S.F... wie in Science Fiction

03.09.2017 um 21:40 Uhr

Manche schüren die Ängste...

von: SweetFreedom   Kategorie: Not bad!

... und andere geben einem einen halbwegs guten Gedanken mit auf den Weg...

Ich habe heute "After Earth" geschaut und ich ärgere mich - aber nicht über den Film.

Über mich und über diese "Journalisten", die mir das Ding vor Jahren madiggeschrieben haben.

"After Earth" könnte man auseinandernehmen, kritisieren und Verbesserungswünsche anbringen. Es ist nicht der tollste Film unter der Sonne, aber er ist nicht übel.

DAS nervt mich so richtig: Wo bitte sind denn die vielgerügten Scientologyideologien im Film? Ich finde nichts davon.

Der Vulkan? Och nö. Auf der Erde gibt's Vulkane, genauso wie eben Wasserfälle, Höhlen, Wälder usw.

Die Idee, Angst sei nicht real? War das jemandem neu? Macht diese Idee vielleicht jemandem Angst? Ich denke, das ist das Problem. Der Gedanke, daß wir nicht alles glauben müssen, was der Denker oder das Hirn so produziert, ist ein alter, aber auch einer, der jedem weiterhelfen kann. Nicht nur Scientologen. Mal drei Schritte zurückzutreten und wahrzunehmen, was wirklich gerade passiert, hat noch niemandem geschadet. Aber es ist doch viel interessanter, ein Faß aufzumachen und sich auf eine Welle zu schwingen, die Scientology dißt.

Man muß sich eins klarmachen: Wenn man unfair agiert, wenn auch aus dem Beweggrund heraus, Menschen vor Scientology bewahren zu wollen, dann schadet man am Ende nur sich selbst. Hubbard hält, glaube ich, noch immer den Rekord als Autor mit den meisten Sci-Fi-Romanen. Erst war er Autor, dann wollte er den Menschen eine Religion verkaufen. Wenn man hier Elemente eines seiner Romane finden sollte, wäre das nicht verwunderlich, hätte aber mit dem abstrusen Scientologyzeugs noch lange nichts zu tun. 

Ich nehme den Film wahr als: Kritik an unserer Praxis, die Erde zu zerstören; Vermittler einer Idee, was Achtsamkeit bewirken kann; Darstellung der Entwicklung eines jungen Menschen.

Mir hat die Story an sich gut gefallen und ich habe gar kein Verlangen, an Darstellung von Waffen, CGI oder Plotholes herumzumeckern. Nee, "After Earth" ist ein ganz netter Streifen, in dem Will Smith zwar mal anders daherkommt, aber das hat ja auch einen Grund. Will Smith ist ein guter Schauspieler (auch hier) und sein Sohn hat seine Sache auch gut gemacht. 

Ich habe einiges gelesen über den Film und meistens nur Müll. Manche Schreiberlinge erfinden gar Sätze, die es im Film gar nicht gibt (vielleicht mal nicht so sehr der Übersetzung trauen, das hilft oft). Von wegen, Frauen würden abgewertet. Habe ich so nicht gesehen oder gehört.

Fazit: Mal wieder ärgere ich mich, auf andere gehört zu haben. 4,9 Punkte sind eine Frechheit. Von mir kriegt "After Earth" jetzt 7. 

 

09.05.2017 um 12:16 Uhr

Die Erde ist ein gefährlicher Ort.

von: SweetFreedom   Kategorie: Not bad!