When reality hits you hard...und es geht doch immer weiter

06.04.2008 um 14:53 Uhr

(K)ein Abschied

von: Sadeyes

Fast 3 Jahre lang, habe ich hier geschrieben. Manchmal sehr oft, manchmal weniger. Ein langes Stück Lebensweg für mich, zumindest eines, in dem sehr viel passiert ist und sich für mich verändert hat.

Hier zu schreiben hat mir in vielerlei Hinsicht geholfen. Manchmal hat es meinen Kopf klarer gemacht oder mein Herz erleichtert, manchmal hab ich auch ganz andere Seiten an mir entdeckt. Auf jeden Fall habe ich ein gutes Stück mehr zu mir selber gefunden.

Besonders schön ist auch, dass ich ganz "nebenbei" auch einige wirklich liebe, bewundernswerte Menschen kennengelernt habe.

Danke für Eure lieben Kommentare, die mir oft geholfen haben! Danke, dass auch Ihr ein Teil Eures Lebens mit mir geteilt habt, wenn Ihr in Euren Blogs (oder in den Kommentaren) von Euch und Eurem Leben, Euren Gedanken und Gefühlen erzählt.

Irgendwie ist dieser Blog so sehr ein Teil von mir, dass ich ihn nicht löschen kann, dennoch ist er ein Teil von dem, wo ich das Gefühl habe, dass ich das heute nicht mehr bin. Deshalb, auch wenn ich es mir nicht so richtig vorstellen kann, habe mich entschlossen, diesen Blog "auf Eis zu legen". Vielleicht schreibe ich hier hin und wieder nochmal was, aber ich habe einen neuen Blog begonnen, wo ich vielleicht wieder das Gefühl haben werde, dass ich ich sein kann und es paßt...

Vielleicht muss man manchmal einen Schnitt machen... auch wenn es nur so ist, dass man symbolisch etwas hinter sich läßt.

Vielleicht höre ich ja auch von Euch wieder in meinem neuen Blog... ich würde mich freuen :)

 

(und vielleicht kann mir dann jemand auch verraten, warum der Titel im neuen Blog so gequetscht aussieht *brummel*)

;)

17.03.2008 um 10:29 Uhr

Kann man lieben verlernen?

von: Sadeyes

Ich habe es verloren. Das Gefühl, jemand anderen zu lieben oder lieben zu können. Es ist mir schon vor ein paar Wochen aufgefallen und immer wieder kommt es hoch. Diese gefühlte Unmöglichkeit, Gefühle in jemand anderen zu investieren. Es ist nicht so, dass ich mir vorgenommen hätte, dass ich keine Beziehung mehr haben will. Eigentlich will ich das schon. Doch gleichzeitig ist da etwas, wie eine Mauer, gegen die ich anrenne, so bald ich auch nur darüber nachdenke.

Statt dessen liebe ich mich selber. Irgendwie. Zumindest habe ich oft ein ganz starkes Gefühl des Geliebt werdens in mir, obwohl niemand da ist, der mir das geben würde.

Ich habe das Gefühl, alles selber und alleine schaffen zu können. Dass ich für die Erfüllung der meisten meiner Wünsche und Ziele gar niemand anderen brauche. Es vielleicht alleine sogar besser ist.

Selten nur sehne ich mich danach, am Wochenende neben jemandem aufzuwachen. Ich weiß, was ich an mir selber habe.

Leider weiß ich nicht, ob das gut so ist. Es ist einfach merkwürdig. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass derzeit viel in Sachen Scheidung passiert. Ich höre zu viel von meinem Noch-Mann. Und ich kann nicht verstehen, wie ich auf so jemanden reinfallen konnte. Was ich mal in ihm gesehen habe. Er ist so hinterhältig und ohne Rückgrat. Alles, was er von sich gibt, sind große Töne und nichts dahinter. Es macht mich wütend, wenn ich sehe, wie er versucht, mich abzuzocken. Und ich wünschte, ich könnte ihm auch irgendwie eins reinwürgen. Und allein, dass er sowas in mir hervorrufen kann, das macht es nur noch schlimmer.

Ich freu mich auf den Tag, wo das alles Geschichte ist. Wo ich nicht mehr seinen Namen als meinen Namen tragen muss. Den Tag, an dem ich ihn endlich aus meinem Leben streichen und für immer vergessen kann. Denn er ist es absolut nicht wert, erinnert zu werden.

18.02.2008 um 13:33 Uhr

Was ich eigentlich will...

von: Sadeyes

...das frag ich mich manchmal...

Eigentlich will ich keinen Waage-Mann mehr... warum sind anscheinend mindestens 50% aller Männer, die ich kennen lerne, Waage? Zumindest die, die mir gefallen und denen ich zumindest auch zu gefallen scheine...

Wo sind die ganze Steinböcke, Jungfrauen oder Stiere, die angeblich so gut zu mir passen sollen? Oder wenigstens mal sowas wie Krebs oder Skorpion... soll auch gut sein... aber anscheinend sehr exotisch oder gar ausgestorben. Solche Männer lern ich erst gar nicht kennen.

Nicht, dass ich mir einen Mann wirklich nach dem Sternzeichen aussuche. Aber ist es nicht komisch, dass ich immer wieder auf Männer desselber Sternzeichens treffe. Und dass ausgerechnet diese Männer als besonders schlechte Erfahrung herausgestellt haben?
Ich will hier ja keinem Waage-Mann zu nahe treten. Vielleicht passiert das ja auch nur in Kombination mit mir?
Wobei Waage Nr 1 hat letztendlich alle betrogen, egal, ob die nun Stier, Schütze oder sonstwas waren... Hauptsache so viel Frauen wie möglich oder so...

Also, was ist dran, an der Sternzeichen-Kiste?

Und was will ich denn nun?? Ganz klar eigentlich, ich will ihn! Auch wenn er Waage ist. Allerdings will ich ihn nur, wenn er mich auch will. Also so richtig und nicht nur zum Spaß oder nem Flirt zwischendrin. Aber wie find ich das nun raus, wenn wir einerseits so heftig flirten und es so zwischen uns knistert, dass mich die Funken teils schon richtig elektrisieren... und dann aber doch nichts passiert.

Und Flirten... will ich eigentlich auch nur mit ihm, wenn das nicht so eine Dauerflirtschiene wird. Schau mir doch nicht immer nur auf die Lippen, während du nur 10 cm von mir entfernt bist. Küss mich endlich! Ich will doch wissen, ob deine Lippen tatsächlich so weich sind, wie sie aussehen...

17.02.2008 um 18:20 Uhr

Abschied - Neuanfang

von: Sadeyes

Bin momentan in einer unerklärlichen Stimmung. Nachdenklich, optimistisch, wehmütig und voll von Wärme und Dankbarkeit.

Ich muss an die Menschen denken, die einst in meinem Leben waren, teils auch noch sind. Menschen, die mir wichtig waren und sind, die etwas in mir verändert haben oder eine Zeit meines Lebens sehr geprägt haben. Ein bissel bin ich fast versucht, sie hier aufzuzählen. Angefangen bei B, einer wundervollen Frau mit der ich eine wundersame und doch sehr schöne Freundschaft hatte. Leider haben wir uns vor vielen Jahren aus den Augen verloren und ich hoffe, dass wo auch immer sie gerade ist, es ihr gut geht. Bis hin zu E, der trotz aller Schwierigkeiten noch immer ein Freund für mich ist.

Abschied kommt in so vielen Formen, aber am meisten beschäftigt mich derzeit der Abschied, der bewußt gewählt wird. Manchmal frage ich mich, warum diese Abschiede sein müssen, warum man manche Menschen gehen lassen muss, während man andere tatsächlich ein Leben lang festhält. Dass manchmal ein Abschied nicht wegen dem Ende der Liebe ist, sondern manchmal vielleicht gerade weil man sich liebt, weil es manchmal einfach nötig ist.

Wenn eine Beziehung endet, tut das unheimlich weh. Man fühlt sich zurück gestoßen, ungeliebt, fragt sich, was man hätte anders machen müssen oder ob man nicht einfach liebenswert genug ist.
An meine vergangene Beziehungen und deren Ende zu denken macht mir einiges klar, ich sehe die Dinge nun in einem anderen Licht und es macht es mir wieder ein Stück leichter zu akzeptieren, dass es so gekommen ist. Warum manche Abschiede wohl einfach sein müssen.

E ... der einfach erst einmal lernen muss, wirklich alleine zu leben und sich selber zu lieben und zu akzeptieren. Wo es schwer geworden wäre, wirklich einen gemeinsamen Ort zum Leben zu finden. Denn ich merke mehr und mehr, dass ich hierher gehöre und gar nicht von hier weg möchte. Und er scheint endlich in "seiner" Stadt etwas mehr Seelenfrieden zu finden.
Es ist besser so für uns beide... einfach "nur" befreundet zu sein. Wir hätten uns gegenseitig im Weg gestanden, auch wenn es viel Gutes gab. Er hat mich viel zum Nachdenken gebracht und tut es noch immer. Und seine ruhige und starke, manchmal etwas störrische Art, gibt mir Kraft und Antrieb, wenn ich das brauche.

D... der immer irgendwie ein Teil von mir sein wird und ich es wohl immer irgendwie mehr als schade finden werde, dass nicht auch wir eine freundschaftliche Ebene finden konnten. Ich verstehe, dass unser Ende so sein mußte. Sein mußte, weil eine Beziehung zwischen uns zwar sicher funktioniert hätte, aber nicht unter den Gegebenheiten. Er hätte sich selber zu sehr dafür verabscheut und wäre seinen Prinzipien untreu geworden. Mehr, als er hätte vor sich selber vertreten können.
Trotz allem hab ich so viel von ihm gelernt. Mehr Wärme, Liebe, Tiefe und Akzeptanz. Er hat mich mir selber näher gebracht und mir beigebracht, dass anders sein nicht immer schlecht ist. Dass vielleicht gerade das mich liebenswert macht und dass ich mich selber dafür lieben kann und sollte. Er hat mich mich durch seine Augen sehn lassen. Und einen Satz, den er über mich gesagt hat, werde ich nie vergessen...

Und genauso, wie all diese Menschen in mein Leben getreten sind und es wieder verlassen haben, so werde ich wieder auf andere Menschen treffen, die mich für eine Weile oder für immer begleiten oder irgendwann wieder in mein Leben treten.

Und so verrückt es auch klingt... selbst in der Familie ist es so. Mein Vater, zu dem ich manchmal ein eher schwieriges Verhältnis hatte, manchmal sogar schauderhaft schlecht (was aber schon lange her ist). Zur Zeit wird unser Verhältnis immer besser. Wir telefonieren öfter und er möchte wirklich wissen, was bei mir los ist, was ich denke und er versucht mir tatsächlich mit Rat und Tat an der Seite zu stehen und teilt Gedanken mit mir.
Während das Verhältnis zu meiner Mutter immer schlechter wird. Nicht, dass wir uns nicht mehr lieben oder uns nicht mehr verstehen. Aber anscheinend ist ihr derzeit ihr Freund wichtiger als sehr vieles im Leben. Und während ich verstehen kann, dass es ihn nunmal jetzt in ihrem Leben gibt und sie viel Zeit mit ihm verbringen möchte, so kann ich doch nur schwer verstehen, dass sie nicht auch mir Zeit einräumen will bzw es ihr anscheinend schwer fällt, Zeit für mich einzuräumen, wenn es nicht zu einem Zeitpunkt ist, wo ihr Freund sowieso nicht da wäre.
Und so hart und unverständlich es auch klingen mag, ich spüre, dass hier der Zeitpunkt für einen Abschied gekommen ist. Das heißt nicht, dass ich nichts mehr mit ihr zu tun haben mag. Aber es heißt sehr wohl, dass ich mich aus ihrem Leben zurück ziehen werde, dass es zwischen uns eben nicht mehr so ist, wie es einmal war.
Das ist es sowieso nicht mehr. Spätestens, seit sie es abgelehnt hat, als ich den Wunsch nach Hause zu Besuch zu kommen, zweimal abgelehnt hat. Ich bin kein Spielzeug, dass man durch die Gegend schiebt. Vielleicht ist einfach der Zeitpunkt gekommen, wo sie ihr Leben leben muss und ich eben auf meins konzentriere. Das einzige Problem an der Sache ist, dass ich ja nicht nur wegen ihr nach Hause komme, sondern auch wegen meiner Omi. Und der habe ich versprochen, dass ich regelmäßig zu ihr komme. So sehr ich diesen Gedanken auch verdränge, so wird die Zeit, die wir noch haben immer weniger. Und für diesen Abschied bin ich noch nicht bereit...

15.02.2008 um 11:33 Uhr

Valentinstag für Singles ... und ein kleiner Leitfaden für Männer

von: Sadeyes

Trotz Singledaseins hatte ich gestern einen meiner schönsten Valentinstage...

Morgens habe ich eine liebe Valentinstagsmail von einer lieben Freundin bekommen (nicht wahr, meine Süße?! ;)
Etwas später klingelte das Handy -SMS- von einer anderen sehr guten Freundin. Valentinstagsgrüße mit einem hübschen Bildchen.
Danach ging dann auch noch einer unserer charmanten Kollegen rum und hat jeder weiblichen Kollegin eine Rose geschenkt und jeder - vor allem den Singles, die sonst keine Blumen zu erwarten haben, ein dickes Lächeln gezaubert.

Abends war ich mit meiner SMS-sendenden Freundin auf unser Valentinstagsdate verabredet und wollte ihr eine einzelne rote Rose schenken. Also Blumenladen... und das ist an so einem Tag ja echt ne Erfahrung an sich (Achtung, Männer, jetzt aufgepaßt!!!)

Vor mir war ein Mann dran, sogar noch ein recht junger, kaum älter als 30 würd ich schätzen...
Rosen sollte es sein, rote natürlich für seine Freundin. Es gab bunte Rosen zu 4 Euro, rote, etwas längere zu 6 Euro und dunkelrote, sehr langstielige zu 8 Euro das Stück. Das sind ja eh schon mal Hammerpreise... bin fast in Ohnmacht gefallen...
Ihm haben natürlich die dunkelroten am besten gefallen, aber er wollte lieber einen kürzeren, kompakteren Strauß, fragt also die Verkäuferin, ob man da nicht die Hälfte abschneiden kann. Die arme Floristin hat nen halben Schock bekommen und ich mußte mir schon das Grinsen verkneifen. Die teuren superlangstieligen Rosen halbieren, welch ein Frevel!!!
Sie hat ihm dann auch gleich versucht zu erklären, dass man so eine lange Rose am besten einzeln mit etwas Grün kombiniert und das dann sehr edel ist. Dass sie ihm natürlich auch die um die Hälfte kürzt, wenn er darauf besteht, aber die trotzdem dann noch 8 Euro kosten. *nundochgrins*
Also entscheidet er sich nun für die Rosen zu 6 Euro. Und er will 50 (!!!) Euro insgesamt ausgeben. Die Floristin schaut schon wieder ganz pikiert. "Na gut, ich zeig Ihnen erstmal, was Sie für 50 Euro bekommen" und nimmt ca 5 Rosen und ein bissel Grünzeug in die Hand. Sieht mickrig aus...
Natürlich sieht das auch der arme Kerl und entscheidet spontan, dass er dann lieber 100 (!!!) Euro ausgeben möchte. Dafür gibts natürlich die doppelte Menge. Hier bin ich nun dem Herzinfakt nah!!!

100 Euro... natürlich würd ich mich auch über Blumen zum Valentinstag freuen... aber für 100 Euro???!!!
Ne, also ich glaub, da würd ich mich fast schon wieder ärgern... Nach ein paar Tagen sind die verblüht. Dann würde ich für das Geld doch lieber in so ein richtig nobles Restaurant ausgeführt werden. Oder eine schöne Kette mit Kristallen von Swarovski.
Eine kleine Umfrage unter meinen Freundinnen hat das gleiche ergeben. Lieber eine einzelne Rose und dazu ein tolles Essen, als einen Riesenstrauß. Übertrieben werden muss ja auch nicht gleich, nur weil Valentinstag ist.
Übrigens, eine Karte oder ein Brief mit ein paar Worten, die wirklich von Herzen kommen, berühren uns Frauen mehr, als ein Riesenrosenstrauß... hebt Euch doch das Geld lieber auf, um uns auch mal zwischendrin "einfach so" mit etwas eine Freude zu machen. Sowas finden wir nämlich auch ganz toll ;)

Zurück nun zu meinem "Date". Erstmal hat die Rose für einen ziemlichen Wirbel gesorgt. Wurde von meinen Kollegen ziemlich beäugt und auch befragt, woher denn die Rose stammt.
Im Zug nichts anderes. Fast alle Augenpaare auf mich gerichtet, da ich so ziemlich die einzige beblumte Frau war. Aha, strahlende, junge, hübsche Frau mit Rose in der Hand... wohl frisch verliebt. Weit gefehlt!!!
Meine Freundin hat sich natürlich riesig gefreut und auch ich hab ein Geschenk bekommen - ein kleines Pralinenherz :)

Das Valentinstagsspecial bei uns war "27 dresses". Sehr schöner Film mit einem niedlichen Schauspieler, der mich tatsächlich an meine erste große Liebe erinnert hat *träum*
Und er erinnert mich an noch was... daran, warum ich momentan gar nicht für die Liebe kämpfen will. Weil ich es mir selber wert bin, dass ich erst gar nicht um jemanden kämpfen muss. Einfach weil ich jemanden möchte, der sich einfach ganz von sich aus für mich entscheidet und wirklich mit mir zusammen sein will. Und dann geht das auch alles ganz leicht.