Stimmung: okay
Musik: Roman Lob- Conflicted
Seit gestern Abend bin ich endlich wieder hier zu Hause in Münster! Ich bin so unglaublich glücklich darüber <3 Es ist so unglaublich viel passiert in díesen 6 Wochen, ich bin beeindruckt, wie ich das durchgestanden hab und bin auch unglaublich stolz auf mich. Was jeder von uns aus Salamanca mitgenommen hat ist seine eigene Salamanca-Story- eine Geschichte, die in Salamanca bleibt und über die wir alle drei Stillschweigen wahren. Meine hab ich glaub ich hier aber sogar veröffentlicht.
Naja, die letzten drei Wochen waren gar nicht so übel. Das WG-Leben hat mir eigentlich ziemlich gut bekommen, J. hat mir gesagt, er findet mich schon viel erwachsener als zu Beginn unseres Aufenthalts da. Und ich finde das ehrlich gesagt auch.
Die letzte Woche war aber nicht gerad schön. J. hat ordentlich eine Tür ramponiert (ist eigentlich nur ein kleines Loch) und darf jetzt über 200€ blechen. Und ich habe meinen persönlichen schlimmsten Abend der Reise gefunden. Am Anfang dachte ich, es wäre der zweite Abend gewesen, als ich meinen Absturz hatte, aber jetzt weiß ich, dass es der vorletzte war. Es war so, dass ich zu McDonald´s mit meinem Laptop gegangen bin, wegen Internet. Es stand zu dem Zeitpunkt fest, dass mein Freund mich am Flughafen abholen sollte. Dann geh ich bei Facebook on und sehe das mein Freund mir ne NAchricht geschickt hat, von wegen meine Eltern sollen mich abholen, ihm sei es zu stressig unter der Woche und er wolle am Freitag bei mir vorbeikommen. Ich hab also versucht ihn zu erreichen, was mir etwas später auch gelang, wir telefonierten per skype. Ich bettelte ihn an, dass er mich doch abolen solle, aber er blieb standfest. Nachdem ich ihn etwas ausgequetscht hatte, stellte sich heraus, dass er am Freitag bei mir vorbeikommen wollte, um mit mir Schluss zu machen. Ich dachte erst, er macht Scherze, aber er meinte das toternst. Ich habe ihn angebettelt das nicht zu tun und habe Rotz und Wasser geheult- mitten im Mecces. Er hat gesagt, er sieht keinen Sinn mehr darin, zusammen zu bleiben, er liebt mich noch, hat aber keine Kraft mehr die und Hoffnung mehr. Wir waren über eine Stunde am Telefonieren, ich hab gebettelt, geheult, sogar angedroht mich umzubringen (aber nicht mit der Abischt ihn so bei mir zu behalten, sondern um ihm zu zeigen, was für Schmerzen das für mich sind und wie verzweifelt ich bin). Aber nichts hielf. Wir legten also irgendwannmal auf, es war schon spät, fast Mitternacht und Mecces hat ihn Spanien einfach nicht länger offen. Ich bin also total verheult rausgegangen, durch die Stadt gelaufen, an feiernden Menschen vorbei und wusste nicht wohin mit mir. Diese Schmerzen waren so extrem, dass ich dachte, ich falle gleich in Ohnmacht. Ich hab mich in irgendeinem Park auf den Boden gekauert und hab hemmunglos geheult. Die Menschen, die vorbei kamen, zeigten zum Glück kein Interesse, so als wäre das völlig normal, heulende Leute in der Dunkelheit sitzen zu sehen. Ich saß da also über ne Stunde in der Kälte, am nächsten Tag musste ich schon wieder arbeiten, ich konnte aber meinen Tränenfluss nicht stoppen. Irgendwann hielt ich es aber nicht mehr aus in der <kälte und bin zurück gelaufen. In Der Wohnung hab ich erst Mal im Bad weiter geheult, ich konnte mir nicht vorstellen, das tatsächlich alles aus war. Dann rief er mich aber irgendwann wieder aufs Handy an und sagte mir, dass er es sich anders überlegt hätte und mir ja eine Chance versprochen hätte und es unfair finden würde, wenn er die mir jetzt doch nicht geben würde. Ich war total glücklich in dem Moment. Wir waren also ganze zwei Stunden getrennt gewesen. Es war grauenvoll und sitzt jetzt noch ziemlich tief.
Naja, er hat mich gestern abgeholt, wir haben uns noch nicht gestritten und ja... Wir sind uns einig, dass wir einiges ändern müssen, wenn wir zusammen bleiben wollen.
So, das war die schlimmste Story aus meiner Salamanca-Zeit. Ich bin einfach nur noch froh, wieder in Deutschland zu sein.