Pech gehabt
War also nichts mit Urlaub! Da sind wir also vorgestern nach Hainrode am Harz gedüst, haben unterwegs jede Menge Insekten mit dem Auto vernichtet - kleben jetzt noch überall - fanden ein fantastisches Quartier vor und supernette Wirtsleute. Frank war unterwegs schon recht einsilbig wegen Unwohlseins wie sich herausstellte. Wir verbrachten einen bis auf unser beider Schnupfen und Franks Frösteln angenehmen Nachmittag mit dem Planen von Aktivitäten, lauschten den Vögeln, konnten abends sogar einen Fuchs im Garten beobachten.
Doch Frank ging es immer schlechter - er wanderte, hustete und schnupfte die ganze Nacht. Am Morgen sagte er mir, er wolle wegen seiner Krankheit nach Hause. Ich versuchte zunächst, ihn umzustimmen, dachte, er könne sich dort auskurieren. Ich wäre in die Apotheke gefahren, einen Arzt hätten wir bestimmt auch gefunden. Aber schließlich musste ich einräumen, dass er recht hatte. Zu Hause kann man sich einfach besser betun. Das merkte ich spätestens unter der Dusche. Meinen Duschhocker hatten wir nicht dabei, und ohne Franks Hilfe wäre ich nicht aus der Duschkabine gekommen. Selbst während er mich hielt, rutschte ich mit dem lahmen Bein aus.
