Schlagunfall

01.11.2008 um 09:55 Uhr

Nebliger Tag

von: gelikan

Stimmung: mäßig

Am Donnerstag habe ich erfahren, dass eine Jahrgangskameradin aus Wickersdorf, die Schwester meiner Krankengymnastin, nach einer Stammhirnblutung im Koma liegt. Sie muss künstlich beatmet werden. Die Frau war überzeugt, nur Menschen mit einer ungesunden Lebensweise ( ich habe früher zeitweise geraucht) könne, wie mir, ein Schlaganfall zustoßen. Das hat sie mich deutlich spüren lassen indem sie mich fragte, ob denn meine Kollegen damit zurechtkämen, dass ich als Schwerbehinderte mit ihnen zusammen arbeite. Nun hat es also sie erwischt. Ich komme gedanklich nicht davon los. Ich wünsche ihr, dass sie wenn sie überlebt, nicht behindert ist. Ihrer Schwester habe ich nicht gesagt, dass ich auch heute mir manchmal wünsche, ich hätte nicht überlebt. Ich will nicht jammern, aber ...

Gestern besuchte ich mit Mutti und Franzi in der Staatsoperette das Musical "Chess". War nicht schlecht, jedoch auch nicht berauschend.

Heute macht der Nebel mir zu schaffen. Oder ist es die Tatsache, dass ich gestern länger als gewöhnlich unterwegs war? Bin vertrieft.

Muss spätestens am Nachmittag weiter korrigieren- noch 3 ganze Klassenarbeiten 10 und bei 23 Stück noch Teil 3 - die Erörterung. Hoffentlich schaffe ich die alle bis Sonntag abend, Montag geht es schließlich wieder los.

Würde jetzt gern duschen gehen, kann aber nicht, weil ich gestern Frank vergessen habe zu bitten, mir die Kette abzunehmen. Klingt albern, oder ?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 06.12.2008 um 02:20 Uhr:Klingt garnicht albern. ;-)
    das du dich über ihre Bemerkungen geargert hattest, kann ich verstehen.
    Es trifft doch heute auch teils schon recht junge Menschen, Raucher und Nichtraucher.
    Wieweit das Rauchen mit verantwortlich für einen Schlaganfall ist, ist ja auch noch die Frage.
    Gesund wird es nicht sein. Bur wenn es zngend als Grund wäre, dann dürfte es keine 70 und 80 jährigen Raucher geben.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass du dir manchmal wünscht, du hättest nicht überlebt.
    Ich könnte auch nicht sagen, wie ich an deiner Stelle denken würde.
    Es ist ja doch alles sehr viel anstrengender und belastender als es vorher war.
    Und doch, wenn du schaust, was du auch gutes \"danach\" noch erlebt hast, ich glaube dann relativiert der Wunsch sich doch ein wenig.
    lg

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