When reality hits you hard...und es geht doch immer weiter

02.02.2007 um 20:53 Uhr

Wie besiegt man die Angst?

von: Sadeyes

Es gibt so vieles, was nicht einfach ist. Aber mit am schwersten ist es sicher, seine Ängste zu besiegen. Ängste vor realen Dingen, lassen sich sicher leichter beseitigen, indem man sich ihnen stellt. Zum Beispiel meine Flugangst... ich hab nen Heidenrespekt vor den Dingern, auch Flugzeuge genannt. Und was hab ich davor geschlottert auch noch alleine zu fliegen. Aber - Augen zu und durch hilft bei sowas tatsächlich.

Meine derzeitige Angst ist aber nicht real bzw nicht wirklich. Am Anfang war es nur hin und wieder das Gefühl, einen Stein im Magen liegen zu haben. Dann kam irgendwann die Übelkeit und wieder später die Schmerzen. Ein paar Tage daheim waren absolut nutzlos. Erste Tests haben absolut nichts ergeben. Vermutungen hier, Vermutungen da... All die Wochen hindurch war ich eigentlich ganz ruhig. Das ist doch nur ein bissel Übelkeit... geht sicher bald wieder weg. Aber es geht nicht weg und aus Tagen werden Wochen und aus Wochen werden... Und nun denke ich, was wenn es gar nicht mehr weggeht, wenn sie nicht finden, woran es liegt. Oder wenn sie es rausfinden und es etwas ganz Schlimmes ist. Etwas, woran ich lieber gar nicht denken mag... Was, wenn man immer denkt, dass man gesund ist und noch ewig viele Jahre vor sich hat, um das Leben zu gestalten, um was zu erleben? Was wenn man eines Tages gesagt bekommt, dass man schon anfängt in die Zielgerade einzulaufen?

Ich habe keine Angst, etwas versäumt zu haben. Aber ich hätte Angst, nicht mehr genug Zeit zu haben, um die Dinge zu erledigen, die ich erledigt haben muss, haben möchte. Gibt es Dinge, die ich ausgesprochen haben muss? Das Leben ist wohl eines der Dinge, die wir so selbstverständlich nehmen, obwohl wir wissen, dass es jeden Tag vorbei sein könnte, auch wenn es unwahrscheinlich ist. Ich gehe jeden Tag davon aus, dass dieser Tag einer von noch tausendes ist, den ich erleben werde. Aber was, wenn das alles gar nicht so ist...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSchussel schreibt am 02.02.2007 um 21:11 Uhr:Ouh....Sadeyes...das liest sich gar nicht gut.....
  2. zitierenHelios schreibt am 02.02.2007 um 21:34 Uhr:Reden wir mal Klartext. Ich nehme mal an, Du hast Angst, dass Du Krebs haben könntest.

    Dann gibt es nur eins. Ab zum Facharzt (in diesem Fall ein Onkologe)oder in ein Krankenhaus mit einer entsprechenden Fachabteilung.

    Aber befürchte doch nicht direkt das Schlimmste. Lass' Dich von Deinem Hausarzt einmal gründlich durchchecken, und wenn der einen Verdacht hat, wird er Dich schon zu einem Facharzt überweisen.

    Vielleicht ist das Ganze ja auch nur psychosomatisch bedingt und die Sache ist mit positiverem Denken viel besser.

    Du machst Dir immer viel zu viele Gedanken, warum irgendetwas so ist, wie es ist; warum jemand so und nicht anders reagiert; was sein könnte, wenn usw.

    Und so schnell, wie Du meinst, läuft man nicht in die Zielgerade ein.
  3. zitierenLexa schreibt am 02.02.2007 um 22:48 Uhr:@ sadeyes, Du sagst es und manchmal ist der Sprint erschreckend auf den letzten Metern. Aber tot sind wir erst, wenn wir nicht mehr zappeln, das ist bewiesen und so lange, carpe diem, nutze den Tag. LG Lexa
  4. zitierenDackel schreibt am 03.02.2007 um 09:55 Uhr:Hey Sadeyes,
    lass dich nicht so schnell ins Boxhorn jagen.
    Ich kann Helios nur beipflichten und dir weiter empfehlen: hohl dir mehrere Meinungen ein, bei verschiedenen Arzten. Ich kenne diese Unsicherheit aus eigener Erfahrung und bin ein Jahr lang mit ständig schlimmer werdenden Schmerzen herumgelaufen und hab mich jeden Tag zur Arbeit geschleppt, bis es gar nicht mehr ging. Von Ärzten bin ich mit Drogen vollgepumpt worden,weil sie unzureichend untersucht haben.Meine Lebensqualität ging damals emlich den Bach runter.
    Die Ursache war aber nicht Krebs (ja, auch da habe ich dran gedacht) sondern meine Psyche und - höre und staune - eine Muskelverspannung in Bauch und Rücken.
    Ich habe damals mehrfach den Arzt gewechselt, solange, bis mir einer wirklich geholfen hat, sprich bereit war, mich komplett auf den Kopf zu stellen und in letzeter Instanz zum Physio- und Psychotherapeuten geschickt hat und siehe da mir geht es wieder blendend.
    Also lass den Kopf nicht hängen und krieg die "Kiste" hoch und klopf den Arzten ggf gehörig auf die Finger.
    Kleiner Tipp: viele Untersuchungen werden von Hausärzten nicht verordned, weil sie ihr zur verfügung stehendes Budget "zu sehr beanspruchen", aber du hast ein Recht auf diese Untersuchungen und kannst sie, sofern ein ein Verdacht besteht, einfordern.
    Ansonsten wünsche ich Dir alles Gute und dass du deine Gesundheit bald wieder hast.
    Wenn du noch irgendwas im Bezug auf Untersuchungen, Ärzte oder sonst was wissen willst - du hast ja meine Mail addy

    Ganz lieben Gruß
    Rene
  5. zitierenVeela schreibt am 03.02.2007 um 14:09 Uhr:Hallo sadeyes, ich kann deine Angst gut verstehen, aber du solltest dich nicht verrückt machen!

    Manche Beschwerden haben (wie bei Rene) ganz andere Ursachen als man annimmt!

    Gehe zum Arzt und bestehe da auf alle möglichen Untersuchungen bis du Gewissheit hast - lass dich nicht abwimmeln!

    Liebe Grüße und *knuddel*
    Veela
  6. zitierenSternchen_ schreibt am 04.02.2007 um 13:43 Uhr:Hallo Sadeyes, Ängste sind weit verbreitet. Durch die Psychologie Ausbidlung habe ich mich sehr viel mit dem Thema Angst sowie leben und sterben auseinander gesetzt. Das ist schon ein Fall für sich.

    Ich kann Kinesiologie empfehlen wenn man Ängste hat. Und Angst vor dem Tod? Bücher lesen, sich bewußt machen, dass der Tod zum Leben dazu gehört und das keine weiß wann unser Leben vorbei ist, in fünf Minuten, in fünf Tagen oder erst in fünzig Jahren. - Für mich ist es das Wichtigste so zu Leben, dass es mir gut geht, dass ich in jedem Moment sagen kann, wenn ich jetzt sterben würde, dann ist es ok so. - Das ist jedoch viel Arbeit an einem selber.

    Viele liebe Grüße von hier nach da!
  7. zitierenSadeyes schreibt am 07.02.2007 um 13:32 Uhr:Der Tod an sich erschreckt mich nicht mehr so, seit ich im Bestattungswesen gearbeitet habe.
    Was mich eher erschreckt ist eben der Gedanke an Krankheit, an lange Zeit von Schmerzen und Beschwerden... und dass ich jetzt eigentlich noch nicht unbedingt sterben wollen würde. Im Prinzip fängt das Leben ja in unserem Alter erst so richtig an...

    Den Ärztemarathon geh ich bereits. Spiegelungen, etc. Derzeit warte ich mal wieder auf die nächsten Ergebnisse von diversen Proben und übe mich in Geduld, positivem Denken und psychologischen Tricks (Selbstbräuner im Gesicht um nicht immer so furchtbar blass zu sein und so nen Quatsch *grins*)
    Und mit der Zeit bekommt man immer mehr raus, was man doch noch essen kann und wie man die Schmerzen reduziert.

    Es ist immer noch nicht alles in Ordnung und nichts ist klar, aber es geht mir allgemein etwas besser damit :)
  8. zitierenSternchen_ schreibt am 07.02.2007 um 23:59 Uhr:hm.....was...um alles in der Welt.....nagt da an Dir rum? Ich knuddel Dich.
  9. zitierenVeela schreibt am 08.02.2007 um 05:56 Uhr:Wie gehts dir? Ich denk an dich!

    Liebe Grüße
    Veela
  10. zitierenSadeyes schreibt am 08.02.2007 um 14:39 Uhr:Dank Euch! *drück*

    Es geht mir derzeit jeden Tag ein wenig besser. So allgemein. Aber ich denke, das liegt auch daran, dass ich das nicht so an mich lasse.

    Das wird schon noch werden. Montag ist es soweit, was die nächsten Ergebnisse angeht, aber ich denke, da wird nichts schlimmes bei sein.

Diesen Eintrag kommentieren