When reality hits you hard...und es geht doch immer weiter

21.02.2006 um 12:45 Uhr

Rückblick

von: Sadeyes

Ist irgendwie schade, mit der Zeit vergißt man irgendwie die kleinen, feinen Details, die zum Teil auch das Besondere ausmachen. Habe eben nochmal im November und Dezember gelesen, das wenige, was ich über M und mich geschrieben hatte. Und dann Ende Dezember, als ich ich angefangen habe, unsere kurze Geschichte aufzuschreiben. Und da fällt mir auf, dass ich mich an manche Sachen schon gar nicht mehr so genau erinnern kann. Am schwersten fällt es mir, mich an diese Gespräche, die wir hatten zu erinnern. Ich weiß, dass die irgendwie tief waren und ich diese ganz anderen Seiten an ihm kennengelernt hab. Die, weshalb ich mich doch in ihn verliebt hab und weshalb ich vermute, dass es eihm so wichtig war, dass der Kontakt zwischen uns bestehen bleibt... Er ist irgendwie ein Rätsel! Und ich suche nach der Lösung, aber die hat leider jemand aus dem Heft gerissen...

Hm, damals hab ich aufgeschrieben, wie er mich von Anfang an angebaggert hat, er war damals auch ziemlich oft im Büro, fand ihn generell irgendwie aufdringlich. Jetzt zum Schluß war er das alles gar nicht mehr. Ist irgendwie ruhiger geworden.

Könnte lachen, wenn ich daran zurückdenke. Erst das Gebaggere und wie unangenehm mir das war. Dann dieses Firmenessen, wo er auf einmal meinte, ich sollte ihn küssen, als alle weg waren. Und ich hinterher so sauer auf ihn war und nix mit ihm zu tun haben wollte. Wäre da nicht unsere Verabredung für den Sonntag schon gewesen, wäre das alles wohl nie so gekommen. Das ging alles so Schritt für Schritt. Immer nur in den Gesprächen mit ihm allein, war das alles so anders. Haben uns immer gut verstanden und über alles mögliche reden können. Dann das Treffen am Sonntag, er wieder ständig versucht mich zu küssen. Haben aber nur uns an den Händen gehalten und viel geredet. War schön. Der Abschiedskuss auch und sein Blick dabei... und er wollte irgendwie nicht gehn...

Dann kam Weihnachtsmarkt und der erste Kuss und das erste Krisengespräch, bevor es überhaupt wirklich angefangen hatte. Seine Bemerkung, dass er sich das gut überlegen muss, weil er mein Chef ist und ob ich mir das gut überlegt hab, mit jemandem wie ihm zusammen sein zu wollen. Die Absprache, dass das geheim bleiben muss und wir alles langsam angehn. War mir Recht, weil ich erstmal schaun wollte, ob er das ernst meint und so lang auch keinen Sex...

Und danach immer wieder Verabredungen, so zweimal die Woche oder so. Unde immer wieder mal Gespräche zu zweit... War viel hin und her, aber auch sehr schön. Wenn wir alleine waren, war das irgendwie immer intensiv. Die Gespräche, die Berührungen. Bei mir trotzdem auch immer wieder die Unsicherheit und Schuldgefühle, weil ich noch so viel für meinen besten Freund empfunden hab und weil das so in mir drin war. Hab sehr oft von ihm geredet in der Zeit. Denke, das war vermutlich nicht so schön für M.

Was wirklich schön war, war die Ehrlichkeit bei uns. Haben uns das ganz am Anfang versprochen und uns daran gehalten. Kann irgendwie jetzt trotzdem nicht weiter drüber nachdenken. Es ist verrückt, die Erinnerung holt das alles wieder so hoch. Ich bin froh, dass ich ein wenig Abstand gefunden habe zu meinen Gefühlen und zu all dem, was so Besonders war. Ich hab ihm bei unserer Aussprache das gesagt, dass er in meinen Augen ein ganz besonderer Mensch ist. Für mich ist er mehr... und er meinte, dass er das auch hoffen will...

Vielleicht weiß ich irgendwann doch mal mehr und finde diese verlorene Seite... Bis dahin muss ich wohl schauen, ein wenig Abstand zu wahren, um mich selbst zu schützen...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenExpolina schreibt am 21.02.2006 um 13:08 Uhr:Danke für die Erläuterungen, Sadeyes, Du bist ein Schatz.



    LG Expolina



    P.S. Und Du versüßt mir die Mittagspause... Es ist ja soooo langweilig hier heute.
  2. zitierenSadeyes schreibt am 21.02.2006 um 13:16 Uhr:Gerne doch *verbeug* ;-)

    Hm, ein wenig beneide ich Dich da drum. Da, wo ich arbeite, ist irgendwie immer so viel zu tun. Manchmal würd ich mich über etwas Lngeweile freuen. Und dann bin ich wieder ganz froh, dass meist viel zu tun ist und die Zeit schnell rum geht...
  3. zitierenExpolina schreibt am 22.02.2006 um 09:37 Uhr:Ne, ne. Da würdest Du mich irgendwann auch nicht mehr drum beneiden. Wir haben hier extrem viele Ruhezeiten, und nur etwa 4 bis 5 mal im Jahr richtig viel zu tun. Und die ganze andere Zeit hängt man rum, surft im Netz oder bedient das Telefon. Das ist auf Dauer unglaublich unmotivierend... Naja, was soll\'s. Man sollte froh sein, dass man einen Job hat.



    LG Expolina

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