Six feet under... oder wie das Leben so spielt
Heute habe ich die letzte Folge von Six feet under gesehen. Unglaublich, wie schnell ich diese 5 Staffeln durch hatte. Ich habe gerade mal einen Monat dazu gebraucht...
Diese Serie ist einfach absolut außergewöhnlich. Vielleicht weil sie nicht so eine "typische" Serie ist, die lustig sein will oder immer die gleichen Sachen zeigt. Vielleicht weil man hier einfach das Gefühl hat, dass diese Menschen irgendwie real sind. Weil man so sehr das Gefühl hat, diese Leute sind echt, mit einem echten Leben und echten Sorgen und einem Verhalten und Erleben, wie wir das aus unserem eigenen Leben kennen. Ja, diese Serie ist in gewissen Dingen überzogen, aber trotzdem so real. Vielleicht sind es auch die Emotionen und Gedanken, die sie zum Ausdruck bringen. Solche, wie wir jeden Tag haben, aber nur selten zugeben.
Die allerletzte Folge hat mich unheimlich bewegt. Man hat das Leben dieser Figuren eine Weile begleitet, Veränderungen mitgemacht. Manchmal dachte ich, super, wie sie sich gemacht hat, nur um dann irgendwann später festzustellen, dass sie wieder am Austicken ist. Aber zum Schluß hat man das Gefühl, dass sie doch irgendwie zu sich gefunden haben. Und dann die letzten Minute... Gänsehautfeeling. Claire fährt in ihre Zukunft... und während sie fährt, sieht man Ausschnitte aus den Leben der Hauptfiguren... Glückliche Momente und dann, wie jeder von ihnen stirbt, wie lang jeder gelebt hat. Es ist wirklich grandios. Irgendwie erlebt man, wie sie so viel Mist erleben und dann so viel Schönes, aber hier ist das Leben, wie das Leben ist, man muss sich vieles ersrbeiten und es ist nicht alles so einfach... keine riesige Party. Und es ist gut zu wissen, wann diese Menschen sterben und dass sie bis dahin irgendwie ein erfülltes Leben hatten.
Vielleicht, weil es mir zeigt, dass das Leben ist, wie es ist. Dass es immer weiter geht. Und dass es am Ende irgendwie gut ist. Dass es gut ausgeht. Egal, wie es ist. Nichts ist wirklich umsonst.
Diese Serie hat mich so zum Nachdenken gebracht. Vor allem heute, wo sie nun vorbei ist. Ich bin derzeit in einer Phase, wo ich mich glaube selber nicht richtig mag. Ich mag nicht allein sein, aber es fällt mir schwer, derzeit andere um mich rum zu ertragen. Ich bin gerne mit meinen Freunden zusammen, aber ich bin derzeit nicht wirklich gesprächig. Ich bin auch nicht so warm wie sonst. Ich bin sehr analytisch, realistisch und ein wenig stumpf.
Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lasse, dann denke ich, dass es wirklich so ist, wie in dieser Serie. Es gab wirklich einige Momente, wo ich stolz auf mich war, wo ich das Gefühl hatte, mit allem im Reinen zu sein, irgendwas Elementares verstanden zu haben.
Momentan habe ich das Gefühl, oh je, was ist nur mit Dir passiert. Du warst doch so ein prima Mensch und schau Dich jetzt an... Ich bin nicht stolz auf das, was ich derzeit denke oder tue. Manchmal habe ich noch nichtmal das Gefühl, ich selber zu sein, sondern eher eine Art Roboter. Nein, es geht mir nicht wirklich schlecht. Ich weiß es nicht, ich kann es nicht definieren... Ich habe nur das Gefühl, dass ich eine Richtung genommen habe, die ich nie für möglich gehalten hätte, die sich gar nicht nach mir anfühlt... und dieses dumpfe in mir ist nichts, was ich gerne behalten mag...

Wieder zu erkennen wer man wirklich ist, ganz unabhängig von anderen und wieder so richtig aufblühen zu können. Oft helfen andere aber auch dabei, weil sie dich wiederspiegeln, so wie du dich im Moment vielleicht nicht sehen kannst, als liebenswerten, positiven, interessanten Menschen.
Falls du ein paar Tage frei hast und eine Auszeit brauchst, du bist hier immer Willkommen.
Im Frühling ist Wien allerdings um einiges schöner!
Aber Schlittschuhlaufen am Rathausplatz, auf der Eisbahn durch den Rathauspark hat auch was, geht noch bis Mitte Februar und wenn es nächste Woche wieder kühler wird, ist das wirklich einen Besuch wert!
Alles Liebe
C
wird dir nicht geschenkt
Es ist eine Bürde,
die der Zufall lenkt
Es ist eine Hürde
bis zum Tod
Und doch ist es streben
nach Glück in der Not
... mit dem eigenen selbst
klarkommen zu müssen
bis du feststellst
es ist nicht das küssen
nicht Liebe noch Schmerz
erst wenn du DICH
mit Seele und Herz
akzeptierst und nicht
bereuest
auch eine schlechte
und raue Seiten zu haben
denn nur so ist das Rechte
vom Falschen zu sagen
erst dann
lernst du dich kennen,
entkommst dem Bann
dir wegzurennen
Du weißt, dass du im Inneren nicht dumpf bist, kein Roboter… aber zu deinem selbst gehört auch die Reflexion deiner Situation und diese scheint ihren kalten Tribut zu fordern. Bereue es nicht. Keine Medaille hat nur eine Seite, es gibt im Handeln manchmal kein Richtig oder Falsch, nur ein Recht und Unrecht gegenüber Anderen und solange du niemandem in seinem Streben nach Glück zu hindern suchst, kannst du auch mal nicht du selbst sein, aus Selbstschutz.
-.- ich verbringe eindeutig zu viel Zeit mit meinen Problemen, das merkt man, oder? ^^
@Michu: Ein schönes Gedicht... interessant :) Danke!
Die Frage ist, ab wann verbringt man zu viel Zeit mit seinen Problemen und wann zu wenig. Und gibt es die ganzen "zus" überhaupt?
Bereuen tue ich tatsächlich sehr wenig im Leben. Manchmal ist es eben, wie es ist. Danke für Deine Worte... mir gefällt, wie Du das beschreibst :)