S.F... wie in Science Fiction

08.04.2018 um 14:40 Uhr

"A boot, stamping on a human face, forever"

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

"Colony" wollte ich mir mal kaufen. Nun läuft die Serie auf Netflix.

Was haben wir hier? Bis zur E7 der S1 hätte das ganze auch gut nur eine Agentengeschichte sein können... Es gibt bis jetzt (Stand E9) kaum Spezialeffekte, die Aliens sind nur Gesprächsthema.

Die gesamte Story lebt extrem von abstrakten Fragestellungen wie z.B.: Wann ist Widerstand gegen mächtige Besatzer sinnlos? Da ich Spoiler vermeiden möchte, kann ich nicht die Tiefe oder Struktur der Fragen ausleuchten. Ich finde es auf jeden Fall gut, daß die Komplexität immer weiter zunimmt, was die Figuren angeht, aber auch was die Locations angeht.  

Je mehr ich von der Serie sehe, desto mehr kann ich ich mit den Personen und deren inneren Konflikten "anfreunden". Interessanterweise erlebe ich den Effekt, daß Figuren, die vermutlich gehaßt werden sollen, mir am sympathischsten sind bzw. daß sie mich am meisten interessieren.

Sarah Wayne Callies und Amanda Righetti werde ich nie mögen. Sie sind mir beide sehr unsympathisch und ich frage mich wirklich, warum Schauspielerinnen nicht dem Botox mal etwas entsagen können. Josh Holloway hat den Lost-Bonus, aber ich hätte mir hier auch gut einen anderen Hauptdarsteller vorstellen können. Peter Jacobson spielt den Verwalter Snyder ganz toll, finde ich. Kathy Baker gefällt mir auch sehr.  

Vorhin hat mich ein einziges Bild komplett umgeschmissen - deshalb der Eintrag. Wie der Twist in "Wayward Pines" mich sehr begeisterte, obwohl die Serie an sich Durchschnitt ist, so gibt es auch hier ab und an Dinge, die man nicht erahnt hat, obwohl man glaubte, mögliche Twists schon kommen sehen zu können und sitzt dann so da: "Oh wow, das ist ja der Hammer."

Bin gespannt, wie es weitergeht. Alles in allem hatte ich mehr erwartet, etwas mehr an Ausstattung, mehr liebenswerte Personen, ein paar mehr Infos über die Aliens, die die Erde kolonialisiert haben. Nur sehr langsam wird das Bild runder... aber das muß ja nicht das schlechteste sein. Ich denke, diese Serie ist ein "Grower". Trotzdem wünsche ich mir mehr Serien wie "Mad Men", "Halt and Catch Fire" oder "Falling Skies", bei denen man Teil einer Familie wird, die man nie vergessen wird.

Altersempfehlung ab 16 ist angebracht, Synchro. geht ganz gut, nutze ich aber nicht. Snyder z.B. haben sie gut getroffen.

Im Moment würde ich noch 7 Punkte geben. Handwerklich fällt einem kaum was Tolles oder Neues auf. Dies ist kein zweites "Lost". Aber die Ideen sind schon ganz o.k. und Logikprobleme oder Plotholes bis jetzt im grünen Bereich, deshalb werde ich dranbleiben... Wer weiß, was hinter den riesigen Mauern wartet, die den "Bloc" umgeben...

edit 13.04.: 

Nach Schauen der S2 sind die Probleme leider sehr deutlich. Es fehlt an Ausarbeitung der Alienbezüge, es gibt Fehler bei Continuity und Charakterentwicklung, S2 ist insgesamt sehr brutal, Schauspieler"leistungen" sind manches Mal schlecht erträglich. Die Callies ruiniert jede Serie für mich. Peter Jacobson ist der einzige Sympathieträger in der ganzen Zeit. Seine Rolle ist die eines opportunistischen Fieslings, eigentlich. Da sie aber als einzige gut entwickelt wird und grandios gespielt, ist Alan Snyder absolut jemand, den man mögen muß (laut Reddit geht es vielen so).  

Fazit: 6 magere Punkte von mir, und die auch nur knapp...

 

24.02.2018 um 21:15 Uhr

Mute. Sprachlos.

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Echt jetzt?

Ist das Euer Ernst? Derselbe Typ, der "Moon" und "Source Code" machte, hat DAS fabriziert?

Ich wollte den Film mögen, aber es geht nicht.

Es beginnt bei der Länge, dem Tempo. Ich merkte, daß der Kopf nicht ganz "da" war.

Dieses Berlin (Mischung aus Blade Runner, The Expanse und Altered Carbon) ist zwar nett anzusehen und hat viel Interessantes, aber der Film fesselt nicht. Irgendwas fehlt. Paul Rudd (vor allem), aber auch alle anderen Schauspieler machen einen tollen Job - es liegt am Script.

Und dann wird's mir wieder zu bunt. Themen, die ich ungerne im Kopf haben möchte, brutalste Nahaufnahmen... Andeutungen und Kameraperspektiven, wo sich mir der Magen zusammenkrampft. Muß das sein? Ist das heuzutage nötig? Ist es das, was Netflix will???

Nehmt Euren fiesen Sch... und nennt den "Thriller" oder "Horror", aber bitte nicht "Sci-Fi". Wo sind hier die Sci-Fi-Elemente? Drohnenpizzaservice?

Tut mir leid, die aktuelle Punktzahl von 5,4 ist in meinen Augen leider gerechtfertigt. Es sind ein paar nette Elemente drin, die zeigen, daß Duncan Jones noch nicht ganz ausgetickt ist. Leider sind sie rar in dem über zwei Stunden langen "Ding", das nicht mein Ding ist.

Das macht mich echt traurig. Hätte er etwas gestrafft und die Gewalt etwas zensiert und das eine Thema ganz weggelassen... Es ist alles so "random", so wahllos nebeneinander aufgeführt, als ob es nur um Präsentation dessen ginge, was heute geht und was man heute für gemein und widerwärtig hält. 

Netflix sagt "Crime-Thriller". O.k. Ich sehe es ein. Read Your labels. 

5 Punkte von mir.

 

04.02.2018 um 08:29 Uhr

Altered Carbon, still the same old sh...

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

"Altered Carbon", Netflix' neue Serie, enttäuscht mich ziemlich.

Ich hab' kein Interesse an der Buchvorlage gehabt, jetzt erst recht nicht mehr.

Ein paar hundert Jahre in der Zukunft gibt es nichts, was wir nicht heute schon kennen und lieben würden (mein Ironieschild reicht bis über die Wolken):

Prostitution, Mord, Krieg, Folter, Mehrklassengesellschaft, Dreck, Werbung und Werbeblocker, Hacking, Gladiatorenkämpfe, Gefängnisse, Cloning....

Lachhaft. Die Kulisse ist nett, ja, es gibt viel zu sehen. Aber ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... mich stört so vieles.

In 300 Jahren darf der Mensch seinen Dreck mal ein bißchen in Ordnung gebracht haben. Diese pessimistischen, ekligen Aussichten auf die immer selben Perversionen machen mich krank. Wir haben hier eine dumme Krimiserie, die zufällig in einer Zeit spielt, in der der Mensch sein Bewußtsein in einem "Stack" speichern kann, inklusive aller Nettigkeiten wie Hacken dieser Devices, Vergabe von ungeeigneten Körpern, Folter, die erlaubt ist. Die Story läßt so viel zu an Gimmicks und Hacks, daß sie kurz davor steht auseinanderzufallen. Sehr hübsch z.B., wie die Polizistin einen Gefangenen als "Sleeve" für ihre tote Oma mit nach Hause bringt am "Tag der Toten". Da dachte ich: Jetzt hört es auf. Jetzt braucht Ihr Eure Jacken.

Respekt für irgendwas? Für irgendjemand? Fehlanzeige. "Gott ist tot. Wir haben ihn ersetzt." - Wie erbärmlich. Ich hab' mit Gott nichts am Hut. Was ich aber hasse, ist angebliche Sci-Fi ohne Moral und Anstand. Protagonisten, die an nichts glauben oder einem nichts zu geben haben außer Verzweiflung - geht doch einfach heim. Was soll der Mist.  

Diese Serie will viel, aber kann nur 08/15 Trash. Wer's geil findet, wenn Menschen sinnlos gequält werden, bitte, nur zu... 

Man schaue sich den wirklich unbegabten Herrn Joel Kinnaman an - brr, warum haben sie nicht Will Yun Lee oder Byron Mann rangelassen, die hier nur seinen Originalkörper präsentieren (Frechheit übrigens, wo Lee auf der Castliste auftaucht). 

Anfangs dachte ich, hui, das ist interessant mit dem anderen Planeten und den besonderen Fähigkeiten... aber es ist nur ein Abklatsch. Es wird von Folge zu Folge dümmer, was diese Geschichte angeht.

Leute, wenn das Sci-Fi im Jahr 2018 ist, na, dann gute Nacht. Mein einziger Lichtblick war die Figur des Poe, eine AI, die zutiefst sympathisch ist und einer (!) guten und witzigen Idee entspingt.

Maximal 2 Punkte von mir, während die Gekauften und die, die es gar nicht gesehen haben, schon wieder für insgesamt 8,7 gesorgt haben. Grausam. Das ist das Wort für die Serie. Grausam.   

13.01.2018 um 11:30 Uhr

Für Arme

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Wer braucht das?

"Electric Dreams" wärmt Ideen auf, die P. K. Dick vor 60 Jahren hatte. Damals konnte einen das vom Stuhl hauen, heute muß man nur milde lächeln. Keine Ahnung, warum eine solche Serie überhaupt "kreiert" wird. Das Projekt erscheint im luftleeren Raum entstanden zu sein. Warum nicht nach links und rechts blicken und analysieren, was heutzutage die Themen sind bzw. wie an sie angehen könnte? *gähn* Wenn man etwas (auch) fürs Streaming macht, sollte man vielleicht die Konkurrenz sehen und daß man immer nur Nr. 2 sein wird. 

Wenn ich kurze, schockierende Zukunftsvisionen "brauche", schaue ich "Black Mirror". Besser und mehr auf den Punkt geht es nicht. Black Mirror ist so gut, daß es Alpträume auslöst. Es erwischt dich bei jeder Episode extrem heftig. Ich kann keine zwei Folgen am Stück schauen und hinterher weiß ich wieder, was mir im Leben wichtig ist. So muß Sci-Fi sein. Sci-Fi ohne vermittelte Moral ist für mich sinnlos.  

Habe die erste Folge der "Electric Dreams" geschaut. Die Umsetzung der Idee ist ja o.k., aber eben nur o.k. Wir kennen die Twists, wir wissen, was kommt. Es überrascht uns nichts mehr. Dann kann ich auch weiter dem wild vögelnden Hank in "Califonication" zuschauen (und mich wundern, welcher unzufriedene Typ seine schmutzigsten Phantasien so schlecht verborgen hat... oder war das gewollt?). Vergeudete Zeit, solches Zeug. 

Ab und an kann Sci-Fi noch überraschen. Der Twist in "Otherlife" z.B. hat mich echt mitgenommen und da ging es um ein ähnliches Thema, Urlaub vom Leben sozusagen. Mir bringen endlose Variationen einer Idee kaum etwas. Ich erwarte mehr... oder muß wieder einmal für eine Weile allen "elektrischen Träumereien" den Stecker ziehen. 

 

30.12.2017 um 15:54 Uhr

Valerian und das Model mit den zwei Schnurrbärten über den Augen

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Leider, leider, gibt es zu „Valerian usw.“ (der Titel ist idiotisch) nicht viel zu sagen.

Ich wurde von Momme und dem Drachen zum Gucken genötigt.

Daß der Film ein Werk von Luc Besson ist, ist unverkennbar. Die dargestellten Welten sind wunderbar bunt und schrill, manchmal auch saukomisch.

ABER warum gönnt man dem Film keine Schauspieler? Also, ich meine, irgendwelche Personen zumindest, denen man irgendwie abnehmen könnte, daß sie Agenten sind? Brrr, es schüttelt mich.

Diese Pseudoliebesstory, die da irgendwie reingebastelt wird, beleidigt einen dann auch regelrecht. Laureline darf nicht im Titel genannt werden, obwohl sie bestimmt genauso viel „Screentime“ hat wie Valerian. (Ich dachte ursprünglich sogar, Valerian sei der Name einer Welt.)

Es gibt regelrechte Fehler („Verlassen“ des Exoraums anstatt „Eintreten“ in, sagt Valerian), man meint, der Zuschauer habe keine Ohren (hmm, was ein Twist!, für wie blöd halten die einen), die Geschichte ist flach, flacher, am flachsten.

Das einzige, was mir echt supergut gefiel, war die Gestaltung des Planeten Mül und seine Geschichte. Den androgynen Wesen hätte ich zwar ganz andere (Synchron)stimmen gegeben (und wir kennen ja Schauspielerinnen, die da passen würden), aber na ja...  

Insgesamt eine absolute Enttäuschung. „Das fünfte Element“ hatte im Vergleich nur einen Bruchteil an CGI und anderen Effekten, bleibt aber durch viele geniale Szenen und seine Haupthelden auf ewig im Gedächtnis (wie könnte man Milla und Bruce Willis nicht lieben, die waren vor allem passend wie Faust auf Auge für ihre Rollen). 

Von mir gab es nur 3 von 10 Punkten.

 

21.10.2017 um 20:43 Uhr

"It's a nightmare. I wanna go home. I do not deserve this."

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

C3PO sagt es ganz richtig...

Ich muß zugeben, ich hatte bisher noch keinen einzigen Star-Wars-Film komplett gesehen... Da Netflix jetzt alle im Angebot hat, dachte ich, ist das die Gelegenheit, sie in der richtigen (?) Reihenfolge zu schauen.

Episode I: Na ja. Nicht der Burner. Viel zu lang. Eine Dreiviertelstunde weniger Slapstick und Podrennen, dann wäre es nicht so langweilig...

Episode II: Hmm... ich schreibe Blog, während unsere Helden in der Gladiatorenarena ums Überleben kämpfen. *gähn* Das sagt alles. Was ein doofer Film. Physik existiert in der Welt von Star Wars nicht. Würde gerne tauschen. Unsereins kriegt ja auch Schleudertraumata und solche unnützen Sachen. Pfff...

Hmmm... Episode 4 haben sie nicht. Die schaue ich dann woanders. Nehme an, daß das der erfolgreichste Film war. Werd' wahrscheinlich nach E6 aufhören. Ist nicht meins bisher, aber muß es mal gesehen haben.

23.10. Episode III: Wahrlich kein Meisterwerk. Ich habe einiges daran auszusetzen, vor allem bezüglich Figurenentwicklung. Der Transfer zu E4 ist nicht ganz gelungen, wie ich jetzt sehr genau sehe. Da gibt es ein paar Widersprüche. Ewan McGregors schottischer Akzent ist sowas von gruselig. Alec Guinness hat auch einen, aber eben nicht diesen... Das geht nicht zusammen. 

Episode IV habe ich bei Videoload gekauft. Es ist ein ganz cooler Film, er reißt mit, die Figuren sind mir mal so richtig sympathisch und spannend ist das ganze auch. Sogar die Musik ist besser als in der Prequeltrilogie. Da von E4 so viele Versionen existieren, bin ich etwas verwirrt und weiß gar nicht, von wann diese nun ist. Sehr lustig, daß da nur "1977" steht - was nicht stimmen kann, da ich einen computeranimierten Jabba gesehen habe und auch animierte Dewbacks. Gerne hätte ich eine Originalversion gesehen. Na ja. Ich verstehe jetzt die Gesamtgeschichte und bin auf E5 gespannt, die wieder Netflix liefert.

Episode V (24.10.): Auch ein guter Film, wie erwartet. Die Hauptdarsteller tragen den Film. (Peter Mayhew ist auch ein sehr interessanter Mann, der ja die gute Seite der Macht wählte, während Prowse die böse aussuchte... Faszinierende Lebensgeschichten haben diese großen ;-) Männer.) Ich glaube, ohne Harrison Ford wäre die Originaltrilogie nie so erfolgreich gewesen.

Ian McDiarmid als Lord Sidious zu sehen - ich mag das nicht. Vielleicht holt Lucas (falls er darf oder es ihn noch juckt) 2025 nochmal alle Filme hervor und baut alles neu auf? Für mich ein No-Go. Und das ist auch mein "major flaw" an der ganzen Serie. Etwas, womit Leute aufgewachsen sind, woran sie sich erinnern, was EINDRUCK gemacht hat für immer, das baut man nicht -zig Jahre später um. G.L. ist ein Blödmann und ich glaube, sein Testosteronlevel ist unterirdisch. O.k., das war jetzt unter der Gürtellinie. Hahaha... ich wette aber, ich habe recht. ;-) 

25.10.: Episode VI, schön. Ich werde kein Fan mehr werden, der Zug ist schon sehr lange abgefahren, aber E6 hat mich versöhnt mit der Hauptstory. Das Schlußbild, wieder nachbearbeitet, war natürlich wieder Mist. 

Werde mir noch die VII ansehen und dann soll es das erstmal gewesen sein mit "Star Wars". Insgesamt erschließt sich mir der Kultstatus nicht wirklich, aber das liegt vermutlich daran, daß ich nicht mit den Filmen großgeworden bin. Bei den Kampfszenen habe ich nur in E4 und E5 aufmerksam zugeguckt, ansonsten regelmäßig geistig abgeschaltet. Mir gibt das einfach nichts. Irgendwie fehlte mir auch etwas Substanz bei der Grundphilosophie. 

Gut, daß ich mir keine Sammlung gekauft habe. 

Schließlich: Episode VII. Lassen wir es so. Diese Saga ist nicht mein Ding. In E7 gibt ganz interessant gezeichnete Charaktere. Überraschend: Adam Driver als Vaders Enkel. Ein echter Lichtblick in einem sonst nach "Schema F Star Wars" aufgebauten Film. Was für ein faszinierender Schauspieler. Gerade noch (von meiner Warte aus betrachtet ;-)) in "Paterson"... Ihm würde ich auch noch länger zusehen, aber das wäre mir dann insgesamt doch etwas zu masochistisch. Ich kann die Filmmusik kaum ertragen und eben dieses Schema F, die immer wiederkehrende Leier aus Familientragödie, Lichtschwertkampf und Materialschlacht im All, Treffen auf Brücken über tiefen Abgründen... Ach nee.

 

08.10.2017 um 12:48 Uhr

Sci-Fi in Alt-Erlaa?

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Hmmm, ich wollte mir "Weiße Lilien" schon lange mal ansehen.

In einer Doku über Megabauten sah ich mal etwas über Alt-Erlaa und wäre am liebsten sofort eingezogen.

Ich scheue mich nicht vor beklemmenden oder verworrenen Streifen, aber leider hab' ich "Weiße Lilien" nicht kapiert. 

Hannah wohnt in "Neustadt" (Alt-Erlaa), ist Callcenteragentin beim Sicherheitsdienst. Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und zieht in den 11. Stock, in eine Etage, die eigentlich nicht standesgemäß ist. Die Nachbarn sind merkwürdig. Im Haus herrscht Krieg zwischen oben und unten, reich und arm. Hannah bekommt merkwürdige Anrufe, ihr Mann verschwindet, zunehmend sieht sie sich als Opfer einer Verschwörung.

Alt-Erlaa ist toll und gut geeignet als Schauplatz, wahrscheinlich wäre es aber besser gewesen, noch mehr zu verändern. Die 60er-Jahre-Einrichtung sah irgendwie so gar nicht nach Zukunft aus und hat mich gestört (auch wenn ich weiß, wie's gemeint war im Kontrast zu der Wohnungseinrichtung eines Reichen).

Im grunde geht es um Totalüberwachung, soziale Unterschiede, Vertuschung von Liquidationen usw. in "Neustadt", der "Stadt der Zukunft".

Die Schauspieler sind allesamt toll (Brigitte Hobmeier einfach klasse), aber wenn's an der Story hakt, nützt das nichts. Man kommt den Leuten sehr nah, das war beklemmend und unheimlich. Manche Bilder waren sehr schön, vielleicht etwas übertrieben. Es fehlte mir die Basis der Geschichte.

Ich habe nicht verstanden, was am Ende (oder überhaupt) wirklich passiert ist und ich fand, daß die Gesellschaftskritik zu wenig deutlich rübergebracht wurde. Durch die zunehmende Verwirrung darüber, was nun Wahrheit, was Traum oder Teil einer Psychose ist, wußte ich kaum noch etwas richtig einzuordnen.

4 von 10 möglichen Punkten. Schade, Alt-Erlaa ist so ein interessanter Ort. 

 

02.10.2017 um 20:56 Uhr

Manchmal ist unten auch einfach nur unten.

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

So...

Hier endet nun mein "Star Trek Discovery"-Ausflug.

Sie haben es drauf, so richtig gut drauf - eine Idee zu zerstören. Der gute Gene würde sich im Grabe herumwerfen!

Da sind sie, die blinkenden Lichter, die gemeinen und sinnlosen Horrorbilder und -aktionen. Mal noch schnell 'ne Crew auslöschen? Nichts leichter als das. Wir haben doch in zwei Folgen erst ein paar tausend Leute gekillt. Bösartigkeit will der Zuschauer heute sehen. Denken die Macher das oder sollen wir konditioniert werden???

Am liebsten möcht' ich in die Ecke kotzen.

Diese chinesische Schauspielerin als Captain war furchtbar. Michael mochte ich irgendwie. Die Figuren allesamt sind so wenig sympathisch oder interessant...

Aber der Burner ist die Story von Folge 3. Der größte Scheiß im Universum. Ich weiß gar nicht, wer solchen Schrott schreiben kann, so eine unlogische Brühe mit einem Verlauf, den ich dir vorhersagen kann, wenn du mich nachts aus dem Tiefschlaf weckst und mir drei Minuten vom Episodenanfang zeigst.

Ich toleriere diese fiesen, menschenverachtenden Plots nicht und wenn ich noch einmal blinkende Lichter sehen muß, dreh' ich durch.

Es gibt durchaus gute Ansätze, aber die sind rar. Wichtiger als die Story sind die Effekte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser Müll irgendjemandem gefällt, der mit Star Trek aufgewachsen ist. 

Meine Güte, geht heim, setzt Euch unter 'ne Discokugel und macht dann Splattermovies.

Ich bin draußen. Ach so, ich geh' noch eben zu imdb und geb' dem Schrott einen unverdienten Punkt. Wenn ich Minuspunkte verteilen könnte, würd' ich's tun. Frechheit, sowas "Star Trek" zu nennen...

Und dann... schau' ich "The Tick" weiter. Was für eine herrlich witzige Serie. Man muß sich selbst auch kennen, auf die Schippe nehmen können, Stellung beziehen. Diese Serie weiß genau, wie die Klischees aussehen und sie kommentiert jedes einzelne davon. Wahrscheinlich war die alte Ausgabe der Serie auch schon toll, aber die hier, die ist einfach wunderbar. Der Tick ist so liebenswert... Amazon fragt bei den Umfragen zur Pilot Season immer, ob ein Pilot neu und originell ist. Sie machen vieles, was wirklich mit Konventionen bricht. Aber althergebrachte Werte einer Marke in die Tonne zu kloppen, darauf kämen die vermutlich auch nicht. Maximal würden sie 'ne Parodie daraus machen... Leider ist Star Trek Discovery ganz ernstgemeint.

 

26.08.2017 um 11:41 Uhr

Puzzle(d)

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Oh! Netflix hat "Buster's Mal Heart"!

Ich hoffe und glaube, daß der Film hier hineingehört... und freue mich total.

Rami zwar nicht als Elliot, aber überhaupt mal wieder auf dem Schirm... Ich liebe den Kerl.

Hoffentlich kann ich das Puzzle zusammensetzen... 

edit 2110:

Hmm, ich weiß nicht so richtig. Ich lasse den Eintrag hier, aber Sci-Fi ist das nicht.

Ich weiß ungefähr (aber erst nach Lesen anderer Vorstellungen), was die Macherin vorhatte. Wirklich? Ömmm, ich las dann noch etwas aus einem Interview und dann mußte ich leider sagen: Die Frau weiß nicht, was sie tut.

Der Film kann auf vielerlei Art erklärt werden. Rami Malek spielt sowas von gut. Leider bleibt trotzdem am Ende ein bitterer Nachgeschmack. 

Ich spoilere jetzt nicht herum. Nur eins: Wenn man Rami-Fan ist, gucken. Wenn man Geschichten liebt, die eine gute Erklärung parat haben, eine, die nicht über 2000 Jahre alt ist ;-) dann bitte mit Vorbehalt einschalten.

Brrr... ich dachte, da kommt sowas wie Matrix oder Donnie Darko, was ganz Cooles. Aber stattdessen verrennt sich eine in einer wirklich blöden Idee und erklärt NICHTS davon in ihrem Film.

Rami: 11 Punkte, restliche Schauspieler 10. Story -3, Umsetzung 2, Kamera 1, Musik -10.

Pfff...  Wer die Musik für den Film ausgewählt hat, braucht dringend mal was auf die Ohren - gute Musik.

Wird Zeit, daß "Mr. Robot" weitergeht...

 

22.06.2017 um 13:27 Uhr

Bokeh

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Stimmung: merkwürdig aufgeladen
Musik: Justin Timberlake, halb-alte und ganz alte Sachen

Hey, wieder was gelernt. Ein merkwürdiges Wort für ein hübsches Phänomen.

Der Film "Bokeh" ist jetzt auf meiner To-Watch-List. imdb ist gnadenlos, ich hoffe auf die Perle im Unschärfebereich und werde besonders offen herangehen. Ich suche immer in den Rezensionen diejenigen, die wirklich was aus-sagen. Hab da was gefunden. Schau'n wir mal, ob das heute abend klappt.

Noch ein paar Schlückchen Kaffee, dann MEIN PerlCHEN abholen und vor dem Unwetter in Sicherheit bringen. Oder vor den Erzieherinnen? Kommt auf's selbe raus. 

Wo ist eigentlich die Lomo? Muss sie mal wieder reaktivieren. Bokeh und so...

 

edit 2100:

O.k... Die Idee war gut. Sci-Fi? Nicht wirklich. Es ist ein Drama, eine Geschichte über die Entwicklung einer Beziehung unter extremen Umständen. Was wird aus einem Pärchen, dem plötzlich sprichwörtlich die Welt zu Füßen liegt? 

Jenai und Riley sind auf ihrer Islandreise von einem auf den anderen Moment ganz allein. Verzweifelt machen sie sich auf die Such nach anderen... Überlebenden? Auserwählten? Vergessenen?

Die Bilder sind wunderbar (spielt ja in Island) und manch toller Satz ist zu hören.

Ich ließ mich auf das bildgewaltige Erlebnis ein, aber es zeichnete sich irgendwann etwas ab...

Das Ende ist nicht gut. Es gibt keine Erklärung - damit könnte ich leben, wenn ich Ideen hätte für eine eigene. Da ist aber nichts. Rein gar nichts.

Oder doch? Ich denke, ich weiß, was die Aussage sein SOLLTE. Aber wie wurde das umgesetzt?

Anderthalb Stunden lang sieht man die tollsten Landschaften, wenige Minuten vor Schluß kriegst du dann was hingeworfen und die letzten Szenen werden sogar durch den Abspann überschrieben.

Bin enttäuscht. Viele Möglichkeiten blieben ungenutzt. Symbole und Metaphern führten ins Leere. Schade.

 

15.05.2017 um 19:45 Uhr

Das zieht sich ganz schön hin...

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

"Passengers" haben wir uns gestern angesehen. Mehrfach machten wir "Uff", weil doch einige Längen drin sind in dem fast zweistündigen Werk.

itunes hat uns seltsamerweise den Originalfilm verkauft. Da es kaum tiefgründige Dialoge gibt, war das Anschauen in englischer Sprache kein Problem. Die einzigen zwei philosophischen Sätze stammen von Arthur, dem Barkeeper...  

Der Film hat einige Fehler. Weder die stylische Kulisse noch die hübschen Akteure (Chris Pratt, Jennifer Lawrence) reißen das raus, auch wenn sie sich alle Mühe geben - die Story ist einfach Schrott. 

Zwei Passagiere auf dem Interstellarflug nach Homestead II, ihrer neuen Heimat. Das Problem: Sie sollten eigentlich noch 90 Jahre lang schlafen. Die Hibernation Pods haben sie zu früh geweckt.  

Hmm... stimmt das so? Leider nicht. 

Will nicht spoilern, werde ich auch nicht.

Die Pämisse hätte mit kleinen Änderungen eine tolle sein können. Aber so, nee, waren wir enttäuscht. Der Trailer ist irreführend - nicht unbedingt zum Vorteil des geneigten Zuschauers. Man ist dann auch etwas vor den Kopf gestoßen, wie das ganze dargestellt wird. Wie gesagt: Mit kleinen Änderungen wäre es vielleicht was geworden.

Wenn schon 2 Stunden Film, dann sollte man auch die interessanten Dinge zeigen. Das Werk hält sich endlos auf bei einem Thema und da, wo es wirklich spannend werden könnte, ist es plötzlich zuende.

Es gibt zwar kleine Turns, aber keinen Twist. Nichts überrascht einen so richtig.

"Passengers" ist weder ein Actionstreifen, noch eine Romanze oder ein Drama. Es ist ein Mischmasch, der sich irgendwie nur hinzieht und der nie ganz zu überzeugen vermag.

Je länger ich hinterher über den Film nachgedacht habe, desto weniger gefiel er mir. Schade eigentlich.

 

08.11.2016 um 16:17 Uhr

Please add coffee beans. ;-)

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Ich fand das lustig, wie in "The Expanse" 200 Jahre nach uns noch immer der Kaffee eine tragende, äh süchtigmachende Rolle spielt... Tolle Idee!!!
Jim Holden sucht in der Kombüse des neu "erworbenen" Schiffes nach Kaffeebohnen und findet... DAS war lustig, weil ich Kaffeejunkie bin.

Aber sonst so?

"The Expanse" wird von den Rezensenten sehr gelobt, angeblich ist die SyFy-Serie seit langem mal wieder etwas, was dem Sender zum Ruhme gereicht. Nun auf Netflix verfügbar und mit für Januar angekündigter zweiter Staffel mußte ich natürlich reinschauen.

Es geht auch schön los, ganz spannend und stylish (mal aufpassen, die in der Schwerelosigkeit wirbelnden Haare der in ihrer Zelle eingesperrten Schönheit sind animiert, nicht unter Wasser gedreht), es bleibt spannend, als sie sich befreien kann, allein auf dem Schiff herumfliegt, krasse Dinge entdeckt und auch, als auf Ceres ein Detektiv ihr Verschwinden aufklären soll.

Die Welt ist schön gezeichnet, mir gefallen die Düsterheit und gleichzeitige Betriebsamkeit auf Ceres, die wunderschönen Bilder von der Erde, fast alle Effekte. Ein Satz über Prostitution hätte meiner Meinung nach nicht ins Drehbuch gehört (a la "eine ehrliche Arbeit, mehr als man von anderen hier sagen kann") - aber der Satz paßt zu der Person, die ihn sagt und damit habe ich es abgehakt.

Ich mag Thomas Jane und seinen Joe Miller sehr, aber danach wird's mit dem Cast für mich ganz dünn, leider. In den Büchern, auf denen die Serie basiert, ist der gute Jim Holden wohl um einiges älter - ich glaube, das wäre hier auch gut gewesen, aber vielleicht nicht so attraktiv (wenn man auf Milchbubis steht).

Die Musik ist cool, der Vorspann allein ist der Burner. Die Geschichte um die Geschichte herum, diese Politik zwischen Mars, Erde, Belter-Welt usw. usf., die ist super gut ausgearbeitet und spannend erzählt. Ich habe das ganze auf Englisch geschaut und mußte teilweise arg aufpassen, um die Entwicklung noch mitzubekommen.

Aber...

Ja, da kommt mein Aber: Ich mag die Prämisse nicht. Bitte denkt Euch doch mal was anderes aus! Ich kann diese Stories nicht mehr ertragen... Das x-te Mal sehen wir das nun schon...

Zum Ende zu wird's echt fies gewalttätig und auch sehr gemein, ohne daß man jetzt einen Sinn dahinter erkennen könnte. Mir fehlt was ganz entscheidendes: Moral. Wenn auch die "Guten" an jeder Ecke nur gemein und gewalttätig sind, macht mir das alles keinen Spaß mehr.

Da fehlt mir so sehr mein "Star Trek", Kirk, Picard und Janeway, die lieber einmal mehr nachdachten und sich selbst in Gefahr brachten, als leichtfertig einem Fremden etwas anzutun. Moral und Ethik, das war es, was Gene Roddenberrys Werke vermitteln wollten und für die wir sie liebten.
Diese Zwickmühlen, Gedankenspiele, eine mögliche Entscheidung, die wir hier für uns selbst auch durchdachten, auf der Enterprise treffen wollten und zu rechtfertigen versuchten.

Bei "The Expanse" und vielleicht auch den Büchern scheint es eher darum zu gehen, wie man effizient Menschen um die Ecke bringt.

Dann habt Ihr noch etwas gemacht, das ich jetzt so nie machen würde, wenn sich die ganze Zeit alles um die Suche nach einem Mädchen dreht... Vielleicht ist das neu und alternativ oder originell, hier macht's einen nur traurig.

Not my investment case, ich bin draußen.

Deshalb ordne ich für mich, auch wenn "The Expanse" ein paar Stunden spannender Unterhaltung bietet, das ganze Ding in "Muß ich nicht haben" ein. Wenn ich mit einem schlechten Gefühl im Bauch rausgehe, fühlt sich die gesamte investierte Zeit wie eine einzige Verschwendung an.

01.06.2016 um 20:44 Uhr

Der fünfte Griff in die Minuskiste...

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Brrr... for the record:

Ich mag die heutigen Trailer nicht (mehr). Da sieht man eine Endzeitszenerie und eine toughe junge Frau, die sich durchschlagen muß, kriegt fast Angst vor der Story, die Aliens scheinen übermächtig, unbesiegbar... Die Effekte sind gut und auch der philosophische Überbau scheint vorhanden.

Dann schauten wir "Die Fünfte Welle". Warum greife ich zur Zeit immer bei der Kategorie "Die Fünfkommairgendwas bei imdb stimmen leider" zu?

Es ging eigentlich gut los, aber nach einer Weile verfluchte ich, daß ich nicht vorher gelesen hatte, daß dies eine (weitere!) Romanverfilmung ist. Und ich wette, es ist 'ne Trilogie, die man in vier Teilen verfilmt, wenn das noch mehr Kohle bringt.

Ih bah, diese bekloppten Teeniefilme! Hätte ich mir damals sowas angesehen? Nee. Ist die Zielgruppe wirklich so einfach gestrickt? Nenn es wie du willst, es ist auch egal, ob der Feind Aliens, Werwölfe oder Despoten sind - wir machen aus jedem Stoff denselben ollen Teeniekram. 

Nee, Leute. Wen Sci-Fi nicht anhebt und wer unbedingt Teenieromanzen braucht, kann sich gerne dieses Meisterwerk ansehen. Der Trailer hat mit dem Film an sich wenig zu tun. Leider. Ich habe trotzdem wieder mehr Angst vor Alienangriffen, aber das steht auf einem anderen Blatt. ;-)

 

25.05.2016 um 21:10 Uhr

Da fehlte doch so einiges...

von: SweetFreedom   Kategorie: Muß nicht sein

Hmmm... Na gut, ich bleibe dem Vorsatz treu, auch wenn das bedeutet, daß ich hier heute nicht viel Gutes schreiben kann.

"Terminus" ist ein australischer Film, der in den USA spielt. Soweit, so blöd. Man merkt es leider, daß da was nicht stimmt. 

Eigentlich soll das ganze in Kriegszeiten spielen, nur fehlen komplett die Beweise dafür. Ah, da ist ein Veteranenheim in der Stadt? Oha.

Nee... und dann die Personencharakterisierung! Das kann ja RTLII besser.

Anfangs dachte ich noch: O.k., laß den Streifen mal sich langsam entwickeln, vielleicht ist das ne Perle... Aber dann wurde der Film von Minute zu Minute schlechter und war leider sehr vorhersehbar. 

Wenn man nur drei Euro für den ganzen Science-Fiction-Film hat, ist es ungünstig, wenn man mit 10 Cent die Spezialeffekte veranschlagt. Brrr... zum Glück hat das Schauen auch nur drei Euro plus Lebenszeit von 90 Minuten gekostet. 

Ich kann an dem ganzen Film nur ein gutes Haar lassen: Die Macher haben sich bemüht. Sie hatten gar keine so schlechte Idee. Leider braucht man tatsächlich mehr als drei Euro, um einen guten Sci-Fi-Film zu machen. Selbst wenn man so gut wie keine CGI einbaut, muß doch die Atmosphäre stimmen und das Setting stimmig sein. 

Doch, die Idee war gut. Ich spüre auch bei dem Ende (das so AUSSAH als sei es dem "geliebten" "Skyline" entnommen!), daß das Herz am rechten Fleck sitzt. Nur leider reicht das nicht. Nicht heutzutage, wo wir alle alles schon gesehen haben und doch immer wieder nach etwas Neuem suchen.

Die Idee, diese kleine Prämisse, die ist genial. Aber das war es dann leider schon. Weder die Schauspieler, noch Kameraführung oder Musik können hier etwas ausrichten. Dieses Low-Budget-Werk muß man sich nicht antun.

Nächster Perlentauchgang: "Synchronicity". Bei imdb wird der auch verrissen. "Mal schauen!"