When reality hits you hard...und es geht doch immer weiter

28.10.2006 um 11:25 Uhr

Vertrauen

von: Sadeyes

Es gibt so vieles, über das ich gerade schreiben könnte... zB. meine eigenen kleinen Unsicherheiten, mit denen ich mir das Leben immer wieder schwer mache. Über kleine Wolken, die für einen Tag meinen Himmel überzogen hatten, bis ich gemerkt habe, dass es völlig unnötig war. Darüber, dass ich gestern im Halbschlaf auf einmal keine Luft zum Atmen mehr hatte... denn in meine Musik hatte sich ein Lied von D eingeschlichen. Abstand hin oder her, so überraschend ist es noch immer erstmal komisch... Oder über die Angst, die bleibt, dass das momentan doch alles nur erträumt und eingebildet sein könnte.

Doch, wenn man all dies betrachtet, es gibt einen gemeinsamen Nenner... der heißt VERTRAUEN... Vertrauen in sich, in andere, in die Zukunft und darauf, das alles gut wird!

Gestern in einem Zustand von erschöpfter Schwere sind mir diese Gedanken durch den Kopf gegangen. Warum vertraut man nicht jedem gleich? Manchen schnell und leicht und dem nächsten vielleicht nie?

Unbewußt mache ich einen Unterschied, teile Vertrauen in Unterkategorien auf. Denn ich habe kein Problem damit, anderen Menschen Geschichten und Erlebnisse von mir anzuvertrauen. Ich brauche es nicht, ein großes Geheimnis aus meiner Person zu machen.
Aber es fällt mir schwer, mein ganz Innerstes, meine tiefen Gefühle und Gedanken, die kleine Verrücktheiten zu offenbaren, wozu ich mich fallen lassen können muss. Sich bedenkenlos fallen lassen bei jemand anderem... wie oft kann man das?

Noch schwerer fällt es mir, fest daran zu glauben, darauf zu vertrauen, dass jemand da ist, einfach für mich da ist und nicht wieder weg geht... einfach so. Dass er wirklich mich mag und schätzt und respektiert, dafür wer ich bin und wie ich bin. Einmal hatte ich dieses absolute grenzenlose Vertrauen, wo ich wußte, egal was kommt, ich kann mich darauf verlassen, er ist da... das war D... der ohne Wort gegangen ist.
Wie sehr hat es mich gestern getroffen, als ich gemerkt habe, dass ich trotz allem (und nach bereits kurzer Zeit) wieder diesen Glauben in jemanden habe. Diese unausgesprochene Selbstverständlichkeit, die mir sagt, dass ich jeden Tag wieder von ihm hören werde... einfach so und ohne Grund! Und eine Verbundeheit spüre, die ganz langsam wächst... und die mir heute schon wieder Angst macht...


Diesen Eintrag kommentieren