lassen...
Schade.


Der Film ist grandios. Das liegt vor allem an Conal Byrne, einem Mann, der im Hauptberuf ein hohes Tier beim Discovery Channel ist... Ja, es ist der Hammer. Einer der besten Schauspieler ist ein Schreibtischtäter.

Mein Drache brachte es gut auf den Punkt: "Eine große Leistung in einem kleinen Film." Recht hat er.

Der Film ist Sci Fi (in Ansätzen, die Prämisse ist es), ein Drama (ja, eins, das zu Herzen geht) und ein Thriller? Hmm, ich denke, er ist ein Sci-Fi-Drama.

Die Bilder sind mal blaß, ruhig, verhalten, dann wieder schnell, abrupt wechselnd und explizit. Effekte erwarte man keine, der einzige Spezialeffekt ist tatsächlich die Leistung von Conal Byrne.

Mir sind diverse Dinge, Symbole aufgefallen, die ich hier leider nicht preisgeben kann - alles Spoiler. Was ich noch sagen möchte, ist, daß ein kleiner, günstiger Film mal wieder gezeigt hat, daß er große Themen bearbeiten und interessante Fragen aufwerfen kann.

Ich hoffe denn inständig, daß das Gespann Byrne/ Dan Bush (Regisseur) weitere Filme macht. Interessante Ideen habe schon gelesen und den Drachen damit genervt. Dan Bush kann so herrlich in einem Satz "he's a badass/ she's a badass" sagen und drei Sätze später erklärt er ganz poetisch die Szenerie, die die Idee für die Stimmung des nächsten Filmes lieferte.





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