Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

25.03.2006 um 13:32 Uhr

Bisherige Umfrageergebnisse:

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Was haltet ihr von meinen Gedichten?

Ausgezeichnet! (47.06 %)
Sind wirklich schoen. (26.47 %)
Kann ich mit leben, aber ist mir im Grunde egal. (8.82 %)
Sind eher weniger mein Fall. (5.88 %)
Absolut nicht mein Geschmack. (2.94 %)
So ein Mist sollte verboten werden! (0.00 %)
Leute wie du gehoeren sofort in die Psychiatrie! (8.82 %)

Stimmen insgesamt: 34

~*~

Machen wir die uebliche Aufschluesselung:
- 73,53 % positive Stimmen
- 8,82 % neutrale Stimmen
- 16,84 % negative Stimmen

Das spiegelt genau das wieder, was ich erahnt hatte: Die Thematik verschreckt Menschen. Ich hatte genau gewusst, dass man meine Gedichte entweder lieben oder hassen wuerde... So ist es mit den kontroversen Dingen im Leben ;) Aber ich habe mein Ziel erreicht: Die zu erfreuen, die dunkle Romantik moegen, die zu schockieren, die diese Dinge einfach nicht verstehen, nicht wahrhaben wollen oder sich von Konventionen abschrecken lassen. Nun, dass es dennoch gleich fast drei Viertel der User sind, denen meine Gedichte gefallen, freut mich sehr, aber verwundert mich auch ein wenig. Danke an all diese! Auf neutrale Meinungen muss ich wohl nicht naeher eigehen, ueber Dinge, die einfach 'Geschmackssache' sind, kann man nicht diskutieren. Zu den negativen Stimmen, ich wuerde gerne aufgeklaert werden: Liegts am Thema? Ich glaube nicht, dass es an Wortwahl und Struktur liegt, es sei denn, man hat eine Abneigung gegen alles nicht Moderne... Uebrigens sollte man bei der Abstimmung auch immer Vergleiche ziehen - Beherrschen diese Kunst viele Menschen? Beherrsche ich sie? Habe ich ueberhaupt einen Sinn fuer Lyrik? Ehrlich gesagt wage ich das bei Menschen, die bei allem, was nicht in ihre heile Welt passt, gleich nach Arzt oder Polizei rufen, zu bezweifeln. Toleranz ist ein Gut der Intelligenten... Kunst wohl auch, oder etwa nicht?

Nun, schoene Gruesse an alle, die dies hier lesen. Und an die, die noch nicht abgestimmt haben, eine Bitte: Stimmt doch ab, wenn ihr moechtet, und wenn ihr Kritik habt, lasst sie gern als Kommentar oder Gaestebucheintrag hier. Ich suche immer Denkanstoesse (Vielleicht auch in Sachen Thematik?! Sehr gerne sogar!) und Kritik nutzt mir zur Verbesserung meiner Faehigkeiten. Lasst mich nur hoeren, was ihr ueber meine Arbeiten denkt und was ihr zu sagen habt. Wenn euch etwas an Schiller oder Lessing missfaellt, koennt ihrs nicht mehr aeussern, aus rein biologischen Gruenden ;) Aber der Kuenstler hier LEBT! Nutzt also die Gelegenheit, das auszudruecken, was auch im Sinn herumschwirrt... (Wow, war das wieder eine Masche, die Menschen zu provozieren/anzuregen ;) - Meine Lateinlehrerin hat immer gesagt, ich sei eine gute Rednerin... *g*)...

cn P

20.03.2006 um 16:51 Uhr

The Masque of the Red Death (20.3.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Kurzgeschichten

I cannot remember when and where it happened, it was a long time ago in a far-away country, where a pestilence called the “Red Death” terrorized the people. Everyone infected by it, it is said, has to die a slow and painful death, breaking down and bleeding and finally ceasing to breathe. Every hour new victims were found and the whole population lived in fear.

Only the prince Prospero lived a careless live. He had to fear none for hiding in his castle, served by hundreds of people. There was no danger and he feasted every day while outside the people were dying.

Also that certain day Prospero reveled. In the evening, as on every evening, he locked himself up in a chamber, where no one was allowed to disturb him. In this chamber there stood a clock of ebony at the western wall, black as the night sky at midnight. Every hour the clock made a monotonous, enormous sound and all the servants in the castle listened to it in fear. They did not know why they had such a fearful feeling, but this sound turned everyone nervous.

And the clock stroke again! And a scream echoed between the castle walls! It came from the chamber of the prince. The guards opened the huge wooden door. The chamber was almost entirely dark, there were only a few rays of moonlight shining onto the floor, where there lied the body of the prince, all covered with blood.

He was still alive, and with a voice growing weaker and weaker every second he spoke: “The Red Death! I saw him!” And suddenly a gleam of light fell on the ebony clock and the reflection in the glass, only for a moment, showed a bleak face with a masque, a masque as red as blood: It was the Masque of Death.

20.03.2006 um 16:09 Uhr

An einen Freund (17.3.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Die Glut des Abends ist ueber uns gesunken
Und du atmest, doch so fern von hier
Derweil mein Herz so trauertrunken
Mein Geist, er duerstet nur nach dir

Auf welcher Bettstatt liegt dein Leib?
Durch welchen Garten fuehrt sie dich?
Der Tod in eines Engels Kleid
Beruehrst du sie, so sterbe ich

So bleibt mir nur ein leidend Bangen
Eines Wesens, das qualvoll schweigt
Benetzt ihr Kuss nun deine Wangen
Wie Tau, der meinem Aug entsteigt?

Ist ihr Brautbett laengst dein Sarg?
Ist ihr Garten unser Grab?
Waer ihr Herz nur auch so rein
Wie ihres Antlitz Sternenschein

09.03.2006 um 12:21 Uhr

Vergangen (8.3.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Nachts, wenn blasse Schatten sich ziehn
Durch den Schleier kalter Vergangenheit
Wenn das Plätschern seichter Bäche widerhallt
In den duestren Hoehlen verronnener Zeit

Liegt suesslicher Schmerz auf den Augen aus Stein
Bleiern schwer sind ihre Lider versiegelt
Der Ruecken liegt auf graeulichen Marmor gebettet
In dem alte Sehnsucht sich spiegelt

Der Nachtigall Sang wird von ihr nicht gehoert
Kuendet er noch so von gluecklichen Zeiten
In der Ferne erklingt solch vertrautes Geraeusch
Es wuerde ihr Traenen bereiten

Gefaltet liegen die Haende so stumm
Verschlossen, wie ihre Jugend verdorrt
Wie gerne wuerd sie ein Laecheln verschenken
In Erinnerung an jedes Wort

09.03.2006 um 12:15 Uhr

Abendhimmel (8.3.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Mystik

Still liegt der Abend, kein Windeshauch
Verwischt die graeulichen Schatten
Die vom Horizont entsteigen wie Rauch
Wie aus der Asche gewachsen

Kein Laut erklingt, der Himmel fliesst rot
Wie der Meere kristallene Flut
Vom Abend benetzt wie von Schweigen der Tod
Die leuchtende, ewige Glut