Stimmung: Glücklich und Zufrieden
Eigentlich ging es schön Freitagabend los.
Freunde wollten mit uns noch mal einen Trinken gehen. Wir gingen gemeinsam zu ihnen nach Hause. Dirk oben ins Wohnzimmer und ich hatte bereits mit Kerstin ausgemacht, dass ich gefälligst in den Partykeller zu kommen habe.
Als ich dort die Türe öffnete, warteten bereits die Mädels aus unserem Stammtisch auf mich! Was eine Überraschung!!!! Kerstin hatte diese gefragt ob sie spontan Lust hätten meinen wirklich letzten Abend in Freiheit mit mir zu begießen. Und so haben es 6 von 11 (ich zähl mich ja nicht mit) einrichten können.
Fand ich total klasse! Und so hatten wir unseren Spaß…..
Später gingen wir noch zu den Jungs in den Autohof und ließen den Abend dort ausklingen. Dirk und ich hatten uns als späteste Uhrzeit 1h gesetzt aber es kam wie es kommen musste. Natürlich waren wir die Letzten und erst gegen 2h wieder zu Hause.
Samstagmorgen bellte mein Wecker bereits um 7h, denn schließlich hatte ich eine halbe Stunde später meinen Termin beim Haartechniker.
Katharina und ich hatten im Vorfeld schon ein paar Frisuren ausprobiert und da ich ja ein gehorsames Weibchen bin J habe ich den Wunsch meines zukünftigen Mannes erfüllt und mir eine wunderschöne Hochsteckfrisur machen lassen.
Danach hieß es ab nach Hause, denn in einer Stunde musste ich komplett fertig sein!
Wir wollten um 11h zum Standesamt losfahren und bis dahin wollte auch die Essener Familie in Weseke eintreffen, damit man gemeinsam dort hin fahren konnte.
Mein Vater stand bereits um halb 11 mit meinen Großeltern in unserer Wohnung und ich war noch nicht mal fertig angezogen….Dirk wurde zunehmend nervös und ich war die Ruhe selbst. Den Brautstrauß hatte mein Pirat bereits vorher abgeholt und nun war die große Frage, in welcher Lage befestigen wir seine Ansteckblume????
Gott sei Dank war meine Oma zur Stelle, die dies sofort in die Hand nahm und somit war auch dieses Problem gelöst.
Aber was war ich doc h erstaunt, als ich meinen Vater sah!!!! Er trug eine Stoffhose, ein Hemd, eine Krawatte und ein Sakko. Hemd und Sakko kannte ich ja von ihm aber Stoffhose und Krawatte???? Was war ich stolz auf meinen Vater!!!! Wo er doch im Vorfeld immer meinte, dass er zwar bei unserer kirchlichen Trauung einen Anzug anziehen würde, aber zum Standesamt müsse man ja nicht soooo förmlich sein.
Da scheint Mama ihm ja ne gehörige Standpauke gehalten zu haben. *lach*
Meine Mutter, Detlef, meine Tante nebst Mann sowie Marlies und Marvin trafen kurz danach ein und somit waren wir alle bereit, den Weg zum Standesamt anzutreten.
Dirks Papa machte uns im blitzblanken schwarzen Audi den Chauffeur und es ging los!
Dirk wurde immer hibbeliger……
Am Diebesturm angekommen wollten wir eigentlich in Ruhe noch schnell eine rauchen aber das war gar nicht so einfach. Denn wie vom Blitz getroffen zückten sämtliche Familienmitglieder ihre Kameras und ich hörte nur noch „Sarah!“ oder „Dirk!“ oder „Hier noch mal!“ oder, oder, oder.
Das Wetter war Gott sei Dank gut. Die ganzen Tage vorher hatte es geregnet und ich hatte schon Angst dass unser Hochzeitstag ins Wasser fällt. Zur Sicherheit und für alle Fälle hatte ich mir noch eine Hose bereit gelegt. Denn ich dachte mir, wenn es kalt und nass ist, dann ist es äußerst unproduktiv im weißen Leinenrock dort zu stehen. Aber dem war ja nicht so. Die Sonne schien, nur windig war es ein wenig.
Borken ist auch bekannt als die Stadt der Türme und so befindet sich das Trauzimmer des Standesamts im Diebesturm, auch Liebesturm genannt. Erbaut wurde er 1326 bis 1433. Von 1815 bis 1908 war der Diebesturm offizielles Borkener Stadtgefängnis. Auch "Lebenslängliche" mussten im Stadtgefängnis einsitzen.
Und so standen wir alle im Vorzimmer und warteten darauf endlich eintreten zu können. Die Tür öffnete sich und der Standesbeamte trat heraus. Ging die Stufen hinunter und begrüßte uns. Er stand direkt vor mir, schaute sich um und meinte auf einmal: „Wo ist denn die Braut?“. Da habe ich nicht schlecht geschaut und ich ihn höflich darauf hingewiesen, dass diese doch direkt vor ihm stünde!
„Oh, Frau Schussel. Entschuldigen sie bitte, aber beim letzten Mal als wir uns gesehen haben, sahen sie ganz anders aus.“
Hust!!!! Was ja auch kein Wunder ist, denn im Alltag sehe ich nicht wie eine Braut aus! J Und so begrüßte der Standesbeamte jeden mit Handschlag und wir konnten endlich die Stufen zum Trauzimmer hinauf gehen.
Mein erster Blick fiel auf die Kerzen an dem ovalen Tisch. Denn eine Verkäuferin bei Schlecker erzählte Dirk, dass bei ihrer Hochzeit damals schwarze Kerzen brannten. Sie ist mittlerweile geschieden…….
Da saßen wir nun, und es wurde ernst! Auch wenn ich es im Vorfeld nie zugegeben hätte, so wurde mir in dem Moment als ich das Zimmer betrat doch ein wenig flau. *aber pssst!*
Der Standesbeamte gestaltete seine Rede sehr schön! An und für sich war die ganze Atmosphäre äußerst schön!!! Das Trauzimmer ist rund, mit weißen Backsteinen (angestrichen). Im Kamin loderte ein Feuer und im Hintergrund lief leise Musik. Wir hörten die Entstehungsgeschichte des Diebesturmes und man erklärte uns das Prinzip der Ehe nach dem Gesetzgeber. Allerdings in verständlichem Deutsch. J
Dann ging’s ans Eingemachte. Wir durften alle aufstehen und der Standesbeamte fragte erst mich und dann Dirk. Nachdem wir diese eine Frage mit einem deutlichen „Ja!“ beantworteten hatten, durften wir uns endlich unsere selbtgeschmiedeten Ringe anstecken. Ein Kuss und man gratulierte mir als Frau Pirat. Herrje….das war und ist immer noch total ungewohnt!!!! Ich konnte noch nicht einmal vernünftig unterschreiben, so kalt waren meine Hände.
Nun waren wir rechtmäßig verheiratet und einfach nur glücklich! Dirk strahlte; ich kam mir vor, als müsste man mir das Grinsen aus dem Gesicht meißeln. Danach ging es daran, sämtliche Glückwünsche unserer Familien entgegenzunehmen. Gilla hat geweint, Mama auch. Selbst meine Oma hatte die Tränen noch im Gesicht (nach ihrer Aussage Freudentränen), Oma Pirat war total gerührt und meine Tante konnte kaum Worte finden. Aber was sie sagen konnte war, dass sie uns alles erdenklich Gute wünscht und wir es besser als sie machen sollen (ebenfalls in zweiter Ehe).
Fast hätte mein Papa es vergessen uns zu beglückwünschen, denn der war die ganze Zeit mit filmen beschäftigt und wir wollten schon die Stufen wieder hinunter gehen…Nein, Papa musste ich unbedingt in den Arm nehmen und man sah ihm auch an, dass er sich sehr für uns gefreut hat!
Nun geht der Film los, denn das was dann alles kam, war für mich unbegreiflich und wunderschön zur gleichen Zeit!!!
Als Dirk und ich aus dem Diebesturm hinaus traten, erwartete uns eine Traube an Menschen! Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht! Dirks Kegelclub „Silonation“ war komplett angetreten inkl. Frauen/Freundin. Alle hatten eine Rose für uns mitgebracht. Von Dirks Schule waren div. Lehrekollegen sowie Mädels aus seiner Unter- und Mittelstufe. Die hatten sich was richtig tolles einfallen lassen. Bunte Luftballons, mit Helium gefüllt, an denen Glückwunschkarten befestigt waren. Leider konnten wir diese im Eifer des Gefechts gar nicht lesen und so flogen sie „unverrichteter Dinge“ über Borken hinweg. Selbst eine Studienkollegin aus Krefeld war extra für uns angereist. Wow!!!!
Amelie, Kerstins 4-jährige Tochter hatte einen solchen Spaß, dass sie gar nicht mehr aus dem Strahlen herauskam. Sie schmiss so penetrant mit Reis (gut, Mama hat geholfen um das ganze zu beschleunigen) dass ich diesen in Körperstellen hatte, die ich selber kaum kannte *lach*. Darüber hinaus drückte sie uns so herzlich und gab mit sogar Küsse, was bei der kleinen Dame einiges heißen soll! Ganz enttäuscht war sie, dass wir nicht tanzten, dafür Amelie aber umso mehr!
Gemeinsame Freunde die uns alle mit Blumen überhäuften, ich wusste gar nicht wie schwer so ein paar Rosen werden können. Kerstin hat uns mit dem Mädels vom Stammtisch einen Strauß bestehend aus 34 roten und weißen Rosen geschenkt…ein Traum!!!! So etwas habe ich noch nicht gesehen!!!!!
Selbst sämtlich Onkel und Tanten inkl. Cousins und Cousinen sowie deren Kinder waren da um uns zu gratulieren. Das war so wunderschön!!!!!
Dass nach unserem Ja-Wort Marion und Kathrin schon mal voraus gegangen sind, um die Getränke vorzubereiten, habe ich gar nicht mitbekommen. Aber es war klasse organisiert! Die beiden gingen mit den Tabletts herum und verteilen Sekt, O-Saft (inkl. Reis) und Bier.
Für meine Eltern war es eine ganz neue Erfahrung, dass man nicht nur den Brautleuten, sondern auch den Brauteltern gratulierte. Genau genommen war es für die Essener Fraktion sowieso eine absolute Reizüberflutung an diesem Tag! Aber sie waren alle fröhlich.
Nachdem wir ausgiebig versucht haben mit allen Gästen (es waren bestimmt an die 50) anzustoßen haben wir am Rande mitbekommen wir bereits für das nächste Brautpaar div. Vorkehrungen getroffen wurden. Als dieser aber dann ebenfalls aus dem Trauzimmer heraus kamen, war es für uns an der Zeit uns aus dem Staub zu machen. Und so stiegen wir wieder in die Autos (unser Empfangskomitee hatte sich bereits zerstreut) und fuhren zurück nach Weseke, denn nun kam der gemütliche Teil des Tages.
Wir hatten zum Essen geladen und vorher mussten wir noch ganz schnell sämtliche Blumen ausladen und ins Wasser stellen.
In der Gaststätte angekommen, nahmen wir erst einmal den Saal ein. Schließlich waren wir immer noch 20 Personen (der engste Familienkreis). Es gab sogar einen Geschenketisch, obwohl wir doch eigentlich nichts haben wollten (schließlich feiern wir nächstes Jahr noch einmal richtig groß). Nachdem dieses ganze Gewusel geregelt war, mein Brautstrauß eine Vase gefunden hatte, begaben wir uns zu Tisch. Selbst eigene Menükarten standen dort, was ich richtig gelungen fand.
Als Vorspeise gab es eine klare Rinderbrühe mit grün gefärbten Eierstich. Von der Chefin gab es die Bemerkung „Liebe Sarah, wir haben uns erlaubt ein wenig Farbe in die Suppe zu bringen, da deine Familie ja ebenfalls sehr bunt gewürfelt ist.“
Zum Hauptgang hatten wir drei Sorten Fleisch, Schweinemedaillons, Rinderrouladen und in Eierteig gebackenes Geflügel. Dazu eine gemischte Gemüseplatte, Kroketten und Salzkartoffeln. Es wurden zwei verschiedene Sorten Wein gereicht und wer wollte, konnte auch Bier oder Nonalkoholica trinken (schließlich waren auch Kinder dabei).
Mein persönliches Highlight war der Nachtisch!!!! Dazu hatten wir Vanilleeis mit heißen Kirschen (in der Sauce war Zimt *mjam*) und eine Pfirsich-Maracuja-Creme mit Pistazien geordert. Da hätte ich mit reinlegen können!!!!
Tage vorher hatte Dirk noch bei seinem Vater angefragt, ob wir das Essen sofort bezahlen müssten oder ob wir eine Rechnung bekommen würden. Bernard hatte sich einen gegrinst aber meinte nur, dass wir eine Rechnung bekommen würden.
Den Grund sollten wir an unserem Hochzeitstag noch früh genug erfahren….
Denn mein Vater und meine Mutter wollten es sich nicht nehmen lassen, uns das Essen als gemeinsames Hochzeitsgeschenk zu bezahlen.
„Mensch…das ist aber…ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!“ zu mehr war ich nicht in der Lage!
Nach dem Essen verstauten wir schnell sämtliche Geschenke bei uns (waren ja nur drei Schritte) und gingen dann zu Bernd und Gilla rüber, denn die beiden stellten uns ihre Wohnung zum anschließenden Feiern zur Verfügung.
Und was hatte Gilla es schön gemacht!!! Auf der großen Tafel im Esszimmer standen rote Rosen in kleinen Glasvasen dekoriert genauso wie im Wohnzimmer.
Nachdem wir alle angekommen waren und ihre Wohnung quasi in Beschlag genommen haben, nahm Gilla mich beiseite und meinte dass sie noch eine Überraschung für uns habe.
Wir gingen ins Wohnzimmer und dort stand Gitte mit einem Korb voller Getränke in der Hand. Meine Schwiegermutter kommentierte dies mit den Worten: „Gitte ist heute euer persönlicher Kellner!“. Nein, wie geil!!!!! Und sie war sogar in schwarz/weiß gekleidet!!!! Was habe ich mich gefreut!!! Und Gitte erst einmal herzlich in den Arm genommen.
Es stellte sich heraus, dass so ein persönlicher Kellner äußerst vorteilhaft ist ;-)
Denn so hatte auch Gilla die Hände frei und konnte sich ausgiebig mit meiner Essener Familie unterhalten, die sie bis dato, bis auf Mama und Detlef, ja noch gar nicht kannte!!!
Und so verteilten wir uns alle im Hause Pirat und jeder fühlte sich sichtlich wohl!
Die Männer standen zum Teil draußen auf der Terrasse um schwerwiegende Herrengespräche zu führen, die Frauen hatten ihre Küchenparty, die gesetzteren Gäste tummelten sich am Esstisch und die „jungen Leute“ mümmelten auf dem Sofa.
Es wurde Kaffee und Kuchen gereicht, meine Tante erzählte mir ganz stolz, dass ihr Mann sich heute ganz alleine angekleidet habe. *lach*
Dazu sollte ich erwähnen, dass Jürgen ein äußerst eigenwilliger Mensch ist, was seine Kleidung an Festlichkeiten angeht. Selbst zu seiner eigenen Hochzeit hat er Jeans getragen! Und da stand er nun, im Anzug, mit Schlips und sah wirklich Schmuck aus!
Mein Vater krächzte bereits vor dem Standesamt dass die Krawatte so beengend sei und er kaum Luft bekommen würde….worauf ich nur meinte, dass er sie doch lockern könne und später eh abnehmen. Aber da ist mein Vater ja eigen. Ne! Die blieb bis zum bitteren Ende um seinen Hals!!!!
Selbst mein Bruder hatte einen Anzug an und…hola! was ein smartes Kerlchen! Also wenn ich nicht schon verheiratet wäre, dann müsste mein Brüderchen echt zittern. *lach*
Meine Großeltern waren total in das Gespräch mit Oma Pirat vertieft. Somit alle zufrieden J
Nach Kaffee und Kuchen wurde auf einmal die Musik angeschmissen und es durfte getanzt werden.
Selbstverständlich gab es auch einen Brauttanz. In der Küche! Papa hat irgendwann abgeklatscht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vorher noch nie mit meinem Vater getanzt habe. Aber WOW! was ein toller Tänzer!!! Der Mann kann führen! Aus dem Schraubstock kommt man nicht wieder heraus. Perfekt für unsere Hochzeit nächstes Jahr!
Ich hätte auch gerne mit meinem Bruderherz getanzt aber der änderte spontan die Gesichtsfarbe als unsere Oma ihm vorschlug doch seinen Vater abzulösen.
„Aber Oma! Ich kann doch gar nicht tanzen.“
Somit habe ich Marvin gegenüber einen Wunsch geäußert.
„Ich würde mich riesig freuen, wenn wir beide nächstes Jahr ne flotte Sohle auf’s Parkett legen.“
Schluck!
„Aber ich kann doch nicht tanzen.“
„Mh…frag doch mal Papa ob er es dir beibringt. Oder üb mit Mama. Überleg es dir, du hast ein Jahr Zeit!“
Ich bin ja mal gespannt, was er daraus macht!
Im Laufe des Abends wurde die Runde immer gemütlicher und es kam uns vor, als würde die Zeit nur so an uns vorbei rasen! Zwischenzeitlich ging meine Oma mit Oma Pirat ne Runde spazieren. Nach dem langen sitzen mussten die Damen sich einfach mal die Beine vertreten (71 und 82 Jahre alt).
Und so kam es, wie es kommen musste, die Gesellschaft fing an sich aufzulösen L
Da meine Tante am nächsten Tag noch zu einer Kommunion musste, dafür noch einen Kuchen backen und, als wäre das nicht genug, zusätzlich noch eine Präsentation für ihr Studium fertig stellen musste, sind die gegen 21h mit meiner Stiefma und Marvin wieder Richtung Essen gefahren.
Eine Stunde später verabschiedete sich mein Vater mit meinen Großeltern. Lediglich Mama und Detlef blieben in Weseke und haben bei Gilla und Bernd geschlafen.
Trotzdem war der Abend noch nicht zu Ende.
Irgendwann tauchte ein Freund der Familie auf und dieser tanzte uns alle, bis die Füße qualmten. Was wohl eher daran lag, dass er aufgrund seines Alkoholpegels ständig meine Füße schrabbte, da ich mittlerweile barfuß war. Aber tanzen kann der….schön!
Nachdem Mama und Detlef schon lange im Bett verschwunden waren, wir den letzten Besucher verabschiedet haben, sind Dirk, Vanessa und ich auch Richtung Heimat gegangen.
Dort haben wir erst mal in aller Ruhe noch zusammen gesessen und sind angefangen unsere Geschenke auszupacken.
Meine Mutter hatte mir noch einen ganz persönlichen Brief geschrieben, der mich einfach sprachlos machte!
Dirk hatte morgens an den Radiosender, über dessen Internetcommunity wir uns kennen gelernt haben, eine Mail geschrieben dass das allerbeste an seinem Samstag sei, dass er seine GrüneZora (mein Nick) heute heiraten würde!
Dies haben unsere Nachbarn gehört (sowie Freunde aus Essen) und auch sie beglückwünschten uns. Sogar die Weseker Volksbank hatte es im Radio vernommen und uns gratuliert….
Wir haben uns nur noch gefragt wo der Tag geblieben ist.
Es war wirklich so, als würde ein Film an uns vorbei fahren.
Wir waren nicht in der Lage das alles zu begreifen und ich war gespannt, wann ich das alles verarbeiten würde. Da war mein JGA echt nen Kinderschiss gegen. J
Als Dirk und ich im Bett lagen waren wir noch so aufgekratzt…und unterhielten uns noch eine ganze Weile. Voller Glück und Zufriedenheit schließen wir ein. Und wer sich jetzt fragt wie wohl die Hochzeitsnacht war, dem kann ich sagen RUHIG!!!
Der ganze Tag war einfach nur unbeschreiblich schön!!!!
Sonntags haben wir sämtliche Blumen nach Hause geholt, nun ist kaum noch Platz in unserer Wohnung. J
Der Geschenketisch bleibt bestimmt wieder einige Wochen stehen (wie nach jedem Geburtstag und Weihnachten bei mir üblich).
Ich musste unbedingt noch einmal allen Verwandten aus Essen ein Dankeschön für diesen gelungen Tag aussprechen. Denn so ein Fest steht und fällt halt mit den Gästen! Das Feedback was ich bekommen habe, hat mich einfach nur glücklich gestimmt, denn jeder hat sich in der anderen Familie wohl und aufgehoben gefühlt. Ein schöneres Geschenk hätten sie mir nicht machen können!
Wenn dieser Tag schon so grandios war, dann möchte ich nicht wissen, wie unsere kirchliche Hochzeit, nächstes Jahr in den Sommerferien wird!!!
Ich bin glücklich!
Und stolz Frau Pirat zu sein!!!!
P.S. Sobald wir die Fotos haben, werde ich versuchen euch auch einen visuellen Eindruck zu vermitteln