Gedichte von Ôkami

10.03.2009 um 22:08 Uhr

Blindheit

von: OkamiNoSaibankan   Stichwörter: Angst, Hass, Mensch

Wenn Blindheit,

        dem Menschen das Licht stiehlt, 

und langsam die Vernuft tilgt,

          so wird der Mensch,

zum hassenden Wesen,

         verachtend sich gegenüber, 

fällt er ins ewige Dunkel 

10.03.2009 um 22:04 Uhr

Neujahrsfeuer

von: OkamiNoSaibankan   Stichwörter: Romantik, Liebe

Die Wärme des Neujahrsfeuer,

         hinterlässt einen heißen Streich,

  auf meinen kalten Wangen,

               und im Klang desr 108 Glockenschläge,

ergriff ich deine Hand,

          es wurde mir bewusst,

  Ich liebe Dich 

29.01.2009 um 08:16 Uhr

Ein Wunsch im kalten Winter

von: OkamiNoSaibankan   Stichwörter: Winter, Religion, Menschen

Sanft berührt Schnee,

    die zahlreichen Tempelbesucher,

die sich durch viele Gassen,

   Straßen und Wege Jedos1 drängen,

nur um einen Wunsch,

      einen Wichtigen,

der einem Traume gleicht,

      dem Tempelgott zu stellen

 

1) Jedo = Edo (heute Tōkyō ) 

29.01.2009 um 08:07 Uhr

Ein Fuchs am Schrein

von: OkamiNoSaibankan   Stichwörter: Natur, Religion, Winter

Einsam wirkt der Schrein,

        während der Mond still scheint,

und es langsam und sanft schneit,

       kleine Fußspuren im Schnee,

die einem winzig erscheinen,

      gehören zu einem jungen Fuchs,

der frierend und dennoch fröhlicher Natur,

      zu dem Schrein des Inari1 pilgert

1) 稲荷 (Inari) ist im japanischen Shinto ein Kami der Fruchtbarkeit, des Reis und der Füchse

29.01.2009 um 07:58 Uhr

Letzter Monat in Kyōto

von: OkamiNoSaibankan   Stichwörter: Winter, Menschen, Japan

Weiß erscheint mir die Stadt,

        die Dächer und Tempelpagoden,

gänzlich bedeckt von weißem Schnee,

          und dennoch drengen sich Menschen,

durch winzige Gassen,

        und riesige Straßen,

bis sie es spühren,

       diese eisige Winterkälte,

im letzten Monat in Kyōto