S.F... wie in Science Fiction

30.10.2017 um 22:04 Uhr

"I could eat a whole bowl of nougat."

Brrr... Nougat spielt bei "Stranger Things 2" eine besondere Rolle. Das werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen. 
Ich bin ja eigentlich nicht so der Horror-Gucker, aber wenn er so perfekt inszeniert daherkommt wie hier, ist man einfach gefesselt.  
 
Sehr gruselig ist sie schon, die zweite Staffel, aber auch:
- total spannend
- ab und an witzig
- voller liebenswerter Figuren (Brett Gelman z.B. ist so cool) 
 
S1 und S2 sind mindestens gleichwertig, S2 ist vielleicht noch etwas besser bei der Charakterentwicklung, S1 fand ich vor allem wegen der neuen Ideen gut.
S2 spielt im selben "Universum", erklärt aber mehr als es S1 getan hat.
 
Insgesamt eine klasse Serie, die man einfach so schnell wie möglich durchschauen möchte, weil man hofft, daß doch wieder alles gut wird... Aber zum Ende sage ich hier gar nichts. ;-)
 

26.10.2017 um 21:49 Uhr

Balance is key.

Danke, danke, danke.

Kunst kommt nicht von "können", sondern von MÜSSEN.

"Mr. Robot" ist ein Gesamtkunstwerk, das einfach begeistert.

S3E3 erklärt so vieles. Man bekommt so viele Antworten. Und diese sind wieder verpackt in eindrucksvolle Kamerafahrten, interessante Dialoge (kleine Turns). Nette Leutchen sehen wir wieder (hab mich sehr gefreut, aber nein, nein, das ist kein Spoiler), die Musik ist der Oberhammer und so mancher "Spezial-Effekt" kommt noch dazu. S1 und S2 werden verbunden, aufgefüllt, kommentiert.

Diese Folge hat mich nicht so sehr umgehauen wie E1 und E2, aber ich empfinde sie als sehr wertvoll, weil ich nun alles Vorangegangene in neuem Licht sehen kann. Continuity-Fehler gibt es hier keine.   

Kunst kommt von: Es umsetzen, es wahrmachen, materialisieren. Hier werden neue Maßstäbe gesetzt.

 

21.10.2017 um 20:43 Uhr

"It's a nightmare. I wanna go home. I do not deserve this."

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

C3PO sagt es ganz richtig...

Ich muß zugeben, ich hatte bisher noch keinen einzigen Star-Wars-Film komplett gesehen... Da Netflix jetzt alle im Angebot hat, dachte ich, ist das die Gelegenheit, sie in der richtigen (?) Reihenfolge zu schauen.

Episode I: Na ja. Nicht der Burner. Viel zu lang. Eine Dreiviertelstunde weniger Slapstick und Podrennen, dann wäre es nicht so langweilig...

Episode II: Hmm... ich schreibe Blog, während unsere Helden in der Gladiatorenarena ums Überleben kämpfen. *gähn* Das sagt alles. Was ein doofer Film. Physik existiert in der Welt von Star Wars nicht. Würde gerne tauschen. Unsereins kriegt ja auch Schleudertraumata und solche unnützen Sachen. Pfff...

Hmmm... Episode 4 haben sie nicht. Die schaue ich dann woanders. Nehme an, daß das der erfolgreichste Film war. Werd' wahrscheinlich nach E6 aufhören. Ist nicht meins bisher, aber muß es mal gesehen haben.

23.10. Episode III: Wahrlich kein Meisterwerk. Ich habe einiges daran auszusetzen, vor allem bezüglich Figurenentwicklung. Der Transfer zu E4 ist nicht ganz gelungen, wie ich jetzt sehr genau sehe. Da gibt es ein paar Widersprüche. Ewan McGregors schottischer Akzent ist sowas von gruselig. Alec Guinness hat auch einen, aber eben nicht diesen... Das geht nicht zusammen. 

Episode IV habe ich bei Videoload gekauft. Es ist ein ganz cooler Film, er reißt mit, die Figuren sind mir mal so richtig sympathisch und spannend ist das ganze auch. Sogar die Musik ist besser als in der Prequeltrilogie. Da von E4 so viele Versionen existieren, bin ich etwas verwirrt und weiß gar nicht, von wann diese nun ist. Sehr lustig, daß da nur "1977" steht - was nicht stimmen kann, da ich einen computeranimierten Jabba gesehen habe und auch animierte Dewbacks. Gerne hätte ich eine Originalversion gesehen. Na ja. Ich verstehe jetzt die Gesamtgeschichte und bin auf E5 gespannt, die wieder Netflix liefert.

Episode V (24.10.): Auch ein guter Film, wie erwartet. Die Hauptdarsteller tragen den Film. (Peter Mayhew ist auch ein sehr interessanter Mann, der ja die gute Seite der Macht wählte, während Prowse die böse aussuchte... Faszinierende Lebensgeschichten haben diese großen ;-) Männer.) Ich glaube, ohne Harrison Ford wäre die Originaltrilogie nie so erfolgreich gewesen.

Ian McDiarmid als Lord Sidious zu sehen - ich mag das nicht. Vielleicht holt Lucas (falls er darf oder es ihn noch juckt) 2025 nochmal alle Filme hervor und baut alles neu auf? Für mich ein No-Go. Und das ist auch mein "major flaw" an der ganzen Serie. Etwas, womit Leute aufgewachsen sind, woran sie sich erinnern, was EINDRUCK gemacht hat für immer, das baut man nicht -zig Jahre später um. G.L. ist ein Blödmann und ich glaube, sein Testosteronlevel ist unterirdisch. O.k., das war jetzt unter der Gürtellinie. Hahaha... ich wette aber, ich habe recht. ;-) 

25.10.: Episode VI, schön. Ich werde kein Fan mehr werden, der Zug ist schon sehr lange abgefahren, aber E6 hat mich versöhnt mit der Hauptstory. Das Schlußbild, wieder nachbearbeitet, war natürlich wieder Mist. 

Werde mir noch die VII ansehen und dann soll es das erstmal gewesen sein mit "Star Wars". Insgesamt erschließt sich mir der Kultstatus nicht wirklich, aber das liegt vermutlich daran, daß ich nicht mit den Filmen großgeworden bin. Bei den Kampfszenen habe ich nur in E4 und E5 aufmerksam zugeguckt, ansonsten regelmäßig geistig abgeschaltet. Mir gibt das einfach nichts. Irgendwie fehlte mir auch etwas Substanz bei der Grundphilosophie. 

Gut, daß ich mir keine Sammlung gekauft habe. 

Schließlich: Episode VII. Lassen wir es so. Diese Saga ist nicht mein Ding. In E7 gibt ganz interessant gezeichnete Charaktere. Überraschend: Adam Driver als Vaders Enkel. Ein echter Lichtblick in einem sonst nach "Schema F Star Wars" aufgebauten Film. Was für ein faszinierender Schauspieler. Gerade noch (von meiner Warte aus betrachtet ;-)) in "Paterson"... Ihm würde ich auch noch länger zusehen, aber das wäre mir dann insgesamt doch etwas zu masochistisch. Ich kann die Filmmusik kaum ertragen und eben dieses Schema F, die immer wiederkehrende Leier aus Familientragödie, Lichtschwertkampf und Materialschlacht im All, Treffen auf Brücken über tiefen Abgründen... Ach nee.

 

19.10.2017 um 21:18 Uhr

New Sensation

"Mr. Robot" Staffel 3 geht in E2 unglaublich gut weiter.

Jede Woche eine "new sensation", tolle Ideen, Kameraeinstellungen, die einfach genial sind, Musik aus verschiedensten Jahrzehnten, so passend, so cool.

Wenn "Mr. Robot" die Innovation ist, dann ist "Discovery" das Altbekannte.

Auch in E5 ist die Serie nicht in der Lage zu überraschen. Selbst Konzepte wie Humanität oder Tierliebe werden eindimensional und laaaangweilig präsentiert. Mit Doug Jones hat man einen tollen Darsteller für Saru gefunden - und läßt sich jede Gelegenheit entgehen, eine neue Spezies interessant darzustellen. Zu traurig.

Zwei Seiten der Medaille. Zwei "writers' rooms", in einem Genialität, beim anderen frage ich mich wirklich, was die nehmen, vor allem, ob sie oft Egoshooter spielen. Abgebrüht. Das ist das Wort. Abgebrüht und herzlos sind diese Leute.

Du denkst Dir: Echt jetzt? Wird es jemals etwas geben in dieser Staffel, das mir auch nur ein bißchen Respekt abverlangen könnte? Star Trek? Ehrlich? Nein. Ihr fliegt doch nur herum, wo wir alle schon viel zu oft gewesen sind und dann labert Ihr was von kreativen Ergüssen... Es ist einfach nur lächerlich. 

"Mr. Robot" dagegen läßt die Gänsehaut 50 Minuten lang tanzen. SO muß Fernsehen sein. 50 Minuten Abenteuer, Spannung, Überraschung. Du sitzt da und sagst: Was? Haben sie das wirklich getan? Und Du merkst beim ersten Schauen schon, wow, Symmetrie, da, da stimmen wieder Musik und Handlung sinngemäß überein, ach ja, da, wie eine Antwort... Und diese Darstellung, gab es das vorher schon einmal? Du analysierst nebenbei schon. Beim zweiten Durchlauf konzentrierst Du Dich ganz auf die Stilmittel und entdeckst noch mehr, da sind im Hintergrund Hinweise, Hintergrundgeräusche gibt es auch. Unglaublich, was DIESE Autoren machen.

Pfff... Wieder eine Woche warten... und sich drauf freuen... analysieren und Reddit lesen...

Prima. 

Krista, wunderbar gespielt von Gloria Reuben

Photo: Peter Kramer/USA Network


13.10.2017 um 17:15 Uhr

Stummschalttaste für das Leben.

Oh wow!!!!!!!!!!!1

Mr. Robot S3E1. In meinen Augen bisher eine der besten Folgen.  

Unglaublich toll gespielt von allen, eine sowas von aufwühlende Ansprache durch Elliot, überraschende Wendungen, die manchmal gut-, manchmal echt wehtun, Einreißen der 4th wall wieder einmal so großartig umgesetzt...

Danke, Sam Esmail, für dieses wahnsinnige Erlebnis! Besser geht es nicht.

*tränchenwegwisch* 

 

Jemand auf reddit fragte: Is life really worth living in-between two Mr. Robot episodes?

(Seitdem die imdb-Foren down sind, wird's so schwierig, gute Diskussionen zu finden. moviechat.org ist ganz still, Reddit mag ich eigentlich nicht, aber da gibt es wenigstens Fans.) 

Hmmm... ich hätte schon gerne Zeitreisen, nicht nur in Mr. Robot... (Sam Esmail said NO.)

Na ja, dann gibt es was, auf das man sich freuen kann. Und da ich nun weiß, WAS passiert, kann ich ja noch besser darauf achten, WIE es dargestellt wurde und nach Easter Eggs suchen gehen. Da gibt es sicherlich einige... zuerst das Shirt und dann...

:-)

 



Screenshot S3E1; USA Network
Bobby Cannavale als Irving, eine wunderbare Figur!

"When we lose our principles, we invite chaos."



08.10.2017 um 12:48 Uhr

Sci-Fi in Alt-Erlaa?

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Hmmm, ich wollte mir "Weiße Lilien" schon lange mal ansehen.

In einer Doku über Megabauten sah ich mal etwas über Alt-Erlaa und wäre am liebsten sofort eingezogen.

Ich scheue mich nicht vor beklemmenden oder verworrenen Streifen, aber leider hab' ich "Weiße Lilien" nicht kapiert. 

Hannah wohnt in "Neustadt" (Alt-Erlaa), ist Callcenteragentin beim Sicherheitsdienst. Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und zieht in den 11. Stock, in eine Etage, die eigentlich nicht standesgemäß ist. Die Nachbarn sind merkwürdig. Im Haus herrscht Krieg zwischen oben und unten, reich und arm. Hannah bekommt merkwürdige Anrufe, ihr Mann verschwindet, zunehmend sieht sie sich als Opfer einer Verschwörung.

Alt-Erlaa ist toll und gut geeignet als Schauplatz, wahrscheinlich wäre es aber besser gewesen, noch mehr zu verändern. Die 60er-Jahre-Einrichtung sah irgendwie so gar nicht nach Zukunft aus und hat mich gestört (auch wenn ich weiß, wie's gemeint war im Kontrast zu der Wohnungseinrichtung eines Reichen).

Im grunde geht es um Totalüberwachung, soziale Unterschiede, Vertuschung von Liquidationen usw. in "Neustadt", der "Stadt der Zukunft".

Die Schauspieler sind allesamt toll (Brigitte Hobmeier einfach klasse), aber wenn's an der Story hakt, nützt das nichts. Man kommt den Leuten sehr nah, das war beklemmend und unheimlich. Manche Bilder waren sehr schön, vielleicht etwas übertrieben. Es fehlte mir die Basis der Geschichte.

Ich habe nicht verstanden, was am Ende (oder überhaupt) wirklich passiert ist und ich fand, daß die Gesellschaftskritik zu wenig deutlich rübergebracht wurde. Durch die zunehmende Verwirrung darüber, was nun Wahrheit, was Traum oder Teil einer Psychose ist, wußte ich kaum noch etwas richtig einzuordnen.

4 von 10 möglichen Punkten. Schade, Alt-Erlaa ist so ein interessanter Ort. 

 

07.10.2017 um 16:26 Uhr

Sammlung für 2018

"Captive State" (mit John Goodman; ähnlich zweispältiger Charakter wie in "10 Cloverfield Lane"?)

"Inversion" (Thema Graviationsverlust; Schauplatz u.a. China; eventuell Trash)

"The Mandala Effect" (super interessantes Thema)

"Devil's Gate" (Horrorfilm; wenn ich mich traue; Jonathan Frakes dabei )

 

 

07.10.2017 um 13:33 Uhr

Monstermäßiger Schauspieler

Hach... Cochise...

Irgendwie habe ich dann gestern mal das unsäglich alberne "After Trek" geguckt und werde wohl auch die nächste Folge schauen müssen, denn Doug Jones spielt ja den Saru in "Discovery" und läuft auf Hufschuhen durch die Gegend...

Ich hab' sehr viel übrig für solche Leute wie David Prowse oder eben Doug Jones, die man nie oder sehr, sehr selten mit ihrem eigenen Gesicht sieht, weil sie die Menschen unter der Maske sind... Unglaublich, was er alles gespielt hat in den letzten Jahren und wie er spielt TROTZ der Masken. Cochise z.B. ist ein wunderbarer Charakter, so ruhig und gelassen, widerstandsfähig, manchmal unsicher...

Einige Infos in "After Trek" fand ich gut. Der Kriegszustand soll z.B. nicht von Dauer sein (S2?). Mir gefielen die Hintergrundinfos, wie manches gedreht worden ist und wie die Masken aufgebaut sind. Bryan Fuller wurde lobend erwähnt. (Stammt die dümmste Idee in E3 von ihm???) Die Schauspieler sind mir sympathisch. 

Usw...

Kann sein, daß ich der Serie noch eine Chance gebe, wegen Saru, Michael, Tilly. James Frain als Sarek finde ich unmöglich, einfach weil er ein ganz anderer Typ ist als der Sarek den wir kannten.

Na ja, es bleibt spannend. Die Horrorbilder beiseite lassen, auf bessere Zeiten hoffen, wo Michael vielleicht Captain wird... wäre gut.

 

02.10.2017 um 20:56 Uhr

Manchmal ist unten auch einfach nur unten.

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

So...

Hier endet nun mein "Star Trek Discovery"-Ausflug.

Sie haben es drauf, so richtig gut drauf - eine Idee zu zerstören. Der gute Gene würde sich im Grabe herumwerfen!

Da sind sie, die blinkenden Lichter, die gemeinen und sinnlosen Horrorbilder und -aktionen. Mal noch schnell 'ne Crew auslöschen? Nichts leichter als das. Wir haben doch in zwei Folgen erst ein paar tausend Leute gekillt. Bösartigkeit will der Zuschauer heute sehen. Denken die Macher das oder sollen wir konditioniert werden???

Am liebsten möcht' ich in die Ecke kotzen.

Diese chinesische Schauspielerin als Captain war furchtbar. Michael mochte ich irgendwie. Die Figuren allesamt sind so wenig sympathisch oder interessant...

Aber der Burner ist die Story von Folge 3. Der größte Scheiß im Universum. Ich weiß gar nicht, wer solchen Schrott schreiben kann, so eine unlogische Brühe mit einem Verlauf, den ich dir vorhersagen kann, wenn du mich nachts aus dem Tiefschlaf weckst und mir drei Minuten vom Episodenanfang zeigst.

Ich toleriere diese fiesen, menschenverachtenden Plots nicht und wenn ich noch einmal blinkende Lichter sehen muß, dreh' ich durch.

Es gibt durchaus gute Ansätze, aber die sind rar. Wichtiger als die Story sind die Effekte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser Müll irgendjemandem gefällt, der mit Star Trek aufgewachsen ist. 

Meine Güte, geht heim, setzt Euch unter 'ne Discokugel und macht dann Splattermovies.

Ich bin draußen. Ach so, ich geh' noch eben zu imdb und geb' dem Schrott einen unverdienten Punkt. Wenn ich Minuspunkte verteilen könnte, würd' ich's tun. Frechheit, sowas "Star Trek" zu nennen...

Und dann... schau' ich "The Tick" weiter. Was für eine herrlich witzige Serie. Man muß sich selbst auch kennen, auf die Schippe nehmen können, Stellung beziehen. Diese Serie weiß genau, wie die Klischees aussehen und sie kommentiert jedes einzelne davon. Wahrscheinlich war die alte Ausgabe der Serie auch schon toll, aber die hier, die ist einfach wunderbar. Der Tick ist so liebenswert... Amazon fragt bei den Umfragen zur Pilot Season immer, ob ein Pilot neu und originell ist. Sie machen vieles, was wirklich mit Konventionen bricht. Aber althergebrachte Werte einer Marke in die Tonne zu kloppen, darauf kämen die vermutlich auch nicht. Maximal würden sie 'ne Parodie daraus machen... Leider ist Star Trek Discovery ganz ernstgemeint.