S.F... wie in Science Fiction

19.07.2016 um 21:29 Uhr

8 x 011

Ein kleiner Junge fährt abends durch den Wald und ist zur falschen Zeit am falschen Ort, verschwindet...

Wow!!! 

Habe "Stranger Things" gefunden, bis Folge 3 geschaut. Netflix sagt "Thriller, Sci Fi", imdb Sci Fi, Horror, Drama. 

Zum Glück ist's weniger horrorlastig als gedacht. Bin direkt an der Angel gelandet. Super gemacht, das ganze, auch wenn ich manchen Szenen gerne Effekte auf höherem Niveau geben würde - aber das ist auch Jammern auf hohem Niveau. Netflix hat wohl einen ziemlichen Treffer gelandet! 

Die Musik! Das Lebensgefühl der Achtziger. Winona! (Wer sagt hier bitte 'overacting'? Wenn das Kind verschwindet?) Die Kids, vor allem "Eleven"!

Da ist der Horror, da ist das Drama: Alles was mit Kindern zu tun hat, geht mir viel näher als früher. Millie Bobby Brown muß man sich merken... oder auch nicht. Die wird noch einiges spielen, was wir so schnell nicht vergessen werden. Der Wahnsinn! 

"Stranger Things" erinnert einen (sicherlich ist dies gewollt) an einige Filme aus den Achtzigern und auch an "Super 8" z.B. Ist es trotzdem was eigenes, etwas neues? Ich ahne bereits, daß dem so ist. 

Ich wiederhole mich: Super gemacht, fesselnd, vor allem wegen der schauspielerischen Leistung eines jungen Mädchens.

 



- imdb.com/ Netflix.com -


15.07.2016 um 10:45 Uhr

Ende ohne Ende

von: SweetFreedom   Kategorie: Filmtips

Eine Freundesclique trifft sich nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder. Sie wollen feiern, haben sich auf einem Berg an einer Hütte verabredet. Fast alle sind da, nur einer fehlt. Mitten in der Nacht fällt plötzlich der Strom aus... Hoppla, dachte ich, ist das der Vorläufer von "Coherence"? Nein, zum Glück nicht.

Ich mag ja Endzeitfilme. Filme ohne "richtiges" Ende können einen dagegen schon ziemlich ärgern. Manch einer vergibt dann nur einen ganzen Punkt für einen wirklich wunderbaren Film.

"Ende" bzw. "Fin" oder "The End" hat mich nicht verärgert, nur verwundert und nachdenklich zurückgelassen. Ich finde den Schluß von "Ende" in Ordnung. Eine bahnbrechende, twistende ;-) Shyamalan-Auflösung hätte mir natürlich mehr zugesagt, aber ich kann mit dem offenen Ausgang gut leben.

Die 4,9 imdb-Punkte konnten mich diesmal nicht schrecken, ich hatte den Trailer gesehen und fand den sehr interessant. Mir war auch klar, daß die Einordnung "Thriller" wahrscheinlich nicht ausreicht. Da hofft der Sci-Fi-Jünger auf eine Perle und findet... hmm, keine Ahnung, was.

Die Einordnung fällt mir noch immer schwer. Mit Sicherheit weiß ich aber, daß der Film absolut klasse gemacht ist. Mir gefielen die Figuren, das Spiel der Schauspieler, die Landschaftsaufnahmen, die Effekte, die ohne Gewalt auskommen (!), die Filmmusik. Eine Szene hat mich ganz besonders berührt, vielleicht weil ich Mutter bin. Der Film hat es geschafft, mir das Blut in den Adern stocken zu lassen, ohne die gängigen Klischees zu bemühen. Dafür Hut ab, man wird so selten überrascht.

"Ende" ist in meinen Augen schon eine Perle. Es tut gut, diese spanischen Schauspieler zu sehen, wie sie alles locker-leicht und doch so eindrucksvoll rüberbringen. Abwechslung ist immer gut. (Deshalb hätte ich auch zu gerne gehabt, daß "Survival Game" ein guter Film ist... russische Filme kommen auch immer so überraschend daher.) "Ende" erfindet den Thriller nicht neu, ist aber perfekt, doch ehrlich - das will was heißen, wenn man das so sieht!

Fazit: Anschauen, wenn man prinzipiell das "Zehn kleinen Negerlein-Konzept" noch sehen kann, sich von Filmen gerne zum Nachdenken anregen läßt und wenn man auf Geballer und Monsteraliens verzichten kann. Es wird zwar kein Ende auf dem Tablett serviert, das heißt aber noch lange nicht, daß es keines gibt.