Gedichte,
Kurzgeschichten,
Momentaufnahmen

24.06.2006 um 01:25 Uhr

Meine Werke in einer Uebersicht...

von: AngelInChains   Kategorie: Erläuterungen

Fuer die Faulen ( ;) ):

1. "Vor der Dunkelheit": Die Vergaenglichkeit von positiven Dingen, auch Widersprueche, der schoene Schein im Gegensatz zur Realitaet, Ende: Resignation

2. "Engel aus Stein": Mehr in Richtung Fantasy angesiedelt, ein kurzes Stueck ueber einen steinernen Engel, der nachts zum Leben erwacht... Kann man vielfaeltig deuten. Kann man bsp auch als Menschen sehen, der nur wenn er allein ist, sein wahres Ich zeigt.

3. "Minne": Schon leicht humoristisch, im Grunde schwaermt ein Maedel von einem Juengling, den sie heimlich beim duschen beobachtet *lol*

4. "Identity": Ueberarbeitung eines alten Gedichts, das ich vor vielleicht 6 Jahren schreiben musste... Im Englischunterricht... Geht um Vorurteile und Realitaet im Bezug auf eine non-konforme PErson

5. "Eisblumen": Eigentlich vollkommen deprimierend. Wie sich eine Person, die leidet, komplett von der Welt abwendet und sich den Schoenheiten nicht mehr oeffnet.

6.: "Noctul's Reue": Kann man woertlich als Fantasy betrachten, ein Vampir zeigt sich reuig ueber seinen Lebenswandel. Aber natuerlich auch metaphorisch sehr interessant zu betrachten...

7.: "Redemption": Sehr inspiriert von Edgar Allan Poes 'Die Grube und das Pendel', zumindest die Szenerie. Eine Person erfleht beinahe den Tod, die Flucht aus der lang anhaltenden Qual, in seiner Verzweiflung betrachtet er den Tod sogar als Triumph... Meiner Meinung nach verstaendlich. Oh, und die finnische Metal-Band 'Children of Bodom' hatte auch einen kleinen Einfluss...

8.: "Narrenspiel": Der einfache Stil betont die Gedanken eines Narren. Er begreift nicht, was er anrichten kann, aus seiner Naivitaet entsteht Gefahr fuer sein Umfeld. Ich denke dabei ein wenig an die Atomkriegproblematik...

9.: "Der Fluss der Zeit": Der Kreislauf der Welt, Vergaenglichkeit, Altern.

10.: "Mors vincit semper": Der Tod verliebt sich in ein Maedchen und gewinnt sie durch eine Intrige...

11.: "Requiem": Thema Altern. Starke Inspiration durch die Zueignung in Goethes Faust I.

12.: "Unschuld": Manchmal ist der Tod nicht so, wie man sich ihn vorstellt...

13.: "The Masque of the Red Death": Der Scharlach wuetet in einer mittelalterlichen Stadt...

14.: "An einen Freund": Das banale Thema der gescheiterten Beziehung... Die Frage, wo der Partner nun ist, wie es ihm geht, ein wenig Eifersucht...

15.: "Vergangen": Das Bildnis einer Toten.

16.: "Abendhimmel": Sehr kurze Landschaftsbeschreibung.

17.: "Gekreuzigt": Die ewige Trennung zweier Liebender. Wodurch auch immer.

18.: "My love": Unerfuellte Liebe.

19.: "Welke Naechte": Tod. Eines meiner besten Werke.

20.: "This night": Die Hoffnungslosigkeit eines Paares.

21.: "Herbstmorgen": Wunderschoene Landschaft, ein todkrankes Maedchen, die Nichtigkeit eines einzelnen Lebens auf der grossen Welt... Einsamkeit.

22.: "Daphne": An die griechische Mythologie angelehnt. Ein Vater verwandelt seine Tochter in einen Baum, um ihre Liebe zu einem von ihm ungemochten Juengling zu unterbinden.

23.: "Der Kelch des Hades": Im Grunde begeht das beschriebene Maedchen Selbstmord. Eine sehr subtile Beschreibung.

24.: "Titellos": Der Giftsuizid eines Paares, das auf dieser Welt keine Hoffnung mehr sieht. Ein wenig Romeo und Julia.

25.: "Titellos": Der Tod erscheint mir als blondgelockter Juengling. Anlehnung an Kabale und Liebe.

26.: "The Broken Chalice": Eine romantische Grabrede.

27.: "Die Zeit": Meine Erinnerungen.

28.: "Die Zuflucht": Hoffnungslosigkeit.

29.: "Die Stadt": Ein typisches Anti-Kriegs-Gedicht ueber die Zerstoerung der Welt...

30.: "Réponse": Eine Kritik am Friede-Freude-Eierkuchen-Wunsch der meisten Menschen.

31.: "Nach dem Sturm": Der Tod eines Menschen reisst weitere Menschen mit... Eine Kette aus Trauer... Ohne Ende.

32.: "Vanitas": Vergaenglichkeit. Wieso Menschen sich damit nicht abfinden.

33.: "Poesie des Himmels": Weitere Erinnerungen meiner Wenigkeit.

34.: "Titellos": Die Blindheit vieler Menschen gegenueber dem Leid Anderer.

35.: "Verbrenne": Der Suizid einer Frau. Weniger subtil, aber treffend.

36.: "Der Tod der Liebenden": Ein etwas anderes Liebesgedicht. Eine Liebe, die so stark ist, dass es sie auf dieser Welt nicht geben 'darf'...

37.: "Kalter Nachtwind": Necrophil, doch nicht so schlimm, wie Baudelaire ;) Ausserdem gehts eher um eine den Tod ueberragende Liebe, um Emotionen, als um irgendwelchen koerperlichen Kram.

22.06.2006 um 14:43 Uhr

Noctul's Reue (16.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Vanitas

Es ist so schoen, voll Nacht zu sein
Doch schwer, die Last zu tragen
Bevor ich sterbe, ganz allein
Will ich's zu sprechen wagen

Ich naehrte mich von Mondenschein
Von Grabesduft und Kerzenlicht
Doch war mein Glueck mir bald zu klein
Was einst mein Blut, genuegt' mir nicht

So fiel mir zu ein and'rer Quell
Voll Qual und Schmerz, der Todeskuss
Und doch auch er versiegte schnell
Was blieb, war Schuld und Traenenfluss

Und nun lieg' ich, dem Sterben nah
Bis zu Asch' verbrenne ich
Erkenn' das Scheusal, das ich war
Will dafuer suehnen, ewiglich
 
~*~

Ich persoenlich finde das Gedicht grausig, aber vielleicht seid ihr ja anderer Meinung...
 

22.06.2006 um 14:38 Uhr

Eisblumen (16.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Vanitas

Ein Winter, so grausam und kalt
Verhuellt unsre Seelen mit aller Gewalt
Wie Baeche gefriert unser Blut
Vergeht jede Waerme, erlischt jede Glut

Und Eisblumen bluehen bald starr
Im frosttoten Herzen, dornig und klar

Dort, wo die Zeit nie verrinnt
Wo niemals je mehr der Fruehling beginnt
Haelt Einzug die ewige Nacht
Gnadenlos, still, mit eisiger Macht

Das Jenseits verstrahlt seinen Glanz
Wie sterbende Sonnen beim Totentanz

Verschlossen die Augen, voll Schmerz
Beruehrt keine Waerme das sterbende Herz
Ein Winter, so grausam und kalt
Verhuellt unsre Seelen mit aller Gewalt
 

22.06.2006 um 14:34 Uhr

Identity (16.6.2006)

Look at the mirror
Tell me: What do you see?
You can name every detail
But can you identify me?

You tell me you saw
Black hair on a pale ground
Black eyes and a black dress
But is it this what does count?

You tell me you thought
I was dreary and sad
I was evil and scary
I was godless and mad

Look at the mirror
You think you could see?
I tell you: You can't!
So why are you labelling me?

~*~

Vor gut einer Woche ueberarbeitete ich dieses Gedicht, deswegen das neue Datum, allerdings ist dieser gedankliche Erguss schon etliche Jahre alt, urspruenglich im Unterricht entstanden und stammt aus einer Phase, wo ich mich noch taeglich mit Menschen herumstreiten musste, weil sie sich irgendwie nicht mit meinem aeusseren Erscheinungsbild abfinden konnten. Duerfte so um 2000 rum gewesen sein, da war ich 14.
 

22.06.2006 um 14:28 Uhr

Minne (12.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Liebe

Ich sah ihn einst am Brunnen
Bei Nacht, sein Leib war bloss
Die Locken fein geschwungen
Sein Antlitz makellos

Und in des Mondes Schein
Da strahlte seine Haut
So weiss wie Elfenbein
So sanft und zart gebaut

Das Wasser war geflossen
Ueber sein Gesicht
Die Augen fest verschlossen
Erblickte er mich nicht

Und was ich sah am Brunnen
Begehrte ich so sehr
Es wurde nie bezwungen
Er liess mich los nie mehr
 

~*~

In diesem Gedicht duerft und solltet ihr bitte eine humoristische Note erkennen.

22.06.2006 um 14:23 Uhr

Engel aus Stein (11.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Mystik

Wenn leblosem Marmor ein Genius erwacht
Erhebt sich ein Engel aus eiskalter Nacht
Wenn im Neumondschwarz blau die Blume der Hoffnung erblueht
Und wenn ihre Seele lodert und glueht
Dann wird ein Fluestern laut

Es schwebt ueber Graebern ein Schatten umher
Giesst mit suessem Blut ein tiefes Meer
Aus Scherben, verlorenen Traeumen und Pein
Und tief schneidet sich jede Scherbe ihm ein
Bis dass der Morgen graut

Der Himmel wird lichter, von Nebel befreit
Die Steine, und nichts bleibt als Einsamkeit:

"Die Gruft meine Zuflucht
 Meine Heimat die Nacht
 Meine Traenen versteinert
 Ist die Wandlung vollbracht"

22.06.2006 um 14:15 Uhr

Vor der Dunkelheit (28.5.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Vanitas

Siehst du das Licht dort im finsteren Tal?
Es leuchtet den Seelen, erhellt diesen Ort
Doch waehrend sie feiern das End' ihrer Qual
Sind's nur noch Momente, schon ist es fort

Und hoerst du das Rauschen in klarer Nacht?
Zwischen den Wipfeln der Baeume so schwer
Es singt und es tanzt, es redet und lacht
Und dennoch sind alle Herzen so leer

Hoerst du der Nachtigall Sang in den Rosen?
Blutig, voll Dornen, im Mondenschein
Rot wie die Lippen, die einander liebkosen
So nah beieinander und dennoch allein

Spuerst du den Schmerz in eiskalten Traenen?
Purpurn und dunkel, einsam verrinnt
Scharlachrot' Rinnsal, flammendes Sehnen
Bis die eisigste Grabnacht beginnt
 

22.06.2006 um 01:28 Uhr

More Redemption (20.6.2006)

von: AngelInChains   Kategorie: Lyrik: Tod

Without mercy burn my name
Burn my dreams and burn my fate
Kill me in this wicked game
Full of scorn and plain of hate

Your sword has ripped my silver wings
My soul is tortured, I am bound
As cold the scythe above me swings
And I shivver from its sound

My face bleeding, poisoned thorn
The Rose of Death impaled my skin
My grave of stone, so cold, forlorn
So hopeless griefs my heart within

But still I'll fly without a sigh
Not a tear will flow my mind
Since with every time I die
More redemption will I find