I'm the God of Hell and Fire

29.04.2008 um 22:38 Uhr

Erkenntnis

Also Sachen gibt's....

Da erfahre ich gerade dass ich

  • auf alles eine Antwort habe,
  • besserwisserisch bin,
  • als Klugscheißer betitelt wurde.

Wenn ich es nicht selber gehört hätte, ich könnt nicht glauben, dass man von mir spricht!
Interessanter weise kam diese Aussage von einer Frau, die mich bis jetzt erst einmal "aktiv" erlebt hat.

Ha! Diese Seite kenn ich noch gar nicht an mir....Danke Fröhlich

29.04.2008 um 00:02 Uhr

Die Überraschungsparty

Samstag war es soweit!

Vanessa sollte eine Überraschungsparty bekommen.
Ich hatte mich schon viele Wochen im Voraus angekündigt einen letzten, gemeinsamen Tag mit ihr zu verbringen, bevor sie ihre Sachen packt und nach Berlin geht. Traurig

Wellness war angesagt.

Dass wir im Vorfeld Stunden der Planung und Ausarbeitung verbraucht haben, wusste sie natürlich nicht! Auch nicht, dass wir uns mit allen Freunden getroffen haben um ein Gruppenfoto zu machen, ich 173 Bilder für eine Collage entwickeln ließ, Mareike eine Kollegin mobilisierte, die ihr einen Wellnessgutschein ausstellte, René ein Kissen drucken ließ, Sandra, Mareike, René und ich uns ums Essen kümmerten, wir den Schlüssel zu ihrer Wohnung von ihrer Ma besorgten und und und Fröhlich

Somit habe ich Vanessa um halb vier in mein Auto geladen und wir sind nach Bochum in die Meditherme. Herrlich! Vier Stunden lang die unterschidlichtsten Saunen und Solebad und entspannen und sich fühlen wie im Urlaub!
Wir waren schön kaputt. Vanessa freute sich richtig auf unseren gemeinsamen Abend. Nichts tun, schön schlaff auf der Couch lungern, dazu Fight Club und ne lecker triefende Salamipizza. So hatte ich es ihr jedenfalls erzählt ;-).

Dass in der Zeit, wo wir unterwegs waren, Mareike, Sandra, René, Dirk und Kaddy das Essen bei ihr zu Hause vorbereitet und das Bier schon mal kalt gestellt haben, konnte sie ja nicht wissen. *gg*

Vanessa öffnete ihre Wohnungstür (es war mucksmäuschenstill). Allerdings muss sie etwas gesehen haben, ging einen Schritt in ihre Hütte und meinte auf einmal: "Was ist denn hier los?" und blieb abrupt stehen. "Wie? Was soll denn los sein?" gab ich ihr als Antwort und schubste sie doch recht energisch ins Esszimmer.

"ÜBERRASCHUNG" schrien alle, die Kameras blitzen, alle klatschten und Vanessa traute ihren Augen nicht! Da standen sie....Fabian, Daniel, Sandra, René, Mareike, Silvia, Thilo, Jasmin, Dirk, Frank, Holger, Silke und natürlich ich, die die Idee dazu hatte.....
ALLES RICHTIG GEMACHT!!!!!

Allerdings haben wir es nicht geschafft Vanessa zum weinen zu bringen :-( Vielleicht lag es daran, dass sie zu überwältigt war alles zu realisieren. Es kam auch erst viel später die Frage wie wir denn in ihre Wohnung gekommen seien. *smile*
Es wurde mit Berliner Weiße angestoßen und es gab ein Buffet bestehend aus Leckereien typisch Pott und typisch Berlin.
Ein schöner Abend war es, auch wenn sie sich den etwas anders vorgestellt hat.
Aber wir konnten Vanessa doch nicht gehen lassen ohne sie vorher gebührend zu verabschieden!!!!!

Ich hoffe sie wird einen guten Start in Berlin haben und kann sich sicher sein, dass wir alle hinter ihr stehen!!!!

24.04.2008 um 11:34 Uhr

Man kann mich auch mit kleinen Dingen zufrieden stellen ;-)

von: Schussel   Kategorie: Mein furchtloser Pirat

Wisst ihr was ein Hook ist?

Für alle "Nicht-Dörfler" eine kurze Erklärung:
Als Hook bezeichnet man den Zusammenschluß von Nachbarn für ein bestimmtes Gebiet. 

Einen solchen gibt es natürlich auch bei uns. Wobei es in Weseke so einige gibt, aber unser "Einzugsgebiet" ist der Kronenhook. Man veranstaltet Sommerfeste, organisiert z. B. Röschen binden, feiert zusammen Karneval, Geburtstage, Nikolaus für die Kinder, bringt einen Kromstuten zur Geburt  und und und.

Man kann in einen Hook eintreten, muss es aber nicht.

Letztes Jahr waren Dirks Eltern noch die Hookswirte und alle "neuen" Nachbarn wurden zum Sommerfest eingeladen, damit man sich einfach mal kennen lernt.
Natürlich wollte man auch Nachwuchs finden :-)

Es kam die Frage auf, ob wir nicht in den Hook eintreten wollen, aber bedingt dadurch dass wir nur zur Miete wohnen und irgendwann mal aus diesem Gebiet weg ziehen, meinte Dirk das sich das nicht lohnen würde.
Also ich hätte nichts dagegen gehabt!

Nun war es so, dass am Dienstag vom Hook die Röschen für die anstehende Hochzeit am Samstag gefertigt wurden und ich dort auch gerne mitmachen wollte. Eine leichte Diskussion entstand, die darin endete dass Dirk total entnervt über uns Weiber war, mit seinen Eltern, dem Brautpaar und den amtierenden Hookswirten sprach....Ja, auch nicht autorisierte Mitglieder durften helfen :-)

Es war schön! Wirklich richtig schön! Da sitzen ca. 12 Frauen, jeden Alters zusammen und arbeiten gemeinsam. Keine Distanz oder Intoleranz. Ich habe mich dort einfach wohl gefühlt!

Und so lagen wir gestern im Bett unterhielten uns und ich erzählte Dirk erneut wie schön ich diesen Abend doch fand und wie wohl ich mich dort gefühlt habe....worauf Dirk irgendwann mit einem breitem Grinsen im Gesicht meinte:
"Komm Sarah, sag schon."
"Hä?"
"Na komm.....sag schon!"
"Ich weiß nicht was du meinst!!??"
"Sarah....komm....du willst es doch!"
"???? Ach so!!! Wie jetzt??? Soll ich echt???"
"Komm...."
"Schatz, ich würde gerne in den Hook eintreten."
"Dann mach es klar. Aber den Schnaps bezahlst du!"

Oh was freu mich!!!!
Da werde ich mich gleich heute schlau machen, welche Statuten wir einhalten müssen.

23.04.2008 um 07:40 Uhr

Es gibt Frauen, es gibt Männer und es gibt Mütter!

Was Mütter alles können:

1 Aus dem Tiefschlaf hochschnellen, wenn

zwei Zimmer weiter

ein Filzstift auf der Tapete quietscht

2 In zehn dünnen Häärchen mindestens 20

lustige Klammern

unterbringen

3 Im Bus eine diplomatische Antwort auf die

Fragen finden:

,,Mama, warum ist die Frau so dick?"

oder ,,Mama, warum stinkt

der Mann so?"

4 Kapieren, dass kein Kinderkopf zu groß

ist, um zwischen zwei

Geländerstäben durch zu passen

5 Am Elternabend auf winzigen Stühlen

ausharren, ohne

einzelnen besserwisserischen Supermamis

an die Gurgel

zu springen

6 Nicht müde werden, zu versichern, dass

Karotten groß und

stark machen, aber Pommes klein und dick

7 In Windeseile ein phantasievolles Kostüm

zaubern

8 Den selbst gebastelten Stifthalter aus

Toilettenpapierrollen

tapfer auf den Büroschreibtisch

platzieren

9 Zu Tränen gerührt sein, wenn das Kind in

der ersten

Theateraufführung mitspielt, egal ob es

ein Dornröschen,

Frosch oder eine Dornenhecke spielt

10 In 50 verschiedenen Tonlagen NEIN sagen

11 Morgens um 2 Uhr Monster aus dem

Kinderzimmer vertreiben

12 Locker bleiben wenn die Schwiegermutter

fragt:

"Meinst du das ist gut für das

Kind?"

13 Strafende Blicke ignorieren wenn sich

das Kind im

Supermarkt kreischend auf den Boden

wirft

14.Der Versuchung widerstehen Benjamin

Blümchen den

Rüssel umzudrehen, weil sein

*tööröööö* seit 2 Stunden

durchs Auto dröhnt

15.Trotz alledem: Mit niemandem tauschen zu

wollen





Je mehr Kinder man hat, um so mehr ändert sich das Verhalten!

Hier ein paar Beispiele:

Deine Klamotten:

1.Kind: Du kaufst Umstandskleidung, sobald der Test positiv ist

2.Kind: Du trägst Deine normalen Sachen, solange wie möglich

3.Kind: Deine Umstandskleidung SIND Deine normalen Sachen

Geburtsvorbereitungen:

1.Kind: Deine Atemübungen werden täglich geübt

2.Kind: Keine Lust zu üben, da es eh nix bringt

3.Kind: Du fragst, ob Du ab dem 8.Monat eine PDA haben darfst

Kinderzimmer:

1.Kind: Alles wird vorher gewaschen, gebügelt, farbig sortiert und sehr ordentlich in Babys Wickeltisch gelegt

2.Kind: Du überprüfst, ob alles sauber ist und nur die mit den dunkelsten Flecken werden weggeworfen

3.Kind: "Jungs können pink tragen, oder??"

Sorgen:

1.Kind: Bei ersten Anzeichen von Unwohlsein, Grimassen oder Pups wird das Baby auf den Arm genommen

2.Kind: Wird nur auf den Arm genommen, wenn Du Angst hast, das Schreien könnte das 1.Kind wecken

3.Kind: Der 3jährigen wird gezeigt, wie sie den Schaukelsitz anschubsen kann

Zuhause:

1.Kind: Den ganzen Tag verbringst du damit, das Kind anzusehen

2.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit damit, zuzusehen, ob der Ältere das Baby kneift, beißt usw.

3.Kind: Du verbringst ein wenig Zeit täglich damit, Dich vor den Kindern zu verstecken

Schnullies:

1.Kind: Falls er auf den Boden fällt, wird er erst wieder gegeben, wenn man zu Hause ist und er sterilisiert wurde

2.Kind: Schnulli wird vom Boden aufgehoben und mit ein bisschen Saft aus der Flasche bespritzt oder abgeleckt

3.Kind: Schnulli wird am Hemd abgewischt und wieder in den Mund gesteckt

Windel:

1.Kind: Werden jede Stunde gewechselt, egal ob nötig oder nicht

2.Kind: Werden jede 2-3 Stunden gewechselt, wenn nötig

3.Kind: Werden gewechselt, bevor andere Leute anfangen über den Geruch zu meckern, oder wenn es um die Knie hängt

Frühförderung:

1.Kind: Geht zur "Babymassage", "Mutter und Baby Treff" und zum "Still Treff"

2.Kind: "Mutter und Baby Treff"

3.Kind: Wird zum Einkaufen mitgenommen

Babysitter:

1.Kind: Das 1.Mal wenn Du weg bist, rufst Du jede Stunde an und fragst, ob alles in Ordnung ist

2.Kind: Eine Telefonnummer wird hinterlassen

3.Kind: Dem Babysitter wird gesagt, er solle NUR anrufen, wenn Blut zu sehen ist

Geld geschluckt:

1.Kind: Wird sofort ins Krankenhaus gebracht, am besten mit Krankenwagen

2.Kind: Du passt täglich auf, ob es wieder da ist

3.Kind: Das Geld wird vom Taschengeld abgezogen

21.04.2008 um 11:26 Uhr

Frühdienst ist ein Arschloch!

Jawoll!!!

Aber wenigstens scheint die Sonne und ich kann (vielleicht) heute noch ein wenig Zeit auf unserem Balkon verbringen.

Wofür habe ich denn schließlich gestern

  • die Balkonmöbel aus'm Keller hochgeschleppt,
  • die Palme nach draußen gewuchtet.
  • alles für die entspannte Zeit zu Hause hergerichtet!

Die Grillsaison ist eröffnet!!!! Es muss sich nur noch einer finden, der ihn sauber macht ;-)
Also....wünscht mir Glück!

Übrigens....heute spricht, nach langer Zeit, mein Fuß mal wieder zu mir *gg*. Es gibt ander Wetter *juchuuuuu*

17.04.2008 um 15:32 Uhr

Ich bin ein Macher!

Soeben habe ich eine Initiativbewerbung an meinen Personalreferenten geschrieben.

Der Betriebsrat hat mir dazu geraten, kann sehr gut nachvollziehen, dass ich den Wechseldienst nicht mehr verkrafte, und bat mich ihn mitlesen zu lassen.

Nun MUSS reagiert werden.
Packen wir es an!

CHANGE!!!

15.04.2008 um 15:56 Uhr

Die Luft ist raus!

Seit gestern habe ich das Gefühl, als stünde jemand neben mir.
Ich bin den ganzen Tag müde, antriebslos einfach schlapp.

Woran es liegt, das weiß ich ganz genau!

Wie soll man sich auch fühlen, wenn man morgens von einer 12Std Nachtschicht nach Hause kommt, bei Zeiten wieder aufstehen muss, denn am nächsten Tag muss man wieder zum Spätdienst.

Ein geregelter Tagesablauf sieht anders aus!

Gestern Abend konnte ich (natürlich) nicht schlafen und heute morgen kam ich mit dem Arsch nicht hoch. Sehr zum Leidtragen des Piraten, denn mein Wecker klingelte unentwegt ab 08:15h und dienstags ist der einzige Tag unter der Woche, an dem er lange schlafen kann.

Ich schlurfe wie Falschgeld durch die Wohnung....
Arbeitszeittechnisch ist die Luft echt raus!

Ich muss aus diesem verdammten Wechseldienst!!!

Ich krieg es ja noch nicht mal geregelt meiner Arbeit zu Hause nachzukommen. Da muss ich mir sogar nen Tag Urlaub für nehmen. Ich hab da echt keine Lust mehr drauf!!!

Wenn ich daran denke, was in den nächsten Tagen bei uns privat alles ansteht...herrje!

Lieber Gott, mach das ich 8 Hände, 6 Beine und mind. 2 Köpfe habe :-)

Autosuggestion: Alles wird gut!!!!

14.04.2008 um 14:26 Uhr

Gut Ding will Weile haben :-)

14.04.2008 um 01:45 Uhr

Stino

Seit dem ich mit dem Piraten zusammen bin/lebe führe ich ein recht bürgerliches Leben.

Guuut, vorher gab es nicht wirklich Eskapaden aber mein Alltag sah anders aus, hatte andere Prioritäten.

Es gefiel mir!

Ich war das alleinige Alphatier, dass unter der Woche schön ihrem Schreibtischjob nachging und am Wochenende die Sau raus lies. Die einen Abend feiern ging und am nächsten Abend die Thekenschlampe miemte. Die mit Menschen gespielt hat und der nichts und niemand auch nur annähernd das Wasser reichen konnte! Mein Leben war eine übermäßige Party, die nicht enden wollte.

In dieser Zeit habe ich eine Menge neue Personen kennen gelernt und daraus sind bis heute Freundschaften entstanden, die ich nie und nimmer missen möchte!

Mein Leben nun gefällt mir allerdings auch!
Ich bin absolut stink normal!

Nein....ich bin Spießer!!!!
Erklärung dazu aus Wikipedia.de:
Als Spießbürger oder Spießer bezeichnet man abwertend eine Person, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte
Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung, Komfortismus und starkem Bedürfnis nach Sicherheit auszeichnet.

Oh ich  gehe darin auf, Weibchen zu sein. Ein Nest zu haben, es schön zu machen.
Ich liebe es in diesem Dörfchen zu leben.
Gefühlte Stunden benötige um auch nur einen kleinen Einkauf zu tätigen (man trifft ja Unmengen an Menschen auf dem Weg und muss Pläuschen halten) und ich sehe mich irgendwann als Hausfrau und Mutter, die den Garten umjähtet und das Essen auf dem Herd hat!

Ja....ich genieße es! Ich bin gerne Spießer!!!!

13.04.2008 um 04:13 Uhr

Kinder an die Macht!!!

Meine Freundin hat eine 4-jährige Tochter.

Amelie.

Ich bin absolut vernarrt in dieses Kind! Amelie ist toll!!! Und Amelie ist anders als andere Kinder!

Irgendwie....ich kann es nicht beschreiben.

Kerstin erzählte mir, dass sie mit ihr schon als Baby jeden Tag Ausflüge gemacht habe, in den Tierpark gegangen sei, ihr die große, weite Welt zeigen wollte.

Denn,

"Sarah, die Welt braucht dieses Kind!".

Ja, Kerstin hat Recht.

Die Welt braucht Kinder!!!! Und vorallem braucht die Welt Kinder, die Kinder sein dürfen.

Wie die kleine Erdnuss!

Auch sie ist vier Jahre alt und erninnert mich wahnsinnig an Amelie.
Ich habe mir heute Nacht dieses Blog komplett durchgelesen und dabei Tränen gelacht!

Herrlich!!!!

Die Welt aus Kinderaugen sehen, sich zu wünschen dass der Teufel lieb ist. Diese Unbeschwertheit und Wissbegierigkeit. Als Erwachsener hat man soviele Dinge verlernt. Erst durch Kinder wird man sich dessen wieder bewusst!

Ich wünsche mir mehr solcher Kinder!!!!!

KINDER AN DIE MACHT!!!!

09.04.2008 um 18:34 Uhr

Ein frischer Wind weht endlich wieder!

von: Schussel   Kategorie: Music makes me feel

Harrrr!
Genialer Sound!
Beim Text muss man auch mal zwischen den Zeilen lesen (was sich aber aufs komplette Album bezieht)!
Ach und nur so nebenbei....es macht geile Laune!!!!

 

Du wirfst die Angel aus immer und immer wieder
Ich steh mit an Land und halt dir die Hand
Denn nichts tät ich lieber

Und zuckt die Schnur
Dann zuckt ein böses Grollen durch meine Glieder
Natürlich freu ich mich für dich
Denn nichts tät ich lieber


Nichts tät ich lieber
Nichts tät ich lieber
Ich spiel hier stille Post mit dir
Doch das Spiel kennt keinen Sieger
Ich schwitz und frier, doch wie infizier ich dich mit meinem Fieber
Nichts tät ich lieber
Nichts tät ich lieber

Als schönster Pfau der Herde
Putzt du täglich dein Gefieder
Und ich polier da gründlich mit
Denn nichts tät ich lieber

Du schlägst dein Rad, sie schlagen scheu
Die Klimperwimpern nieder
Ich würd gern auch und trau mich nicht
doch nichts tät ich lieber


Nichts tät ich lieber
Nichts tät ich lieber
Ich spiel hier stille Post mit dir
Doch das Spiel kennt keinen Sieger
Ich schwitz und frier, doch wie infizier ich dich mit meinem Fieber
Nichts tät ich lieber
Nichts tät ich lieber

08.04.2008 um 18:57 Uhr

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!

Ich muss meinen Vater um Verzeihung bitten Verrückt

Da schmunzel ich über ihn und mache meine Scherze, weil er Probleme mit jeglicher Art der Veränderung hat und was mache ich????

Ich verhau mich mal wieder am Telefon. *Zähneknirsch*

27 lange Jahre war ich Sarah Schussel. Nun, seit 11 Tagen, heiße ich aber Sarah Pirat.
Da ist es mir wieder passiert. In Gedanken versunken sitze ich auf der Arbeit und das Telefon klingelt. Wie immer gehe ich ran und melde mich " Blablabla....blablabla...Schussel mein Name."

FUCK!!!!!

Da war er wieder!
Der böse Fehlerteufel!!!! Und ich ärger mich!!!!!

Andererseits....was mich über 27 Jahre bestimmt hat, muss nun mühsam erlernt werden ;-)

Ich schaff das!!!! *Tschakka*

Ja Papa....auch ich bin ein Gewohnheitstier!!!

03.04.2008 um 23:10 Uhr

Autsch!

Heute bekam ich mal wieder einen Anruf von Angelina.

Ihr Frauenarzt hat sich geirrt, denn sie bekommt kein Mädchen sondern einen Jungen.
Somit wird es keine Denise sondern vielleicht ein Joshua. Angelo hatte vor einer Woche erst das Kinderzimmer rosa gestrichen; da muss er jetzt noch einmal ran. *gg*
Allerdings habe ich ihr geraten noch zwei Wochen zu warten, bzw. bis zum nächsten Ultraschall. Nicht dass der Arzt sich wieder vertan hat und die Nabelschnur falsch gedeutet! *lach*

Der Oberknaller kam allerdings wie ein Hammer!

Die Hochzeit von Angelina und Angelo muss weiter nach hinten verschoben werden (Termin jetzt komplett offen), da Angelo noch nicht geschieden ist!!!
Hallo????? Wie kann ich denn nicht wissen, dass ich nicht geschieden bin????
Angeblich habe die Rechtsanwältin Mist gebaut....
Ja ne, ist klar!!!!! Ich, als Betroffener, würde mich auf jeden Fall dahinter klemmen, wenn ich vor habe erneut eine Ehe einzugehen und außerdem erhält man doch auch eine Scheidungsurkunde (oder so)!!!!!

Mir persönlich ist es unbegreiflich wie man nicht wissen kann, dass man noch verheiratet ist!!!!
Da zweifel ich wirklich am Verstand des Jungen......

03.04.2008 um 04:39 Uhr

So ein Mist!!!!

Jetzt wollte ich ein paar Fotos von unserer Hochzeit hochladen, da funktioniert das nicht!!!! *MOTZ*

Vielleicht sollte ich es mal über Mozilla versuchen....
Aber nicht mehr heute, denn ich geh jetzt ins Bett!

Gute Nacht!

02.04.2008 um 03:21 Uhr

Unsere Hochzeit - Der wirklich schönste Tag im Leben!!!

Stimmung: Glücklich und Zufrieden

Eigentlich ging es schön Freitagabend los.

Freunde wollten mit uns noch mal einen Trinken gehen. Wir gingen gemeinsam zu ihnen nach Hause. Dirk oben ins Wohnzimmer und ich hatte bereits mit Kerstin ausgemacht, dass ich gefälligst in den Partykeller zu kommen habe.

Als ich dort die Türe öffnete, warteten bereits die Mädels aus unserem Stammtisch auf mich! Was eine Überraschung!!!! Kerstin hatte diese gefragt ob sie spontan Lust hätten meinen wirklich letzten Abend in Freiheit mit mir zu begießen. Und so haben es 6 von 11 (ich zähl mich ja nicht mit) einrichten können.

Fand ich total klasse! Und so hatten wir unseren Spaß…..

Später gingen wir noch zu den Jungs in den Autohof und ließen den Abend dort ausklingen. Dirk und ich hatten uns als späteste Uhrzeit 1h gesetzt aber es kam wie es kommen musste. Natürlich waren wir die Letzten und erst gegen 2h wieder zu Hause.

 

Samstagmorgen bellte mein Wecker bereits um 7h, denn schließlich hatte ich eine halbe Stunde später meinen Termin beim Haartechniker.

Katharina und ich hatten im Vorfeld schon ein paar Frisuren ausprobiert und da ich ja ein gehorsames Weibchen bin J habe ich den Wunsch meines zukünftigen Mannes erfüllt und mir eine wunderschöne Hochsteckfrisur machen lassen.

Danach hieß es ab nach Hause, denn in einer Stunde musste ich komplett fertig sein!

Wir wollten um 11h zum Standesamt losfahren und bis dahin wollte auch die Essener Familie in Weseke eintreffen, damit man gemeinsam dort hin fahren konnte.

 

Mein Vater stand bereits um halb 11 mit meinen Großeltern in unserer Wohnung und ich war noch nicht mal fertig angezogen….Dirk wurde zunehmend nervös und ich war die Ruhe selbst. Den Brautstrauß hatte mein Pirat bereits vorher abgeholt und nun war die große Frage, in welcher Lage befestigen wir seine Ansteckblume????

Gott sei Dank war meine Oma zur Stelle, die dies sofort in die Hand nahm und somit war auch dieses Problem gelöst.

Aber was war ich doc h erstaunt, als ich meinen Vater sah!!!! Er trug eine Stoffhose, ein Hemd, eine Krawatte und ein Sakko. Hemd und Sakko kannte ich ja von ihm aber Stoffhose und Krawatte???? Was war ich stolz auf meinen Vater!!!! Wo er doch im Vorfeld immer meinte, dass er zwar bei unserer kirchlichen Trauung einen Anzug anziehen würde, aber zum Standesamt müsse man ja nicht soooo förmlich sein.

Da scheint Mama ihm ja ne gehörige Standpauke gehalten zu haben. *lach*

 

Meine Mutter, Detlef, meine Tante nebst Mann sowie Marlies und Marvin trafen kurz danach ein und somit waren wir alle bereit, den Weg zum Standesamt anzutreten.

Dirks Papa machte uns im blitzblanken schwarzen Audi den Chauffeur und es ging los!

 

Dirk wurde immer hibbeliger……

 

Am Diebesturm angekommen wollten wir eigentlich in Ruhe noch schnell eine rauchen aber das war gar nicht so einfach. Denn wie vom Blitz getroffen zückten sämtliche Familienmitglieder ihre Kameras und ich hörte nur noch „Sarah!“ oder „Dirk!“ oder „Hier noch mal!“ oder, oder, oder.

Das Wetter war Gott sei Dank gut. Die ganzen Tage vorher hatte es geregnet und ich hatte schon Angst dass unser Hochzeitstag ins Wasser fällt. Zur Sicherheit und für alle Fälle hatte ich mir noch eine Hose bereit gelegt. Denn ich dachte mir, wenn es kalt und nass ist, dann ist es äußerst unproduktiv im weißen Leinenrock dort zu stehen. Aber dem war ja nicht so. Die Sonne schien, nur windig war es ein wenig.

 Borken ist auch bekannt als die Stadt der Türme und so befindet sich das Trauzimmer des Standesamts im Diebesturm, auch Liebesturm genannt. Erbaut wurde er 1326 bis 1433. Von 1815 bis 1908 war der Diebesturm offizielles Borkener Stadtgefängnis. Auch "Lebenslängliche" mussten im Stadtgefängnis einsitzen.

Und so standen wir alle im Vorzimmer und warteten darauf endlich eintreten zu können. Die Tür öffnete sich und der Standesbeamte trat heraus. Ging die Stufen hinunter und begrüßte uns. Er stand direkt vor mir, schaute sich um und meinte auf einmal: „Wo ist denn die Braut?“. Da habe ich nicht schlecht geschaut und ich ihn höflich darauf hingewiesen, dass diese doch direkt vor ihm stünde!

„Oh, Frau Schussel. Entschuldigen sie bitte, aber beim letzten Mal als wir uns gesehen haben, sahen sie ganz anders aus.“

Hust!!!! Was ja auch kein Wunder ist, denn im Alltag sehe ich nicht wie eine Braut aus! J Und so begrüßte der Standesbeamte jeden mit Handschlag und wir konnten endlich die Stufen zum Trauzimmer hinauf gehen.

 

Mein erster Blick fiel auf die Kerzen an dem ovalen Tisch. Denn eine Verkäuferin bei Schlecker erzählte Dirk, dass bei ihrer Hochzeit damals schwarze Kerzen brannten. Sie ist mittlerweile geschieden…….

Da saßen wir nun, und es wurde ernst! Auch wenn ich es im Vorfeld nie zugegeben hätte, so wurde mir in dem Moment als ich das Zimmer betrat doch ein wenig flau. *aber pssst!*

Der Standesbeamte gestaltete seine Rede sehr schön! An und für sich war die ganze Atmosphäre äußerst schön!!! Das Trauzimmer ist rund, mit weißen Backsteinen (angestrichen). Im Kamin loderte ein Feuer und im Hintergrund lief leise Musik. Wir hörten die Entstehungsgeschichte des Diebesturmes und man erklärte uns das Prinzip der Ehe nach dem Gesetzgeber. Allerdings in verständlichem Deutsch. J

Dann ging’s ans Eingemachte. Wir durften alle aufstehen und der Standesbeamte fragte erst mich und dann Dirk. Nachdem wir diese eine Frage mit einem deutlichen „Ja!“ beantworteten hatten, durften wir uns endlich unsere selbtgeschmiedeten Ringe anstecken. Ein Kuss und man gratulierte mir als Frau Pirat. Herrje….das war und ist immer noch total ungewohnt!!!! Ich konnte noch nicht einmal vernünftig unterschreiben, so kalt waren meine Hände.

 

Nun waren wir rechtmäßig verheiratet und einfach nur glücklich! Dirk strahlte; ich kam mir vor, als müsste man mir das Grinsen aus dem Gesicht meißeln. Danach ging es daran, sämtliche Glückwünsche unserer Familien entgegenzunehmen. Gilla hat geweint, Mama auch. Selbst meine Oma hatte die Tränen noch im Gesicht (nach ihrer Aussage Freudentränen), Oma Pirat war total gerührt und meine Tante konnte kaum Worte finden. Aber was sie sagen konnte war, dass sie uns alles erdenklich Gute wünscht und wir es besser als sie machen sollen (ebenfalls in zweiter Ehe).

Fast hätte mein Papa es vergessen uns zu beglückwünschen, denn der war die ganze Zeit mit filmen beschäftigt und wir wollten schon die Stufen wieder hinunter gehen…Nein, Papa musste ich unbedingt in den Arm nehmen und man sah ihm auch an, dass er sich sehr für uns gefreut hat!

 

Nun geht der Film los, denn das was dann alles kam, war für mich unbegreiflich und wunderschön zur gleichen Zeit!!!

 

Als Dirk und ich aus dem Diebesturm hinaus traten, erwartete uns eine Traube an Menschen! Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht! Dirks Kegelclub „Silonation“ war komplett angetreten inkl. Frauen/Freundin. Alle hatten eine Rose für uns mitgebracht. Von Dirks Schule waren div. Lehrekollegen sowie Mädels aus seiner Unter- und Mittelstufe. Die hatten sich was richtig tolles einfallen lassen. Bunte Luftballons, mit Helium gefüllt, an denen Glückwunschkarten befestigt waren. Leider konnten wir diese im Eifer des Gefechts gar nicht lesen und so flogen sie „unverrichteter Dinge“ über Borken hinweg. Selbst eine Studienkollegin aus Krefeld war extra für uns angereist. Wow!!!!
Amelie, Kerstins 4-jährige Tochter hatte einen solchen Spaß, dass sie gar nicht mehr aus dem Strahlen herauskam. Sie schmiss so penetrant mit Reis (gut, Mama hat geholfen um das ganze zu beschleunigen) dass ich diesen in Körperstellen hatte, die ich selber kaum kannte *lach*. Darüber hinaus drückte sie uns so herzlich und gab mit sogar Küsse, was bei der kleinen Dame einiges heißen soll! Ganz enttäuscht war sie, dass wir nicht tanzten, dafür Amelie aber umso mehr!

Gemeinsame Freunde die uns alle mit Blumen überhäuften, ich wusste gar nicht wie schwer so ein paar Rosen werden können. Kerstin hat uns mit dem Mädels vom Stammtisch einen Strauß bestehend aus 34 roten und weißen Rosen geschenkt…ein Traum!!!! So etwas habe ich noch nicht gesehen!!!!!

Selbst sämtlich Onkel und Tanten inkl. Cousins und Cousinen sowie deren Kinder waren da um uns zu gratulieren. Das war so wunderschön!!!!!

Dass nach unserem Ja-Wort Marion und Kathrin schon mal voraus gegangen sind, um die Getränke vorzubereiten, habe ich gar nicht mitbekommen. Aber es war klasse organisiert! Die beiden gingen mit den Tabletts herum und verteilen Sekt, O-Saft (inkl. Reis) und Bier.

 

Für meine Eltern war es eine ganz neue Erfahrung, dass man nicht nur den Brautleuten, sondern auch den Brauteltern gratulierte. Genau genommen war es für die Essener Fraktion sowieso eine absolute Reizüberflutung an diesem Tag! Aber sie waren alle fröhlich.

 

Nachdem wir ausgiebig versucht haben mit allen Gästen (es waren bestimmt an die 50) anzustoßen haben wir am Rande mitbekommen wir bereits für das nächste Brautpaar div. Vorkehrungen getroffen wurden. Als dieser aber dann ebenfalls aus dem Trauzimmer heraus kamen, war es für uns an der Zeit uns aus dem Staub zu machen. Und so stiegen wir wieder in die Autos (unser Empfangskomitee hatte sich bereits zerstreut) und fuhren zurück nach Weseke, denn nun kam der gemütliche Teil des Tages.

 

Wir hatten zum Essen geladen und vorher mussten wir noch ganz schnell sämtliche Blumen ausladen und ins Wasser stellen.

In der Gaststätte angekommen, nahmen wir erst einmal den Saal ein. Schließlich waren wir immer noch 20 Personen (der engste Familienkreis). Es gab sogar einen Geschenketisch, obwohl wir doch eigentlich nichts haben wollten (schließlich feiern wir nächstes Jahr noch einmal richtig groß). Nachdem dieses ganze Gewusel geregelt war, mein Brautstrauß eine Vase gefunden hatte, begaben wir uns zu Tisch. Selbst eigene Menükarten standen dort, was ich richtig gelungen fand.

 

Als Vorspeise gab es eine klare Rinderbrühe mit grün gefärbten Eierstich. Von der Chefin gab es die Bemerkung „Liebe Sarah, wir haben uns erlaubt ein wenig Farbe in die Suppe zu bringen, da deine Familie ja ebenfalls sehr bunt gewürfelt ist.“

Zum Hauptgang hatten wir drei Sorten Fleisch, Schweinemedaillons, Rinderrouladen und in Eierteig gebackenes Geflügel. Dazu eine gemischte Gemüseplatte, Kroketten und Salzkartoffeln. Es wurden zwei verschiedene Sorten Wein gereicht und wer wollte, konnte auch Bier oder Nonalkoholica trinken (schließlich waren auch Kinder dabei).

Mein persönliches Highlight war der Nachtisch!!!! Dazu hatten wir Vanilleeis mit heißen Kirschen (in der Sauce war Zimt *mjam*) und eine Pfirsich-Maracuja-Creme mit Pistazien geordert. Da hätte ich mit reinlegen können!!!!

 

Tage vorher hatte Dirk noch bei seinem Vater angefragt, ob wir das Essen sofort bezahlen müssten oder ob wir eine Rechnung bekommen würden. Bernard hatte sich einen gegrinst aber meinte nur, dass wir eine Rechnung bekommen würden.

Den Grund sollten wir an unserem Hochzeitstag noch früh genug erfahren….

 

Denn mein Vater und meine Mutter wollten es sich nicht nehmen lassen, uns das Essen als gemeinsames Hochzeitsgeschenk zu bezahlen.

„Mensch…das ist aber…ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!“ zu mehr war ich nicht in der Lage!

 

Nach dem Essen verstauten wir schnell sämtliche Geschenke bei uns (waren ja nur drei Schritte) und gingen dann zu Bernd und Gilla rüber, denn die beiden stellten uns ihre Wohnung zum anschließenden Feiern zur Verfügung.

Und was hatte Gilla es schön gemacht!!! Auf der großen Tafel im Esszimmer standen rote Rosen in kleinen Glasvasen dekoriert genauso wie im Wohnzimmer.

Nachdem wir alle angekommen waren und ihre Wohnung quasi in Beschlag genommen haben, nahm Gilla mich beiseite und meinte dass sie noch eine Überraschung für uns habe.

Wir gingen ins Wohnzimmer und dort stand Gitte mit einem Korb voller Getränke in der Hand. Meine Schwiegermutter kommentierte dies mit den Worten: „Gitte ist heute euer persönlicher Kellner!“. Nein, wie geil!!!!! Und sie war sogar in schwarz/weiß gekleidet!!!! Was habe ich mich gefreut!!! Und Gitte erst einmal herzlich in den Arm genommen.

Es stellte sich heraus, dass so ein persönlicher Kellner äußerst vorteilhaft ist ;-)

Denn so hatte auch Gilla die Hände frei und konnte sich ausgiebig mit meiner Essener Familie unterhalten, die sie bis dato, bis auf Mama und Detlef, ja noch gar nicht kannte!!!

 

Und so verteilten wir uns alle im Hause Pirat und jeder fühlte sich sichtlich wohl!

Die Männer standen zum Teil draußen auf der Terrasse um schwerwiegende Herrengespräche zu führen, die Frauen hatten ihre Küchenparty, die gesetzteren Gäste tummelten sich am Esstisch und die „jungen Leute“ mümmelten auf dem Sofa.  

 

Es wurde Kaffee und Kuchen gereicht, meine Tante erzählte mir ganz stolz, dass ihr Mann sich heute ganz alleine angekleidet habe. *lach*

Dazu sollte ich erwähnen, dass Jürgen ein äußerst eigenwilliger Mensch ist, was seine Kleidung an Festlichkeiten angeht. Selbst zu seiner eigenen Hochzeit hat er Jeans getragen! Und da stand er nun, im Anzug, mit Schlips und sah wirklich Schmuck aus!

Mein Vater krächzte bereits vor dem Standesamt dass die Krawatte so beengend sei und er kaum Luft bekommen würde….worauf ich nur meinte, dass er sie doch lockern könne und später eh abnehmen. Aber da ist mein Vater ja eigen. Ne! Die blieb bis zum bitteren Ende um seinen Hals!!!!

Selbst mein Bruder hatte einen Anzug an und…hola! was ein smartes Kerlchen! Also wenn ich nicht schon verheiratet wäre, dann müsste mein Brüderchen echt zittern. *lach*

 

Meine Großeltern waren total in das Gespräch mit Oma Pirat vertieft. Somit alle zufrieden J

 

Nach Kaffee und Kuchen wurde auf einmal die Musik angeschmissen und es durfte getanzt werden.

Selbstverständlich gab es auch einen Brauttanz. In der Küche! Papa hat irgendwann abgeklatscht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vorher noch nie mit meinem Vater getanzt habe. Aber WOW! was ein toller Tänzer!!! Der Mann kann führen! Aus dem Schraubstock kommt man nicht wieder heraus. Perfekt für unsere Hochzeit nächstes Jahr!

Ich hätte auch gerne mit meinem Bruderherz getanzt aber der änderte spontan die Gesichtsfarbe als unsere Oma ihm vorschlug doch seinen Vater abzulösen.

„Aber Oma! Ich kann doch gar nicht tanzen.“

Somit habe ich Marvin gegenüber einen Wunsch geäußert.

„Ich würde mich riesig freuen, wenn wir beide nächstes Jahr ne flotte Sohle auf’s Parkett legen.“

Schluck!

„Aber ich kann doch nicht tanzen.“

„Mh…frag doch mal Papa ob er es dir beibringt. Oder üb mit Mama. Überleg es dir, du hast ein Jahr Zeit!“

Ich bin ja mal gespannt, was er daraus macht!

 

Im Laufe des Abends wurde die Runde immer gemütlicher und es kam uns vor, als würde die Zeit nur so an uns vorbei rasen! Zwischenzeitlich ging meine Oma mit Oma Pirat ne Runde spazieren. Nach dem langen sitzen mussten die Damen sich einfach mal die Beine vertreten (71 und 82 Jahre alt).

Und so kam es, wie es kommen musste, die Gesellschaft fing an sich aufzulösen L

Da meine Tante am nächsten Tag noch zu einer Kommunion musste, dafür noch einen Kuchen backen und, als wäre das nicht genug, zusätzlich noch eine Präsentation für ihr Studium fertig stellen musste, sind die gegen 21h mit meiner Stiefma und Marvin wieder Richtung Essen gefahren.

Eine Stunde später verabschiedete sich mein Vater mit meinen Großeltern. Lediglich Mama und Detlef blieben in Weseke und haben bei Gilla und Bernd geschlafen.

 

Trotzdem war der Abend noch nicht zu Ende.

Irgendwann tauchte ein Freund der Familie auf und dieser tanzte uns alle, bis die Füße qualmten. Was wohl eher daran lag, dass er aufgrund seines Alkoholpegels ständig meine Füße schrabbte, da ich mittlerweile barfuß war. Aber tanzen kann der….schön!

 

Nachdem Mama und Detlef schon lange im Bett verschwunden waren, wir den letzten Besucher verabschiedet haben, sind Dirk, Vanessa und ich auch Richtung Heimat gegangen.

Dort haben wir erst mal in aller Ruhe noch zusammen gesessen und sind angefangen unsere Geschenke auszupacken.

Meine Mutter hatte mir noch einen ganz persönlichen Brief geschrieben, der mich einfach sprachlos machte!

Dirk hatte morgens an den Radiosender, über dessen Internetcommunity wir uns kennen gelernt haben, eine Mail geschrieben dass das allerbeste an seinem Samstag sei, dass er seine GrüneZora (mein Nick) heute heiraten würde!

Dies haben unsere Nachbarn gehört (sowie Freunde aus Essen) und auch sie beglückwünschten uns. Sogar die Weseker Volksbank hatte es im Radio vernommen und uns gratuliert….

 

Wir haben uns nur noch gefragt wo der Tag geblieben ist.

Es war wirklich so, als würde ein Film an uns vorbei fahren.

Wir waren nicht in der Lage das alles zu begreifen und ich war gespannt, wann ich das alles verarbeiten würde. Da war mein JGA echt nen Kinderschiss gegen. J

 

Als Dirk und ich im Bett lagen waren wir noch so aufgekratzt…und unterhielten uns noch eine ganze Weile. Voller Glück und Zufriedenheit schließen wir ein. Und wer sich jetzt fragt wie wohl die Hochzeitsnacht war, dem kann ich sagen RUHIG!!!

 

Der ganze Tag war einfach nur unbeschreiblich schön!!!!

Sonntags haben wir sämtliche Blumen nach Hause geholt, nun ist kaum noch Platz in unserer Wohnung. J

Der Geschenketisch bleibt bestimmt wieder einige Wochen stehen (wie nach jedem Geburtstag und Weihnachten bei mir üblich).

 

Ich musste unbedingt noch einmal allen Verwandten aus Essen ein Dankeschön für diesen gelungen Tag aussprechen. Denn so ein Fest steht und fällt halt mit den Gästen! Das Feedback was ich bekommen habe, hat mich einfach nur glücklich gestimmt, denn jeder hat sich in der anderen Familie wohl und aufgehoben gefühlt. Ein schöneres Geschenk hätten sie mir nicht machen können!

 

Wenn dieser Tag schon so grandios war, dann möchte ich nicht wissen, wie unsere kirchliche Hochzeit, nächstes Jahr in den Sommerferien wird!!!

 

Ich bin glücklich!

Und stolz Frau Pirat zu sein!!!!

 

P.S. Sobald wir die Fotos haben, werde ich versuchen euch auch einen visuellen Eindruck zu vermitteln