I'm the God of Hell and Fire

12.11.2007 um 21:23 Uhr

Vorschlag für einen neuen Langenscheidt

Schussel - Vater
Vater - Schussel

Leider wird dies wohl nie geschehen und so wird mir mein Vater auf Ewig ein Buch mit sieben Siegeln bleiben!!!!

Gestern haben wir uns mal wieder unterhalten und ja, diesmal kam das Gespräch auch auf seine gegenwärtige Situation.
Seit 48 Wochen habe er Wochenenden die mehr als beschissen für ihn seien.
Was mich ja schon verwundert hat, dass er die Wochenenden zählt aber er meinte nur, er habe das Datum des Auszuges seiner Frau halt im Kopf.
Ok, das ist halt mein Vater.
Ich kann ja verstehen, dass es ihn frustiert und dass er immer noch die Hoffnung hegt, dass sie mit meinem Bruder wieder zu ihm zurück kommt.....aber das wird dauern (wenn überhaupt) und so habe ich meinem Vater vorgeschlagen doch ne Alternative zur Wochenendgestaltung zu suchen. Denn er ist in seinem Trott, der sich seit dem Auszug von Marlies und Marvin (Dezember 2006) nicht geändert hat.
Mein Vater und ich sind uns sehr ähnlich was das Annehmen von neuen, unbekannten Situationen angeht. Und auch wenn ich weniger Probleme damit habe, was wohl auf mein Alter zurück zu führen ist, so sollte er langsam anfangen umzudenken. Nunja....

Irgendwie kamen wir dann auf das Thema Supergau....Allerdings ging das von ihm aus. Er fürchtet sich vor dem Augenblick in dem er Post vom Rechtsanwalt mit Scheidungspapieren bekommt.
Dann würde er sich von einer ganz anderen Seite zeigen. Dann würde seine Liebe in Hass umspringen.
Diese Thema haben mein Vater und ich schon so oft durchgekaut. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man sich so drehen kann, einem Menschen gegenüber den man geliebt hat, von jetzt auf gleich. Es kann doch durchaus passieren, dass die Liebe erlischt man sich aber trotzdem noch versteht.
Nein, für meinen Vater gibt es nur "schwarz" oder "weiß". Grautöne kennt er nicht.
Er kann das......wäre nicht das erste Mal.
Auch meinte er, dass er Marvin dann nach Hause holen würde. Wobei ich ihm gesagt habe, dass mein Bruder mit seinen 13 Jahren selber bestimmen kann wo er zu Hause ist. Zumal er doch auch jetzt bereits sowohl bei seinem Vater als auch bei seiner Mutter zu Hause ist. Und im Ernstfall bestimmt dies immer noch ein Richter unter Berücksichtigung der Meinung meines Bruders!
Mein Vater meint doch allen Ernstes, dass mein Bruder bei seiner Mutter keine Zukunft habe.
Dummerweise reduziert Papa alles auf die finanzielle Basis. Dinge wie Liebe, Geborgenheit etc. scheinen ihm fremd! Die kann man aber nicht kaufen....
Marvin hatte doch bereits letztes Jahr die Wahl wo er wohnen möchte. Und da besaß mein Bruder die Größe seinem Vater zu sagen, dass es für alle Beteiligten das Beste sei wenn er mit seiner Mutter ginge.
Bei seiner Mutter darf er selbständig leben. Mein Vater fordert zwar eine gewisse Selbständigkeit, bremst ihn aber jedes Mal, wenn er eigenständig handeln möchte.
Auch meinte Papa, dass er dann meinen Bruder außen vor lassen möchte, denn er möchte nicht sein Kind in den Streit der Eltern einbeziehen. Da sollte er nicht zwischen den Fronten stehen.
Woraufhin ich meine Stimme erheben musste, denn auch wenn es immer zwei Seiten gibt, so weiß ich, dass er seinen Unmut und seine Diskrepanzen vor den Augen seines Sohnes mit seiner Frau ausdiskutiert!
Wenn er denn so sehr um das Wohl seines Sohnes bedacht ist, dann möge er doch bitte JETZT damit anfangen, denn wir sind alle nicht dumm und erst Recht nicht taub oder blind!!!!!
Ich habe ihm klipp und klar gesagt, was ich von seiner jetzigen Vorgehensweise halte (dass er seiner Frau droht etc. pp. während mein Bruder daneben sitzt) nur leider hat er das wohl nicht verstanden.

Klar kann ich ihn verstehen, dass die Situation für ihn unbefriedigend ist! Auch habe ich Marlies schon mal gefragt wie es denn weiter gehen solle. Ob sie nicht mal reinen Tisch machen könne, denn Papa hegt immer noch die Hoffnung, dass sie wieder zu ihm zurück kommen. Solange sie diese nicht im Keim erstickt, wird seine Welt sich weiterhin nur um die beiden drehen. Aber sie sagt, dass sie ihm keinerlei Hoffnung machen würde, verbal oder auch körperlich.
Meinen Vater bereitet es Unbehagen, dass er bei Problemen immer zur Stelle ist. Aber wenn er mal was habe, dann sei da niemand. Gut, kann ich auch verstehen. Mich würde es ebenfalls frustieren immer nur dann gebraucht zu werden, wenn irgendwas technisches vorliegen würde.

Nur, solange er immer noch seiner Illusion hinterher lebt, kann und wird sich in seinem Alltag nichts ändern!!!!

Ich bin auch gerne bereit mir seine Sorgen anzuhören aber muss er auch damit rechnen nicht immer verständnisvolle Antworten zu bekommen.
Als unser Gespräch beendet war, musste ich erst mal ein wenig Schreien, denn anders kann ich meinen Unmut nicht mehr los werden.
Dann frage ich mich immer, was für ein Mensch aus mir geworden wäre, hätte ich meine Kindheit bei meinem Vater verbracht.....Wir wären ständig aneinandergerasselt erst Recht weil ich ein Mädchen bin und allein deswegen anders behandelt worden wäre als mein Bruder (was mir allein bei dem Gedanken Angst macht).
Wie gut dass das nicht passiert ist!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenMausekind schreibt am 13.11.2007 um 07:52 Uhr:Hmm...
    Solange er nichts daran ändern will, kannst Du nur zugucken und mit dem Kopf schütteln.
    Vielleicht spricht er auch nur jetzt einfach so darüber und wenn wirklich "der Brief" kommen sollte, denkt er anders.
    Ich kenne Deinen Papa nicht und kann ihn schlecht einschätzen, aber -Achtung!- wenn er Eigenschaften von Dir hat, dann wird er irgendwann vernünftig... Vielleicht einfach eine Frage der Zeit!?
  2. zitierenSchussel schreibt am 13.11.2007 um 20:25 Uhr:Wir haben dieses "Spiel" ja bereits einmal durch....als meine Mutter sich hat scheiden lassen. Da ging es auch von Liebe auf Hass über.
    Mein Vater ist halt der festen Überzeugung, wenn man sich trennt, dann hat man sich nichts mehr zu sagen.....
    Tja, ich suche immer wieder Eigenschaften die wir gemeinsam haben....ich bin auch schon fündig geworden, aber die waren eher negativ belastet. Papa lebt in seiner Welt....da wird sich auch nichts dran ändern :-(((
  3. zitierenDarkHoneyLady schreibt am 15.11.2007 um 17:51 Uhr:Donnerwetter, das ist ja hier ein richtig schnuckeliges Design!

    Ich finde übrigens nicht, dass dein Vater damit rechnen muss, keine "verständnisvollen" Antworten von dir zu bekommen ...

    Ich bin mir nämlich sicher, dass er es von dir gewohnt ist, dass du ihm die Wahrheit sagst! Das ist mehr, als ein blindes Zustimmen und bedenkenloses Abnicken - dazu gehört Mut und Verstand!
    Außerdem hat er sich wohl schon öfter so verhalten, wie DU es für absolut falsch hältst und du bist trotzdem für ihn da, ohne dich einfach abzuwenden und ihn stehen zu lassen. Das zeugt von Verlässlichkeit und einem ganz besonderen Verständnis, finde ich.

    Hut ab dafür und hadere nicht mit dir, wenn du über seine Starrsinnigkeit wütend und enttäuscht bist und erst mal Dampf ablassen musst. Ich denke, er weiß, wa er an dir hat, auch wenn er es nicht (immer) zeigt.

    Herzliche Grüße!
  4. zitierenSchussel schreibt am 15.11.2007 um 21:00 Uhr:Das Design habe ich DRZ zu verdanken!!!! Als Dank habe ich ihr die Rechte an meinem Erstgeborenen gewidmet *gg*

    Ich weiß ja mittlerweile, dass mein Vater "anders" ist in seinem Denken, Handeln und im seinem Verständnis für seine Umwelt.
    Nur irgendwie kommen wir beide nie auf einen grünen Zweig.
    Was für andere selbstverständlich ist, und wofür es keinerlei Diskussionen gibt, ist mein Vater absolut engstirnig und seine Meinung ist Gesetz! Da gibt es kein Rütteln. Wer dem nicht nachkommt hat dann eben verloren!
    Ich persönlich verfahre mit solchen Menschen immer nach dem Motto: LDS => Lernen Durch Schmerzen
    Nur in diesem Fall ist und bleibt es mein Vater. Auch wenn ich gerne und viel schimpfe, so muss ich mich bremsen, denn irgendwo tut es mir persönlich weh, ihn so vermeintlich hilflos zu sehen......Aber dann weiß ich auch, dass er sich von außen nicht helfen lassen wird und so kann ich nur zusehen....
    Dieser Zustand ist nicht erst seit einem Jahr, sondern war es bereits schon lange davor :-(

    Es hat mich auch Kraft gekostet da zu stehen, wo ich gerade bin. Denn ich musste meinem Vater erst mal verinnerlichen, dass ich kein kleines Kind mehr bin! Dass ich durchaus ein Teil seiner Familie bin und er mich erst Recht nicht außen vor lassen möge!!!!
    Ich sehe schon, dass er über seinen Schatten springt, wenn auch nur spärlich.....
    Und trotzdem habe ich die Hoffnung, dass er irgendwann wieder glücklich sein wird! Nur muss er dafür auch was tun und kann nicht erwarten, dass andere die ganze Bürde auf sich laden.

    Lieben Gruß,
    Sarah
  5. zitierenDarkHoneyLady schreibt am 15.11.2007 um 21:59 Uhr:Ich denke, du schätzt das ganz richtig ein, liebe Sarah: Er ist hilflos, in seiner Welt ist ein Kompromiß oder ein Aufeinanderzugehen bereits eine Niederlage (die er sich nicht zugestehen will).
    Er wird innerlich sehr einsam sein ...

    Diese Menschen habe eine unglaubliche Begabung darin, andere vor den Kopf zu stoßen und sehr unerbittlich zu wirken - innerlich sind sie empfindsam und verletztbar. Dass ihr vermeintlicher Schutzwall sie in die Isolation treibt, bemerken sie selbst oft erst, wenn es zu spät ist.

    Er kann sich glücklich schäzen, mit dir einen Menschen an seiner Seite zu haben, der diesen Herausforderungen Stand hält - und das meine ich sehr ernst! Er hat damit eine Chance, sich (hoffentlich irgendwann) zu öffnen.

    LDS ist eine brutale Methode, aber in diesem Falle tut dein Vater sich das selbst an - dir tut bereits das Zusehen weh und es kostet Kraft (ich weiß).

    Ich wünsche dir jede Menge Durchhaltevermögen und drücke die Daumen - manchmal fehlt nur noch ein Tropfen und der Damm bricht, was in diesem Falle wirklich mal etwas Gutes wäre.

    Liebe Grüße

    PS: Kompliment an DRZ - ich hoffe, dein Erstgeborener gelingt vergleichbar *schmunzel*
  6. zitierenSchussel schreibt am 15.11.2007 um 22:15 Uhr:Ich werde Helden zeugen (oder doch Halbgötter??) *lach*

    Ich denke, es wird noch viel Zeit benötigen, bis mein Vater versteht und auch umsetzt, dass es so nicht mehr weiter geht.
    Gut, das weiß er bereits jetzt, aber seine Hoffnung ist immer noch sein altes Leben. Nur wird es das nicht mehr geben.....
    Und so werde ich warten bis Papa vielleicht doch noch die Erleuchtung hat und anfängt umzudenken.
  7. zitierenMausekind schreibt am 18.11.2007 um 19:59 Uhr:... Ich hoffe, DU zeugst gar nicht, sondern gebährst einfach nur...
  8. zitierenSchussel schreibt am 19.11.2007 um 04:15 Uhr:*lach*

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