Brief an meinen Vater
Ich habe es getan.....
Ich bin über meinen Schatten gesprungen und habe meinem Vater eine Mail geschickt.
Von meiner Stiefma weiß ich, dass ich "offiziell" nichts weiß....Denn es sei die Aufgabe meines Vaters mich über die aktuelle Lage zu informieren (dem stimme ich zu).
So habe ich nun den Schritt gewagt und bin (meineserachtens) auf ihn zugegangen, mit offenen Armen. Mal sehen, wie seine Reaktion sein wird.
Sinngemäß:
Hallo Papa!
Ich weiß, dass Du diese Art und Weise der Kommunikation nicht sonderlich bevorzugst.
Aber für mich ist es die beste Variante um Dir meine Gedanken etc. nahe zu legen, ohne dass ich mich belächelt fühle.
Ich weiß nicht, was derzeit bei Euch zu Hause los ist, aber ich bin nicht dumm und habe den Verdacht dass etwas Großes im Argen liegt.
Desweiteren bin ich auch davon überzeugt, dass Du nicht gerade ein extrovertierter Mensch bist, somit ergreife ich nun die Intiative und frage Dich ganz direkt.
Gibt es irgendwas, was Du mir sagen möchtest ????
Besteht die Möglichkeit dass ich Euch in irgendeiner Angelegenheit helfen kann?
Und wenn es nur mein Ohr ist, was ich Euch gerne leihen würde.
Denn bedenke, ich bin zwar Deine Tochter aber immerhin ein erwachsener Mensch mit eigenen Gedanken, Gefühlen.
Lass mich nicht immer außen vor, ich dachte, wir seien mehr oder weniger eine Familie.....
Mensch Papa, ich hab Dich lieb, auch wenn ich dieses dir nicht immer zeige.
Aber bitte spring doch einfach mal über Deinen Schatten und rede! Und damit meine ich nicht Deine Ereignisse eines Arbeitstages oder was es sonst neues an der Front gibt,
nein! Damit meine ich über uns, über Dich, über mich. Auch wenn Du sagst, es sei lange her.....
Aber vielleicht gibt es Dinge, da wäre es von Vorteil, wenn man Menschen an sich ran lässt und einfach mal zuhört. Mit offenen Ohren.
Sarah
