Verliebt sein...?!
Es ist irgendwie ein komisches Gefühl und trotzdem gar nicht mal so unschön: zum ersten Mal seit ich die Liebe und das Verliebtsein entdeckt habe, bin ich nicht in irgendwen verliebt. Das erste Mal dass ich nicht verdammt oft an jemanden denke, ihn vermisse oder mir Gedanken mache, was er denkt, fühlt, meint, will... Das erste Mal dass ich einfach nur bin und im Moment lebe, nur für mich und mit mir selber. Es ist ein wenig ungewohnt, keine Träume zu haben, kein Kribbeln, keine Hoffnungen und keinen Kummer. Es ist wie ein großer, leerer Raum den ich betreten habe und ich schaue mich um und staune. Es ist ein wenig beängsteigend, weil der Raum eben so groß ist und nichts drin, noch nichts. Aber es hat auch etwas befreiendes. Ich kann mich umschauen und tief einatmen und anfangen, diesen Raum zu erkunden und so einzurichten, wie ich ganz allein das möchte.
Ich glaube, ich habe immer ein wenig Angst vor diesem Moment gehbat und hätte mir auch nie vorstellen können, dass der wirklich einmal kommt. Und jetzt ist es doch soweit. Mein bester Freund ist mir immer noch sehr nahe, aber es ist nicht mehr die tiefe Liebe, die ich mal für ihn empfunden habe. Es ist was anderes, was auch eng und tief ist auf seine Art und Weise und doch bin ich irgendwie "losgelöst" von ihm mittlerweile. M hab ich als Menschen auch noch sehr lieb und ich will nicht abstreiten, dass wenn ich ihn mal wieder sehen sollte, ich mich nicht zu ihm hingezogen fühlen könnte. Wird sicher so sein, er ist ein bissel wie ein Magnet für mich. Aber auch von den Gedanken und Träumen hab ich mich gelöst. Und R wird mir erst gar nicht gefährlich werden. Ich finde ihn interessant und schau ihn gern an, aber Gefühl null. Woher auch? Und das wird auch erst gar nicht passieren...
Ich bin ich! Und vielleicht ist das die Chance, mich selber noch besser kennenzulernen. Mich mal auf meine eigenen Ziele und Träume zu konzentrieren. Vielleicht... sollte man einfach ein bissel in sich selbst verliebt sein...?!
