Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

16.10.2004 um 00:43 Uhr

1. Eintrag

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Ich habe zwar noch nicht einmal das Design dieses Weblogs fertig, aber irgendwie wuerde ich langsam gerne beginnen, Eintraege hineinzustellen. Denn... Sollte es nicht auf das Wort mehr ankommen, als auf ein schmuckvolles Drumherum (Auch, wenn das natuerlich die Worte verstaerken und ergaenzen koennte)? Und was sollte ich auch noch so viel an meinem Layout aendern? Ich bin mir selbst unschluessig darueber, vielleicht zu kritisch mit mir selbst... Vielleicht habe ich ein Idealbild im Kopf, das ich gar nicht erreichen kann... Ich weiss es nicht. Aber wie dem auch sei... Ich will auch gar nicht sofort mit einem meiner Gedichte beginnen. Ich habe mich entschlossen (Naja... Eigentlich ist es nur eine spontane Idee, die gerade in meinem Kopf herumspukt), nicht nur meine Gedichte hier hineinzuschreiben/kopieren, sondern auch darueber zu schreiben WIE ich schreibe, wann, was mich dazu veranlaesst... Und auch das erste und einzige Mal, das ich mit meiner Lyrik einen Wettbewerb bestritt und direkt den ersten Platz machte, werde ich nicht unerwaehnt lassen. Jaja, immer diese Angeberei ;) Eigentlich geht es mir aber, indem ich dies erzaehle, eher darum, meine Gefuehle zu beschreiben, waehrend ich langsam auf die Buehne schritt, in kompletter Dunkelheit... Ploetzlich der einzige Scheinwerfer mir ins Gesicht strahlte, mich blendete... Und da stand ich, ein Maedchen von 12 Jahren, mit einem schwarzen Pullover und damals wohl auch noch dunkelblauen Jeans bekleidet, die Haare simpel zusammengebunden, dort, blickte die Menschen an... Und ich wuesste nicht, wie wuerden sie reagieren.

Es war so gewesen, dass ein Lyrikwettbewerb stattgefunden hatte, ich, ohne viel Hoffnung, denn ich hatte absolut keine Ahnung, wie meine 'Kontrahenten' (Ich wuerde lieber Mitstreiter sagen, das klingt nicht so feindlich) talentiert sein wuerden, und ich wusste auch nicht, wie die Jury mein Gedicht werten wuerde, generell nicht, wie andere Menschen die Art und Weise, wie ich schrieb und vortrug, sehen. Damals hatte ich nie etwas veroeffentlicht, was ich geschrieben hatte, ich hatte diese recht intimen Dinge immer nur fuer mich selbst verfasst, sie landeten weder im Netz, noch durften meine Eltern oder Freunde sie sehen. Mit dem Gedicht fuer den Wettbewerb war es anders gewesen. Es war ein reines 'Wettbewerbsgedicht', wuerde ich sagen. Es gab eine Themenbeschraenkung, es ging, was ich eigentlich nicht so spannend fand, um das neue Jahrtausend, wenn es auch noch einige Zeit bis zu dessen Anbruch gewesen war, damals. Nachdem ich das Flugblatt, das den Wettbewerb ankuendigte, gelesen, und mir einige Daten abgeschrieben hatte, sass ich, es war ein Herbstabend, in meinem Zimmer. Ich las nochmals die Daten... Dachte... Ich koennte es doch wagen, wenn ich ein wenig Zeit habe, mir etwas zum Thema auszudenken. Ich schrieb, quaelte mich, denn nichts, was mir einfiel, wollte so recht in die Begrenzung passen, warf einige Entwuerfe wieder weg... Nach einigen Tagen hatte ich dann aber irgendetwas zusammengeschrieben, wovon ich dachte, es sei zwar absolut nicht mein Stil, es war... Sehr ironisch, unterhaltend. Nicht von der gewohnten Traurigkeit meiner Zeilen.

Es hiess 'Weltuntergang', war etwa eine DIN-A-4-Seite lang, auf simplem Linien-Papier geschrieben, mit schwarzem Kuli, mehr oder minder dahingeschmiert. Und ich dachte... Es war zwar nicht das, was mich selbst vollkommen ueberzeugte, aber bei diesem Wettbewerb sollte es ja um das Publikum gehen, dieses sollte wohl unterhalten werden. Ausserdem findet die Jury eine leicht humorvolle Beschreibung der Gesellschaft durch eine 12jaehrige sicherlich 'besser', als wenn dasselbe Kind in pathetischen Worten all seinen Schmerz, den viele Erwachsene einem Kind ohnehin nicht zutrauen wuerden, aufs Papier bluten wuerde. Und so... Schrieb ich ueber all die Weltuntergangs-Befuerchtungen, die durch die Koepfe der medienkranken Gesellschaft schweben koennten, und bald darauf reichte ich meinen Beitrag ein.

Mehr dazu wird morgen oder in einigen Tagen folgen. Ich muss nun gehen, es tut mir leid...

cn P

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