When reality hits you hard...und es geht doch immer weiter

29.09.2007 um 14:02 Uhr

Mal ganz ehrlich...

von: Sadeyes

Da ist zur Zeit so vieles, zu viel um es in Worte zu fassen. Derzeit scheint einfach eine trübe Zeit zu sein und dieses Gefühl trage ich mit mir.

Weil meine beste Freundin den gleichen Stress auf der Arbeit hat und genau wie ich unter sehr wenig Freizeit und sehr viel Müdigkeit leidet.
Weil meine Omi immer hoffnungsloser klingt und ich Angst habe, sie ganz zu verlieren.
Weil eine andere sehr enge Freundin von mir derzeit sehr mit sich selber zu kämpfen hat und es ihr sehr schlecht geht und ich kaum weiß, wie ich ihr helfen soll.
Weil eine andere Freundin ihren Traum verloren hat.

Und von all dem trage ich jeden Tag ein Stückchen in mir. Und suche irgendwo nach Wärme und Geborgenheit. Nach jemandem, der mir sagt, dass alles wieder gut wird.

Wünsche mir, dass mein Freund mir das gibt. Und eigentlich tut er das auch. Gleichzeitig verunsichert er mich sehr. Und ich schwanke nach wie vor zwischen glücklich sein, weil er voller Wärme mit mir redet und unglücklich sein, weil es mir vorkommt, wie wenn er sich mir immer weiter entzieht.

Letztendlich ist mir klar, dass es vermutlich noch nicht mal so sehr er selber ist. Meine Ängste und Unsicherheiten kommen woanders her. Aus meiner Vergangenheit, von Menschen und Situationen, die vorbei sind. Aber er wühlt es in mir auf und macht mich unsicher. Und einerseits möchte ich ihm die Schuld geben, dass er mir nicht mehr Sicherheit vermittelt. Andererseits weiß ich, dass ich mir selber mehr Sicherheit geben muss, wenn ich mich sicher fühlen möchte. Ich denke, irgendwo steckt diese Unsicherheit nur in mir selber. Und ich weiß nicht recht, wie ich das verändern, verhindern, besiegen soll.

Wie es bei ihm aussieht, weiß ich auch nicht. Ich weiß, dass er selber auch seine Unsicherheiten hat, auch Angst vor der Liebe. Ich weiß das, weil er es mir selber gesagt hat. Aber er hat mir nicht gesagt, ob ich eben diese Ängste in ihm schüre oder ob ich es schaffe, sie ihm zu nehmen. Ich möchte das gerne, weiß aber eben nicht, wo seine Ängste sind, was ihn verunsichert und was ihm helfen würde. Und so tappe ich nur im Dunkeln, während ich versuche, die Balance zu halten zwischen ihm zu zeigen, dass ich ihn liebe, ohne es ihm zu sagen, ohne ihn zu etwas zu drängen und ohne mich selber zu verletzlich zu machen und auch meine Wünsche und Hoffnungen erfüllt zu bekommen. Nur leider scheine ich noch nicht genügend Übung in diesem Drahtseilakt zu haben.


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